Alle Artikel zu:

Europa

Datenschutz, Steuervermeidung, Kartellverfahren: Gegen den Druck der europäischen Regulierungsbehörden bündelt Google in Europa seine Kräfte. (Foto: dpa)

Europa-Geschäft unter einem Dach: Google wappnet sich gegen Regulierungsbehörden

Google will seine Geschäfte in Europa künftig unter einem Dach zusammenführen. Bisher hatte der US-Konzern zwei verschiedene Zentralen für Nord- und Südeuropa. Die Vereinigung soll Google besser für den Kampf gegen die europäischen Regulierungsbehörden aufstellen.

Russlands Präsident Wladimir Putin am Montag bei einer Gedenkveranstaltung am Grab des Unbekannten Soldaten in Moskau. (Foto: dpa)

Putin hält Krieg zwischen der Ukraine und Russland für unwahrscheinlich

Der russische Präsident Wladimir Putin rechnet nicht mit einem direkten Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Er hoffe, dass sich am Ende doch die Vernunft durchsetze. Die Regierung der Ukraine bereitet sich dagegen nach eigenen Angaben auf einen „umfassenden Krieg“ gegen Russland vor. Der Hintergrund der scharfen Töne aus Kiew: Das Land ist pleite und kann mit möglichst überzogenen Untergangs-Szenarien relativ einfach an westliche Waffen und Gelder der europäischen Steuerzahler gelangen.

Alles gute Zureden hat nicht geholfen: EU-Kommissarin Cecilia Malmström hat Sigmar Gabriel am Montag in Berlin zum zweiten Mal bestätigt, dass das Freihandelsabkommen CETA nicht mehr geändert werden könne. (Foto: dpa)

EU stoppt SPD: Änderungen bei CETA sind nicht mehr möglich

Die EU-Kommission hat den Vorschlag der europäischen Sozialdemokraten zurückgewiesen, das Freihandelsabkommen CETA mit Kanada noch einmal aufzuschnüren. Damit wird auch das Kapitel Investorenschutz Teil des Abkommens. Das CETA ist die Blaupause für das TTIP.

Nach Sanktionen: Russische Sberbank in Osteuropa auf dem Rückzug

Die russische Sberbank will ihr Osteuropa-Geschäft teilweise aufgeben. Medien berichten vom Rückzug aus Ungarn und der Slowakei. Als Begründung wird die Wirtschaftskrise in Russland genannt. Banken wie die UniCredit haben bereits Interesse an der slowakischen Sparte angemeldet.

Der britische Außenminister Philip Hammond hat am Wochenende von US-Außenminister John Kerry erfahren, welche Maßnahmen die USA als nächste gegen Russland planen. Washington erwartet, dass die EU mitzieht, um die russische Wirtschaft in die Knie zu zwingen. (Foto: dpa)

Finanz-Krieg: USA wollen Pleite-Welle von russischen Unternehmen auslösen

Die US-Regierung besteht auf einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. Auch die EU muss mitziehen. Washington will nun Sanktionen, die eine „verheerende“ Wirkung haben, Russland solle „leiden“. Geplant sind Finanz-Maßnahmen, die eine Pleitewelle in Russland auslösen könnten.

Rund um das neue Daten-Center in Irland soll ein Wiederaufforstungs-Programm entstehen. (Bild: Apple)

Milliarden-Investition: Apple baut zwei europäische Rechenzentren

Apple baut zwei neue Rechenzentren in Europa. Der US-Konzern plant dafür 1,7 Milliarden Euro auszugeben. Damit zieht Apple den Konkurrenten Microsoft, Google und Amazon nach, die bereits Datenverarbeitung in Europa anbieten.

Auf der Suche nach einem neuen Profil, um nicht vom Syriza-Syndrom erfasst zu werden: Sigmar Gabriel und der polnische Sozialdemokrat Leszek Miller bei der EU-Konferenz in Madrid. (Foto: dpa)

Sozialdemokraten wollen Freihandels-Abkommen mit Kanada aufschnüren

Die Sozialdemokraten wollen den Abschnitt über den Investorenschutz im Freihandelsabkommen CETA mit Kanada ändern. Große Chancen haben sie nicht, weil das Abkommen längst zu Ende verhandelt ist. Angesichts einer rot-rot-grünen Allianz im EU-Parlament könnten die Konservativen Europas die kosmetische Änderung allerdings noch schlucken. Das wirkliche Problem der Freihandelsabkommen - Lohndumping und Verlust von Arbeitsplätzen - wird von den Sozialdemokraten nicht thematisiert.

Der Gedenktag für die Maidan-Opfer in Kiew. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko präsentiert den EU-Politikern russische Waffen, die das Militär von den Rebellen erbeutet haben soll. (Foto: dpa)

Ukraine: Rebellen kündigen Waffenabzug an, Kiew fordert US-Waffen

Die Rebellen in der Ost-Ukraine wollen am Dienstag mit dem Abzug ihrer schweren Waffen beginnen. Die Regierung in Kiew hingegen hat dagegen keinen Abzug angekündigt. Stattdessen fordert Außenminister Arsen Awakow die zügige Lieferung von US-Waffen für die ukrainische Armee.

Geben und Nehmen: US-Finanzminister Jack Lew und die ukrainische Finanzministerin Natalie Jaresko im Januar in Kiew. (Foto: dpa)

Dubiose Geschäfte: Ukraines Finanz-Ministerin im Zwielicht

Die Finanzministerin der Ukraine, Natalie Jaresko, will in der Ukraine der Transparenz und westlichen Werten zum Durchbruch verhelfen. In ihrer Zeit als Investment-Bankerin hat sie jedoch eine dubiose Rolle bei der Verwaltung von US-Steuergeldern gespielt: Während der von ihr verwaltete private Fonds Zuflüsse zu verzeichnen hatte, schrumpfte der Fonds mit den amerikanischen Steuergeldern. In ihrer neuen Funktion kontrolliert Jaresko die Verwendung von europäischen Steuergeldern und IWF-Krediten.

Der Zusammenhalt von Großbritannien und den USA wird von der EU mit Argwohn betrachtet: Außenbeauftragte Federica Mogherini hat kein begeistertes Volk hinter sich, das für die EU in den Krieg ziehen würde. (Foto: dpa)

Stratfor-Chef über militärische Schwäche: Niemand würde für die EU sterben wollen

Der Chef des privaten US-Geheimdiensts Stratfor, George Friedman, sieht die EU in einer schwierigen Position: In einer militärischen Auseinandersetzung - etwa mit Russland - würde niemand für die EU sterben wollen. Denn die sozialen Verwüstungen durch die Finanz-Krise hätten auch den Zusammenhalt in Europa geschwächt.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und IWF-Chefin Christine Lagarde beim Treffen der Finanzminister der Euro-Gruppe. (Foto: dpa)

Einigung mit Griechenland: Alte Kredite werden verlängert, bis es neue gibt

Griechenland und die Euro-Staaten haben sich erwartungsgemäß auf eine Verlängerung des EFSF-Kredits geeinigt. Die Griechen können damit die Zinsen für die laufenden Kredite beim IWF bedienen. In vier Monaten wird darüber befunden, wie die nächsten Kredit-Programme aussehen könnten. Die Finanzminister reisten ohne Verzögerung zu ihren Familien ins Wochenende.

Ukraine-Konflikt: EU-Ratspräsident kündigt neue Sanktionen an

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat angesichts des Ukraine-Konflikts und der brüchigen Waffenruhe neue Sanktionen angekündigt. Ob sich die Sanktionen erneut konkret gegen Russland richten, ließ er offen. Anders als die EU-Kommission unterstützt Tusk einen EU-Polizeieinsatz in der Ost-Ukraine.

EU-Kommission lehnt Polizei-Einsatz in der Ukraine ab

EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn sagt, dass Brüssel kein Interesse an einem Polizei-Einsatz in der Ukraine habe. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko den Einsatz einer EU-Polizeitruppe zur Überwachung der Waffenruhe vorgeschlagen.

Die Amerikaner kehren nach Spangdahlem zurück: Die A-10 ist mit ihrer Bordkanone vor allem vor den Kampf gegen Bodentruppen ausgerüstet. (Foto: dpa)

Kalter Krieg: USA bauen Präsenz in Deutschland aus

Die neue, gegen Russland gerichtete Militär-Doktrin von Angela Merkel führt auch zu einer ausgeweiteten Präsenz des US-Militärs in Deutschland. Zu diesem Zweck stationieren die USA in Rheinland-Pfalz insgesamt zwölf Kampfflugzeuge.

CSU: Griechenland muss der Geldhahn zugedreht werden

Die CSU fordert den sofortigen Zahlungsstopp an Griechenland. Dabei spricht die Partei, ganz kosmopolitisch, von einem „Njet“, das Griechenland gesprochen haben soll. Das kann nur eine geopolitische Verirrung sein: Nein heißt auf Griechisch „όχι“:

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und Wolfgang Schäuble nach dem Treffen mit Griechenland in Brüssel: Die Griechen wollen die laufenden Kredite nicht verlängern, können sie aber auch nicht zurückzahlen. (Foto: dpa)

Euro-Zone stellt Griechenland Ultimatum: Kredite mit Troika oder „das war’s dann“

Das Treffen der Euro-Finanzminister mit Griechenland ist am Montag ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Griechen weigern sich, das bestehende Kredit-Programm zu verlängern. Die Euro-Staaten haben wenig Druckmittel: Als Gläubiger müssten die europäischen Steuerzahler knapp 200 Milliarden Euro abschreiben. Die Griechen pokern hoch und setzen darauf, dass am Ende niemand in der EU ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone will.

Der Euro hat bei etlichen Staaten erhöhten Kredit-Bedarf ausgelöst. (Foto: dpa)

Ökonom Flassbeck: Der Euro schafft es nur bis 2017

Der Ökonom Heiner Flassbeck gibt dem Euro nur noch Zeit bis zur französischen Präsidentschaftswahl. Der Grund: In Deutschland sind die Löhne zu niedrig, ein Export des deutschen Kurses würde Frankreich und Italien in den Abgrund führen. 20 Prozent Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone würden das Ende der Gemeinschaftswährung bedeuten.

Die dänische Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt bei der Pressekonferenz nach den Mord-Anschlägen von Kopenhagen. (Foto: dpa)

Nach Dänemark: Netanjahu fordert Juden zu Auswanderung aus Europa auf

Nach einem Mord vor einer Synagoge in Kopenhagen fordert Israels Premier Benjamin Netanjahu alle Juden Europas auf, nach Israel auszuwandern. Die dänischen Behörden halten es für denkbar, dass der Täter auch für den Mord in einem Kultur-Café verantwortlich ist. Über die Hintermänner der Anschläge ist nichts bekannt.

Die kroatische Außenministerin Vesna Pusic (links, mit der Ungarin Eniko Gyori) sorgt in Brüssel mit der Feststellung für Aufregung, dass kroatische Staatsbürger in der Ukraine als Söldner kämpfen. (Foto: dpa)

Söldner in der Ukraine (I): Kroaten kämpfen für Kiew

In der Ost-Ukraine kämpfen rechtsradikale Söldner aus Kroatien im umstrittenen Bataillon Asow. Doch EU-Ratspräsident Donald Tusk sagt entgegen der Feststellung des kroatischen Außenministeriums, dass EU-Bürger nicht an den Kämpfen in der Ost-Ukraine beteiligt sind. Das sei lediglich „russische Propaganda“ - und im übrigen nicht das größte Problem in der Ukraine.

Beim Abstich wird der Himmel über dem Hüttenwerk ThyssenKrupp Mannesmann (HWK) in Duisburg von hellem Feuerschein erleuchtet. (Foto: dpa)

Wenig Wachstum in der Welt: Stahl-Industrie verliert an Bedeutung

Billig-Importe aus Russland und China bringen Europas Stahlindustrie an den Rand der Bedeutungslosigkeit. Konzerne wie ThyssenKrupp und ArcelorMittal müssen die Kosten und Produktion dramatisch senken. Ein Stahlarbeiter arbeitet nur noch 31 Stunden in der Woche.