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DWN-Ratgeber: Lohnt ein Last-Minute-Trip zu Olympia nach Paris?

Kurz vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris sind noch Tickets für einige Wettbewerbe zu haben. Was müssen Unentschlossene und Spontan-Bucher zu Anreise, Ticketing und Unterkunft wissen?
26.07.2024 10:02
Lesezeit: 3 min
DWN-Ratgeber: Lohnt ein Last-Minute-Trip zu Olympia nach Paris?
Ansteckend: Die Frauen haben schon gespielt bei den Olympischen Sommerspielen in Paris 2024, und zwar 3:0 gegen Australien. (Foto: dpa) Foto: Daniel Cole

Die Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris steht kurz bevor. Über gut zwei Wochen finden dann die Wettbewerbe in 32 Sportarten statt. Währenddessen werden in Paris rund 15 Millionen Touristen erwartet. Gut Vorbereitete haben sich schon vor Monaten um Tickets und Unterkunft gekümmert. Wer kurzfristig noch einen Trip in die französische Hauptstadt plant, sollte folgende Informationen und Tipps beachten:

Gibt es noch Tickets?

Ja, gibt es. Laut den Organisatoren gab es zuletzt noch in mehr als 20 Sportarten freie Plätze. Insgesamt seien rund 8,8 Millionen Tickets verkauft worden – eine sechsstellige Anzahl steht demnach noch zur Verfügung. Der Preis für ein Ticket bewegt sich zwischen 24 und 980 Euro. Insgesamt standen 10 Millionen Tickets zum Verkauf, der Rekord von Atlanta 1996 mit 8,3 Millionen verkauften Tickets ist also schon jetzt übertroffen.

Verbraucherschützer warnen eindringlich davor, Karten von Drittanbieter oder Einzelpersonen zu kaufen. „Wer dies trotzdem tut, läuft Gefahr, Betrügern auf den Leim zu gehen oder aber am Ende keinen Eintritt ins Stadion zu erhalten“, sagt Karolina Wojtal, Pressesprecherin beim Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland. Empfohlen wird, Tickets ausschließlich auf der offiziellen Olympia-Verkaufswebsite oder auf der offiziellen Wiederverkaufswebsite zu erwerben. Für Interessierte lohnt es sich, immer wieder einen Blick auf die Seite zu werfen. „Es werden immer wieder Kontingente freigeschaltet“, sagt Wojtal.

Wie kommt man am besten nach Paris?

Auto, Zug oder Flugzeug – wer reisen will, muss sich meist zwischen diesen drei Fortbewegungsmitteln entscheiden. Für eine Reise nach Paris rät das Europäische Verbraucherzentrum jedoch klar vom Auto ab. Denn wer mit dem Auto anreist, braucht eine französische Umweltplakette, die deutsche wird nicht akzeptiert. Außerdem wird auf französischen Autobahnen eine Maut fällig und auch Parkplätze in Paris sind rar und teuer.

Empfohlen wird die Anreise mit dem Zug. Von diversen deutschen Städten gibt es Zugverbindungen direkt in die französische Hauptstadt. Verbindungen nach Paris seien in den Sommermonaten grundsätzlich sehr beliebt, teilt ein Sprecher der Deutschen Bahn dazu mit. In diesem Jahr sei die Nachfrage aufgrund der Olympischen Spiele in Paris zusätzlich gestiegen. Für Verbindungen in Randzeiten, beispielsweise in den Abendstunden, seien in vielen Fällen jedoch noch Tickets zu günstigen Preisen verfügbar.

Wichtig: Informieren Sie sich über Störungen im Bahnverkehr. Wenige Stunden vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris haben Unbekannte Brandanschläge auf mehreren Anlagen des französischen Schnellzugnetzes verübt. Der Schnellzugverkehr auf der Atlantik-, Nord- und Ostachse sei derzeit stark beeinträchtigt, teilte die französische Bahn SNCF mit. Auch auf der Route zum Stade de France, einem der Austragungsorte der Olympischen Spiele, geht derzeit nichts.

Es werde mit den Reparaturen begonnen, hieß es. Die Einschränkungen könnten aber das ganze Wochenende dauern. Die SNCF spricht von „mehreren gleichzeitigen böswilligen Handlungen“. Genauere Hintergründe sind aber derzeit unklar.

Alternative ist womöglich ein Flieger nach Paris: Auch die Fluggesellschaft Lufthansa gab auf Nachfrage an, dass es trotz der höheren Nachfrage, noch Flugtickets zu annehmbaren Preisen gebe. Für Reisende mit dem Flugzeug sind die zwei Flughäfen Paris Charles-de-Gaulle und Paris-Orly relevant. „Aber egal welches Transportmittel: Buchen Sie so schnell wie möglich“, betont Wojtal. „Paris erwartet 15 Millionen Gäste, da sind die Kapazitäten schnell erschöpft. Und das treibt die Preise natürlich in die Höhe.“

Sind noch Unterkünfte verfügbar?

Nach kräftigen Preissprüngen und knapper werdenden Kapazitäten in den vergangenen Monaten und Wochen gibt es laut dem Europäischen Verbraucherzentrum nun wieder kurzfristige, auch nicht unbedingt besonders teure Unterkünfte. Auch laut den Buchungsportalen Booking.com und Airbnb sind noch immer Unterkunftsmöglichkeiten in den meisten Teilen von Paris oder der näheren Umgebung verfügbar. Genauso gibt der Sportreiseveranstalter Vietentours an, noch Buchungskapazitäten zu haben.

Verbraucherschützer empfehlen, direkt auf den offiziellen Seiten der Ketten oder Hotels zu buchen, alternativ über eine der großen Plattformen für private Unterkünfte wie Ferienwohnungen und Häuser. Zudem wird geraten, das Impressum zu prüfen, um zu kontrollieren, ob man sich auf der offiziellen Seite befindet. „Egal, auf was die Entscheidung fällt: Zahlen Sie nur über vertrauenswürdige Kanäle“, sagt Wojtal. „Auch sollte man genau prüfen, was im Preis inbegriffen ist und um welche Zimmerkategorie es sich handelt.“

Worauf muss man vor Ort achten?

Haben Ticketbuchung und Anreise geklappt und die Unterkunft ist bezogen, gibt es vor Ort noch einige Dinge zu beachten. Während der Olympischen Spiele gibt es in und um Paris zahlreiche Sperrzonen, die nur von akkreditierten Personen, Anwohnern oder Touristen, deren Hotel in diesem Bereich liegt, mittels eines QR-Codes passiert werden dürfen.

Auch im öffentlichen Personennahverkehr kann es zu Einschränkungen kommen. Einige Stationen werden während der Spiele nicht bedient. Besucher können sich tagesaktuell über die App Transport Public Paris 2023 informieren, um lange Umwege zu vermeiden.

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