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Russland

Der Corriere della Sera bringt Fotos des ukrainischen Models Anna Durizkaja, die bei Boris Nemzow war, als er erschossen wurde. (Screenshot: Corriere)

US-Senator McCain: Egal wer Nemzow erschossen hat, Putin ist schuld

US-Senator John McCain hat in einem Statement der russischen Regierung eine Mitschuld an dem Mord an Boris Nemzow zugewiesen. Doch sein Statement bleibt auffällig vage. Offenbar will McCain - der prominenteste Gegner Putins in Washington - politisches Kapital aus einem Verbrechen schlagen, das sich ebenso gut als privater Kriminalfall entpuppen könnte.

Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Wladimir Putin: Peking sieht in der Ukraine-Krise berechtigte Sicherheitsansprüche von Moskau. (Foto: dpa)

Gegen die USA: China unterstützt Russland in Ukraine-Krise

China hat sich in der Ukraine-Krise erstmals klar auf die Seite Russlands geschlagen: Der Westen müsse Moskaus legitime Sicherheits-Bedenken ernst nehmen. Die Auseinandersetzung um die Ukraine könne sonst in einen sinnlosen Stellvertreter-Krieg ausarten. Die Amerikaner müssten zur Kenntnis nehmen, dass ihr Einfluss in der internationalen Politik schwinde.

Der Euro hat bei etlichen Staaten erhöhten Kredit-Bedarf ausgelöst. (Foto: dpa)

EU-Staaten brauchen Kredite wie früher die Sowjet-Satelliten

Zentralistische Wirtschafts-Systeme funktionieren nicht: Die Europäische Entwicklungs-Bank (ERBD), einst gegründet für die ehemaligen Sowjet-Staaten, muss nun den kriselnden EU-Staaten helfen: Zypern, Polen und Griechenland stellen sich um Kredite an. Russland dagegen wird seit Juli 2014 von der EBRD nicht mehr unterstützt.

Ohne den russischen Präsidenten beim Namen zu nennen, macht der ukrainische Präsident Poroschenko (ganz rechts) Wladimir Putin für den Mord an Boris Nemzow verantwortlich. (Foto: dpa)

Poroschenko: Nemzow wollte Beweise für russische Truppen in der Ukraine vorlegen

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat eine eigene Theorie zur Ermordung des russischen Oppositionspolitikers Boris Nemzow entwickelt: Nemzow sei unmittelbar davor gestanden, Beweise für russische Truppen in der Ukraine vorzulegen. Davor hätten seine Mörder Angst gehabt, sagte Poroschenko - ohne allerdings Wladimir Putin namentlich zu nennen.

Besucher legen Blumen an der Stelle nieder, an der Boris Nemzow am Freitagabend ermordet worden war. (Foto: dpa)

EU-Ratspräsidentschaft: Nemzow-Mord ist Weckruf für das russische Volk

Die EU-Ratspräsidentschaft Litauen hat das russische Volk aufgerufen, nach dem Mord an Boris Nemzow aufzuwachen und seine „Würde zu verteidigen“. Putin wolle Russland in einen totalitären Staat umwandeln. Michail Gorbatschow warnt den Westen dagegen, den Anschlag für antirussische Tendenzen zu missbrauchen. Putin fürchtet seit längerem, dass der Westen eine „bunte Revolution“ gegen ihn anzetteln könnte.

Gespenstisch: Putin und der am Freitag ermordete Boris Nemzow hatten bereits vor drei Jahren eine Auseinandersetzung über die Frage, wer Interesse an der Ermordung eines russischen Oppositionspolitikers haben könnte. (Foto: dpa)

Putin und Nemzow stritten vor drei Jahren über Mord-Komplott

Es klingt wie eine gespenstische Vorahnung: Vor genau drei Jahren führten Wladimir Putin und sein Widersacher Boris Nemzow einen heftigen Disput darüber, wem ein politischer Mord nütze: Putin sagte, die Opposition werde einen solchen Mord an einem ihrer Führer inszenieren, um der Regierung zu schaden. Nemzow entgegnete: Wenn die Regierung von einem solchen Komplott wisse und es nicht verhindere, mache sie sich der Mittäterschaft schuldig. Am Freitag wurde Nemzow in Moskau erschossen.

US-Präsident Barack Obama fordert die Aufklärung des Mordes an Boris Nemzow. (Foto: dpa)

Obama: Nemzow war Verteidiger der Rechte des russischen Volkes

US-Präsident Barack Obama hat die Ermordung des russischen Oppositionspolitikers Boris Nemzow scharf verurteilt und eine unvoreingenommene Aufklärung der Tat gefordert. Nemzow habe ihn in seinem Kampf gegen die Korruption in Russland beeindruckt. Russlands Präsident Putin sprach von einem Auftragsmord und hat die Behörden zu rascher Aufklärung angewiesen.

David Cameron will Russland aus dem SWIFT-System schmeißen. Wladimir Putin erhält nun allerdings Unterstützung aus Österreich. (Foto: dpa)

EZB: Rauswurf Russlands aus dem SWIFT-System gefährdet Finanz-System

Das österreichische EZB-Mitglied Ewald Nowotny warnt davor, Russland aus dem internationalen Zahlungssystem rauszuschmeißen. SWIFT sei ein neutrale Dienstleistung und kein politisches Instrument. Großbritannien und die USA haben diesen Schritt in der Vergangenheit mehrfach gefordert.

Der Tatort, an dem der russische Oppositionspolitiker Boris Nemzow ermordet wurde. (Foto: dpa)

Russland: Oppositions-Politiker Boris Nemzow in Moskau erschossen

Der russische Oppositionspolitiker Boris Nemzow ist am Freitagabend in Moskau erschossen worden. Die Hintergründe sind unbekannt. Nemzow hatte eine Demonstration gegen die Wirtschaftskrise und den Ukraine-Krieg vorbereitet, die am Sonntag stattfinden soll.

Die ehemalige US-Investmentbankerin Natalia Jaresko (rechts) und die Gouverneurin der Zentralbank, Valeria Hontareva, müssen die ukrainische Währung stabilisieren, um eine unkontrollierte Panik zu verhindern. (Foto: dpa)

Zentralbank der Ukraine: „Wir müssen die Panik stoppen“

Der Ukraine droht die akute Zahlungsunfähigkeit. Die Zentralbank kündigt verschärfte Kapitalverkehrskontrollen an. Die Währungs-Reserven sind nicht mehr ausreichend. Die Zerstörung der Wirtschaft durch den Krieg hat das Land in den Ruin getrieben.

„Das Sicherheitsumfeld hat sich seit dem Krisenjahr 2014 deutlich verändert“, so die Ursula von der Leyen. (Foto: dpa)

Neue Nato-Strategie: Von der Leyen aktiviert Panzer-Bataillon in Niedersachsen

Verteidigungsministerin von der Leyen reaktiviert im Rahmen der neuen Bedrohungslage der Nato ein bisher nur auf dem Papier existierendes Panzer-Bataillon in Niedersachsen. Dazu wird die Ausmusterung von Kampfpanzern der Bundeswehr gestoppt. Der Verteidigungs-Etat muss zu diesem Zweck erhöht werden. Die neue Nato-Strategie geht von einer Bedrohung Europas durch Russland aus.

Die ukrainische Rada will sich den kritischen Fragen zur Pressefreiheit in der Ukraine nicht stellen. (Foto: dpa)

OSZE kritisiert Ukraine wegen Einschränkungen der Pressefreiheit

Die ukrainischen Behörden haben am Mittwoch zwei russische Journalisten erst festgenommen und anschließend nach Russland abgeschoben. Sie dürfen bis 2020 nicht mehr einreisen. Den beiden Journalisten wird die Verbreitung von „anti-ukrainischer Propaganda“ vorgeworfen.

Im Jahr 2012 war die Stimmung zwischen Wladimir Putin und Jean-Claude Juncker noch freundlicher. Jetzt steht die EU-Kommission kurz vor der Eröffnung eines Verfahrens gegen den russischen Staatskonzern Gazprom. (Foto: dpa)

EU-Kommission bereitet Verfahren gegen Gazprom vor

Die EU-Kommission will ein Kartell-Verfahren gegen den Energie-Konzern Gazprom einleiten. Dieser treibe insbesondere in Osteuropa und auf dem Baltikum aus politischen Gründen die Preise hoch. Gazprom ist der Hauptversorger dieser Regionen und missbrauche seine Position.

Falls die Ukraine nicht zahlt, droht ein Gas-Lieferstopp, hier eine Pipeline in der Nähe von Kiew. (Foto: dpa)

Neuer Streit mit Gazprom: Ukraine kann Gas-Rechnungen nicht bezahlen

Kiew muss Vorauszahlungen an Gazprom tätigen, sonst drohe ein Lieferstopp, so Putin. Die Ukraine steht allerdings nach eigenen Angaben kurz vor der Staatspleite und kann die offenen Gas-Rechnungen nicht zahlen.

Das ukrainische Informations-Ministerium will gegen die „Kreml-Propaganda“ in den Sozialen Medien ankämpfen. (Foto: Informations-Ministerium der Ukraine)

Ukraine gründet „Facebook-Armee“ gegen Russland

Die Regierung in Kiew baut eine Cyber-Armee auf, um auf Facebook und Twitter gegen die „Kreml-Propaganda“ anzukämpfen. Die ukrainischen Computer-Krieger sollen die Öffentlichkeit gezielt über Ereignisse im Osten der Ukraine informieren.

Angela Merkel und der schwedische Ministerpräsidenten Stefan Löfven beim Staatsbesuch in Berlin am Mittwoch. (Foto: dpa)

EU folgt US-Strategie und droht mit neuen Russland-Sanktionen

Die EU-Staaten schwenken auf die amerikanischen Vorgaben ein und fordern übereinstimmend schärfere Sanktionen gegen Russland. Unklar ist noch, welchen Anlass die westliche Allianz wählen wird, um die Verschärfung in Kraft zu setzen. Frankreich sagt, dass der Beschuss von Mariupol durch die Rebellen ein solcher Auslöser sein sollte.

Russischer Oligarch will sich bei Immofinanz einkaufen

Der russische Investor Boris Mints zeigt Interesse an der österreichischen Immofinanz. Damit wollte Mints sein Engagement außerhalb Russlands ausbauen. Allein durch die Ankündigung sprang die Immofinanz-Aktie um mehr als zwölf Prozent.

Die Nato marschierte bis an die russische Grenze, um mit einer Militärparade Stärke zu demonstrieren. (Foto: dpa)

Kalter Krieg: Nato präsentiert Waffen direkt an russischer Grenze

Die USA haben am Dienstag mit der Nato in der estnischen Grenzstadt Narva eine Militär-Parade abgehalten. Russland ist irritiert und greift in der Geschichte auf jene Periode zurück, in der Narva zu Russland gehört hatte.

Premier Arseni „Jaz“ Jazenjuk will die Absetzung der Notenbank-Chefin wegen „Hochverrats“. Das Parlament sammelt bereits Unterschriften gegen Valeria Gontarewa. (Foto: dpa)

Währungs-Krise verschärft innenpolitische Spannungen in Kiew

Die ukrainische Hryvnia ist innerhalb von zwei Tagen um 13 Prozent abgestürzt. Die Notenbank verbietet daher ukrainischen Banken Devisenkäufe, um gegen den Währungsverfall im Land vorzugehen. Das Vorgehen ist offenbar nicht mit der Regierung abgesprochen. Premier Jazenjuk kritisiert die Notenbank-Chefin dafür scharf und verlangt ihre Absetzung.

Deutschland braucht Russland, um effektiv gegen „islamistischen Extremismus und Terrorismus“ vorzugehen, so der Verfassungsschutz. (Foto: dpa)

Verfassungsschutz: Westen braucht Russland für Kampf gegen den Terror

Der Konflikt zwischen Russland und dem Westen gefährde den Kampf gegen den Terror in Deutschland, so der Verfassungsschutz. Zahlreiche Konflikte und Bedrohungen machen eine Kooperation mit Moskau dringend erforderlich.