Finanzen

Gold: Jetzt fließt auch wieder Geld in die ETFs!

Gold bleibt ein sicherer Hafen – doch was bringt das Jahr 2025? Während die Inflation nach wie vor ein Thema bleibt und die Zinsentwicklung Anleger beeinflusst, werfen Experten neue Prognosen auf den Markt. Welche Faktoren den Goldpreis prägen und welche Chancen sich für Anleger bieten.
29.01.2025 10:58
Lesezeit: 3 min
Gold: Jetzt fließt auch wieder Geld in die ETFs!
Gold ETF: Inflation, Zinsen und geopolitische Risiken prägen den Markt. (Foto: dpa) Foto: Arne Dedert

Im Dezember 2024 verzeichneten Gold-ETFs erstmals wieder Zuflüsse. Während zuvor vor allem Zentralbanken das Edelmetall kauften, könnte sich dieses Bild nun ändern. Viele Vermögensverwalter misstrauen den hohen Bewertungen an den Aktienmärkten. Das könnte den Goldpreis und insbesondere Goldaktien in diesem Jahr stützen.

Nach dem Rekordjahr weiter Auftrieb für Gold

Der Goldpreis erlebte 2024 in US-Dollar ein beeindruckendes Jahr. Das Edelmetall erreichte gleich 38 neue Rekordhochs — ein wohl einzigartiger Meilenstein. Anleger konnten ein Jahresplus von 27 Prozent verbuchen, mehr als der bei Privatanlegern beliebte MSCI World, der immer noch überdurchschnittliche 20 Prozent erzielte. Gold profitierte vor allem von Zukäufen durch Notenbanken. Viele Staaten reduzierten nach US-Sanktionen gegen Russland ihre Dollar-Reserven und setzten stattdessen auf Gold. Gold bleibt unabhängig von US-Sanktionen, während Washington beim Dollar die Regeln festlegt. Dank dieser staatlichen Käufe konnte der Goldpreis trotz eines starken Aktienjahres zulegen, obwohl sich Aktien- und Goldmärkte normalerweise gegenläufig entwickeln.

Im Dezember erstmals wieder Netto-Zuflüsse in Gold-ETFs

2025 könnten andere Faktoren den Goldpreis weiter antreiben. Die Aktienmärkte, insbesondere die Wall Street, haben hohe Bewertungen erreicht. Getrieben wurde dies durch Gewinnsteigerungen und Bewertungsänderungen. Experten sind sich einig: Die Luft wird dünner. Selbst wenn Unternehmensgewinne in den USA robust wachsen, wird das Plus voraussichtlich geringer ausfallen. Vermögensverwalter zeigen bereits Vorsicht. Nach einem zurückhaltenden Jahr meldete der World Gold Council im Dezember 2024 auf Monatsbasis erstmals wieder Netto-Zuflüsse bei Gold-ETFs. Diese Fonds sind ein beliebtes Instrument für Profi-Anleger, um sich im Goldmarkt zu positionieren und Portfolios abzusichern. Aufgrund der Unsicherheiten an den Aktienmärkten könnte in diesem Jahr noch mehr Kapital in diese Fonds fließen. Auch die geopolitische Lage unter dem neuen Präsidenten Donald Trump verspricht kaum Entspannung.

Tesoro Gold: Ein potenzieller neuer Gold-Distrikt in Chile

Von neuen Rekordpreisen dürften auch Goldaktien profitieren. Diese hinkten der dynamischen Entwicklung des Goldpreises im vergangenen Jahr hinterher. Ein interessanter Wert aus der zweiten Reihe ist Tesoro Gold (0,02 AUD; AU0000077208; ASX: TSO). Das in Deutschland und Australien gelistete Unternehmen besitzt mit dem El Zorro-Projekt im Norden Chiles ein großes Vorkommen, das sich über 570 km2 erstreckt und sich in Zukunft als Gold-Distrikt erweisen könnte. Das Projekt liegt in einer Region, die das Interesse von Bergbaukonzernen wecken dürfte. Chile ist ein etabliertes Bergbauland mit hervorragender Infrastruktur und modernen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Tesoros Projekt liegt zudem nicht auf mehreren tausend Metern Höhe, sondern nahe der Küste mit Zugang zu Strom, Wasser, Straßen, Häfen und Flughäfen. Die gute Infrastruktur wurde über Jahrzehnte aufgebaut, da in dieser Region bereits zahlreiche große Bergbauunternehmen wie Capstone oder Lundin Mining aktiv sind. Auch der Goldproduzent Gold Fields ist in der Nähe präsent.

Tesoro Gold und Gold Fields als Partner

Gold Fields hält rund 17,5 Prozent der Anteile an Tesoro Gold und ist aufgrund der Perspektive eines ganzen Gold-Distrikts El Zorro engagiert. Das Management von Tesoro hält etwa sieben Prozent der Anteile und hat ein starkes Interesse daran, das Projekt voranzutreiben, um höhere Aktienkurse zu erzielen. Zudem verfügt Tesoro Gold über mehr als 5 Millionen US-Dollar, um das Projekt weiterzuentwickeln. Aktuell läuft ein Bohrprogramm zur Erhöhung der bestehenden Ressource von 1,3 Millionen Unzen Gold. Neue hochgradige Goldzonen wurden bereits identifiziert. Ein Beispiel: Bohrloch ZDDH0356 lieferte 1,28 Gramm Gold pro Tonne über 132,18 Meter, mit einem Teilabschnitt von 3,25 Metern und 12,639 Gramm Gold pro Tonne.

Das Projekt verfügt zudem über eine Scoping-Studie, die bereits eine Produktion von 651.000 Unzen Gold über acht Jahre vorsieht. Die AISC (All-in Sustaining Costs) sollen bei nur 1.068 US-Dollar je Unze liegen und damit unter dem Branchenschnitt. Der NAV wird mit 302 Millionen US-Dollar vor Steuern angegeben, was etwa dem Zehnfachen des aktuellen Börsenwerts von Tesoro Gold entspricht. Die Studie basiert auf einem Goldpreis von 1.950 US-Dollar je Unze. Bei den aktuellen Goldpreisen dürften die wirtschaftlichen Kennzahlen noch besser ausfallen — insbesondere, wenn Gold auch 2025 erneut eine starke Performance zeigt.

Zukunftsgerichtete Aussagen: Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen beruhen. Viele Faktoren können zu Abweichungen von den erwarteten Ergebnissen führen. Leser sollten diese Aussagen mit Vorsicht betrachten und sich nicht unangemessen darauf verlassen. Das Unternehmen ist nicht verpflichtet, die Aussagen zu aktualisieren, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Rekordschlussstände für S&P 500 und Nasdaq, während der Waffenstillstand hält
05.05.2026

Erfahren Sie, welche Faktoren die Märkte aktuell antreiben und warum die Anleger trotz globaler Spannungen optimistisch bleiben.

DWN
Politik
Politik Misstrauensvotum in Rumänien: Prowestliche Regierung stürzt
05.05.2026

Rumäniens Regierung ist nach einem überraschenden Bündnis aus Rechtsextremen und Sozialdemokraten gestürzt. Hinter dem Misstrauensvotum...

DWN
Politik
Politik Trump erhöht Druck auf Grönland: US-Experte warnt vor Folgen für Europa
05.05.2026

Trump verschiebt die geopolitischen Machtlinien der USA und verbindet den Zugriff auf Grönland mit Energiefragen und Zugeständnissen an...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Teilkrankschreibung gegen hohe Fehlzeiten: Ist die Regelung sinnvoll?
05.05.2026

Krank, aber nicht ganz arbeitsunfähig – das soll künftig möglich sein: Im Zuge der neuen Gesundheitsreform hat die Bundesregierung die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Stromnetz im Kostencheck: Welche Technologien langfristig überzeugen
05.05.2026

Europas Stromversorgung steht vor einer neuen Kostenlogik, in der erneuerbare Energien, Speichertechnologien und verlässliche Grundlast...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie steigt trotz schwachem Quartal
05.05.2026

Die Zahlen fallen schwächer aus als erwartet, doch die Aktie reagiert überraschend robust. Statt Abverkauf setzt Rheinmetall auf eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unicredit greift Commerzbank an: Übernahme rückt näher
05.05.2026

Unicredit macht Ernst und treibt die Übernahme der Commerzbank mit Tempo voran. Doch Widerstand aus Berlin und Frankfurt könnte den Deal...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Biontech-Aktie: 1.860 Stellen in Gefahr
05.05.2026

Biontech zieht die Notbremse und fährt Kapazitäten drastisch herunter. Der Sparkurs trifft Standorte weltweit – und bringt Tausende...