Massive Absatzprobleme auf dem US-Markt
Die US-Tochter des Konzerns erlebte mit einem Minus von 25 Prozent den stärksten Rückgang, was zu einem Absatz von lediglich 29.432 Fahrzeugen führte. Grund hierfür ist eine deutliche Kaufzurückhaltung der Speditionen. Diese zögern mit neuen Bestellungen, da sich das künftige Transportvolumen aufgrund der aktuellen US-Zölle nur schwer kalkulieren lässt.
Zusätzlich enttäuschte das Segment der Busse im Zeitraum von Januar bis März. Hier sank die Zahl der verkauften Fahrzeuge um ein Fünftel auf 4.972 Einheiten. Während das Unternehmen für diesen Einbruch keine explizite Erklärung lieferte, konnten Mercedes-Benz Trucks gegen den Trend um 13 Prozent auf 34.486 Fahrzeuge wachsen. Detaillierte Geschäftszahlen zum Auftakt 2026 werden für den 6. Mai erwartet.
Sparzwang nach Gewinneinbruch im Vorjahr
Der Nutzfahrzeughersteller blickt auf ein schwieriges Jahr 2025 zurück, in dem der Gewinn um 34 Prozent auf zwei Milliarden Euro einbrach. Auch der Umsatz sank um neun Prozent auf etwa 49,5 Milliarden Euro, während der Gesamtabsatz um acht Prozent auf 422.510 Lkw und Busse zurückging. Belastet wurde das Geschäft bereits im Vorjahr maßgeblich durch die schwache Nachfrage in Nordamerika und die US-Zölle.
Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, hat das Unternehmen das Sparprogramm „Cost Down Europe“ initiiert. Ziel ist es, die laufenden Kosten in Europa bis zum Jahr 2030 um mehr als eine Milliarde Euro zu reduzieren. In Deutschland ist im Zuge dessen der Wegfall von rund 5.000 Stellen geplant, was vor allem die Marke Mercedes-Benz trifft. Parallel dazu sind auch für den nordamerikanischen Markt Sparmaßnahmen vorgesehen.

