Finanzen

Steuererhöhungen 2027: Steuer auf Spirituosen steigt um 20 Prozent - Zuckersteuer kommt auch

Hochprozentige alkoholische Getränke sollen zum 1. Januar 2027 höher besteuert werden. "Was krank macht, wird teurer" - Finanzminister Klingbeil verweißt auch auf die ebenfalls geplante Einführung einer Zuckersteuer auf Getränke wie Limonaden und Colas. Welche Mehreinnahmen der Staat dadurch erwartet.
06.07.2026 19:14
Lesezeit: 2 min
Steuererhöhungen 2027: Steuer auf Spirituosen steigt um 20 Prozent - Zuckersteuer kommt auch
Steuererhöhungen stehen in den Startlöchern: Minister Lars Klingbeil (SPD) verwies auch auf die ebenfalls geplante Einführung einer Zuckersteuer auf Getränke wie Limonaden und Colas. (Foto: dpa) Foto: Axel Heimken

Steuer auf Spirituosen soll Anfang 2027 steigen

Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn sollen nach Plänen des Bundesfinanzministeriums ab dem kommenden Jahr höher besteuert werden. Für die vorgesehene Anhebung zum 1. Januar 2027 sei nun ein Gesetzentwurf erarbeitet worden, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Nähere Angaben dazu machte er mit Verweis auf aktuelle regierungsinterne Abstimmungen nicht. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, soll eine Erhöhung um 20 Prozent kommen - von 13,03 Euro auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol.

Höhere Alkohol- und Tabaksteuern für den Haushalt

Eine Anhebung der Alkoholsteuer und auch der Tabaksteuer hatte das Kabinett schon im April beim Beschluss der Eckwerte für den Haushalt 2027 als eine der Maßnahmen in den Blick genommen, um verbliebene Lücken zu schließen. Zum 1. Januar 2027 erhöht werden sollen außerdem die Steuern auf Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops. Die Gesetzesänderung erfolge auch aus gesundheitspolitischen Erwägungen, sagte der Sprecher. Erwartet würden Mehreinnahmen von jährlich rund 400 Millionen Euro, berichtete das RND. Nicht betroffen ist die Biersteuer, für Wein besteht weiterhin keine besondere Steuer.

Eine Steuererhöhung bei Spirituosen gehörte auch zu den Vorschlägen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission für eine finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie empfahl gleich drei jährliche Anhebungen von 2027 bis 2029. Damit sei ein sinkender Konsum zu erwarten, was jährlich etwa 1.000 Krebsfälle vermeiden könnte. Da Spirituosen beim Rauschtrinken unter oft preissensiblen jüngeren Leuten eine Rolle spielten, sei auch mit einem Rückgang weiterer Kosten zu rechnen, etwa für Unfälle.

Steuer auf Spirituosen soll um 20 Prozent steigen

Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn und weitere alkoholische Getränke sollen nach Plänen der Bundesregierung höher besteuert werden. Zum 1. Januar 2027 sollen die Steuersätze um jeweils 20 Prozent steigen, wie ein Gesetzentwurf des Finanzministeriums vorsieht, den das Kabinett auf den Weg gebracht hat. Erwartet werden dadurch Mehreinnahmen von 455 Millionen Euro bezogen auf ein volles Jahr, die in den Bundeshaushalt fließen sollen.

Erhöht werden sollen auch die Steuern auf Champagner, Sekt, Likörweine und Alkopops. Nicht betroffen ist die Biersteuer, für Wein besteht keine besondere Steuer. Geregelt werden die Anhebungen in einem begleitenden Gesetz zum Etat 2027. Der Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Erhöhungen der Alkohol- und der Tabaksteuer hatte das Kabinett schon im April beim Beschluss der Eckwerte als eine der Maßnahme angepeilt, um Etatlücken zu schließen.

"Was krank macht, wird teurer"

Minister Lars Klingbeil (SPD) verwies auch auf die ebenfalls geplante Einführung einer Zuckersteuer auf Getränke wie Limonaden und Colas. "Alles das dient auch dem Gesundheitsschutz. Was krank macht, wird also teurer." Angaben zur Ausgestaltung und dem Startdatum der Zuckersteuer machte er vorerst nicht.

Eine Steuererhöhung bei Spirituosen gehörte zu den Vorschlägen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission für eine finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie empfahl gleich drei jährliche Anhebungen von 2027 bis 2029. Damit sei ein sinkender Konsum zu erwarten, was jährlich etwa 1.000 Krebsfälle vermeiden könnte. Da Spirituosen beim Rauschtrinken unter oft preissensiblen jüngeren Leuten eine Rolle

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