Wirtschaft

Elektroindustrie sieht Licht am Ende der Flaute: Wachstum für 2026 erwartet

Nach drei Jahren stagnierender Produktion blickt die deutsche Elektroindustrie optimistisch auf 2026. Der Branchenverband ZVEI prognostiziert ein reales Produktionsplus von rund zwei Prozent – ein Signal für die Stabilisierung der Branche, wie Präsident Gunther Kegel betont.
26.01.2026 13:47
Lesezeit: 1 min
Elektroindustrie sieht Licht am Ende der Flaute: Wachstum für 2026 erwartet
Die deutsche Elektroindustrie blickt optimistisch auf 2026 mit einer Prognose von zwei Prozent Wachstum. Der EU-Binnenmarkt glich Exportrückgänge aus (Foto: dpa). Foto: Jan Woitas

Das preisbereinigte Minus für das vergangene Jahr dürfte zudem deutlich niedriger ausgefallen sein als befürchtet: Prognostiziert hatte der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) einen Rückgang um zwei Prozent bei der Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter hierzulande. Tatsächlich stand von Januar bis einschließlich November ein Minus von 0,5 Prozent in den Büchern.

EU-Binnenmarkt rettet die Bilanz

Die nominalen Erlöse der Branche drehten 2025 sogar ins Positive: Hochgerechnet auf das Gesamtjahr ergibt sich nach ZVEI-Daten voraussichtlich ein Wert von 226 Milliarden Euro. Das wären 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gute Geschäfte innerhalb der Europäischen Union glichen Rückgänge in den wichtigen Exportmärkten USA und China aus. ZVEI-Präsident Kegel betont, angesichts der schwierigen geopolitischen Lage müsse der europäische Binnenmarkt gestärkt werden.

Die Zahl der Beschäftigten in der Branche in Deutschland blieb relativ stabil: Ende November waren nach Verbandsangaben gut 877.000 Menschen in der Elektro- und Digitalindustrie tätig und damit 1,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Rekordschlussstände für S&P 500 und Nasdaq, während der Waffenstillstand hält
05.05.2026

Erfahren Sie, welche Faktoren die Märkte aktuell antreiben und warum die Anleger trotz globaler Spannungen optimistisch bleiben.

DWN
Politik
Politik Misstrauensvotum in Rumänien: Prowestliche Regierung stürzt
05.05.2026

Rumäniens Regierung ist nach einem überraschenden Bündnis aus Rechtsextremen und Sozialdemokraten gestürzt. Hinter dem Misstrauensvotum...

DWN
Politik
Politik Trump erhöht Druck auf Grönland: US-Experte warnt vor Folgen für Europa
05.05.2026

Trump verschiebt die geopolitischen Machtlinien der USA und verbindet den Zugriff auf Grönland mit Energiefragen und Zugeständnissen an...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Teilkrankschreibung gegen hohe Fehlzeiten: Ist die Regelung sinnvoll?
05.05.2026

Krank, aber nicht ganz arbeitsunfähig – das soll künftig möglich sein: Im Zuge der neuen Gesundheitsreform hat die Bundesregierung die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Stromnetz im Kostencheck: Welche Technologien langfristig überzeugen
05.05.2026

Europas Stromversorgung steht vor einer neuen Kostenlogik, in der erneuerbare Energien, Speichertechnologien und verlässliche Grundlast...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie steigt trotz schwachem Quartal
05.05.2026

Die Zahlen fallen schwächer aus als erwartet, doch die Aktie reagiert überraschend robust. Statt Abverkauf setzt Rheinmetall auf eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unicredit greift Commerzbank an: Übernahme rückt näher
05.05.2026

Unicredit macht Ernst und treibt die Übernahme der Commerzbank mit Tempo voran. Doch Widerstand aus Berlin und Frankfurt könnte den Deal...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Biontech-Aktie: 1.860 Stellen in Gefahr
05.05.2026

Biontech zieht die Notbremse und fährt Kapazitäten drastisch herunter. Der Sparkurs trifft Standorte weltweit – und bringt Tausende...