Politik

Umfrage Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD rückt an CDU ran

Laut einer Umfrage zeichnet sich ein Trend ab: Die SPD hat aufgeholt. Noch führt die CDU, doch jetzt trennt die Parteien nur noch ein Prozentpunkt. Die AfD gewinnt ebenfalls einen Prozentpunkt und liegt bei 19 Prozent - und das einen Monat vor der Wahl.
26.02.2026 13:16
Lesezeit: 2 min
Umfrage Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD rückt an CDU ran
Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz holt die SPD gegenüber der CDU auf. Die AfD steht bei 19 Prozent, die Linke könnte erstmals in den Landtag kommen. (Foto: dpa)

SPD rückt in Rheinland-Pfalz bis auf einen Prozentpunkt an CDU ran

Am 22. März wird der 19. Landtag in Rheinland-Pfalz gewählt. Im Unterschied zu Baden-Württemberg, wo die Wahl bereits 14 Tage zuvor stattfindet, dürfen bei der Wahl in Rheinland-Pfalz nur die über 18-Jährigen ihre Stimme abgeben. Der Plan der rheinland-pfälzischen Ampel, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken, scheiterte am Veto der Opposition.

Befragung Infratest dimap im Auftrag des SWR

Rund einen Monat vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeichnet sich in einer Umfrage ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der oppositionellen CDU und der regierenden SPD ab. Die CDU liegt noch mit einem Prozentpunkt vor der SPD, wie aus einer Befragung des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des SWR-Politikmagazins «Zur Sache Rheinland-Pfalz!» hervorgeht.

Demnach verliert die CDU im Vergleich zum Januar einen Prozentpunkt und kommt auf 28 Prozent. Die SPD um Ministerpräsident Alexander Schweitzer gewinnt hingegen einen Prozentpunkt und kommt auf 27 Prozent.

Die AfD gewinnt ebenfalls einen Prozentpunkt und liegt bei 19 Prozent, die Grünen bei 9 Prozent. Laut Umfrage würden sowohl die Freien Wähler als auch die Linken mit 5 Prozent die Chance auf einen Einzug in den Landtag haben. Alle übrigen Parteien erhielten zusammen 7 Prozent, darunter auch die FDP und das BSW.

Geteiltes Urteil für Ampel-Koalition

Die Daten basieren laut SWR auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung vom 19. bis 24. Februar, die Infratest dimap unter 1.158 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern durchführte.

Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet - unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

In der aktuellen Infratest Dimap-Umfrage erhielt die Arbeit der aktuellen Ampel-Koalition in Mainz aus SPD, Grünen und FDP ein geteiltes Echo. 44 Prozent der befragten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer zeigten sich - wie schon in der Januar-Umfrage - zufrieden mit der Regierungsleistung, 50 Prozent unzufrieden.

Direktwahl: Schweitzer deutlich vor Schnieder

Weniger als vier Wochen vor der Wahl sprechen sich mehr Menschen für eine von der SPD geführte Koalitionsregierung (35 Prozent) als für eine von der CDU geführte Koalitionsregierung (30 Prozent) aus. 19 Prozent wünschen sich, dass eine Koalitionsregierung von der AfD geführt wird.

Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten liegt der Ministerpräsident deutlich vorn. Dürfte der Ministerpräsident direkt gewählt werden, würden sich 34 Prozent für Alexander Schweitzer entscheiden, heißt es. Für CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder würden sich hingegen nur 17 Prozent entscheiden, für den AfD-Kandidaten Jan Bollinger 7 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU Single Rulebook: Warum der 10. Juli 2027 für Banken zum wichtigen Stichtag wird

Die europäische Geldwäschebekämpfung wird mit einem grundlegenden Wandel konfrontiert. Mit der Anti-Money Laundering Regulation (AMLR)...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Handel schließt trotz heißgelaufener Inflationsdaten im grünen Bereich
11.09.2026

Überraschende Wende an der Wall Street: Warum eine vermeintliche Hiobsbotschaft die Märkte beflügelt.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mehr Existenzgründungen in Deutschland: Positiver Trend trotz lahmender Konjunktur
11.09.2026

Trotz der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung verzeichnen Experten ein Plus bei den Gewerbegründungen. In einzelnen Bundesländern fiel...

DWN
Politik
Politik Teilzeitrepublik: Teilzeit boomt, Vollzeit schrumpft: Arbeiten die Deutschen zu wenig?
11.09.2026

Der Staat klagt über Personalmangel – hat aber selbst die höchste Teilzeitquote unter den Beschäftigten. Eine Studie schlägt nun die...

DWN
Politik
Politik Klage eingereicht: BUND geht gegen Atomproduktion für russische Reaktoren vor
11.09.2026

Die geplante Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke russischer Bauart im emsländischen Lingen soll mithilfe russischer Technik...

DWN
Politik
Politik Haushaltsdebatte im Bundestag: Koalition mahnt Geschlossenheit und Tatkraft an
11.09.2026

Anstehende Verhandlungen versprechen Brisanz: Während die Regierungsfraktionen zur Einigkeit und Handlungsbereitschaft aufrufen, übt die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Tiefkühlproduzent Frosta: „Unsere eigenen Mitarbeiter wollten die Gerichte nicht mehr essen“
11.09.2026

Zu wenig Nährstoffe, zu viele Geschmacksverstärker – Tiefkühlgerichte haben keinen guten Ruf. Die Frosta AG verzichtet seit 2003 mit...

DWN
Politik
Politik Sie kennt Russland von innen. Jetzt sieht sie, dass sich um Putin etwas verändert
11.09.2026

Wladimir Putin kontrolliert Russland weiterhin fast vollständig. Doch unter der Oberfläche wächst Unruhe: Benzinkrisen, brennende Lager,...

DWN
Politik
Politik Aus für Informationspflicht: Wie Versicherte Erhöhungen bei Krankenkassenbeiträgen künftig bemerken
11.09.2026

Um das stetige Ausgabenwachstum im Gesundheitssystem zu bremsen, hat die Politik die Hinweispflicht der Krankenkassen gestrichen....