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Hitzewelle befeuert Nachfrage – nicht nur nach Ventilatoren

Die Temperaturen steigen immer weiter. Die Menschen suchen nach Wegen, um die Hitze erträglicher zu machen. Einige Produkte sind besonders gefragt – weshalb es vereinzelt zu Engpässen kommen kann.
25.06.2026 10:18
Lesezeit: 2 min
Hitzewelle befeuert Nachfrage – nicht nur nach Ventilatoren
Im Onlineshop von Otto zählen "Klimagerät" und "Ventilator" in dieser Woche zu den meistgesuchten Begriffen. (Foto: dpa) Foto: Jens Büttner

Hitzewelle befeuert Nachfrage – nicht nur nach Ventilatoren

35 Grad und mehr: Die Hitzewelle bringt die Menschen in Deutschland zum Schwitzen – und steigert das Bedürfnis nach einer Abkühlung. Beliebt sind vor allem Ventilatoren in allen Größen, Planschbecken, Mineralwasser, Obst und Eis, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei mehreren Unternehmen zeigt. Ein Überblick:

Baumärkte und Elektronik-Fachhandel

Gefragt sind laut Obi, Bauhaus und dem Branchenverband BHB vor allem mobile Klimageräte, Ventilatoren und Kinderplanschbecken. Bei einzelnen Produktgruppen könne es aufgrund der hohen Nachfrage vorübergehend zu eingeschränkten Beständen kommen, sagt ein Sprecher von Bauhaus. Ventilatoren würden meist zeitversetzt stärker gekauft, wenn mobile Klimageräte knapp werden. Obi verzeichnet auch wachsendes Interesse an Gartenprodukten. "Gerade durch die warmen Temperaturen spüren wir deutlich, dass die Menschen ihre Außenbereiche schön machen wollen."

Die Elektronikfachmarktkette MediaMarktSaturn meldet ebenfalls eine starke Nachfrage nach Ventilatoren und Klimageräten. Großer Beliebtheit erfreuen sich außerdem Eismaschinen. Empfohlen wird, mit der Anschaffung nicht zu lange zu warten. Die Kapazitäten der Hersteller seien begrenzt, daher könne man nur eingeschränkt Geräte nachordern. Die Handelskette Euronics berichtet, dass es bei Kühlgeräten zu Verfügbarkeitsengpässen kommen könne.

Im Onlineshop von Otto zählen "Klimagerät" und "Ventilator" in dieser Woche zu den meistgesuchten Begriffen. Die Nachfrage liege in der Spitze rund ein Drittel über dem bisherigen Höchstwert aus 2025, sagt ein Sprecher. In diesem Jahr seien bislang rund viermal so viele Klimageräte verkauft worden wie im Vorjahreszeitraum.

Klima-Fachbetriebe

Auch die Nachfrage nach Klimaanlagen steigt. Das teilt der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe mit. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Materialengpässe oder Lieferschwierigkeiten gebe es bislang nicht.

Flaschenhals sind die Kapazitäten der Fachbetriebe. Bei hohen Außentemperaturen sind sie nicht nur wegen des Einbaus neuer Geräte stark ausgelastet, sondern auch, weil bestehende Anlagen häufiger gewartet werden müssen. Kunden sollten beim Einbau deshalb mit einer Wartezeit von im Schnitt zehn Wochen rechnen. Ratsam sei, die Installation in den Wintermonaten vornehmen zu lassen.

Supermärkte und Discounter

Hoch im Kurs stehen alkoholfreie Getränke, vor allem Mineralwasser, sowie Obst wie Melonen, Gemüse und Eis. Lidl verzeichnet eine hohe Nachfrage nach Sonnenschutzmitteln, Klimageräten und Wassersportartikeln, Rewe bei Molkereiprodukten und Salaten. Edeka nennt unter anderem Beeren, Kirschen und Pfirsiche, aber ebenso Grillartikel und passende Beilagen. Wegen der Fußball-Weltmeisterschaft laufen auch Snacks und Bier gut.

Bei Kaufland stehen zudem gefrorene Früchte und fermentierte Getränke wie Kombucha hoch in der Käufergunst. Auf dem Online-Marktplatz des Händlers sind Ventilatoren, Kühlkissen sowie SUP-Boards und Planschbecken beliebt. Bestellt werde vor allem in den kühleren Abendstunden. Regionale Unterschiede gibt es nach Angaben einer Kaufland-Sprecherin nicht. Das Bedürfnis nach Abkühlung und Erfrischung sei derzeit überall gleich groß.

Engpässe sehen die Unternehmen bei den Bestsellern aktuell nicht. Bei Mineralwasser sind laut dem Verband Deutscher Mineralbrunnen ebenfalls keine zu erwarten. Die Nachfragespitzen in den Sommermonaten seien normales Saisongeschäft. Einzelne Sorten könnten allenfalls kurzfristig vergriffen sein.

Die Abfüllanlagen laufen vielerorts im Mehrschichtbetrieb und auf Hochtouren, sagt ein Sprecher. Die größte Herausforderung sei eine funktionierende Logistik – insbesondere der schnelle Rücklauf des Leerguts, damit ausreichend Flaschen für die Abfüllung zur Verfügung stehen.

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