USB-C: Einheitliche Ladebuchse für alle Laptops in der EU
Nach Smartphones und elektronischen Kleingeräten müssen nun auch alle neuen Laptops in der EU über einen standardisierten USB-C-Ladeanschluss verfügen. Damit endet eine jahrelange Übergangsfrist zur Umsetzung einer entsprechenden EU-Richtlinie.
Übergangsfrist endet
Bisher setzten viele Laptop-Hersteller, insbesondere im Bereich leistungsstarker Gaming-Geräte oder Workstations, auf Ladekabel, die mit Geräten anderer Hersteller nicht kompatibel waren. Proprietäre Rundstecker oder eckige Sonderformate zwangen Nutzer dazu, stets das originale Netzteil mitzuführen. Mit der Neuregelung müssen nun alle mobilen Computer, die eine Leistungsaufnahme von bis zu 240 Watt haben, über USB-C geladen werden können.
Schluss mit proprietären Netzteilen: Netzteil nicht immer inklusive
Mit der EU-weiten Neuregelung sind die Laptop-Hersteller verpflichtet, ihre Geräte auch ohne Netzteil anzubieten. Ein Piktogramm auf der Verpackung informiert künftig darüber, ob ein Ladegerät im Lieferumfang enthalten ist oder nicht. Das soll verhindern, dass Haushalte unnötig viele USB-C-Netzteile ansammeln.
Augen auf beim Kabelkauf
Verbraucherinnen und Verbraucher müssen dennoch genau hinschauen, welches Ladekabel sie verwenden. Mit dem einheitlichen Stecker verschwindet zwar das mechanische Problem, ein elektronisches bleibt jedoch bestehen: Nicht jedes USB-C-Kabel ist gleich.
Während der Stecker immer passt, unterscheidet sich die Kapazität der Stromübertragung deutlich. Ein Standard-Kabel vom Smartphone ist oft nur für 15 bis 27 Watt ausgelegt. Ein moderner Laptop benötigt jedoch meist 65 bis 100 Watt oder sogar mehr. Wer ein ungeeignetes Kabel verwendet, riskiert, dass der Laptop nicht lädt oder die Fehlermeldung "Langsames Ladegerät" angezeigt wird.

