SAP-Aktie unter Druck: Droht neues Rekordtief?
Die Aktie von SAP steht am Dienstag weiter unter Druck und droht auf das nächste Rekordtief abzusinken. Grund dafür ist der nachlassende Optimismus bei den Analysten. Das müssen Anleger jetzt wissen.
Kursentwicklung seit dem Iran-Krieg
Seit dem Iran-Krieg bewegt sich die SAP-Aktie in etwa parallel zum DAX. Allerdings ging es zuvor bereits deutlich nach unten. Mit einem Minus von gut 26 Prozent gehört sie zu den bislang schwächsten Werten des Jahres im deutschen Leitindex. Insgesamt leidet der europäische Softwaresektor stark unter Verdrängungssorgen durch Künstliche Intelligenz.
JPMorgan senkt Ziel: SAP auf 'Neutral'
Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für SAP von 260 auf 175 Euro reduziert und die Einstufung von "Overweight" auf "Neutral" angepasst. Die Empfehlung für die Walldorfer habe ursprünglich auf einer erwarteten Wachstumsbeschleunigung und Margenexpansion beruht, schrieb Toby Ogg am Montagabend. Doch das Bild habe sich gewandelt. Die vertraglich zugesicherten Clouderlöse (CCB) könnten im Zuge der Cloud-Migration zunächst weiter sinken. Damit werde eine solide Kursentwicklung schwieriger. Zudem sieht Ogg weiteren Gegenwind: Der Umbau des Geschäftsmodells könnte zu höheren Ergebnisschwankungen führen, während der intensivere Wettbewerb den Investitionsbedarf erhöhe.
Weitere Kurszielanpassungen
Mit Kepler Cheuvreux und Jefferies haben zwei weitere Investmentbanken ihre SAP-Kursziele auf 190 und 230 Euro zurückgenommen. Nach dem jüngsten Kursrutsch bestätigten sie jedoch weiterhin ihre Kaufempfehlungen.
Analystenoptimismus schwindet
Bis vor kurzem zeigten sich Analysten trotz des Kurseinbruchs bei SAP noch optimistisch. Vom aktuellen Niveau aus sieht der Konsens weiterhin ein Aufwärtspotenzial von 61 Prozent.
Handlungsempfehlung für Anleger
Doch der nachlassende Optimismus der Experten sollte für SAP-Aktionäre ein Warnsignal sein. Am Dienstagvormittag notiert die Aktie bei 148 Euro – ein Minus von 3,74 Prozent.

