Finanzen

Nvidia-Aktie klettert: Quartalszahlen des US-Chipkonzerns übertreffen Erwartungen

Die Nvidia-Aktie hat nach Bilanzvorlage deutlich zugelegt, die Nvidia-Zahlen katapultieren den Chipriesen in neue Dimensionen. Doch wie nachhaltig ist das Wachstum – und kann Nvidia auch künftig die Erwartungen der Anleger erfüllen?
25.02.2026 23:08
Lesezeit: 3 min

Nvidia-Aktie nach Zahlenvorlage deutlich fester

Der US-Chipgigant veröffentlichte am Mittwochabend sein Ergebnis für das vergangene Geschäftsjahr. Die Nvidia-Quartalszahlen liegen klar über den Prognosen der Börsenanalysten, die Nvidia-Aktie legte in einer ersten Reaktion um mehr als drei Prozent zu. Im nachbörslichen Handel an der Nasdaq notierte der Nvidia-Aktienkurs zeitweise 3,79 Prozent fester bei 202,92 US-Dollar. Dabei profitiert die Aktie auch von einem starken Ausblick.

Rekordumsatz: Nvidia steigert Umsatz um mehr als 70 Prozent

Der KI-Boom lässt das Geschäft des Chipkonzerns allen Zweiflern zum Trotz explosiv wachsen. Nvidia meldete für das vierte Quartal einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal und einem Plus von 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nvidia übertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Für das Geschäftsjahr 2026 belief sich der Umsatz auf 215,9 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 65 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Diese Nvidia-Zahlen unterstreichen die dynamische Entwicklung des Konzerns und stützen die Nvidia-Aktie.

Nvidia-Zahlen über Erwartungen

Im Berichtsquartal lagen die GAAP- und Non-GAAP-Bruttomargen bei 75,0 Prozent bzw. bei 75,2 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2026 wurden GAAP- und Non-GAAP-Bruttomargen von 71,1 Prozent und 71,3 Prozent ausgewiesen. Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2026 erzielte Nvidia einen Gewinn je Aktie von 1,62 US-Dollar und lag damit über den Analystenschätzungen von 1,54 US-Dollar je Anteilsschein. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte das EPS des Chip-Herstellers noch 0,89 US-Dollar betragen.

"Die Nachfrage nach Rechenleistung wächst exponentiell — der Wendepunkt hin zu agentenbasierter KI ist erreicht. Grace Blackwell mit NVLink ist heute führend bei Inferenzlösungen — und ermöglicht Kosten pro Token, die um eine Größenordnung niedriger sind — und Vera Rubin wird diese Führungsrolle weiter ausbauen", sagte Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA. "Die Einführung von KI-Agenten in Unternehmen nimmt rasant zu. Unsere Kunden investieren mit Hochdruck in KI-Rechenleistung — in die Fabriken, die die industrielle KI-Revolution und ihr künftiges Wachstum antreiben."

Im Geschäftsjahr 2026 gab NVIDIA insgesamt 41,1 Milliarden in Form von Aktienrückkäufen und Bardividenden an seine Aktionäre zurück. Zum Ende des vierten Quartals verfügte das Unternehmen noch über 58,5 Milliarden Dollar im Rahmen der bestehenden Aktienrückkaufgenehmigung. Die nächste vierteljährliche Bardividende in Höhe von 0,01 Dollar je Aktie wird am 1. April an alle Aktionäre ausgezahlt, die am 11. März 2026 im Aktienregister eingetragen sind.

Angst vor KI-Blase an der Börse

Chipsysteme von Nvidia wurden zu einer Schlüsseltechnologie für die Entwicklung von Software mit Künstlicher Intelligenz. Sie werden sowohl für das aufwendige Training von KI-Modellen für Chatbots wie etwa ChatGPT eingesetzt - als auch beim Betrieb solcher Software. Die Nvidia-Ergebnisse sind damit zu einem Gradmesser für den Zustand der KI-Industrie geworden.



In den vergangenen Monaten flammte an den Börsen immer wieder mal die Sorge auf, dass die großen Erwartungen an das zukünftige Geschäft mit Künstlicher Intelligenz zu einer Blase bei den Aktienkursen von Tech-Unternehmen geführt haben könnten.

Nvidia-Ausblick: Was dieser für den Nvidia-Aktienkurs bedeutet

Ab dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 wird NVIDIA aktienbasierte Vergütungen in die Non-GAAP-Kennzahlen einbeziehen. Diese Form der Vergütung ist ein wesentlicher Bestandteil des Programms, mit dem der Konzern weltweit führende Talente gewinnen und langfristig halten will.

Für das Gesamtjahr 2027 rechnet NVIDIA mit GAAP- und Non-GAAP-Steuersätzen zwischen 17,0 und 19,0 Prozent, ohne Berücksichtigung einmaliger Effekte oder wesentlicher Änderungen des steuerlichen Umfelds. Auch dieser Ausblick dürfte für die Nvidia-Aktie, die künftigen Nvidia-Zahlen, die kommenden Nvidia-Quartalszahlen und den weiteren Verlauf des Nvidia-Aktienkurses von zentraler Bedeutung sein.

Auch für die Zukunft bleibt der Chip-Konzern sehr optimistisch. Im bereits laufenden ersten Quartal peilt das Management einen Umsatz in Höhe von 76,44 bis 79,56 Milliarden US-Dollar an. Experten hatten lediglich mit 72,78 Milliarden US-Dollar gerechnet.

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