Politik

Grenzwerte: Umweltbundesamt bestätigt ausreichende Luftqualität in Deutschland

Die Europäische Union gibt Grenzwerte vor, die in den Ländern eingehalten werden müssen. Die Luftqualität in Deutschland hat im vergangenen Jahr allen Anforderungen der Europäischen Union entsprochen. Was getan werden muss, um auch in Zukunft darunter zu bleiben.
15.02.2026 09:15
Lesezeit: 1 min

Umweltbundesamt: Luftqualität in Deutschland ausreichend

Die Luftqualität in Deutschland hat im vergangenen Jahr dem Umweltbundesamt zufolge allen Anforderungen der Europäischen Union entsprochen. "Mit der Einhaltung aller Grenzwerte setzt sich 2025 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort", sagte der Präsident des Bundesamtes, Dirk Messner. Demnach habe eine vorläufige Auswertung von Messdaten ergeben, dass alle Grenzwerte der europäischen Luftqualitätsrichtlinien eingehalten wurden.

Die Daten seien an rund 600 Messstationen in ganze Deutschland erhoben worden. Für Feinstaub seien die Werte in Deutschland damit dem Amt nach das achte Jahr in Folge eingehalten worden, für Stickstoffdioxid das zweite. Durchschnittlich sei die Belastung der Luft mit Feinstaub und Stickstoffdioxid 2025 jedoch höher gewesen als in den Jahren zuvor. Wie hoch die Belastung ist, wird unter anderem auch von den herrschenden Temperaturen und dem Wetter beeinflusst.

Verbesserung an vielen Messstationen nötig

Messner betonte, dass es trotz der Einhaltung weiter Anstrengung bedarf, um die Luftqualität zu verbessern. Ab 2030 gelten den Angaben nach strengere Grenzwerte, an die sich die Länder halten müssen. So sinke der einzuhaltende Wert von Stickstoffdioxid von derzeit 40 Mikrogramm pro Kubikmeter auf die Hälfte. Der Wert für Feinstaub muss laut Umweltbundesamt noch deutlicher minimiert werden, um der EU-Richtlinie zu entsprechen.

Die aktuellen Daten zeigten, dass an rund 39 Prozent der Messstationen die strengeren Werte nicht erreicht werden. Jedoch geht das Bundesamt eigenen Angaben davon aus, dass Verbesserungen ermöglichten, dass es nur vereinzelt zu Überschreitungen kommt. «Eine flächendeckende Einhaltung aller Grenzwerte in Deutschland kann voraussichtlich bis zum Jahr 2035 erreicht werden», hieß es.

Bis 2025 sollen die Schadstoffe in der Luft so reduziert werden, "dass die Verschmutzung als nicht mehr schädlich für Mensch und Umwelt gilt", erklärte das Bundesamt, das seinen Sitz in Dessau hat. Jede Verbesserung der Luftqualität führe dazu, dass das Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung sinkt, betonte Messner. Die endgültigen Daten zur Luftqualität aus dem vergangenen Jahr in Deutschland sollen Mitte 2026 vorliegen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Wandel im Vaping-Markt: Nachhaltigkeit und Kostendruck treiben Wechsel zu Mehrwegsystemen

Der Markt für E-Zigaretten durchlebt eine tiefgreifende Transformation. Lange Zeit galten Einweg-Vapes, popularisiert durch Marken wie Elf...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Dieses Familienunternehmen profitierte vom Krieg, nun droht der Kontrollverlust
29.07.2026

Aller Petfood blieb mit zwei Fabriken in Russland aktiv und profitierte zunächst vom abgeschotteten Markt. Nun geraten das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäischer Gaspreis steigt wieder: Iranische Attacken nach US-Angriffsstopp – Entspannung nicht in Sicht
29.07.2026

Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten war nur von kurzer Dauer. Neue militärische Entwicklungen lassen den europäischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Europa droht ein Preisschock und ein stärker als erwarteter Anstieg des Euribor
29.07.2026

Der 6-Monats-Euribor ist auf den höchsten Stand seit anderthalb Jahren geklettert. Der Anstieg dürfte sich fortsetzen, da ein unerwartet...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie: Starke Quartalszahlen stützen Erholung, Cashflow bleibt Belastungsfaktor
29.07.2026

Nach Monaten deutlicher Kursverluste zeigt sich die Rheinmetall-Aktie am Mittwoch von ihrer besten Seite – dank starker Quartalszahlen....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ende der Einspeisevergütung: Was sich durch die EEG-Reform bei der Solarförderung ändert
29.07.2026

Die Bundesregierung stellt die Förderung von Solarstrom grundlegend um. Das Kabinett hat eine Reform des EEG beschlossen, die private...

DWN
Finanzen
Finanzen DWS-Aktie sackt ab: Deutsche-Bank-Tochter enttäuscht mit Erträgen
29.07.2026

Auf den ersten Blick liefert DWS starke Zahlen: Milliarden fließen neu in die Fonds, das verwaltete Vermögen erreicht einen Höchststand...

DWN
Finanzen
Finanzen Steuererklärung 2025: So nutzen Sie die neuen Freibeträge und Steuerpauschalen
29.07.2026

Die Steuererklärung 2025 müssen pflichtveranlagte Steuerzahler bis spätestens 31. Juli 2026 beim Finanzamt einreichen. Auch in diesem...

DWN
Finanzen
Finanzen BMW-Aktie unter Druck: Anlegern reicht BMW-Stellenabbau offenbar nicht aus – BMW-Zahlen stehen an
29.07.2026

BMW galt lange als Ausnahme unter den deutschen Autobauern. Nun folgt ein BMW-Stellenabbau, der Münchener Autobauer verschärft seinen...