Wirtschaft

EU-Automarkt 2025 zwischen Wachstum und Strukturwandel

Der EU-Automarkt sendet 2025 widersprüchliche Signale: Während die Neuzulassungen insgesamt steigen, geraten etablierte Antriebe und bekannte Marken unter Druck. Elektroautos holen auf, doch nicht jeder Hersteller profitiert gleichermaßen. Steht der Branche ein Umbruch bevor?
27.01.2026 10:36
Lesezeit: 2 min
EU-Automarkt 2025 zwischen Wachstum und Strukturwandel
Mehr E-Autos, weniger Verbrenner: Der Automarkt in der EU verändert sich rasant (Foto: iStockphoto.com/Scharfsinn86). Foto: Scharfsinn86

EU-Automarkt wächst 2025 weiter – mehr Elektrofahrzeuge, weniger Verbrenner

Der Automarkt in der EU hat auch im vergangenen Jahr erneut leicht zugelegt. Insgesamt wurden in der Europäischen Union 2025 gut 10,8 Millionen Pkw neu zugelassen und damit 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel berichtete. Damit setzt der EU-Automarkt 2025 seinen moderaten Wachstumskurs fort. Gleichzeitig zog der Absatz reiner Elektroautos wieder spürbar an. Der Marktanteil klassischer Verbrennerfahrzeuge ging im EU-Automarkt deutlich zurück.

Rein batterieelektrische Autos kamen im vergangenen Jahr auf 17,4 Prozent der Zulassungen im EU-Automarkt. Ein Jahr zuvor war ihr Anteil auf 13,6 Prozent gefallen. Deutlich stärker nachgefragt wurden Hybridfahrzeuge mit Kombinationen aus Verbrennermotor und E-Antrieb. Reine Benzin- und Diesel-Pkw erreichten nur noch 35,5 Prozent der Neuzulassungen im Automarkt in der EU, fast 10 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Besonders stark legte der Absatz reiner E-Autos im EU-Automarkt 2025 in Deutschland zu, und zwar um gut 43 Prozent.

Tesla verliert stark im EU-Automarkt – BYD wächst rasant

Trotz der höheren Nachfrage nach Fahrzeugen mit reinem Batterieantrieb musste E-Auto-Pionier Tesla (ISIN: US88160R1014) aus den USA im EU-Automarkt einen deutlichen Absatzeinbruch verkraften: Von der Marke wurden in der EU nur noch 150.504 Autos neu zugelassen, fast 38 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD (ISIN: CNE100000296) hingegen konnte seinen Absatz im Automarkt in der EU auf 128.827 Fahrzeuge mehr als verdreifachen.

Die deutschen Hersteller steigerten unterdessen ihren kombinierten Absatz aus Verbrennern, Hybriden und E-Autos im EU-Automarkt. Der Volkswagen-Konzern (ISIN: DE0007664039) wuchs um 5,5 Prozent auf knapp 3 Millionen Autos. Während die Marke Cupra einen Absatzsprung von fast 36 Prozent erzielte, musste die Sportwagentochter Porsche einen Rückgang um gut 17 Prozent hinnehmen. Der BMW-Konzern (ISIN: DE0005190003) verzeichnete ein Plus von 6,4 Prozent auf 764.331 Autos. Mercedes-Benz (ISIN: DE0007100000) erhöhte den Absatz um 1,5 Prozent auf 568.764 Wagen.

Der Stellantis-Konzern (ISIN: NL00150001Q9) mit Marken wie Peugeot, Citroen, Opel, Fiat und Jeep meldete dagegen einen Rückgang um 4,7 Prozent auf knapp 1,7 Millionen Autos im EU-Automarkt. Der Konkurrent Renault (ISIN: FR0000131906) inklusive der Marken Dacia und Alpine erreichte 1,2 Millionen Wagen und damit ein Plus von 5,6 Prozent im EU-Automarkt.

EU-Automarkt vor entscheidender Phase

Der EU-Automarkt befindet sich 2025 in einer Phase des tiefgreifenden Wandels. Zwar wächst der Automarkt in der EU insgesamt weiter, doch die Verschiebungen zwischen Antriebsarten und Herstellern sind deutlich. Elektroautos und Hybride gewinnen an Bedeutung, während klassische Verbrenner weiter an Boden verlieren. Für einige Hersteller eröffnet dieser Umbruch neue Chancen, andere geraten spürbar unter Druck. Besonders der zunehmende Wettbewerb aus China verändert die Marktstruktur nachhaltig. Der EU-Automarkt bleibt damit dynamisch, aber auch anspruchsvoller. Für Hersteller, Investoren und Verbraucher stellt sich zunehmend die Frage, wer sich langfristig in diesem neuen Umfeld behaupten kann.

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