Finanzen

Steuererhöhung: Steuer auf Spirituosen soll Anfang 2027 steigen

Hochprozentige alkoholische Getränke sollen zum 1. Januar 2027 höher besteuert werden. Welche Mehreinnahmen im Zuge der Steuererhöhung der Staat erwartet und welche Spirituosen teurer werden.
05.07.2026 09:03
Lesezeit: 1 min
Steuererhöhung: Steuer auf Spirituosen soll Anfang 2027 steigen
Eine Steuererhöhung bei Spirituosen gehörte auch zu den Vorschlägen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission für eine finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen. (Foto: dpa) Foto: Axel Heimken

Steuer auf Spirituosen soll Anfang 2027 steigen

Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn sollen nach Plänen des Bundesfinanzministeriums ab dem kommenden Jahr höher besteuert werden. Für die vorgesehene Anhebung zum 1. Januar 2027 sei nun ein Gesetzentwurf erarbeitet worden, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Nähere Angaben dazu machte er mit Verweis auf aktuelle regierungsinterne Abstimmungen nicht. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, soll eine Erhöhung um 20 Prozent kommen - von 13,03 Euro auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol.

Höhere Alkohol- und Tabaksteuern für den Haushalt

Eine Anhebung der Alkoholsteuer und auch der Tabaksteuer hatte das Kabinett schon im April beim Beschluss der Eckwerte für den Haushalt 2027 als eine der Maßnahmen in den Blick genommen, um verbliebene Lücken zu schließen. Zum 1. Januar 2027 erhöht werden sollen außerdem die Steuern auf Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops. Die Gesetzesänderung erfolge auch aus gesundheitspolitischen Erwägungen, sagte der Sprecher. Erwartet würden Mehreinnahmen von jährlich rund 400 Millionen Euro, berichtete das RND. Nicht betroffen ist die Biersteuer, für Wein besteht weiterhin keine besondere Steuer.

Eine Steuererhöhung bei Spirituosen gehörte auch zu den Vorschlägen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission für eine finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie empfahl gleich drei jährliche Anhebungen von 2027 bis 2029. Damit sei ein sinkender Konsum zu erwarten, was jährlich etwa 1.000 Krebsfälle vermeiden könnte. Da Spirituosen beim Rauschtrinken unter oft preissensiblen jüngeren Leuten eine Rolle spielten, sei auch mit einem Rückgang weiterer Kosten zu rechnen, etwa für Unfälle.

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