Panorama

Sechs Tote in Stade nach Schießerei – Was bisher über die Tat bekannt ist

In einer Jugendeinrichtung im niedersächsischen Stade sind Schüsse gefallen. Es gibt mehrere Tote und Schwerverletzte und die Politik bittet darum, "keine voreiligen Schlüsse zu ziehen".
29.06.2026 19:00
Lesezeit: 2 min
Sechs Tote in Stade nach Schießerei – Was bisher über die Tat bekannt ist
Polizeibeamte betreuen Angehörige vor einem Gebäude einer Jugendeinrichtung. In der Einrichtung sind mehrere Menschen durch Schüsse gestorben. . (Foto: dpa) Foto: Ulrich Perrey

Sechs Tote in Stade – Was bisher über die Tat bekannt ist

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat nach den tödlichen Schüssen in Stade vor voreiligen Schlüssen gewarnt. Es sei "jetzt die Zeit für Trauer, Anteilnahme und sachliche Ermittlungsarbeit und nicht für Spekulationen und Verunsicherung", sagte Lies einer Mitteilung der Staatskanzlei zufolge.

"Die Vorkommnisse in Stade sind erschütternd und machen die gesamte Landesregierung tief betroffen", hieß es weiter. Er bitte alle darum, "jetzt keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und den Ermittlungen den nötigen Raum zu geben", sagte Lies.

Bei Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sind inzwischen sechs Menschen getötet worden. Die Polizei hat zwei Menschen festgenommen. Polizei und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. Was Ermittler bisher über das Verbrechen mitteilen – und was noch unklar ist.

Was bekannt ist:

  • Opfer: Es soll inzwischen sechs Tote geben. Es handelt sich dabei um Erwachsene. Es sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der Todesopfer noch steigt. Zudem sind mehrere Menschen verletzt, zum Teil schwer.
  • Täter: Die Polizei hat zwei Menschen festgenommen. Darunter ist auch der mutmaßliche Schütze. Die Rolle der zweiten Person ist unklar.
  • Tatort: Die Schüsse sind in einer Jugendeinrichtung gefallen. Dort sind Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht.
  • Warnung: Die Polizei bittet darum, den Tatort zu meiden. Sie rief Menschen auf, den betroffenen Bereich weiträumig zu verlassen und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen.
  • Gefahr: Nach Angaben der Polizei besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Ein Sprecher der Stadt Stade sagte, für eine Kindertagesstätte und eine Grundschule in der Nähe der Jugendhilfeeinrichtung habe keine Gefahr bestanden.

Was nicht bekannt ist:

  • Opfer: Die Identität der Toten ist unklar. Es ist unklar, wie viele Menschen verletzt sind.
  • Tatverdächtige: Die Identität der Verdächtigen war zunächst nicht bekannt.
  • Beziehung: In welchem Verhältnis die Toten und die Tatverdächtigen stehen, ist bislang nicht bekannt.
  • Tathergang: Der genaue Ablauf der Tat ist noch offen.
  • Hintergründe: Wieso es zu der Tat kam, ist nicht bekannt. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler gibt es jedenfalls keinen Zusammenhang zur sogenannten Clankriminalität.

Schießerei in Jugendeinrichtung: Fünf Tote

In Stade westlich von Hamburg sind fünf Menschen durch Schüsse gestorben. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, bestätigte ein Polizeisprecher auf dpa-Anfrage.

"Es wurde in der Nähe einer Jugendeinrichtung in der Innenstadt geschossen", sagte der Sprecher am Montag. Über die Hintergründe sei noch nichts bekannt. Zuvor hatten Medien darüber berichtet. "Meidet den Bereich weiträumig!", postete die Polizeidirektion Lüneburg bei X. Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Stade gehört zur Metropolregion Hamburg und ist auch als westliches Tor zum Alten Land bekannt, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Deutschlands. Die Hansestadt liegt rund 40 Kilometer von Hamburg entfernt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Die schwankende Adobe-Aktie wird immer attraktiver
29.06.2026

Die Adobe-Aktie ist stark gefallen und wirkt im Vergleich zu vielen Tech-Werten günstig bewertet. Doch Anleger fragen sich, ob Adobe seine...

DWN
Panorama
Panorama Sechs Tote in Stade nach Schießerei – Was bisher über die Tat bekannt ist
29.06.2026

In einer Jugendeinrichtung im niedersächsischen Stade sind Schüsse gefallen. Es gibt mehrere Tote und Schwerverletzte und die Politik...

DWN
Finanzen
Finanzen Airbus bekommt Rekordsumme: EU-Förderbank zahlt drei Milliarden 
29.06.2026

Die Europäische Investitionsbank soll Prioritäten der EU finanzieren helfen - etwa bei Sicherheit und Verteidigung. Die Förderbank...

DWN
Politik
Politik Spitzel, Quellen und Agenten: Maaßen kritisiert Verfassungsschutz
29.06.2026

Der frühere Chef des Inlandsnachrichtendienstes Hans-Georg Maaßen kritisiert beim 1. Demokratiekongress der AfD seine ehemaligen...

DWN
Politik
Politik Europäische Fonds: Wo EU-Geld am häufigsten durch Betrug verschwindet
29.06.2026

Während Italien und Rumänien in absoluten Zahlen an der Spitze der Länder stehen, ist der geschätzte Schaden pro Einwohner durch Betrug...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvenzverfahren: Deko-Kette Depot schließt 66 Filialen in Deutschland
29.06.2026

Depot betrieb vor einigen Jahren noch rund 400 Geschäfte. Jetzt macht der Einzelhändler erneut eine große Zahl an Geschäften dicht....

DWN
Finanzen
Finanzen Ausgaben für Verteidigung: Höchster Anstieg staatlicher Investitionen seit 2000
29.06.2026

Die staatlichen Investitionen in Deutschland steigen 2025 so stark wie seit 25 Jahren nicht. Vor allem in einem Bereich fließt mehr Geld....

DWN
Politik
Politik Grüne: Regierung muss beim Hitzeschutz dringend handeln
29.06.2026

Die Regierung tut nach Ansicht der Grünen zu wenig, um die Menschen vor Hitze zu schützen. Die Oppositionspartei verlangt Klimaanlagen...