Alle Artikel zu:

Europa

Russische Soldaten in der Ukraine: Euro fällt, Börse Moskau auf Talfahrt

Russland hat nach Angaben der Regierung in Kiew mit einer Militärtruppen in die Ukraine gebracht. Es folgen die wichtigsten Ereignisse vom Donnerstag in der Chronik.

Fast apathisch wandelt Frankreichs Präsident Francois Hollande durch die Krise. Sein Premier Manuel Valls kämpft auf verlorenem Posten. (Foto: dpa)

Merkel nervös: Arbeitslosigkeit in Frankreich erneut gestiegen

Die Regierung in Paris bekommt die Arbeitslosigkeit nicht in den Griff: Im Juli waren mehr Franzosen denn je ohne Arbeit. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert rasche Strukturmaßnahmen in Frankreich. Doch die regierenden Sozialisten fürchten, vom Front National in die Bedeutungslosigkeit gestoßen zu werden.

Der demographische Wandel wird Deutschland nachhaltig verändern. (Foto: dpa)

Deutschland wird zum Altenheim: Knapp 20 Prozent weniger neue Schüler

Im vergangenen Schuljahr wurden in Deutschland um 18 Prozent weniger neue Schüler eingeschult als im Jahr 2000. Eine geringere Geburtenrate haben in Europa nur noch Griechenland und Italien. Die Alten vereinsamen, weil sie keine Familien mehr haben. Die Gesellschaft bricht auseinander. Eine der Ursachen liegt darin, dass viele Arbeitnehmer länger arbeiten müssen und schlechter bezahlt werden. Kinder sind zum Luxus-Gut geworden.

Der US-Geheimdienst Stratfor sieht die Rebellen in der Ukraine in einer günstigen Ausgangslage für den Winter. (Grafik: Stratfor)

Rebellen werden immer stärker: Armee der Ukraine unter Druck

Im Kampf um die Ost-Ukraine scheint die von Kiew befehligte Armee in die Defensive zu geraten. Der private US-Geheimdienst Stratfor hat Erfolge der Rebellen beobachtet. Die Amerikaner fürchten, dass der Krieg den ganzen Winter dauern könnte. Die Rebellen gewinnen weiter an Terrain. Groß-Offensiven der Ukraine bleiben bisher reine Ankündigungen.

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, und der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, rücken keinerlei Informationen über EU-Beamtengehälter heraus. (Foto: dpa)

Für vier Monate im Amt: EU-Kommissare erhalten eine halbe Million Euro

Vier Brüsseler Übergangs-Kommissare sollen für ihre Arbeit von Anfang Juli bis Ende Oktober jeweils 500.000 Euro erhalten. Der EU-Abgeordnete Fabio de Masi protestiert gegen die Regelung. Die Entlohnung sei schlichtweg zu hoch. Die EU-Kommission habe den Kontakt zur Wirklichkeit verloren.

Der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu (hier links) und Präsident Recep Tayyip Erdoğan (hier rechts) sind in der EU sehr unbeliebt. (Foto: dpa)

Türkei: EU-Staatschefs boykottieren Erdoğans Amtseinführung

Die Regierungschefs und Staatsoberhäupter der EU werden der Amtseinführung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan fern bleiben. Offenbar sind die EU-Politiker verärgert über Erdoğans Russland-Politik. Erdoğan hat nach den Sanktionen eine deutliche Hinwendung zu Moskau vollzogen.

SPD-Superminister Sigmar Gabriel ließ sich von seinem Parteifreund Manuel Valls noch vor wenigen Wochen die Schönheiten von Paris zeigen. Nun ist der Premier in großen Schwierigkeiten, und die EU schlittert in eine neue Legitimations-Krise. (Foto: dpa)

Drama in Paris: Der Zerfall der EU beginnt in Frankreich

Die französische Regierung ist nur wenige Monate nach dem Sieg von Marine Le Pen bei der EU-Wahl zerbrochen. Möglicherweise kommt nun eine Regierung des Nationalen Notstands, um zu retten, was nicht mehr zu retten ist: Die EU soll sich, wenn es nach Paris geht, in neue Schulden stürzen. Doch selbst das wird am Ende nicht reichen.

Europa muss sich auf eine Radikalisierung der politischen Landschaft einstellen. Doch nicht nur Straßenschlachten mit der Polizei, wie hier in Paris im Juli, sind damit gemeint: Auch radikale Parteien werden künftig erfolgreich sein, weil die traditionelle Politik die Bürger aus den Augen verloren hat. (Foto: dpa)

Finanz-Krise führt zur Radikalisierung der Mittelschicht in Europa

Der private US-Geheimdienst Stratfor erwartet eine massive Radikalisierung der Mittelschicht in Europa. Die Erfolge von eurokritischen oder radikalen Parteien seien Ausdruck einer Abkehr von den aktuellen politischen Eliten. Statt die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen habe sich die EU in der Rettung des maroden Banken-Systems verrannt.

Die EU will Moldawien mit einem Millionen-Kredit von Russland loseisen. (Foto: dpa)

Steuergelder: EU bewilligt Moldawien 100 Millionen-Kredit

Die EU hat am Dienstag 101 Millionen Euro an Krediten für Moldawien bewilligt. Die Gelder sollen in die Reform der öffentlichen Finanzen und die Landwirtschaft fließen. Doch die Autonome Region Gagausien des Landes ist gegen den EU-Kurs. Sie droht mit der Abspaltung.

Der Vorsitzende der UKIP, Nigel Farage (hier links), mit dem neuen EU-Kommissionspräsidenten Jean Claude Juncker (hier rechts). Nach dem EU-Wahlerfolg will die UKIP nun auch bei den britischen Unterhaus-Wahlen triumphieren. (Foto: dpa)

Euro-Skeptiker Nigel Farage will sich aus dem EU-Parlament verabschieden

UKIP-Chef Nigel Farage wird bei den britischen Unterhaus-Wahlen im kommenden Jahr als Kandidat auftreten. Das gaben UKIP-Mitglieder aus seinem Wahlkreis South Thanet bekannt. Nach aktuellen Umfragen könnte UKIP vor allem innerhalb der weißen Arbeiterklasse punkten. Diese fühlt sich vom politischen Establishment „im Stich gelassen“.