Alle Artikel zu:

Deutschland

Die Geldschwemme der EZB könnte dafür sorgen, dass gegen Jahresende kaum noch Staatsanleihen am Markt verfügbar sein werden, so die Ratingagentur Moodys. (Foto: dpa)

EZB-Ankäufe treiben Banken in Liquiditäts-Falle

Europäische Banken fürchten, dass durch die EZB-Geldschwemme der Handel mit Anleihen stark zurückgeht. Das Ankauf-Programm wurde zu einem Zeitpunkt gestartet, als die Renditen für Bonds bereits sehr niedrig waren. Dadurch ist es für Händler schwierig Profite zu machen und Anleihen-Halter verzichten auf Verkäufe.

Flüchtlinge stranden am 20. April 2015 vor der Küste der Insel Rhodos. Das Flüchtlingsproblem wird nach dem Tod von hunderten Libyen-Flüchtlingen zu einer humanitären Tragödie ungeahnten Ausmaßes. (Foto: dpa)

CDU sieht eine „echte Völkerwanderung“ von Libyen nach Europa

Bundesinnenminister Thomas de Maizière erwartet eine Million Flüchtlinge aus Libyen. Der EU-Politiker Elmar Brok spricht gar von einer „echten Völkerwanderung“. Die Aufregung ist allerdings wohlfeil: Bereits vor Jahren waren die EU-Politiker gewarnt worden, dass ein Zerwürfnis mit dem damaligen Machthaber Gaddafi die EU-Südgrenze gefährde. Es folgte der von den USA gewünschte Sturz Gaddafis. Das Problem der Flüchtlinge droht völlig außer Kontrolle zu geraten.

Mario Draghi bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington. (Foto: dpa)

Weniger Kredite: Deutsche wollen Draghis geschenktes Geld nicht haben

Die Deutschen lassen sich von den niedrigen Zinsen nicht blenden und nehmen weniger Kredite auf. Die Anleger scheuen weiterhin Risiken bei der Geldanlage und halten sich daher auch von den Börsen fern.

Demonstranten protestieren am 18.04.2015 in Berlin gegen die geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP zwischen der Europäischen Union und Kanada und der Europäischen Union und den USA. (Foto: dpa)

Massen-Proteste gegen TTIP in ganz Europa

Zehntausende Gegner des geplanten Freihandelsabkommens TTIP haben bei einem internationalen Aktionstag ihren Protest auf die Straße getragen. Allein in Deutschland waren mehr als 230 Demonstrationen geplant. In den kommenden Wochen verhandeln EU und USA weiter über das transatlantische Handelsabkommen.

Der Einsatzplan der Drohnen zeigt die deutsche Luftwaffenbasis Ramstein als zentralen Kontroll- und Steuerungspunkt. (Foto: The Intercept)

Militär-Experte: Obama könnte wegen Drohnen-Angriffen als Kriegsverbrecher angeklagt werden

Amerikanische Drohnen werden offenbar komplett über die Militär-Basis in Ramstein gesteuert. Der Militär-Experte Armin Krishnan ist der Auffassung, dass es sich beim Drohnen-Einsatz um Kriegsverbrechen handelt, weil Zivilisten nicht geschützt würden. US-Präsident Barack Obama könnte deshalb in Den Haag angeklagt werden. Ob auch deutsche Politiker als Mitwisser agieren, ist unklar.

Ein Polizeiwagen steht am 18.03.2015 in Frankfurt am Main vor der offiziellen Eröffnung des EZB-Towers in Flammen. Der Wagen wurde angeblich von Demonstranten angesteckt. Nun fordert Hessen drakonische Strafen für körperliche Attacken gegen die Polizisten. (Foto: dpa)

Deutschland: Drakonische Strafen für Attacken gegen die Polizei

Die deutsche Politik fürchtet offenbar eine Welle der Gewalt gegen staatliche Organe: Hessen hat eine Bundesratsinitiative zur Einführung eines „Schutzparagraphs 112“ eingebracht. Wer Polizisten körperlich attackiert, soll bis zu zehn Jahre in Haft bekommen können.

Wolfgang Schäuble macht gerne Witze auf Kosten anderer. Im Bild: Der Bundesfinanzminister am Freitag beim Familien-Foto der Weltbank mit Janet Yellen in Washington. (Foto: dpa)

Atlantische Gemeinschaft: Schäuble verspottet Putin in den USA

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich bei einer transatlantischen Veranstaltung über Russlands Präsident Wladimir Putin lustig gemacht. In der Sache klang Schäubles Spott eher wie das Pfeifen im Walde: Deutschland will den Konflikt mit Russland beenden. Doch zu einer eigenständigen Haltung fehlte Schäuble in den USA eindeutig der Mut.

Es wird unwirtlich über Athen: Die Zentralbanken der Nachbarstaaten haben ihre Banken aufgefordert, sich für den perfekten Sturm zu rüsten. (Foto: dpa)

Zentralbanken in Südost-Europa verhängen Quarantäne über Griechenland

Die Zentralbanken der südosteuropäischen Staaten und der Türkei haben die griechischen Banken „unter Quarantäne“ gestellt. Die Notenbanken fordern die Töchter griechischer Banken auf, griechische Staatsanleihen, sonstige Wertpapiere sowie Kredite abzustoßen. Die Maßnahme deutet darauf hin, dass sich die Zentralbanken konkret auf den Crash in Griechenland vorbereiten. Die EU setzt Griechenland erneut ein Ultimatum.

NRW attackiert Österreich wegen drohenden Verlusten für deutsche Banken

NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans bezeichnet das Vorgehen Österreichs bei der Skandal-Bank Hypo Alpe Adria als inakzeptabel. Österreich müsse die europarechtlichen Verträge einhalten. Vor allem den öffentlichen Banken Deutschlands stehen wegen des geplanten verordneten Schuldenschnitts herbe Verluste bevor.

Die Wirtschaftswissenschaftler Roland Döhrn, Oliver Holtemöller, Ferdinand Fichtner und Nikolay Hristov (v. li.) stellen das Frühjahrsgutachten am Donnerstag vor. Die vier führenden Wirtschaftsinstitute rechnen mit einem deutlich höheren Wachstum als noch vor einem halben Jahr. (Foto: dpa)

Wirtschafts-Forscher heben Prognose für Deutschland überraschend stark an

Die Niedrigzins-Politik der EZB treibt den Konsum an und senkt gleichzeitig die Sparquote. Die Wirtschaftsforscher heben daher die Konjunktur-Prognose überraschend von 1,2 auf 2,1 Prozent an. Gleichzeitig warnen sie allerdings vor einer Blasenbildung.

Wladimir Putin kennt die Nachtwölfe, hier besucht man gemeinsam ein Fußballspiel in Serbien im Jahr 2011. (Foto: dpa)

Russische Rocker planen Gedenkfahrt für den Sieg der Sowjetunion

Der russische Rocker-Club „Nachtwölfe“ will am 25. April eine mehrwöchige Reise nach Berlin antreten, um den Sieg der Sowjetunion über die Nazis zu feiern. Laut Organisatoren gehe es darum, „das Andenken an diejenigen zu ehren, die beim Kampf gegen den Faschismus gefallen sind“. Polen kritisiert die Reise scharf.

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch bei der Kabinettssitzung in Berlin. (Foto: dpa)

Merkel päpstlicher als Obama: Kritik an Russland wegen Iran-Raketen

Angela Merkel hat die Aufhebung des russischen Waffenembargos gegen den Iran kritisiert. Die USA hatten sich deutlich gemäßigter geäußert. Russland erinnert Merkel an die Entstehung der Sanktionen. Präsident Putin versucht, die Bedenken Israels zu zerstreuen.

Lega-Nord-Chef Matteo Salvini rief Anfang März zu einer Kundgebung gegen die Einwanderungspolitik von Premier Renzi auf. Dabei schicken italienische Behörden illegale Einwanderer und Flüchtlinge regelmäßig nach Nordeuropa. (Foto: dpa)

Italien schickt Syrien-Flüchtlinge ohne Kontrolle nach Nord-Europa

Italien verzichtet offenbar flächendeckend auf Kontrollen der Flüchtlinge aus Syrien. Italien führt keine Registrierung durch, weil der italienische Staat nicht für die Sozialleistungen aufkommen will. Flüchtlinge warnen vor den Folgen: Auf diese Weise könnten auch Terroristen spielend leicht nach Europa gelangen. Sollte es zu einem Anschlag kommen, würden die Flüchtlinge zu Sündenböcken unter Generalverdacht.

Angela Merkel beim Start einer Starkstromleitung: Die niedrigen Strompreise machen Gas- und Kohlekraftwerke unrentabel. (Foto: Jens Büttner/dpa)

Investoren ziehen Geld aus Kraftwerks-Bau ab

Jedes zweite geplante Kraftwerk steht vor dem Aus. Die Investitionsbereitschaft sinkt rapide, nachdem selbst hochmoderne Gaskraftwerke nicht rentabel betrieben werden können. 50 existierende Kraftwerke könnten noch dieses Jahr stillgelegt werden.

In jedem zweiten deutschen Gewässer ist die Artenvielfalt aufgrund zu hoher Pestizid-Belastung gefährdet. (Foto: dpa)

Pestizide zerstören Arten-Vielfalt in deutschen Flüssen und Seen

Die falsche Anwendung von Pflanzenschutzmitteln bedroht die Artenvielfalt in deutschen Gewässern. In mehr als 50 Prozent der Fälle waren die Stoffe höher konzentriert als zugelassen. Das liegt auch daran, dass Landwirte die Bestimmungen beim Einsatz der Gifte nicht einhalten, so eine Studie der Uni Koblenz.

Der Datenschutzbeauftragte Alexander Dix warnt davor, noch weiterhin PCs mit Windows XP zu nutzen. (Foto: dpa)

Berlin verschläft Umstellung: Behörden-PCs laufen weiterhin mit Windows XP

Microsoft hat seinen Kunden Jahre Zeit gegeben, sich vom veralteten PC-Betriebssystem Windows XP zu verabschieden. Der Berliner Verwaltung schaffte es nicht, den Wechsel fristgerecht umzusetzen. Nun fordert der Datenschutzbeauftragte der Hauptstadt, die Computer sofort abzuschalten.

Der Schriftsteller und Bildhauer hat sich Zeit seines Lebens in die politische Diskussion eingebracht. (Foto: dpa)

Nobelpreisträger Günter Grass ist tot

Günter Grass starb am Montag im Alter von 87 Jahren in Lübeck. Der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger galt als einer der weltweit bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart.

Sigmar Gabriel und Angela Merkel kämpfen für das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA - auch wenn Gabriel nun öffentlich einräumt, dass das Ankommen der Konjunktur in Europa nicht hilft. (Foto: dpa)

SPD-Chef Gabriel zweifelt am TTIP und will es trotzdem

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erwartet keine Effekte des Freihandelsabkommens TTIP für die Konjunktur. Eine unabhängige Studie zeigt, dass das TTIP Europa 600.000 Arbeitsplätze kosten und das Wachstum des Niedriglohn-Sektors beschleunigen wird. Gabriel will trotzdem für das TTIP kämpfen.

Wer spielt in der Ukraine-Krise welches Spiel? Frankreichs Militär-Geheimdienst stützt mit einer überraschenden Aussage seines Chefs die Aussage von Putin, die Russen hätten niemals eine Invasion in der Ukraine geplant. (Foto: dpa)

Französischer Geheimdienst: Russland plante nie eine Invasion in der Ukraine

Der Chef des französischen Militär-Geheimdienstes hat die US-Dominanz der Nato in Fragen der militärischen Aufklärung kritisiert: Die französischen Dienste hätten zu keinem Zeitpunkt Anzeichen einer geplanten russischen Invasion in der Ukraine gehabt. Doch die französischen Erkenntnisse wurden von den Amerikanern nicht berücksichtigt.

Die Weltmacht im War-Room: Hillary Clinton und Barack Obama beobachten im Weißen Haus die Gefangennahme und Erschießung von Osama bin Laden. (Foto: Official White House Photo/Pete Souza/dpa)

Die eigenen Werte verraten: Das Ende Amerikas als Weltmacht

Die USA verlieren den Nimbus einer Weltmacht. In kurzer Folge konnte die US-Regierung ihre geopolitischen Interessen an mehreren Schauplätzen nicht mehr durchsetzen und musste – mehr oder weniger ungeordnet – den Rückzug antreten. Die nächste Schlappe droht im Jemen. In den USA selbst wächst die Kritik an einer einfallslos-monolithischen Politik-Doktrin.