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Russland

Noch schränken die Sanktionen gegen Putin die Energie-Lieferungen nach Deutschland nicht ein. (Foto: dpa)

Deutsche Exporte nach Russland schrumpfen, Einfuhren legen zu

Die deutschen Exporte nach Russland gingen im Mai um 17,5 Prozent zurück, so das statistische Bundesamt. Die Einfuhren aus Russland - vor allem Gas und Öl - legten im Mai dagegen um 3,1 Prozent zu. Noch sind die Energie-Importe von den Wirtschafts-Sanktionen gegen Moskau ausgenommen.

Der ehemalige Yukos-Chef Chodorkowsky saß wegen Steuerhinterziehung in russischer Haft und wurde 2013 von Putin begnadigt. (Foto: dpa)

Gericht spricht Ex-Yukos-Aktionären 50 Milliarden Dollar zu

Ein Schiedsgericht in den Haag hat entschieden, dass Russland 50 Milliarden Dollar an ehemalige Aktionäre von Yukos zahlen muss. Die Ex-Eigentümer des zerschlagenen russischen Ölkonzerns hatten Russland wegen Zwangsenteignung auf 100 Milliarden Schadenersatz verklagt. Die Kläger könnten nun russisches Staatseigentum im Ausland pfänden.

Norwegen, hier Premier Erna Solberg, treffen die Wirtschaftssanktionen gegen Russland besonders, obwohl das Land kein EU-Mitglied ist. (Foto: dpa)

Schwere Verluste: Norwegischer Pensionsfonds muss russische Investments neu bewerten

Norwegens Pensionsfonds muss seine russischen Assets in Höhe von acht Milliarden Dollar neu bewerten. Die angekündigten Sanktionen lassen Russland zur Gefahr für ausländische Investments werden, so der norwegische Finanzausschuss.

Der niederländische Premier Mark Rutte berät mit einem australischen Vertreter die Lage nach dem Absturz von MH17. Sie wollen keinen militärischen Einsatz im Absturzgebiet. (Foto: dpa)

Niederlande wollen keinen Militär-Einsatz in der Ost-Ukraine

Der niederländische Premier Rutte schließt einen Militäreinsatz zur Sicherung der Absturzstelle von Flug MH17 aus. In den Konflikt soll keine internationale Truppe hineingezogen werden. Die Separatisten seien „militärisch überlegen“.

Putin will nicht mehr mit der EU in Fragen von Terrorismus und Organisierter Kriminalität zusammenarbeiten. Auslöser sind für Dienstag geplanten Sanktionen, die ganze Wirtschafszweige Russlands treffen sollen. (Foto: dpa)

Anti-Terror-Kooperation: Russland kündigt Brüssel die Zusammenarbeit

Moskau kündigt ein Ende der europäischen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Terrorismus und Organisierter Kriminalität an. Auslöser dafür sind die neuen Sanktionen gegenüber Russland. Am Dienstag will Brüssel erstmals ganze russische Wirtschaftszweige in die Strafmaßnahmen einbeziehen.

Politik als Kumpanei: Warum wiederholt Frank-Walter Steinmeier eine haltlose Behauptung seines US-Kollegen Kerry, ohne sie wenigstens einmal zu checken? Mit der MH17-Aufarbeitung verspielt die westliche Politik viel von ihrer Seriosität und Glaubwürdigkeit. (Foto: dpa)

Reporter widerlegt US-Aussage: Keine Leichen-Schändung durch Rebellen

Eines der neuen Argumente zur Begründung von Sanktionen gegen Russland lautet: Die Rebellen haben die Leichen der Opfer des abgeschossenen Flugzeugs würdelos behandelt. Bundesaußenminister Steinmeier hat sich diese US-Version zu eigen gemacht. Doch der Augenzeugenbericht eines ORF-Reporters zeigt: Die Rebellen haben im Umgang mit den Leichen völlig korrekt gehandelt.

Victoria Nuland wurde berühmt, als sei in einem abgehörten Telefonat sagte, „Fuck the EU“. Nun erklärt die Sonderbeauftragte für Osteuropa ganz unverhohlen, dass es den Amerikanern im Kampf gegen Russland vor allem um einen Währungskrieg geht. (Foto: dpa)

Währungskrieg: Russland-Sanktionen sollen den Dollar retten

Als „neues Instrument der US-Außenpolitik“ bezeichnet Victoria Nuland den Finanzkrieg gegen Russland. Zudem nennt sie die Verunsicherung der Märkte als „ein Skalpell ... der europäischen und der US-Außenpolitik“. Die Amerikaner kämpfen vor allem um die Vorherrschaft des Dollar. Dafür ist ihnen jede Manipulation recht - offenbar auch ein offener Wirtschaftskrieg gegen Russland.

Am Gängelband der USA: Barroso und Van Rompuy, hier mit Petro Petroschschenko, müssen ihren Kopf für die Sanktionen gegen Russland hinhalten. Die Regierungschefs wollen es sich mit Putin nicht verscherzen. (Foto: dpa)

Angst vor Putin: Staatschefs schicken EU-Technokraten vor

Die EU-Präsidenten Van Rompuy und Barroso haben feierlich angekündigt, dass es gegen Russland Sanktionen geben werde. Die Regierungschefs haben die beiden Bürokraten vorgeschickt. Sie wissen, dass die Sanktionen für ihre eigenen Bürger teuer werden. Und kein Land will es sich wirklich mit Putin verscherzen.

Wie der IWF, so hört auch die Weltbank auf die Anweisungen, die aus Washington kommen: Beide Institutionen arbeiten im Interesse ihres größten Shareholders, der USA. (Foto: dpa)

Daumenschraube: USA planen Stopp der Weltbank-Kredite für Russland

Die USA und Kanada wollen Kredite der Weltbank, die für Russland bestimmt sind, blockieren. Die Weltbank ist eine durchwegs US-amerikanisch dominierte Einrichtung. Daher wird es für die Amerikaner kein Problem sein, die Politik der Weltbank zu bestimmen. Auch in der Vergangenheit hat die Weltbank stets loyal zu einem ihrer größten Geldgeber gestanden.

Den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und Russlands Präsident Wladimir Putin verbindet eine Männerfreundschaft. Der bilaterale Handel zwischen Russland und der Türkei soll massiv ausgebaut werden. (Foto: dpa)

Gegen den Dollar: Erdoğan will eine Allianz mit Putin schließen

Die Türkei möchte den US-Dollar als Leitwährung beim Handel mit Russland ablösen. Stattdessen sollen der Rubel und die Türkische Lira als Zahlungsmittel dienen. Damit möchte das Land künftige Sanktionen gegen Russland umgehen. Denn Russland ist der zweitgrößte Handelspartner der Türkei. Für die Nato könnte die Kehrtwende zum Problem werden.