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Russland

Die Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre Haft für Kreml-Gegner Alexej Navalny. (Foto: dpa)

Russland blockiert Facebook, um Demonstration zu verhindern

Russland hat eine Protestseite zur Unterstützung des Oppositionsführer Alexej Navalny blockiert. Navalny steht Veruntreuung vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre Haft. Über Facebook soll eine Protestkundgebung für Tag der Urteilsverkündung organisiert werden.

Rosneft macht die amerikanischen Aufsichtsbehörden für das Scheitern des Morgan-Stanley-Deals verantwortlich. (Foto: dpa)

Rosneft stoppt Übernahme von Morgan Stanleys Ölhandel

Russlands größter Ölproduzent Rosneft hat den Kauf des Ölhandelsgeschäfts der US-Bank Morgan Stanley abgesagt. Rosneft macht die USA für das Scheitern verantwortlich. Morgan Stanley will die Ölhandelssparte auf Drängen der US-Aufsichtsbehörden verkaufen.

Russlands Präsident Wladimir Putin - hier bei einem Treffen mit den Geheimdienstchefs am Samstag im Kreml - will sich nicht mehr von den Amerikanern düpieren lassen. Der Geheimdienst Stratfor enthüllt dieser Tage, dass die USA in der Ukraine am Regierungswechsel mitgewirkt hätten, um eine Achse zwischen Deutschland und Russland zu verhindern. (Foto: dpa)

Ukraine: USA wollen Allianz Deutschlands mit Russland verhindern

Der Chef des privaten US-Geheimdienstes Stratfor, George Friedman, räumt ein, dass die Intervention der Amerikaner in der Ukraine den Zweck verfolgt habe, eine Allianz zwischen Russland und Deutschland zu verhindern. An einem Sturz Putins hätten die Amerikaner dagegen kein Interesse.

China will die Russland-Krise nutzen, um den Yuan gegen den Dollar und gegen den Rubel stärker als Weltwährung zu positionieren. (Foto: dpa)

Gegen den Dollar: China will Rubel-Krise zur Stärkung des Yuan nützen

China will Russland gegen die Abwertung des Rubel helfen, die Liquiditäts-Engpässe auslösen könnte. Das ist zumindest in einem Währungs-Abkommen zwischen beiden Ländern festgelegt. So könnte China Dollar verkaufen und Rubel kaufen, um den Rubel zu stützen.

Die Verwässerung des Dodd-Frank-Gesetzes, die auch Präsident Obama unterstützte, ist ein Geschenk an die Wall Street. So müssen die Banken die vermutlich drastischen Einbußen aus dem Öl-Derivate-Handel nicht mehr allein tragen. Der Steuerzahler hilft aus. (Foto: dpa)

Ölpreis-Derivate: Steuerzahlern drohen neue Billionen-Risiken

Der Ölpreis-Verfall birgt für den Billionen-Markt an Derivaten ein enormes Risiko. Bricht der Markt hier ein, droht ein neuer Bedarf an Bailouts der Banken, die mit diesen unübersichtlichen Papieren handeln. Die US-Regierung hat, von der Wall Street entsprechend motiviert, still und leise begonnen, die Steuerzahler ins Risiko zu nehmen. Es ist eine Frage der Zeit, bis diese Entwicklung auch in Europa greift.

Im Schatten der Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland dämmert ein neuer Wettlauf mit Nuklearwaffen. (Foto: dpa)

USA bereiten den Weg für neues atomares Wettrüsten

Das Gesetz zur Verschärfung der US-Sanktionen gegen Russland enthält einen von der Öffentlichkeit bisher nicht beachteten, gefährlichen Passus: Er erklärt, welche Strategie die US-Regierung fahren könnte, um aus dem mit Russland geschlossenen Vertrag zum Abbau nuklearer Mittelstreckenraketen auszusteigen. Fällt der Vertrag, können Moskau und Washington erneut atomar aufrüsten - und sich gegenseitig die Schuld für die Eskalation in die Schuhe schieben.

Der bulgarische Premier Boiko Borissow will South Stream jetzt doch. Das Land fürchtet Strafzahlungen, sollten die Abmachungen mit Russland nicht eingehalten werden. Auch Angela Merkel rudert zurück und lobt die gute Partnerschaft mit Russland bei kommerziellen Projekten. (Foto: dpa)

Russische Strafzahlungen drohen: Bulgarien muss South Stream weiter bauen

Bulgarien findet sich nach der Absage Russlands in einer misslichen Lage: Das Land muss die Pipeline South Stream weiter bauen, weil Russland sonst Strafzahlungen gegen Bulgarien verhängen könnte. Die Regierung in Sofia sagt, man habe bis heute keine schriftliche Absage aus Moskau erhalten.

Rubel-Verfall: Otto kauft, wie auch andere ausländische Firmen in Russland, seine Waren auf dem Weltmarkt in Dollar oder Euro ein. Von den Kunden erhält der Konzern Rubel. (Foto: dpa)

Handelskonzern Otto muss in Russland Preise drastisch erhöhen

Der Handelskonzern Otto reagiert auf den Verfall des Rubel mit einer Preiserhöhung von bis zu 15 Prozent und streicht Investitionen. Das Problem für Unternehmen in der Russland-Krise: Sie kaufen die Waren in Dollar und Euro, und bekommen von den Kunden Rubel.

Viele der wohlhabenden Russen, die sich in London Immobilien kaufen, stammen ursprünglich aus Moskau. Doch viele von ihnen kehren ihrer Heimat den Rücken. (Foto: dpa)

Flucht aus dem Rubel: Reiche Russen kaufen Londoner Immobilien

Je mehr der Rubel an Wert verliert, desto mehr wohlhabende Russen ziehen ihre Gelder aus ihrer Heimat ab. Sie investieren ihr Kapital hauptsächlich in Londoner Immobilien. Doch Großbritannien hat eine Immobilien-Blase, die nach Angaben des Jerome Levy Forecasting Center früher oder später platzen wird.

IWF-Chefin Christine Lagarde sagt, dass es Gewinner und Verlierer des Ölpreis-Verfalls gibt. Russland gehöre zu den Verlierern. (Foto: dpa)

Ölpreis-Verfall: Die Regeln der Weltwirtschaft werden neu definiert

Der fallende Ölpreis bringt die Gesetzmäßigkeiten in der Weltwirtschaft durcheinander: Die alte Regel, dass ein sinkender Ölpreis zu mehr globalem Wachstum führt, gilt nicht mehr. Daher gibt es auch wenig Schadenfreude über das Chaos in Russland.

Schriftsteller Günter Grass: „Die Angst der Russen begreifen“ (Foto: dpa)

Günter Grass: „Der Dritte Weltkrieg hat schon begonnen“

Der Schriftsteller Günter Grass hat sich in einem Interview besorgt über die weltweite Entwicklung geäußert. Der Dritte Weltkrieg habe als weltweiter Verteilungskrieg bereits begonnen. Grass konstatiert eine gewisse Aggressivität der Nato und zeigt Verständnis für die Ängste, die das Verhalten des westlichen Bündnisses und der EU in Russland ausgelöst hat.

US-Präsident Barack Obama hat ein Gesetz unterschrieben, mit dem sich die USA selbst den Freibrief zur Privatisierung des Energie-Sektors und die gleichzeitige Aufrüstung der Ukraine genehmigen. (Foto: dpa)

HR 5859: Ein US-Gesetz wie eine Kriegs-Erklärung an Russland

Präsident Obama hat das Gesetz unterzeichnet, welches den Amerikanern weitreichende Befugnisse in der Ukraine sichern soll. Die Privatisierung des Energie-Sektors, umfassende militärische Aufrüstung und von der US-Regierung finanzierte Medien sollen die Ukraine für den Nato-Beitritt fit machen. Aus russischer Sicht muss sich das Gesetz lesen wie eine Kriegserklärung.

Der reichste Oligarch Russlands ist Alischer Usmanow. Er verfügt über ein Vermögen von 15,1 Milliarden Dollar. (Foto: dpa)

Russischer Oligarch folgt Putins Einladung und kehrt in die Heimat zurück

Der reichste russische Oligarch Alischer Usmanow holt seine Industrie-Beteiligungen nach Russland zurück. Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin ihn dazu aufgefordert, seine Vermögenswerte zurück in ihre Heimat zu transferieren. Usmanow verfügt über ein Vermögen in Höhe von 15,1 Milliarden Dollar.

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko stellt den Handel mit Russland auf Euro und Dollar um. (Foto: dpa)

Weißrussland: Ansteckung durch Rubel-Verfall

Weißrussland hat für alle Devisenkäufe eine Gebühr von 30 Prozent eingeführt. Dadurch möchte das Land die Abwertung der heimischen Währung stoppen. Der weißrussische Rubel verlor im Verlauf des Jahres 15 Prozent an Wert. Zudem soll der Handel mit Russland nicht mehr in Rubel, sondern in Dollar und Euro abgewickelt werden.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier versucht seit geraumer Zeit, gemeinsam mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow eine Entspannung zwischen der EU und Russland herbeizuführen. (Foto: Thomas Koehler/photothek/Auswärtiges Amt/dpa)

Steinmeier meldet offiziell Zweifel an Russland-Sanktionen an

Deutschland geht weiter auf Distanz zu den Sanktionen gegen Russland: Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier offiziell in Frage gestellt. Wer Russland in die Knie zwingen wolle, werde nicht mehr Sicherheit in Europa schaffen. Auch der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann zog die Sanktionen in Zweifel.

Russland-Krise: Gas-Deal zwischen BASF und Gazprom gescheitert

Der zwischen dem russischen Gazprom-Konzern und der BASF geplante Anteilstausch in Milliarden-Höhe ist geplatzt. Die Bundesregierung beeilt sich zu erklären, dass das Scheitern des Geschäfts nicht auf politischen Druck zurückzuführen sei.

Bevor der IWF 17 Milliarden Dollar an die Ukraine zahlt, braucht das Land zusätzliche 15 Milliarden Dollar. Denn für die IWF-Überweisung braucht das Land einen Finanzierungsplan über zwölf Monate. Das ist in der jetzigen Situation unmöglich. Daher solle die EU die Finanzierungslücke stopfen, so die Bitte aus Kiew. (Foto: dpa)

EU: Widerstand gegen weitere Kredite an die Ukraine wächst

In den EU-Mitgliedsstaaten regt sich Widerstand gegen neue Kredite an die Ukraine. Die Ukraine ist faktisch pleite, und die EU-Regierungen wissen nicht, woher sie die neuen Kredite nehmen sollen. Das Problem: Ohne Finanzierungsplan für die nächsten zwölf Monate dürfte der 17-Milliarden-Dollar-Kredit des IWF platzen.

Russlands Präsident Wladimir Putin stellte sich bei der jährlichen Pressekonferenz auch kritischen Fragen aus dem Publikum. (Foto: dpa)

Putin: Russland wird sich erst nach zwei Jahren wieder erholen

Am Donnerstag sagte der russische Präsident Wladimir Putin auf einer Pressekonferenz, dass Russland einer westlichen Aggression gegenüberstehe. Die Wirtschafts-Krise sei auf „externe Faktoren“ zurückzuführen. Russland werde sich erst nach einer zweijährigen Rezesssions-Phase wieder erholen.

Angela Merkel sieht der Realität ins Auge und scheint zu erkennen, dass die Sanktionen gegen Russland den EU-Staaten schaden. (Foto: dpa)

Merkel spricht erstmals von Lockerung der Sanktionen gegen Russland

Beim EU-Gipfel in Brüssel scheinen sich vorerst jene Kräfte durchgesetzt zu haben, die erkennen, dass die Russland-Sanktionen für die EU große Nachteile mit sich bringen. Angela Merkel verlangt von Russland lediglich, die Lage zu deeskalieren. Erstmals stellte die Kanzlerin die Lockerung der Sanktionen in Aussicht.

Interbanken-Markt in Russland mit Anzeichen von großer Nervosität

Russische Banken wollen sich gegenseitig kein Geld mehr leihen. Die Finanzinstitute trauen sich gegenseitig nicht mehr. Der Zinssatz für dreimonatige Interbank-Kredite liegt auf dem höchsten Stand seit 2005.