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Euro

Draghi verkündet QE, allerdings mit leichten Zweifeln

Nächste Woche will die EZB ihr Ankaufprogramm für Wertpapiere (QE) starten. Monatlich sollen Staatsanleihen in Höhe von 60 Milliarden Euro gekauft. Doch Draghi äußerte erstmals leichte Zweifel, ob das Programm funktionieren werde. Eines der Probleme: Niemand will seine risikolosen Bonds an die EZB verkaufen. Nur Zypern hat die Hand gehoben und versprochen, schnell ein Gesetz für Zwangsenteignungen zu verabschieden, um seine Papiere an die EZB abzugeben.

Tanz unter dem Rettungsschirm: Angela Merkel und Francois Hollande erlauben sich neue Defizite, um Marine Le Pen von der Macht fernzuhalten. (Foto: dpa)

Angst vor Le Pen: Merkel akzeptiert Defizit-Verstoß von Frankreich

Bundeskanzlerin Angela Merkel kämpft für das Überleben einer Großen Koalition in der EU: Aus Sorge vor einem Sieg von Marine Le Pen hat sich die Kanzlerin nun mit einem neuerliche Defizit-Verstoß Frankreichs abgefunden. Sozialdemokraten und Konservative wollen die EU weiter in einer Koalition führen, um einen fundamentalen Konflikt in der EU aus dem Weg zu gehen.

Trotz Schäubles anfänglicher Skepsis gegenüber den Vorschlägen Varoufakis hat der Bundestag die Verlängerung des Bailouts gebilligt. Die Investoren hat das jedoch nicht beruhigt.

Investoren wetten auf Spaltung in der Euro-Zone

Der „Euro Break-up Index“ ist im Februar überraschend auf 38 Prozent gestiegen. Zuletzt hatten die befragten Investoren eine so hohe Wahrscheinlichkeit vor zwei Jahren angegeben. Die Investoren wetten vor allem auf den Austritt Griechenlands aus dem Euro.

Für Jean-Claude Junckers Investitionsprogramm wird offenbar das Forschungsbudget um 2,7 Milliarden Euro gekürzt. Das trifft auch deutsche Einrichtungen. (Foto: dpa)

Fonds ohne Zukunft: EU streicht Geld für die Forschung, um Autobahnen zu bauen

Der Investitionsfonds der EU soll vor allem den raschen Erfolg bringen, um die politische Lage in der EU zu stabilisieren. Weil die EU nicht genug Geld flüssig hat, greift sie zu einem Trick. Sie streicht der Wissenschaft die Gelder, um mit Bauprojekte wie Autobahnen oder andere Beton-Gebilde die Konjunktur zu befeuern. Der Fall zeigt: Für den kurzfristigen Wahlerfolg stoppen EU und Regierungen die Investitionen in die Zukunft.

Erfolg für Großbritannien: EuGH verwirft EZB-Regeln für Clearinghäuser

Der Europäische Gerichtshof hat im Clearinghäuser-Prozess ein Urteil zugunsten Großbritanniens und gegen die EZB gefällt. So müssen Clearinghäuser zur Abwicklung von Wertpapieren in Euro-Währung nicht zwangsläufig im Euroraum ansässig sein.

Italiens Premier Renzi kämpft gegen den Unmut der Italiener und die EU-Außenbeauftragte Mogherini gegen das schlechte Image der EU. (Foto: dpa)

Krise mit Folgen: Italiener verlieren das Vertrauen in die EU

Bei einer Veranstaltung in London wirbt Federica Mogherini für die Vorteile der EU und den Verbleib Großbritanniens in der Union. Doch in Italien selbst wächst der Unmut gegen die EU: Eine neue Umfrage zeigt, dass nur noch ein Viertel der Bürger der EU vertrauen - weniger als in Großbritannien.

David Cameron will Russland aus dem SWIFT-System schmeißen. Wladimir Putin erhält nun allerdings Unterstützung aus Österreich. (Foto: dpa)

EZB: Rauswurf Russlands aus dem SWIFT-System gefährdet Finanz-System

Das österreichische EZB-Mitglied Ewald Nowotny warnt davor, Russland aus dem internationalen Zahlungssystem rauszuschmeißen. SWIFT sei ein neutrale Dienstleistung und kein politisches Instrument. Großbritannien und die USA haben diesen Schritt in der Vergangenheit mehrfach gefordert.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis erklärte am Freitag, er habe sich auf eine „bewusst unscharfe Formulierung“ der Reformzusagen geeinigt. (Foto: dpa)

Varoufakis: Deal mit EU ist nur ein „Feigenblatt“, die „Kassen sind leer“

Der griechische Finanzminister Varoufakis hat den Kompromiss mit der EU als ein „Feigenblatt“ bezeichnet, damit Parlamente wie der Deutsche Bundestag der Kredit-Verlängerung zustimmen. Die „Kassen sind leer“, Athen könne den IWF-Kredit nicht bedienen. Allerdings hat die Syriza-Regierung beschlossen, das staatliche Fernsehen wieder zu eröffnen.

Die EZB ist offenbar entschlossen, die Euro-Schuldenstaaten zu stützen. Wenn das kunstvolle Gebäude jedoch einstürzt, fällt es den europäischen Sparern und Steuerzahlern auf den Kopf. (Foto: dpa)

Pleite-Gefahr: Griechenland kann IWF-Kredit nicht bedienen

Griechenland muss im März milliardenschweren finanziellen Verpflichtungen an die Geldgeber nachkommen. Finanzminister Varoufakis findet in seinem Haushalt allerdings große Löcher. Es gebe zwar keine Liquiditätsprobleme im öffentlichen Sektor, aber auf jeden Fall Probleme bei der Schuldenrückzahlung an den IWF und an die EZB. Sollte der IWF-Kredit tatsächlich nicht bedient werden, besteht die akute Gefahr einer Staatspleite.

Erstmals gab es am Donnerstag Demonstrationen gegen die Syriza-Regierung. In Athen flogen Molotow-Cocktails gegen die Polizei. (Foto: dpa)

Griechenland: Schwere Ausschreitungen bei Demo gegen Syriza

In Athen ist es am Donnerstagabend zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Proteste richteten sich gegen die Syriza-Regierung. Der neue Premier Tsipras hat in einem Kompromiss zugestimmt, dass die Wirtschaftspolitik des Landes weiter von der Troika aus EU, EZB und IWF kontrolliert wird.

Alles was der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis mit dem vorgeschriebenen Entwurf tun musste, war, mit dem Schreiben einverstanden zu sein – und es der Kommission zurückzusenden. (Foto: dpa)

Spekulation: Griechisches Reform-Papier wurde von der EU-Kommission selbst verfasst

Der eigentliche Autor des „griechischen“ Reformpakets ist offenbar ein Ökonom der EU-Kommission. Demnach hat die EU-Kommission einem Papier zugestimmt, das sie zuvor selbst verfasst hatte. Der IWF und die EZB halten die griechischen Vorschläge für unzureichend.

Börse: Dax mit viertem Schlussrekord in Folge

Die Eurogruppe hat den Vorschlägen Griechenlands zu den Reformen zugestimmt - aber die Vorschläge kamen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von Griechenland, sondern von der EU-Kommission. Die Kommission hat das Papier schon gelobt, bevor überhaupt klar war, dass es bei den Institutionen eingegangen ist. Janet Yellen hält sich alle Optionen offen und beruhigt damit die Märkte, der Dax springt auf ein neues Allzeithoch über 11200 Punkten.

Die EZB muss wohl künftig noch mehr Geld drucken. Passenderweise präsentierte sie am Dienstag fast zeitgleich mit der Einigung der Eurogruppe die neuen 20-Euro-Scheine. (Foto: dpa)

Euro gerettet, Bundestag soll diese Woche zustimmen

Die Finanzminister der Eurogruppe haben die Reformvorschläge der griechischen Regierung abgesegnet. Gleichzeitig wurde die Verlängerung des Kreditprogramms genehmigt. Die Vereinbarung muss noch in einigen Mitgliedstaaten von den Parlamenten verabschiedet werden. In Deutschland wird das voraussichtlich am Freitag geschehen.

Derzeit laufen alle internationalen Zahlungsströme über das SWIFT-System. Die Amerikaner wollen Russland von diesem System abschneiden. (Foto: dpa)

Russland plant Alternativen für das SWIFT-System

Russland will angeblich einen eigenes Zahlungssystem aufbauen, der parallel zu zum internationalen SWIFT-System arbeiten könnte. Moskau könnte damit auf die mehrfachen Drohungen des Westens regieren, das russische Bankensystem von SWIFT ausschließen zu wollen. Vor allem die Amerikaner drängen auf den Ausschluss Russlands. Das hätte vor allem für europäische Unternehmen in Russland einschneidende Konsequenzen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Militärmanöver vor Griechenland im Oktober 2014. In der aktuellen geopolitischen Lage wäre ein Euro-Austritt des Nato-Landes nicht möglich gewesen. (Foto: dpa)

Griechenland muss wegen Nato-Mitgliedschaft im Euro bleiben

Der Kompromiss zwischen Griechenland und der Euro-Zone wurde auch unter militärischen Gesichtspunkten geschlossen. Unmittelbar vor der Einigung hatten die USA beide Seiten gedrängt, den Streit beizulegen. Wegen der Fokussierung auf Russland als Bedrohung für Europa wäre ein Euro-Austritt Griechenlands unvorstellbar. Griechenland muss eine der teuersten Armeen finanzieren, um der Nato die Südflanke in Europa zu sichern.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und IWF-Chefin Christine Lagarde beim Treffen der Finanzminister der Euro-Gruppe. (Foto: dpa)

Einigung mit Griechenland: Alte Kredite werden verlängert, bis es neue gibt

Griechenland und die Euro-Staaten haben sich erwartungsgemäß auf eine Verlängerung des EFSF-Kredits geeinigt. Die Griechen können damit die Zinsen für die laufenden Kredite beim IWF bedienen. In vier Monaten wird darüber befunden, wie die nächsten Kredit-Programme aussehen könnten. Die Finanzminister reisten ohne Verzögerung zu ihren Familien ins Wochenende.

Der Wert des Euro zur Krone ist am 20. Februar 2015 deutlich angestiegen. (Grafik: ariva.de)

Kampf um den Euro: Dänische Krone bricht ein

Die dänische Krone hat am Freitag ihren deutlichsten Kursverlust seit 2001 erlitten. Zuvor hatte der Chef des dänischen Wirtschaftsrats Kapitalverkehrs-Kontrollen angekündigt. Doch der Chef-Analyst der Danske Bank, Jens Nærvig Pedersen, sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass Kapitalverkehrs-Kontrollen unwahrscheinlich seien. Stattdessen werde die Notenbank am Devisenmarkt intervenieren.

Angela Merkel und Francois Hollande wollen Griechenland eine Brücke bauen, um im Euro zu bleiben. (Foto: dpa)

Merkel und Hollande: Griechenland muss im Euro bleiben

Deutschland und Frankreich wollen Griechenland im Euro halten. Angela Merkel deutete in Paris an, dass ein neuer Deal mit Griechenland bereits kommende Woche im Bundestag beschlossen werden könne, wenn der vorliegende Antrag noch verbessert werde. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel hat sich für einen Verbleib Griechenlands im Euro ausgesprochen. Die Euro-Gruppe spricht von Fortschritten in den Verhandlungen.

Sie haben hoch gepokert und die erste Runde verloren: Der griechische Premier Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis müssen die Troika in Griechenland weiter als Kontrolleure für das Kredit-Programm akzeptieren. (Foto: dpa)

Griechenland: Tsipras verliert Poker mit der EU und muss Troika akzeptieren

Die griechische Regierung gibt eines ihrer wichtigsten Wahlversprechen auf und akzeptiert, dass die Wirtschaftspolitik Griechenlands auch weiter von der Troika kontrolliert wird. Der nun in Brüssel eingelangte Kredit-Antrag entspricht der von der EU verlangten Unterwerfung unter das Memorandum. Offenbar haben die internationalen Investmentbanken dem griechischen Finanzminister Varoufakis keine Hoffnung gemacht, aus dem Programm aussteigen zu können.

Die Schweizer Nationalbank könnte schon bald eine Einlagen-Gebühr auf Papiergeld erheben. (Foto: dpa)

Ökonom erwartet Gebühren auf Bargeld in der Schweiz

US-Ökonom Miles Kimball erwartet, dass die Schweiz schon bald Gebühren auf Bargeld einheben könnte. Wer Geld auf die Bank bringe, müsse dafür bezahlen. So könnte die Schweiz verhindern, dass die Negativ-Zinsen auf Bank-Guthaben durch das Horten von Bargeld umgangen werden.