Finanzen

Telekom-Aktie legt zu: Mehr Geld für Aktienrückkäufe

Die Telekom-Aktie startet nach starken Quartalszahlen und einem deutlich ausgeweiteten Aktienrückkaufprogramm mit Rückenwind in den Handel. Höhere Cashflow-Ziele und eine überraschend kräftige Kapitalrückgabe sorgen für neue Fantasie bei Anlegern.
06.08.2026 11:27
Lesezeit: 2 min
Telekom-Aktie legt zu: Mehr Geld für Aktienrückkäufe
Telekom-Aktie: Der Konzern hebt den Cashflow-Ausblick an und erweitert den Aktienrückkauf. (Foto: dpa) Foto: Oliver Berg

Telekom-Aktie steigt: Prognose erhöht und Aktienrückkäufe ausgeweitet

Die Telekom-Aktie hat am Donnerstag kräftig zugelegt. Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal weiter vom Wachstum der US-Tochter T-Mobile US profitiert und ihren Ausblick für den Barmittelfluss für das Gesamtjahr leicht angehoben. Zudem weitet der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm deutlich aus. Bei den Anlegern kamen die Nachrichten gut an.

Die Telekom-Aktie gewann zuletzt 5,5 Prozent auf 28,94 Euro und führte damit den Dax an. Seit Jahresbeginn haben die Papiere fast fünf Prozent an Wert gewonnen.

Telekom-Aktie profitiert von starken Quartalszahlen

Analyst Akhil Dattani von der US-Bank JPMorgan verwies darauf, dass die Deutsche Telekom die Erwartungen moderat übertroffen habe, nehme man das US-Geschäft aus der Betrachtung heraus. Rechne man T-Mobile US hinzu, dann liege der Nettogewinn um sechs Prozent über der Markterwartung und der freie Mittelzufluss um drei Prozent darüber.

Beim freien Mittelzufluss (Free Cashflow AL) erwartet Konzernchef Tim Höttges für 2026 nun rund 20 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte. Zuvor hatte die Prognose für diesen Wert bei mehr als 19,8 Milliarden Euro gelegen. Grund ist, dass die US-Tochter ihre Prognose zuvor ebenfalls leicht angehoben hatte. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda AL) peilt die Telekom auf Basis konstanter Wechselkurse weiterhin rund 47,5 Milliarden Euro an.

Telekom erhöht Aktienrückkäufe deutlich

Ein weiterer Kurstreiber für die Telekom-Aktie ist das ausgeweitete Aktienrückkaufprogramm. Wegen des zuletzt schwachen Aktienkurses wollen die Bonner deutlich mehr eigene Anteile am Markt zurückkaufen als bislang geplant. Das Aktienrückkaufprogramm werde um 3 auf 5 Milliarden Euro aufgestockt, teilte die Telekom in einer separaten Mitteilung mit. Im bisherigen Jahresverlauf hat der Konzern bereits eigene Aktien für rund 1,2 Milliarden Euro zurückgekauft.

Umsatz und operatives Ergebnis legen zu

Im zweiten Quartal verbesserte sich der Umsatz des Konzerns um etwas mehr als vier Prozent auf rund 29,9 Milliarden Euro. Dies liegt auch im Rahmen der Markterwartungen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda AL) kletterte um 7,5 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro. Experten hatten hier einen Tick weniger erwartet.

Unter dem Strich verdiente der Konzern mit rund 2,5 Milliarden Euro aber rund sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptgrund für den Gewinnrückgang waren Integrationskosten für einen Zukauf bei der US-Tochter.

T-Mobile US bleibt Wachstumsmotor

Die Deutsche Telekom erwirtschaftet mittlerweile den größten Teil ihrer Umsätze im Ausland, vor allem in den USA. T-Mobile US hatte bereits vor zwei Wochen ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt und dabei unter dem Strich mehr neue Vertragskunden hinzugewonnen als erwartet. Mit Blick auf das laufende Jahr zeigten sich die Amerikaner beim freien Barmittelfluss etwas optimistischer als zuvor.

Deutschland-Geschäft profitiert von Fußball-WM

Auf dem deutschen Heimatmarkt stieg der Umsatz der Telekom im Quartal um 3,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Beim bereinigten operativen Ergebnis verzeichnete der Konzern einen Anstieg um 2,6 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.Der Konzern profitierte dabei auch von der Fußball-Weltmeisterschaft. So wurden rund eine Million neue TV-Kunden gewonnen. Im Mobilfunkgeschäft stieg die Zahl der Vertragskunden um 218.000 und damit stärker als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Nutzer eines Glasfaser-Anschlusses (FTTH) erhöhte sich um 161.000, während die Zahl der Breitbandkunden rückläufig war.

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