Unternehmen

Ifo: Stellenabbau etwas langsamer, aber keine Trendwende

Das Ifo-Institut meldet eine positive Entwicklung. Und dämpft die Hoffnung gleich wieder.
27.03.2026 10:34
Lesezeit: 1 min

Ifo: Stellenabbau etwas langsamer, aber keine Trendwende

Der Stellenabbau bei Unternehmen in Deutschland hat sich nach Angaben des Ifo-Instituts etwas verlangsamt. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im März im Vergleich zum Vormonat leicht auf 93,4 Punkte. «Die Unternehmen planen zwar etwas seltener, Stellen zu streichen. Es ist aber noch zu früh, um von einer echten Trendwende zu sprechen», sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

So gebe es weiterhin in fast allen Branchen Pläne für Stellenstreichungen, wenn auch weniger ausgeprägt als zuletzt. «Der strukturelle Anpassungsprozess in der Industrie hält an», sagte Wohlrabe. Bei den Dienstleistern hielten sich Vorhaben zu Entlassungen und Einstellungen in etwa die Waage, ebenso im Baugewerbe. Hingegen wolle der Handel mehr Personal abbauen.

Wachstum trotz Unsicherheit

Zwar wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr dank des 500 Milliarden Euro schweren Schuldenpakets der Bundesregierung wieder etwas wächst. Allerdings sorgt der Iran-Krieg für erhebliche Unsicherheit, vor allem aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise.

«Die aktuelle geopolitische Lage bleibt ein Unsicherheitsfaktor», sagte Wohlrabe. «Sollten sich die Rahmenbedingungen weiter eintrüben, könnte das auch den Arbeitsmarkt wieder stärker belasten.»

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