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Insolvenzverfahren: Deko-Kette Depot schließt 66 Filialen in Deutschland

Depot betrieb vor einigen Jahren noch rund 400 Geschäfte. Jetzt macht der Einzelhändler erneut eine große Zahl an Geschäften dicht. Welche Depot-Filialen betroffen sind - und warum es noch mehr Schließungen geben könnte.
29.06.2026 15:33
Lesezeit: 1 min
Insolvenzverfahren: Deko-Kette Depot schließt 66 Filialen in Deutschland
Krise im Einzelhandel: Neben Depot meldeten auch der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Baumarktkette Hellweg kürzlich Insolvenz an. (Foto: dpa) Foto: Christian Rothenberg

Deko-Kette Depot schließt 66 Filialen

Die Deko-Kette Depot schließt im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens 66 Filialen. Das Unternehmen veröffentlichte auf seiner Internetseite eine entsprechende Liste. "Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind", sagte Depot-Geschäftsführer Christian Gries der DPA.

Betroffen sind unter anderem Geschäfte in Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, München und Stuttgart. Die meisten sollen nach dem Räumungsverkauf bis Ende Juli schließen, einige sind bereits geschlossen. Zuvor hatten andere Medien über die Schließungen berichtet.

Übrig bleiben damit laut Gries vorerst gut 80 Depot-Filialen. Es könnten jedoch noch mehr schließen, die Verhandlungen mit den Vermietern dauerten an. Etwa 330 Beschäftigte verlieren Gries zufolge ihren Job. Hinzu kommen weitere Stellen in der Zentrale. Zur Gesamtzahl der verbleibenden Beschäftigten machte er keine Angaben.

Geschäftsführer nennt drei Gründe für Insolvenz

Das Einzelhandelsunternehmen mit Sitz im unterfränkischen Großostheim war kürzlich erneut in finanzielle Schieflage geraten. Im Mai beantragte die GDC Deutschland GmbH beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.

Als Gründe nannte Gries Zölle, die zunehmende Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Verbraucher: "Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise."

Depot betrieb vor einigen Jahren noch rund 400 Geschäfte. Während und nach der Corona-Pandemie kämpfte die Kette mit Schwierigkeiten. Schon 2024 meldete das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung an. Daraufhin schrumpfte das Filialnetz drastisch auf noch gut 150 Geschäfte. Im Zuge dessen verloren bereits viele Beschäftigte ihren Job.

Kritische Lage im Einzelhandel

Der Einzelhandel steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels unter Druck. Jeder sechste Händler in Deutschland fürchtet laut Ifo-Institut inzwischen um die Existenz. Im April schätzten 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Lage als existenzbedrohend ein, ein Rekordwert.

Neben Depot meldeten auch der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Baumarktkette Hellweg kürzlich Insolvenz an. Die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte Kette Hammer schloss im Mai ihre letzten Filialen.

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