Wirtschaft

Eurozone: Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück

Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juni wie erwartet abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 2,8 Prozent und damit weniger stark als im Mai. Für die Europäische Zentralbank bleibt die Lage dennoch heikel, denn die Folgen des Iran-Kriegs wirken weiter auf Energiepreise und Zinserwartungen.
17.07.2026 11:38
Lesezeit: 1 min

Preisdruck lässt im Juni nach

Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juni abgeschwächt. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 2,8 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Im Mai hatte die Inflationsrate bei 3,2 Prozent gelegen.

EZB dürfte Zinsen weiter im Blick behalten

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an. Die EZB dürfte daher laut Ökonomen im weiteren Jahresverlauf die Leitzinsen nochmals anheben. Auf der Sitzung am kommenden Donnerstag wird allerdings eine Bestätigung des Leitzinses erwartet.

Energiepreise treiben Inflation weniger stark

Die Auswirkungen des Iran-Kriegs hatten die Inflation in den vorangegangenen Monaten deutlich nach oben getrieben. So hatte im Februar die Inflationsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen. Im Juni schwächte sich der Anstieg der Energiepreise auf 8,5 Prozent ab. Im Vormonat hatte der Anstieg noch bei 10,8 Prozent gelegen. Allerdings haben die Ölpreise im Juli wieder angezogen.

Auch die Kerninflation sinkt

Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, gab ebenfalls nach. Sie fiel von 2,6 auf 2,4 Prozent. Auch hier wurde eine erste Schätzung bestätigt.

Im Vergleich zum Vormonat fiel das Preisniveau insgesamt im Juni um 0,1 Prozent. Auch hier wurde eine erste Schätzung bestätigt. Die Kernverbraucherpreise stiegen um 0,2 Prozent zum Vormonat. Die Energiepreise sanken im Monatsvergleich um 1,8 Prozent.

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