Finanzen

21,4 Milliarden Euro: Neuer Höchstwert bei Erbschaft- und Schenkungsteuer

Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland erreicht einen Rekordwert. Was steckt hinter dem starken Anstieg im vergangenen Jahr?
26.08.2026 13:03
Lesezeit: 1 min
21,4 Milliarden Euro: Neuer Höchstwert bei Erbschaft- und Schenkungsteuer
Die festgesetzte Erbschaftsteuer lag im vergangenen Jahr bei 13,3 Millionen - ein Anstieg von 57,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (Foto: dpa) Foto: Jan Woitas

Neuer Höchstwert bei Erbschaft- und Schenkungsteuer

Im vergangenen Jahr haben Finanzverwaltungen in Deutschland so viel Erbschaft- und Schenkungsteuer festgesetzt wie noch nie zuvor. Der festgesetzte Betrag lag bei 21,4 Milliarden Euro und damit 60,8 Prozent höher als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Demnach sei 2025 Vermögen in Höhe von 141,1 Milliarden Euro durch Erbschaften und Schenkungen übertragen worden – 23,1 Prozent mehr als im Vorjahr. "Die im Vorjahresvergleich höheren Veranlagungen beruhen unter anderem auf vermehrten Vermögensübertragungen von Betriebsvermögen in Höhe von 25,6 Milliarden Euro", hieß es. Das entspreche einem Plus von 19 Prozent.

Bei einer Steuerfestsetzung legen die Finanzämter die Höhe der Steuer verbindlich fest, als Steuereinnahmen gehen sie dann später ein.

Die Statistik bildet nur Erbschaften und Schenkungen ab, bei denen eine Steuer fällig wurde. Die allermeisten Vermögensübergänge liegen laut Statistikamt innerhalb von Freibeträgen und sind deshalb nicht enthalten.

Schenkungsteuer stieg um mehr als zwei Drittel

Die festgesetzte Erbschaftsteuer lag im vergangenen Jahr bei 13,3 Millionen - ein Anstieg von 57,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Der bisherige Höchststand war 2021 mit 9,0 Milliarden Euro erreicht worden", hieß es.

Die Schenkungsteuer lag 2025 bei 8,1 Millionen und stieg im Jahresvergleich um 67,3 Prozent. "Damit nahm die Schenkungsteuer seit 2019 (1,2 Milliarden Euro) durchgängig zu", schrieben die Statistikerinnen und Statistiker. "Allein im Vergleich zum Jahr 2023 (4,1 Milliarden Euro) hat sie sich fast verdoppelt."

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