SpaceX Börsengang könnte neue Rekorde brechen
Der größte Börsengang der Weltgeschichte steht offenbar unmittelbar bevor. Mehrere Medien wie das dänische Wirtschaftsportal Borsen, The Information und Financial Times berichten, dass Elon Musk kurz davor steht, das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX an die Börse zu bringen. Für den reichsten Mann der Welt wäre dies eines der ambitioniertesten Projekte seiner Karriere. Laut den Berichten könnte der SpaceX Börsengang bereits in dieser Woche erfolgen.
Schon zuvor wurde erwartet, dass der Börsengang des in Texas ansässigen Raketenherstellers Geschichte schreiben könnte. Damals war von rund 30 Milliarden US-Dollar frischem Kapital und einer Bewertung von etwa 1500 Milliarden US-Dollar die Rede. Nun berichten Financial Times, BBC und Reuters, dass Elon Musk Investoren signalisiert habe, mehr als 75 Milliarden US-Dollar einsammeln zu wollen. Die Bewertung könnte damit auf 1750 Milliarden US-Dollar steigen.
1750 Milliarden US-Dollar werden als mögliche Bewertung von SpaceX beim Börsengang erwartet.
Ein Börsengang in dieser Größenordnung würde einen neuen globalen Rekord markieren und den IPO des Ölkonzerns Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 deutlich übertreffen, der rund 29 Milliarden US-Dollar einbrachte. Zugleich würde SpaceX damit zu den wertvollsten Unternehmen der Welt aufsteigen und sich hinter Technologiekonzernen wie Nvidia, Amazon, Microsoft, Apple, Alphabet und TSMC einordnen.
Laut Financial Times könnten die US-Behörden in den kommenden Tagen den Börsenprospekt erhalten. Das Unternehmen strebt offenbar einen Börsenstart im Juni an. Der gesamte Prozess dauert üblicherweise etwa ein halbes Jahr.
Die Aussicht auf den SpaceX Börsengang hat bereits deutliche Kursbewegungen ausgelöst.
Aktien von Raketenherstellern wie Firefly Aerospace und Rocket Lab stiegen um mehr als zehn Prozent. Auch andere Unternehmen der Raumfahrtbranche wie Intuitive Machines und Planet Labs legten um rund neun Prozent zu. Der Satellitenhersteller Sidus Space verzeichnete sogar einen Kursanstieg von etwa 15 Prozent.
Raumfahrtbranche profitiert vom SpaceX Börsengang
Die erwartete Börsennotierung von SpaceX wirkt wie ein Impuls für die gesamte Raumfahrtindustrie. Investoren reagieren auf die Aussicht eines historischen IPO mit verstärktem Engagement in verwandten Unternehmen.
Der Markt bewertet die Branche neu. Die Aussicht auf zusätzliche Kapitalzuflüsse und steigende Bewertungen sorgt für eine breite Aufwärtsbewegung. Der SpaceX Börsengang könnte damit nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern für die gesamte Branche eine neue Bewertungsbasis schaffen.
Elon Musk vor neuem Vermögensrekord
Mit einem Vermögen von mehr als 800 Milliarden US-Dollar hat Elon Musk bereits Geschichte geschrieben. Er gilt als erster Mensch, der diese Marke erreicht hat.
Im vergangenen Monat führte Musk eine bedeutende Transaktion durch. Dabei fusionierte er SpaceX mit seinem KI-Unternehmen xAI. Dadurch entstand das wertvollste private Unternehmen der Geschichte. Das Vermögen von Musk lag laut Forbes nach der Transaktion bei rund 844 Milliarden US-Dollar, was etwa 777 Milliarden Euro entspricht. Aktuell wird es auf 827 Milliarden US-Dollar geschätzt, rund 762 Milliarden Euro.
827 Milliarden US-Dollar beträgt derzeit das Vermögen von Elon Musk.
Forbes zufolge hält Musk rund 43 Prozent des fusionierten Unternehmens. Damit ist es sein wertvollster Vermögenswert. Sollte der SpaceX Börsengang wie geplant stattfinden, könnte Musks Vermögen laut BBC die Marke von 1000 Milliarden US-Dollar überschreiten. Bereits im Jahr 2025 wurde Musk zur ersten Person mit einem Nettovermögen von über 500 Milliarden US-Dollar.
Die Dominanz amerikanischer Tech- und Raumfahrtunternehmen verstärkt den technologischen Rückstand Europas in Schlüsselindustrien. Gleichzeitig wächst der Druck auf europäische Unternehmen und Regierungen, eigene Raumfahrt- und Innovationsprogramme auszubauen. Der Zugang zu Kapital, technologische Souveränität und geopolitische Wettbewerbsfähigkeit rücken stärker in den Fokus.
Das Fazit ist klar. Der SpaceX Börsengang könnte die Kräfteverhältnisse in der globalen Technologie- und Raumfahrtindustrie weiter zugunsten der USA verschieben.

