Putin wirft der Nato Kriegsvorbereitungen gegen Russland vor
Die Moskauer Sicht auf die Welt unterscheidet sich grundlegend von der westlichen. In diesem Weltbild gilt Russland als friedliebend, während allein der Westen den Konflikt anheizt.
Putin kritisiert Aufrüstung der Nato
Kremlchef Wladimir Putin hat der Nato vorgeworfen, einen Krieg gegen Russland vorzubereiten. Bislang hätten sich die Staaten des westlichen Bündnisses darauf beschränkt, die Ukraine zu unterstützen, sagte Putin im Kreml vor Absolventen der russischen Militärakademien. Nun werde im Westen offen davon gesprochen, "dass sie sich auf einen Krieg gegen uns vorbereiten und ihre Militär- und Offensivhaushalte aufstocken".
Russland sieht sich als Ziel westlicher Politik
Um die Militarisierung zu rechtfertigen, bedienten sich die Nato- und EU-Staaten falscher Behauptungen über eine angebliche militärische Bedrohung durch Russland, sagte Putin laut Kreml-Angaben. Knapp 40 Prozent der russischen Haushaltsausgaben fließen dabei in die Bereiche Militär, Rüstung und Sicherheit.
Nach Aussage Putins setzt sich Moskau für ein multipolares System der internationalen Beziehungen ein, das die militärische Sicherheit jedes Staates gewährleistet. "Gleichzeitig sind wir bereit, auf alle äußeren und inneren Bedrohungen operativ und angemessen zu reagieren", warnte der 73-Jährige.
Krieg in der Ukraine prägt Sicherheitsdebatte
Der russische Staatschef führt seit mehr als vier Jahren einen groß angelegten Krieg gegen das Nachbarland Ukraine. Die EU- und Nato-Staaten unterstützen die Ukraine. Der Krieg hat dort auch die Sorge über eigene Sicherheitslücken gegenüber Russland verstärkt. Deshalb rüsten die Staaten für den Fall einer Verteidigung auf.
