Finanzen

Telekom-Aktie legt zu: Mehr Geld für Aktienrückkäufe

Die Telekom-Aktie startet nach starken Quartalszahlen und einem deutlich ausgeweiteten Aktienrückkaufprogramm mit Rückenwind in den Handel. Höhere Cashflow-Ziele und eine überraschend kräftige Kapitalrückgabe sorgen für neue Fantasie bei Anlegern.
06.08.2026 09:40
Aktualisiert: 06.08.2026 09:40
Lesezeit: 1 min
Telekom-Aktie legt zu: Mehr Geld für Aktienrückkäufe
Telekom-Aktie: Der Konzern hebt den Cashflow-Ausblick an und erweitert den Aktienrückkauf. (Foto: dpa) Foto: Oliver Berg

Telekom-Aktie legt vorbörslich nach Zahlen und höherem Aktienrückkauf deutlich zu

Die Telekom-Aktie hat am Donnerstag im vorbörslichen Handel nach Vorlage der Quartalszahlen und der Ankündigung umfangreicherer Aktienrückkäufe deutlich zugelegt. Auf der Handelsplattform Tradegate stieg sie im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs zuletzt um 2,5 Prozent auf 28,10 Euro. Damit würde sie den Vortagesverlust im Xetra-Handel von rund anderthalb Prozent mehr als ausgleichen und sich dem höchsten Stand seit Mitte Juni bei 28,55 Euro annähern.

Prognose: Telekom hebt Cashflow-Ausblick an

Die Deutsche Telekom profitierte im zweiten Quartal erneut vom Wachstum ihrer US-Tochter und hob den Ausblick für den Barmittelzufluss im Gesamtjahr leicht an. Konzernchef Tim Höttges erwartet nun einen freien Mittelzufluss (Free Cashflow AL) von rund 20 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte. Zuvor hatte die Prognose bei mehr als 19,8 Milliarden Euro gelegen. Ausschlaggebend ist, dass auch die US-Tochter ihren Ausblick zuvor leicht angehoben hatte. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda AL) peilt der Konzern auf Basis konstanter Wechselkurse weiterhin rund 47,5 Milliarden Euro an.

Quartalszahlen: Umsatz steigt, Gewinn sinkt

Im zweiten Quartal erhöhte sich der Umsatz um etwas mehr als vier Prozent auf rund 29,9 Milliarden Euro und traf damit die Markterwartungen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einschließlich Leasingkosten (Ebitda AL) legte um 7,5 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zu. Analysten hatten hier etwas weniger erwartet. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit rund 2,5 Milliarden Euro rund sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptgrund für den Gewinnrückgang waren Integrationskosten für UScellular bei T-Mobile US.

Aktienrückkauf: Telekom stockt Programm deutlich auf

Die Deutsche Telekom will wegen des zuletzt schwachen Aktienkurses im laufenden Jahr deutlich mehr eigene Anteile zurückkaufen als bisher geplant. Das Aktienrückkaufprogramm wird von drei auf fünf Milliarden Euro erhöht, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mit. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Telekom bereits eigene Aktien für rund 1,2 Milliarden Euro zurückgekauft.

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