Immobilien

Immobilienmarkt verliert an Schwung

Der Boom auf dem deutschen Immobilienmarkt gerät ins Stocken. Nach Jahren kräftiger Zuwächse steigen die Preise nur noch minimal – bei Eigentumswohnungen sinken sie sogar leicht.
05.02.2026 09:35
Aktualisiert: 05.02.2026 09:35
Lesezeit: 1 min

Immobilienpreise in Deutschland steigen kaum noch

Eigentumswohnungen kosten laut Greix-Index weniger als im Vorquartal, Einfamilienhäuser nur minimal mehr. Doch im Vergleich zum Vorjahr steigen die Preise weiterhin.

Zum Jahresende 2025 hat sich der Preisanstieg auf dem deutschen Immobilienmarkt spürbar verlangsamt. Laut dem Greix-Kaufpreisindex für das vierte Quartal sanken die Preise für Eigentumswohnungen leicht, während sie bei Einfamilienhäusern nur minimal zulegten. Das teilte das Kieler Institut für Weltwirtschaft mit. Der Index zeige die Preisentwicklung in 24 Städten und Regionen in Deutschland.

"Die Preisentwicklung verliert an Dynamik. Die Wachstumsrate flacht ab, das heißt die Preise steigen weiterhin, jedoch weniger stark", sagte Projektleiter Jonas Zdrzalek. Gleichzeitig nehme die Marktaktivität in einem geringeren Tempo zu.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 fielen die Preise für Eigentumswohnungen um 0,3 Prozent. Einfamilienhäuser verteuerten sich um 0,8 Prozent, während Mehrfamilienhäuser mit einem Anstieg von 4,0 Prozent deutlich zulegten. Wegen der wenigen Verkäufe bleibt die Aussagekraft in diesem Segment jedoch begrenzt, hieß es.

Preise liegen das sechste Quartal in Folge über Vorjahresniveau

Vergleicht man die Kaufpreise mit dem Vorjahresquartal 2024, zeigt sich ein leichter Anstieg. Die Preise für Eigentumswohnungen kletterten um 1,5 Prozent, die für Einfamilienhäuser um 1,6 Prozent. Damit lagen die Wohnungspreise das sechste Quartal in Folge über dem Vorjahresniveau, blieben jedoch unter der allgemeinen Teuerungsrate von etwa 2,2 Prozent. Mehrfamilienhäuser legten dagegen mit 4,8 Prozent deutlich zu.

Der Greix ist ein Immobilienpreisindex für Deutschland, der auf den Kaufpreissammlungen der lokalen Gutachterausschüsse beruht. Diese enthalten notariell beglaubigte Verkaufspreise. Der Index zeige die Preisentwicklung einzelner Städte und Stadtviertel bis ins Jahr 1960 und stütze sich auf mehr als zwei Millionen Transaktionsdaten.

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