Unternehmen

Markenstreit eskaliert: Ritter Sport kämpft weiter um das Schoko-Quadrat

Der Schokoladenhersteller Ritter Sport setzt den juristischen Feldzug gegen einen quadratischen Haferriegel aus Mannheim fort und zieht vor das Oberlandesgericht Stuttgart. Das Unternehmen will die erstinstanzliche Niederlage gegen die Firma Wacker nicht akzeptieren, um den markenrechtlichen Schutz seiner ikonischen quadratischen Form zu verteidigen.
09.02.2026 12:36
Lesezeit: 1 min

Bei der Urteilsverkündung hatte der Vorsitzende Richter Thomas Kochendörfer gesagt: "Wir haben die Klage abgewiesen, weil wir keine Markenverletzungen gesehen haben." Das Unternehmen hatte unter anderem auf Unterlassung gegen den Mannheimer Hersteller des Haferriegels geklagt.

Ritter Sport sieht Markenkollision

Der quadratische Riegel verletzt nach Ansicht von Ritter Sport die seit 1996 für den Hersteller markenrechtlich geschützte Verpackung. Die Schwaben argumentierten unter anderem, dass es sich bei Schokolade und Müsliriegeln um ähnliche Waren handle, die von der gleichen Zielgruppe zum selben Anlass gegessen würden. Daher befürchte Ritter Sport eine Markenkollision.

Das Unternehmen kritisierte nun das Urteil: "Beispielsweise wurde unserer Quadratmarke trotz ihrer enorm hohen Verkehrsbekanntheit der entsprechende Schutz abgesprochen." Weil solche Entscheidungen über den Einzelfall hinaus Bedeutung haben könnten, halte es Ritter Sport für geboten, diese in der nächsten Instanz überprüfen zu lassen.

Quadratischer Haferriegel zuletzt nicht mehr bestellbar

Kunden konnten den quadratischen Haferriegel mit Kokos- oder Haselnussgeschmack zuletzt nicht mehr im Internet bestellen. Das Produkt wurde laut Gründer Matteo Wacker vorübergehend aus dem Sortiment genommen und durch einen klassischen länglichen Riegel ersetzt - mit dem Namen "Monnemer Klageriegel". Hintergrund ist die Sorge Wackers vor Schadenersatzforderungen. Falls der Streit mehrere Jahre dauern sollte, könne jeder verkaufte Riegel den möglichen Schadenersatz erhöhen, sagte er.

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