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Europa

Beim Gipfel in Riga ist den Euro-Rettern nicht mehr viel eingefallen. Also beschimpften sie den griechischen Finanzminister, in der Hoffnung, den Außenseiter aus ihrer illustren Runde zu beißen. (Foto: dpa)

Euro-Retter verlieren die Nerven: Unflätige Attacken, weil Griechen nicht spuren

Bei den Euro-Rettern liegen die Nerven blank: In Riga gaben die Finanzminister jede diplomatische Zurückhaltung auf und sind über ihren griechischen Kollegen hergefallen. Sie nannten Yanis Varoufakis einen „Amateur“ und einen „Spieler“. Der Zwischenfall zeigt: Die Berufspolitiker in der EU haben massive Probleme mit abweichenden Positionen. Der Realitätsverlust könnte den Euro-Crash auslösen – mit Milliarden-Verlusten für die europäischen Steuerzahler.

Die weltweite DDoS-Angriffe am 22. April 2015 um 13.00 Uhr. (Grafik: Digital Attack Map)

Estland: Nato führt Cyber-Manöver gegen Hacker durch

In Estland findet ein Cyber-Manöver der Nato statt. An dem Militär-Übung werden über 400 IT-Experten teilnehmen. Es sollen Hacker-Angriffe und Verteidigungs-Maßnahmen gegen solche Angriffe simuliert werden. Im Jahr 2007 kam fast das gesamte Strom- und Wassernetz Estlands aufgrund von Cyber-Attacken zum Erliegen. Das Land war zeitweise komplett vom Internet abgeschnitten.

Der europäische Chef-Unterhändler zum Freihandelsabkommen TTIP, Ignacio Garcia Bercero, und sein US-amerikanischer Amtskollege Dan Mullaney (li.) sind sich einig. (Foto: dpa)

TTIP-Geheimplan: Konzerne erhalten Mitwirkung bei nationaler Gesetzgebung

Einem geleakten Dokument der EU-Kommission zufolge sollen Konzerne im Rahmen des TTIP-Abkommens direkt in das Gesetzgebungs-Verfahren eingreifen können. Laut dem Dokument müssen Gesetzesentwürfe künftig darauf überprüft werden, ob sie den Interessen von Konzernen schaden oder nicht.

Fischstäbchen-Produktion bei Iglo in Bremerhaven. Der britisch-niederländische Lebensmittelkonzern Unilever verkaufte Iglo 2006 an den Finanzinvestor Permira. Dieser wiederum will Iglo an den US-Investor Nomad Foods weiterverkaufen. (Foto: dpa)

Weicher Euro macht’s möglich: US-Konzern Nomad Foods übernimmt Iglo

Der US-Investor Nomad Foods will Europas größten Tiefkühlkost-Hersteller Iglo für 2,6 Milliarden Euro übernehmen. Die Übernahme gestaltet sich aufgrund des starken Dollars und des schwachen Euros besonders profitabel.

Ratlose Alchemisten: Wolfgang Schäuble, Christine Lagarde und George Osborne bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington. (Foto: dpa)

Schulden außer Kontrolle: Die Vorahnung eines perfekten Sturms

Der neue Bericht des IWF über die globale Finanz-Stabilität ist ein Eingeständnis des Scheiterns der Alchimisten des Geldes: Schon die kleinste Krise in der Welt kann zu einem Crash führen, fürchten die Finanz-Eliten. Lösungen haben sie keine. Ab sofort gilt das Prinzip „Rette sich, wer kann“. Die Sparer, Steuerzahler und Bank-Kunden sollten höchste Wachsamkeit walten lassen.

Demonstranten protestieren am 18.04.2015 in Berlin gegen die geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP zwischen der Europäischen Union und Kanada und der Europäischen Union und den USA. (Foto: dpa)

Massen-Proteste gegen TTIP in ganz Europa

Zehntausende Gegner des geplanten Freihandelsabkommens TTIP haben bei einem internationalen Aktionstag ihren Protest auf die Straße getragen. Allein in Deutschland waren mehr als 230 Demonstrationen geplant. In den kommenden Wochen verhandeln EU und USA weiter über das transatlantische Handelsabkommen.

Die EU-Kommission (Juncker) will den Banken entgegenkommen, das EU-Parlament (Schulz) scheint in seinem Widerstand zu erschlaffen. (Foto: dpa)

Eigenhandel: EU macht Rückzieher bei Zocker-Banken

Die EU will in aller Stille den Eigenhandel für Zockerbanken wieder möglich machen. Die strengeren Regeln, die nach der Finanzkrise eingeführt worden waren, sollen wieder aufgeweicht werden. Profitieren werden die französischen Großbanken - auf Kosten der deutschen Institute.

Der niederländische Premier Mark Rutte und EU-Chef Jean-Claude Juncker haben viele Gegner in den Niederlanden. (Foto: dpa)

Von der eigenen Regierung getäuscht: Niederländer starten Petition gegen den Euro

Mehrere niederländische Akademiker haben eine Petition gegen den Euro gestartet. Das Ansuchen wurde bereits von über 40.000 Personen unterzeichnet und kann somit ins Parlament in Den Haag eingebracht werden. Die Initiatoren fordern die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungs-Kommission gegen die europäische Währung.

Der amerikanische Botschafter in Deutschland, John B. Emerson (li.), EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und BDI-Präsident Ulrich Grillo (re.), nahmen am 23.02.2015 an dem TTIP transatlantischen Wirtschaftsforum im Haus der deutschen Wirtschaft in Berlin teil. (Foto: dpa)

EU-Attacke: Mitglieds-Staaten müssen mehr Werbung für das TTIP machen

Der europäische TTIP-Chefunterhändler Ignacio García Bercero macht EU-Politiker für den Widerstand gegen TTIP innerhalb der Bevölkerung verantwortlich. Wenn es brenzlig wird, würden sich diese hinter der EU-Kommission verstecken. Dabei müssten sie die Bevölkerung von TTIP überzeugen. Deshalb hat die deutsche Industrie am Montag eine TTIP-Werbekampagne gestartet.

Lega-Nord-Chef Matteo Salvini rief Anfang März zu einer Kundgebung gegen die Einwanderungspolitik von Premier Renzi auf. Dabei schicken italienische Behörden illegale Einwanderer und Flüchtlinge regelmäßig nach Nordeuropa. (Foto: dpa)

Italien schickt Syrien-Flüchtlinge ohne Kontrolle nach Nord-Europa

Italien verzichtet offenbar flächendeckend auf Kontrollen der Flüchtlinge aus Syrien. Italien führt keine Registrierung durch, weil der italienische Staat nicht für die Sozialleistungen aufkommen will. Flüchtlinge warnen vor den Folgen: Auf diese Weise könnten auch Terroristen spielend leicht nach Europa gelangen. Sollte es zu einem Anschlag kommen, würden die Flüchtlinge zu Sündenböcken unter Generalverdacht.

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2014 das dritte Jahr in Folge gesunken. Die USA haben trotz Kürzungen von 6,5 Prozent in 2014 ein Drittel der weltweiten Rüstungsinvestitionen getätigt. Mit 610 Milliarden US-Dollar geben die Amerikaner sieben Mal so viel Geld für ihr Militär aus wie Russland und fast drei Mal so viel wie China, die Nummer zwei in Rüstungsrangliste. Im Bild der US-Flugzeugträger USS Carl Vinson. (Foto: dpa)

Kalter Krieg: Rüstungs-Ausgaben in Ost-Europa steigen deutlich

Im vergangenen Jahr haben China, Russland, Saudi-Arabien und die Ukraine ihre Militär-Ausgaben erhöht. Die Ukraine verzeichnete mit 23 Prozent den höchsten prozentualen Anstieg. Russland erhöhte seine Rüstungsausgaben zwar, aber um weniger als 2014 angekündigt. In absoluten Zahlen liegen die USA deutlich vor allen anderen Staaten.

Der Strand von Mogadischu entwickelt sich zu einem Investitions-Standort für Freizeit-Immobilien. (Foto: dpa)

Immobilien der Zukunft: Ferienhäuser in Somalia, Altersheime in Europa

Internationale Immobilien-Konzern kaufen Hütten in Somalia auf. Sie erhoffen, dass die wachsende Mittelschicht Asiens die Strände Somalias als Ferienörtlichkeit entdecken wird. In Europa hingegen investieren die Konzerne in Altenheime und Golfplätze.

Ungarns Regierungs-Chef Viktor Orbán gerät durch den Aufstieg der Jobbik-Partei unter Druck. (Foto: dpa)

Ungarn: Jobbik gewinnt Nachwahl gegen Orbán-Partei

Ungarns Oppositionspartei Jobbik hat bei der Nachwahl ein Direktmandat für das ungarische Parlament gewonnen. Der Wahlbezirk galt bislang als eine Hochburg der regierenden Fidesz-Partei von Ministerpräsident Orbán.

Griechenlands Premier Alexis Tsipras muss sich nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland politisch behaupten. (Foto: dpa)

Griechenland: Samaras bietet Einheits-Regierung an, Tsipras lehnt ab

Griechenlands Ex-Premier Antonis Samaras bietet Regierungs-Chef Alexis Tsipras die Gründung einer Einheits-Regierung an. Doch dieser lehnt das Angebot ab. Daraufhin wirft der erboste Ex-Premier der Regierung in Athen eine Nähe zum Iran, Russland und China vor.

Kreml-Chef Wladimir Putin muss sich nach Ansicht der Weltbank auf eine langanhaltende Rezession einstellen. (Foto: dpa)

Trotz Sanktionen: Russland meldet überraschendes Wirtschafts-Wachstum

Die russische Wirtschaft hat die Analysten überrascht und sich im vierten Quartal 2014 als erstaunlich robust erwiesen. Die größte Gefahr für 2015 ist ein anhaltend niedriger Ölpreis. Investoren sehen Chancen in Russland. Staatsanleihen gelten heute als sicherer als noch im Dezember.

Bargeld könnte in nicht allzu ferner Zukunft nur noch im Museum zu besichtigen sein, wie hier ein D-Mark-Schein im Museum der Deutschen Bundesbank. (Foto: DWN)

Schuldenkrise: Baader-Bank erwartet Abschaffung des Bargelds in Europa

Der Chef-Analyst der Baader Bank, Robert Halver, sieht als Folge der Einführung von Negativ-Zinsen die Abschaffung von Bargeld in zahlreichen europäischen Staaten. „Wenn Bargeld abgeschafft wird, kann sich auch niemand mehr gegen Negativ-Zinsen wehren, so Halver. Die Furcht der Regierenden vor einem Bank-Run ist groß.

Angela Merkel und Alexis Tsipras: Die EU bleibt eine kostspielige Angelegenheit. (Foto: dpa)

Merkel: Die EU ist eine „kostbare Sache“

Bundeskanzlerin Merkel und der griechische Premier Tsipras haben in Berlin das gemeinsame Interesse am Fortbestand der Euro-Zone betont. Die Spannungen zwischen Griechenland und Deutschland sollen überwunden werden. Tsipras nutzte seinen Berlin-Besuch auch, um eine linke Allianz in Europa zu schmieden. Die EZB zeigt sich in der Zwischenzeit wieder offen für Not-Kredite an griechische Banken.

Der Bau der Pipeline South Stream wurde aufgekündigt. Doch es kommen insgesamt sechs weitere Optionen für die europäische Energieversorgung in Betracht. (Grafik: Stratfor)

Amerikaner wollen Russland aus dem Energie-Markt in Europa drängen

Washington will die europäischen Staaten von der Energieabhängigkeit Moskaus lösen. Stattdessen sollen US-Konzerne die Energie-Sicherheit Europas garantieren. Doch die Russen kontern mit dem Bau der Pipeline Turkish Stream, die die EU-Staaten als Kunden an Russland binden soll.

Die lettischen Parlamentarier Dzintars Rasnacs und Raivis Dzintars führen einen Gedenkmarsch für die Waffen-SS durch Riga an. (Foto: dpa)

Die EU schaut weg: Im Baltikum werden SS-Veteranen als Helden gefeiert

In den EU-Staaten im Baltikum findet ein neuer Kult um die Veteranen der Waffen-SS statt. Die rechtsextremen Umtriebe werden von der EU-Politik ebenso ignoriert wie die Aktivitäten der rechtsextremen Milizen in der Ukraine. Efraim Zuroff vom Simon Wiesenthal Center warnt vor einer gefährlichen Melange aus anti-russischen und antisemitischen Vorurteilen.

Der Römerberg in Frankfurt. Blockupy-Anhänger protestieren gegen die Geldpolitik der EZB. (Screenshot via Twitter)

Frankfurt: Blockupy-Kundgebung verläuft friedlich

Die offizielle Blockupy-Kundgebung in Frankfurt hat begonnen. Im Vorfeld der Veranstaltung ist es zu massiven Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Demonstranten gekommen.