Immobilien

Immobilien-Hammer 2026: Steigende Preise und Zins-Schock durch Iran-Krieg

Immobilienkäufer stehen vor einer Doppelbelastung: Erstmals seit 2022 ziehen die Preise wieder an (+3,2 %), während der Iran-Krieg die Zinsen nach oben treibt. Experten rechnen für 2026 mit weiteren Aufschlägen, doch die Inflationsgefahr verteuert Baukredite massiv. Trotz des „Bau-Turbos“ der Regierung droht der Neubau durch die hohen Finanzierungskosten erneut einzubrechen.
25.03.2026 12:52
Lesezeit: 1 min
Immobilien-Hammer 2026: Steigende Preise und Zins-Schock durch Iran-Krieg
Nach zwei Jahren sinkender Preise dreht der Immobilienmarkt 2025 ins Plus. Ländliche Regionen führen mit 5,4 Prozent Zuwachs. Was steckt dahinter? (Foto: dpa) Foto: Christian Charisius

Der Immobilienmarkt zwischen Erholung und neuem Zinsdruck

Nach der tiefen Krise der Vorjahre markiert 2025 die Trendwende am Immobilienmarkt. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Preise im Jahresdurchschnitt um 3,2 Prozent – der erste Zuwachs nach deutlichen Rückgängen in 2023 und 2024. Besonders im vierten Quartal zeigte sich eine starke Dynamik auf dem Land (+5,4 %), während die Preise in den Metropolen wie Berlin oder München mit 2,1 Prozent moderater stiegen.

Zinswende durch Geopolitik

Die vorsichtige Erholung wird jedoch von neuen globalen Risiken überschattet. Der Konflikt im Iran treibt die Öl- und Gaspreise, was die Inflationserwartungen schürt. Infolgedessen klettern die Renditen für Bundesanleihen auf den höchsten Stand seit 2011. Für Häuslebauer bedeutet das: Die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen bewegen sich bereits auf die 4-Prozent-Marke zu – ein Niveau, das Finanzierungen mit wenig Eigenkapital erheblich erschwert.

Neubau bleibt das Sorgenkind

Trotz der politischen Ziele der schwarz-roten Koalition bleibt die Lage beim Wohnungsbau kritisch. Experten der LBBW erwarten für dieses Jahr nur rund 215.000 fertiggestellte Wohnungen – weit weniger als die benötigten 400.000 Einheiten. Zwar soll ein „Bau-Turbo“ die Genehmigungen beschleunigen, doch die Kombination aus hohen Baukosten und steigenden Zinsen droht die Nachfrage wie schon in den Jahren 2021 bis 2024 abzuwürgen.

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in den Ballungsgebieten dürfte sich damit vorerst nicht entspannen, da der Markt laut Analysten ohne zusätzliche Impulse kaum mehr als 300.000 Fertigstellungen pro Jahr aus eigener Kraft bewältigen kann.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Arbeitsmarkt: Wer durch KI ersetzt wird, zahlt jahrelang
25.05.2026

KI soll Unternehmen schneller, schlanker und profitabler machen. Doch für Beschäftigte, die durch neue Technologien ihren Job verlieren,...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienempfehlungen: Günstige Aktien trotz KI-Hype, Zinsrisiko und Rüstungsboom
25.05.2026

Viele Anleger jagen weiter den teuersten KI-Gewinnern hinterher, doch Morningstar sieht die spannendere Chance woanders. Zehn globale...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Hyundai Kona im Test: Futuristisch, mutig und anders
25.05.2026

Der Hyundai Kona sieht aus, als wolle er nicht jedem gefallen. Genau das macht ihn spannend, denn hinter der mutigen Form steckt ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Klimarisiken in Europa: Warum der Mittelstand besser vorsorgen muss
25.05.2026

Klimarisiken und Nachhaltigkeit werden für Europas Mittelstand zu entscheidenden Faktoren für Finanzierung, Wettbewerbsfähigkeit und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Veggie-Burger-Boom verliert an Tempo: Fleischersatz in Deutschland erstmals rückläufig
25.05.2026

Pflanzliche Fleischalternativen haben den Lebensmittelmarkt in Deutschland stark verändert. Doch nach Jahren kräftigen Wachstums sinkt...

DWN
Technologie
Technologie Meta: WhatsApp-Inkognito-Modus kommt für KI-Unterhaltungen
25.05.2026

Meta erweitert WhatsApp um neue KI-Funktionen und verspricht dabei mehr Datenschutz. Nutzer sollen künftig inkognito mit der Meta AI...

DWN
Politik
Politik US-Politikwissenschaftler: Der Schwerpunkt der NATO verlagert sich nach Osten, nur Europa hat das noch nicht begriffen
24.05.2026

Die NATO verändert ihre innere Geografie und Polen rückt ins Zentrum der europäischen Sicherheit. Dahinter steht das Ende eines...

DWN
Panorama
Panorama Elon Musk als Technokönig: Warum Muskismus mehr ist als Tesla und SpaceX
24.05.2026

Elon Musk ist längst mehr als ein Unternehmer. Eine neue Analyse beschreibt Muskismus als Projekt, das Technologie, Macht und...