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LNG: Rekordimport an Flüssigerdgas über deutsche Terminals

Trotz globaler Krisen laufen die deutschen Importterminals für Flüssigerdgas auf Hochtouren. Der Großteil der deutschen LNG-Importe stammte zuletzt aus den USA. Für die Gasversorgung insgesamt sind sie bislang nicht wesentlich.
01.04.2026 08:13
Aktualisiert: 01.04.2026 08:23
Lesezeit: 2 min
LNG: Rekordimport an Flüssigerdgas über deutsche Terminals
LNG-Terminal Wilhelmshaven an der Jade: Die "Höegh Esperanza" wird als schwimmende Speicher- und Regasifizierungseinheit (FSRU) genutzt, die angeliefertes Flüssigerdgas übernimmt. (Foto: dpa) Foto: Lars Penning

Rekordimport an Flüssigerdgas über deutsche Terminals

Im ersten Quartal 2026 ist an deutschen Küsten so viel Flüssigerdgas (LNG) ins Netz eingespeist worden wie nie zuvor. An den drei deutschen Terminals Brunsbüttel sowie Wilhelmshaven 1 und 2 kam Erdgas mit einer Energiemenge von mehr als 25 Terawattstunden (TWh) an. Das ist der bislang höchste Wert für einen Zeitraum von drei Monaten, wie die bundeseigene Deutsche Energy Terminal Gesellschaft (DET) mitteilte.

Der Iran-Krieg hat nach Angaben von DET bislang keine größeren Auswirkungen auf den LNG-Umschlag an den deutschen Terminals. Der Großteil der deutschen LNG-Importe stammte zuletzt aus den USA.

Die 25 Terawattstunden würden laut DET reichen, um rund zehn Prozent der Gesamtkapazität der deutschen Erdgasspeicher zu füllen. Im ersten Quartal 2025 waren nach DET-Angaben rund 10 Terawattstunden LNG eingespeist worden.

Inzwischen drittes Terminal in Betrieb

Bereits in den letzten Monaten des vergangenen Jahres war deutlich mehr LNG angelandet worden als in den Vorjahresmonaten 2024. Als Gründe führt die DET an, das mit dem schwimmenden Terminalschiff «Excelsior» im Mai 2025 ein drittes LNG-Terminal (Wilhelmshaven 2) in Betrieb genommen wurde. Zudem habe es Optimierungen im Betriebsablauf und eine bessere Vermarktung der Zeitfenster für die Anlieferung gegeben.

An den LNG-Terminals wird das von Tankern bei minus 162 Grad angelieferte verflüssigte Erdgas in Gas umgewandelt und dann im gasförmigen Zustand an Land gepumpt. Die Bundesregierung hatte den Aufbau der milliardenschweren Infrastruktur nach dem russischen Angriff auf die Ukraine forciert, um unabhängig von russischen Gaslieferungen zu werden.

Neben den drei staatlich von der DET betriebenen Terminals in Wilhelmshaven und Brunsbüttel gibt es auch noch das Rügener LNG-Terminal in Mukran der Firma Deutsche Regas. Der Start eines weiteren von der DET betriebenen LNG-Terminals in Stade verzögerte sich zuletzt – es soll 2026 in Betrieb gehen.

Füllstand der deutsche Gasspeicher niedrig

Für die Wiederbefüllung der deutschen Erdgasspeicher, deren Füllstände nach diesem Winter vergleichsweise niedrig sind, spielen LNG-Importe laut der Initiative Energien Speichern (Ines), einem Verband der Gasspeicherbetreiber, eine untergeordnete Rolle. Flüssigerdgas machte zuletzt einen Anteil von rund 10 Prozent an den deutschen Gasimporten aus. Die deutlich größere Importmenge von Gas erreicht Deutschland über Pipelines.

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