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In der Schweiz planen die ersten Pensionsfonds, ihr Geld nicht mehr auf der Bank aufzubewahren, sondern bar zu lagern. Die physische Aufbewahrung ist wegen der Negativzinsen mittlerweile billiger als ein Bank-Konto. (Foto: dpa)

Wegen Negativ-Zinsen: Schweizer Pensions-Kassen flüchten ins Bargeld

Die schweizerischen Pensionskassen wollen sich wegen der Negativ-Zinsen ihre Renten-Gelder von den Banken bar auszahlen zu lassen. Die Lagerung in Tresoren ist für die Pensionskassen billiger. Auch in Deutschland dürfte es bald Negativzinsen für größere Vermögen geben, die auch die Pensionskassen betreffen werden.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis mit der IWF-Chefin Christine Lagarde beim Brüsseler EU-Gipfel im Februar 2015. Die Regierung in Athen muss in den kommenden Monaten ihren Verpflichtungen aus dem IWF-Schuldendienst nachkommen. (Foto: dpa)

Griechenland kann Pleite nur mit weiteren EU-Krediten vermeiden

Im Sommer 2015 wird sich entscheiden, ob Griechenland in der Eurozone verbleibt. Dann benötigt das Land Milliardensummen, um Zinsen zu zahlen und den Schuldendienst an den IWF zu gewährleisten. Sollte das Land im Euroraum bleiben, müsste es auf den Krisenfonds ESM zurückgreifen. Doch im ESM-Vertrag gibt es Klauseln, die einer weiteren Schuldenaufnahme widersprechen.

In Berlin schmiedete Alexis Tripras mit den Links-Politikern Gysi und Kipping Pläne für Europa, zu Hause plündern seine Mitarbeiter alle Kassen, derer sie habhaft werden können. (Foto: dpa)

Griechische Regierung plündert Gesundheits-Kasse, um Beamte zu bezahlen

Die Regierung in Athen hat drastische Maßnahmen ergriffen, um an Geld zu kommen: Dei Gesundheitskasse wurde ebenso geplündert wie die Metro-Rücklagen. Den Bauern wurden die EU-Förderungen gestrichen, damit die Staatsbediensteten ihre Gehälter bekommen können.

Der IWF fordert eine weitere Schwächung des Franken. (Grafik: ariva.de)

Tabubruch: IWF fordert Schweiz zur Franken-Abwertung auf

Der IWF rät der Schweiz zum Gelddrucken, um den Franken zu schwächen. Die Schweizerische Nationalbank soll Vermögenswerte in Fremdwährungen aufkaufen und so den Franken schwächen. Bis vor kurzem kritisierte der IWF die bewusste Abwertung von Währungen noch scharf.

Angela Merkel und Alexis Tsipras: Die EU bleibt eine kostspielige Angelegenheit. (Foto: dpa)

Merkel: Die EU ist eine „kostbare Sache“

Bundeskanzlerin Merkel und der griechische Premier Tsipras haben in Berlin das gemeinsame Interesse am Fortbestand der Euro-Zone betont. Die Spannungen zwischen Griechenland und Deutschland sollen überwunden werden. Tsipras nutzte seinen Berlin-Besuch auch, um eine linke Allianz in Europa zu schmieden. Die EZB zeigt sich in der Zwischenzeit wieder offen für Not-Kredite an griechische Banken.

Die Euro-Zone ist nur noch ein Schatten ihrer selbst: Die Bundesbank sieht ambitionierte Pläne für die Vereinigten Staaten von Europa in weite Ferne gerückt. (Foto: dpa)

Bundesbank mit einem Abgesang: Der Euro-Zone geht die Luft aus

Die Deutsche Bundesbank hat in ihrem aktuellen März-Bericht einen veritablen Abgesang auf hochfahrende EU-Pläne angestimmt: Die Bundesbank sieht derzeit keine Chance auf mehr Integration oder gar eine politischen Union. Statt sich in Träumen von einem Bundesstaat Europa zu verlieren, sollte die Euro-Zone lieber ein Insolvenzrecht für Staaten vorlegen. Bisher haben die Euro-Retter diese wichtige Vorkehrung sträflich vernachlässigt.

Das Ende der laxen Geldpolitik ist aufgeschoben, aber eben nicht aufgehoben. Werden die Konjunkturdaten wieder besser, werden die Zinsen wieder angehoben, hat Fed-Chefin Janet Yellen signalisiert. Dieser Schritt hätte massive Auswirkungen auf die USA. (Foto: dpa)

Zins-Erhöhung der Fed: Anleger und Investoren müssen sich neu orientieren

Es war ein spätes Eingeständnis der Fed, dass sich die Konjunktur in den USA deutlich abgekühlt hat. Die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Zinsanhebung ist damit deutlich gesunken – aber vom Tisch ist sie damit noch lange nicht. Die Entwicklung hat weitreichende Folgen für Investoren und Anleger.

Börse: Dax schließt knapp unter 11.900 Punkten

Die Märkte schwanken heute zwischen Euphorie über den faktischen Rückzieher der Fed in Sachen Zinsanhebung und Panik vor der bedrohlich nahe rückenden Pleite Griechenlands: so explodieren heute die Risikoprämien für griechische Staatsanleihen, das Sondertreffen am Rande des EU-Gipfels zwischen Tsipras, Merkel, Hollande, Draghi und Juncker wird in manchen Ländern der Eurozone kritisch gesehen.

Bei den Ausschreitungen am Mittwoch wurden mehrere Polizei-Autos in Brand gesetzt. (Foto: dpa)

EZB-Eröffnung: Schwere Ausschreitungen in Frankfurt

Verletzte Polizisten und Demonstranten, brennende Autos und Barrikaden: Gleich zu Beginn der Blockupy-Proteste gegen die EZB kommt es in Frankfurt zu Ausschreitungen. Für den Tag erwartet die Polizei mindestens 10.000 Demonstranten.

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), spricht am 11.03.2015 im Festsaal der Goethe-Universität in Frankfurt am Main anlässlich der Konferenz "Die EZB und ihre Beobachter" (Foto: dpa)

Die EZB feiert: Panzer, Stacheldraht, keine Presse

Die Europäische Zentralbank (EZB) eröffnet am Mittwoch ihr neues Bürogebäude in Frankfurt. Die Polizei schützt die intime Veranstaltung wegen der zu erwartenden Proteste von Blockupy mit einem gigantischen Polizeiaufgebot. Das martialische Gepränge sagt einiges über das Verhältnis der neuen, feudalen Institutionen zu der Gesellschaft, die sie finanzieren muss.

Syriza-Chef Alexis Tsipras zieht bei dem Euro-Poker alle Register: Am Mittwoch empfing er die Erz-Feindin von Putin, Victoria Nuland - um wenig später einen Staatsbesuch beim russischen Präsidenten verkünden zu lassen. (Foto: dpa)

Athen pokert mit Sanktionen: Tsipras reist zu Putin nach Moskau

Der griechische Premier Alexis Tsipras wird am 8. April zu einem offiziellen Treffen mit Russlands Präsident Putin reisen. In Brüssel sorgt die Reise für Unruhe, weil nicht klar ist, ob Tsipras von Russland neue Kredite erhalten wird, um seine Liquiditätskrise zu lösen. Zuvor hatte Tsipras die Putin-Gegnerin Victoria Nuland in Athen empfangen. Der Syriza-Chef spielt den geopolitischen Poker auf einem beachtlichen Niveau.

Bei der Euro-Rettung spielte Barack Obama offenbar eine größere Rolle als bislang bekannt ist. (Foto: dpa)

Ehemaliger EZB-Direktor: Euro wurde auf Druck von Obama gerettet

Präsident Obama habe enormen Druck auf die EZB ausgeübt, als es um die Euro-Rettung ging, so der ehemalige EZB-Direktor Stark. Ziel der Amerikaner war demnach, dass die EZB so aggressiv wie die Fed in den Markt eingreift. Kurz danach wurden Pläne vorgestellt, ein Aufkaufprogramm für Staatsanleihen zu starten.

Der Dax sprang zum ersten Mal über 12.000 Punkte. Dafür wird von Experten die EZB-Geldschwemme verantwortlich gemacht. (Grafik: ariva.de)

EZB wird Kauf-Ziel von Staatsanleihen im März verfehlen

Nach EZB-Plänen sollten die Zentralbanken monatlich Staatsanleihen für 60 Milliarden Euro kaufen. Doch die Nachfrage ist offenbar geringer: In der ersten Woche waren es lediglich Anleihen für knapp zehn Milliarden Euro. Rechnet man diesen Wert hoch, verfehlt die EZB jeden Monat ihr Ziel um 20 Milliarden Euro.

El-Erian: Draghis QE-Programm wird scheitern

Institutionelle Investoren zweifeln an Mario Draghi - und können das gut begründen.

Der Chef der Notenbank Südkoreas, Lee Ju Yeol, will durch die Leitzinssenkung die heimische Export-Wirtschaft stärken. (Foto: dpa)

Währungskrieg: Asien antwortet auf EZB-Attacke

Die Notenbank Südkoreas hat den Leitzins von 2,0 auf das Rekordtief von 1,75 Prozent, um die heimische Exportwirtschaft zu stärken. Zuvor hatten weltweit 20 Notenbanken ihre Leitzinsen gesenkt. Diese Entwicklung wird als Reaktion auf die EZB-Geldpolitik gesehen. Der deutsche Außenhandel warnt vor einem Währungskrieg.

Unternehmen mit Hauptsitz in China haben dieses Jahr bereits 2,7 Milliarden Euro an Anleihen an den Börsen Europas ausgegeben, fast so viel wie im gesamten Jahr 2014. (Foto: dpa)

Chinesische Unternehmen kaufen in Europa Schulden

Die Geldschwemme der EZB veranlasst chinesische Unternehmen, sich am Anleihenmarkt im großen Stil mit Euro zu versorgen. Sie reduzieren so ihre Schuldenlast oder kaufen europäische Unternehmen auf.

Nun murren sogar schon jene über Draghi, die scheinbar von seiner Euro-Abwertungspolitik profitieren. (Foto: dpa)

Gegen die EZB: Deutscher Außenhandel warnt vor „Währungskrieg“

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) warnt vor der Gefahr eines „Währungskrieges“. Der BGA erkennt messerscharf: Zwar profitieren die deutschen Unternehmen vom billigen Euro. Die Importe werden jedoch teurer - und das kann für Deutschland noch richtig unangenehm werden.

Am Mittwoch stürzte der Euro auf ein neues 12-Jahres-Tief zum Dollar. (Grafik: ariva.de)

Euro fällt auf unter 1,07 Dollar

Der Euro fiel Mittwochmorgen bis auf 1,0666 US-Dollar. Somit markierte er den tiefsten Stand seit April 2003. Allein seit Ende Februar hat der Euro sieben US-Cent eingebüßt.

Russland-Sanktionen und Euro-Krise schaden deutschen Exporten

Die deutschen Exporteure müssen einen schwachen Januar verbuchen. Wegen der Russland-Sanktionen und der Euro-Krise helfen auch die geldpolitischen Zaubertricks von Mario Draghi den deutschen Unternehmen nicht.

Straf-Zinsen auf Bankguthaben: Für große Konzerne nun auch in Deutschland Realität. Die Sparer sind noch nicht betroffen. (Foto: dpa)

Deutsche Banken beginnen mit Straf-Zinsen auf Bank-Guthaben

Die großen deutschen Banken haben mit der Einhebung von Strafzinsen auf Bankguthaben von Großkunden begonnen. Der Strafzins beträgt in der Regel 0,25 Prozent für Unternehmen, die ihr Geld als Liquidität bei den Banken parken. Noch gibt es keine einheitliche Regelung und auch die kleinen Anleger werden noch geschont. Doch der Trend zu allgemeinen Strafzinsen ist unübersehbar.