Alle Artikel zu:

Steuern

Die EZB ist offenbar entschlossen, die Euro-Schuldenstaaten zu stützen. Wenn das kunstvolle Gebäude jedoch einstürzt, fällt es den europäischen Sparern und Steuerzahlern auf den Kopf. (Foto: dpa)

Pleite-Gefahr: Griechenland kann IWF-Kredit nicht bedienen

Griechenland muss im März milliardenschweren finanziellen Verpflichtungen an die Geldgeber nachkommen. Finanzminister Varoufakis findet in seinem Haushalt allerdings große Löcher. Es gebe zwar keine Liquiditätsprobleme im öffentlichen Sektor, aber auf jeden Fall Probleme bei der Schuldenrückzahlung an den IWF und an die EZB. Sollte der IWF-Kredit tatsächlich nicht bedient werden, besteht die akute Gefahr einer Staatspleite.

Schweiz: HSBC half bei Steuerbetrug in Milliardenhöhe

Die Schweizer Tochter der britischen HSBC-Privatbank hat reichen Kunden offenbar geholfen, Steuern zu hinterziehen, Das Institut soll zudem Schwarzgeld in Milliardenhöhe gebunkert haben. Die Kunden durften ganze Geldbündel in ausländischen Währungen abheben, die in der Schweiz allerdings von geringem Nutzen waren.

Martin Schulz verhinderte gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden des EU-Parlaments einen Untersuchungsausschuss gegen Steuerdeals. Ein solcher hätte auch Jean-Claude Junckers Rolle als Finanzminister und Premier von Luxemburg durchleuchtet. (Foto: dpa)

Steuer-Oase: Große Koalition verhindert U-Ausschuss gegen Juncker

Die Fraktionsvorsitzenden im EU-Parlament haben einen Untersuchungsausschuss zu den Luxemburger Steuerdeals verhindert. Ein solcher hätte auch Junckers Rolle als ehemaliger Finanzminister und Premier der Steuer-Oase durchleuchtet.

Kommt es tatsächlich zu einem Untersuchungsausschuss, könnte die Luft nicht nur für Kommissionspräsident Juncker dünn werden. (Foto: dpa)

EU-Abgeordneter: „Untersuchung zu Luxemburg Leaks wird blutig“

Diese Woche entscheidet sich, ob es einen Untersuchungsausschuss in der Steuer-Affäre um Luxemburg geben wird. Kommt ein solcher zustande, könnte das immense Auswirkungen haben: Es werde sich so viel Blut auf dem Teppich finden, dass die Untersuchung niemand durchführen wollen würde, denn „niemand kann das hinterher reinigen.“, so ein EU-Abgeordneter.

Lange ist Charles Michel als belgischer Ministerpräsident noch nicht im Amt, da steht ihm schon das erste Prüfverfahren der EU-Kommission gegen sein Land bevor. (Foto: dpa)

Brüssel leitet Steuerverfahren gegen Belgien ein

Belgien gewährt nur bestimmten Unternehmen klare Steuervorteile, so der Vorwurf der EU-Kommission. Nun soll geprüft werden, ob es sich hierbei um eine Verletzung des europäischen Wettbewerbsrechts handelt. Damit ist Belgien das vierte Land, das von der Kommission aufgrund fragwürdiger Steuerbestimmungen unter die Lupe genommen wird.

Mit dem klaren Votum für Syriza haben die Griechen die EU in eine Sinnkrise gestürzt. Es geht um den Konflikt zwischen der Demokratie und zentralen, nicht legitimierten Institutionen. (Foto: dpa)

Syriza-Sieg: Die politische Union in Europa ist gescheitert

Der überraschend klare Wahlsieg des Links-Bündnisses Syriza in Griechenland ist der Anfang vom Ende einer echten politischen Union in Europa. Ein Volk hat seine Elite abgewählt, weil es nicht fremdbestimmt sein will. Andere Staaten werden dem griechischen Beispiel folgen. Doch erst wenn es Alexis Tsipras gelingt, die mächtigen Institutionen EZB und IWF herauszufordern, wird man tatsächlich von einem Sieg der Demokratie für Europa sprechen können.

Karlsruhe kippt Ausnahmen zur Erbschaftssteuer

Die Steuerausnahmen für Firmenerben verstoßen in ihrer derzeitigen Form gegen das Grundgesetz. Das Bundesverfassungsgericht stellte in seiner Entscheidung allerdings fest, dass es Gründe für den Gesetzgeber gäbe, Familienunternehmen zu verschonen - etwa, wenn dadurch Arbeitsplätze geschützt würden.

SPD: Staat will Zugriff auf Firmenanteile, wenn Erben Steuern nicht zahlen

Vor dem Urteil zur Erbschaftssteuer hat die SPD-Linke einen neuen Vorschlag eingebracht: Wenn Firmenerben ihre Steuerschuld nicht begleichen können, soll der Staat Zugriff auf Unternehmensanteile von Familienunternehmen erhalten. Wenn die Steuerschuld abgetragen ist, dürfen die Erben ihre Anteile zurückkaufen.

Zu kompliziert: Deutsche bei Steuererklärung hilflos

Die deutschen Bürger ziehen immer häufiger Steuer-Berater heran, um ihre Steuer-Erklärungen zu bewerkstelligen. Sogar durchschnittliche Angestellte gehen diesen Weg, weil sie mit den komplexen Steuer-Vorschriften überfordert sind.

Wegen der Krise: US-Bürger verlieren Glauben an die Marktwirtschaft

Angesichts der anhaltenden Rezession steigt in vielen westlichen Ländern die Skepsis gegenüber dem freien Markt. Ein Viertel der US-Bürger würde mittlerweile eher den Sozialismus bevorzugen. In Ländern wie der Türkei oder China hingegen steigt die Wertschätzung für die freie Marktwirtschaft - möglicherweise, weil dort die autoritären Regime den Bürgern den möglichen Machtmissbrauch durch die Regierung drastisch vor Augen führen.

CDU-Mittelständler fordern Ende der kalten Progression

Die Mittelstandsvereinigung der CDU will die von Wolfgang Schäuble betriebene stillschweigende Fortsetzung der kalten Progression nicht kampflos hinnehmen. Es gehe nich an, dass sich der Staat durch ein veraltetes Rechenmodell am Bürger bereichert.

Junckers Investment Fund: Ein unseriöses Täuschungs-Manöver

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verspricht den Europäern 1,3 Millionen neue Jobs. Dazu will er ein milliardenschweres Investitions-Programm in Gang bringen. Als Hafter tritt die Europäische Investitionsbank auf. Sollte das Programm scheitern, werden erneut die Steuerzahler zur Kasse gebeten.

Soli wird zur Dauer-Steuer und soll auch in die alten Bundesländer fließen

Der ursprünglich als vorübergehende Steuer zur Integration der ostdeutschen Bundesländer eingeführte Soli wird zu dauerhaften Steuer. Der Kampf um die Verwendung der jährlich etwa 17 Milliarden Euro hat bereits begonnen: Die rot-grünen Bundesländer wollen das Geld zum Aufbau-West verwenden.

Die Unternehmen zahlen trotz steigender Profite immer weniger Steuern. (Grafik: Center for effektive government)

Unternehmen zahlen mehr für Manager-Gehälter als für Steuern

Eine US-Studie belegt, dass große US-Unternehmen ihren Managern mehr zahlen als dem Finanzamt. Demnach zahlten einige Firmen gar keine Steuern, sondern bekamen sogar Geld vom Finanzamt zurück. Die Macher der Studie kritisieren gravierende Mängel im Steuersystem.

Ukrainische Oligarchen bringen ihre Vermögen in Steuer-Oasen

Das Staatliche Statistikamt der Ukraine meldet, dass seit Oktober 90,6 Prozent aller ukrainischen Investitionen nach Zypern geflossen sind. Doch auch zuvor war es gang und gäbe, dass ukrainische Unternehmen ihre Gewinne in Steuer-Oasen parken statt im eigenen Land zu investieren.

Unabhängige Studie: TTIP vernichtet in Europa 583.000 Arbeitsplätze

Die erste wirklich unabhängige Studie über die Folgen des Freihandelsabkommens TTIP kommt zu einem für Europa verheerenden Ergebnis: 583.000 Arbeitsplätze werden bis 2025 in der EU verlorengehen. Die Exporte werden schrumpfen, ebenso das Bruttoinlandsprodukt. Löhne und Steuereinnahmen werden sinken. In den USA werden all diese Kennzahlen dagegen steigen. Die einzigen, die in der EU profitieren, sind die Kapitalvermögen. Das TTIP erweist sich demnach als gefährlicher Turbo für die Umverteilung von Arm zu Reich.

Hollande deutet erstmals Verzicht auf neue Kandidatur an

Frankreichs Präsident Francois Hollande deutete erstmals an, dass er 2017 nicht wieder als Präsidentschaftskandidat antreten könnte: Wenn es nicht gelinge, die Arbeitslosigkeit zu senken, werde er sich den Franzosen nicht mehr präsentieren.

Unter Juncker wurde Luxemburg Steuer-Oase für internationale Konzerne

In der Amtszeit von Jean-Claude Juncker als Premier hat die Regierung von Luxemburg offenbar zahlreichen Konzernen geholfen, Steuern in anderen Ländern zu vermeiden. Teilweise haben einzelne Konzerne weniger als ein Prozent Steuern gezahlt.

Steuerschätzer erwarten geringere Steuer-Einnahmen

Die Steuerschätzer erwarten wegen der schlechteren Konjunktur geringere Einnahmen für Bund, Länder und Kommunen. Ob die Löcher durch neue Steuern gestopft werden, ist unklar. Die Bundesregierung will jedenfalls eine höhere Verschuldung vermeiden.

Schlappe für US-Regierung: Gericht spricht Schweizer Banker nach nur einer Stunde frei

Die US-Regierung hat in ihrem Versuch, europäische Banken unter Kontrolle zu bringen, eine Schlappe erlitten: Nach nur einer Stunde wurde ein UBS-Banker freigesprochen, dem die Regierung Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen hatte.