Alle Artikel zu:

Griechenland

IWF-Chefin Christine Lagarde mit dem griechischen Finanzminister Euklid Tsakalotos beim Euro-Krisengipfel am 12. Juli. (Foto: dpa)

Kehrtwende: IWF gibt Forderung nach Schuldenschnitt für Griechenland auf

Weil die europäischen Steuerzahler die Rückzahlung der IWF-Kredite übernommen haben, rückt der IWF nun offenbar von seiner noch vor wenigen Wochen vehement vorgetragenen Forderung nach einem Schuldenschnitt für Griechenland ab. IWF-Chefin Christine Lagarde will den Posten behalten und muss sich zu diesem Zweck der Unterstützung von Angela Merkel versichern. Ihr dürfte in diesen Tagen das jähe Ende der Karriere ihres Vorgängers Dominque Strauss-Kahn vor Augen stehen.

Vassiliki Thanou ist neue Regierungschefin in Griechenland. (Foto: dpa)

Griechenland: Richterin wird Übergangs-Regierungschefin

Die Übergangsregierung in Griechenland steht: Chefin wird die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs. Die Neuwahlen werden offenbar im September stattfinden.

Die Rentner trifft die griechische Schulden-Krise besonders hart. (Foto: dpa)

Griechenland kann ohne neue Kredite keine Renten mehr auszahlen

Pensionsfonds in Griechenland leiden an akuter Geldknappheit. Deshalb benötigen sie Kredite aus dem Ausland, um die Renten-Auszahlungen überhaupt gewährleisten zu können.

Ein eindeutiges Graffiti in Athen: Immer mehr Griechen verrechnen ihren Handel mit alternativen Währungen. (Foto: dpa)

Griechenland: Alternative Währungen erleben Boom in der Wirtschaftskrise

Seit Ausbruch der Finanzkrise sind Parallelwährungen in Griechenland auf dem Vormarsch. Mehr als 80 solcher alternativen Zahlungssysteme existieren bereits und ihre Zahl steigt weiter an. Die Griechen versuchen, so den Handel ohne Euro abzuwickeln und die Kapitalverkehrskontrollen zu umgehen.

Angela Merkel und Serbiens Premier Aleksandar Vucic in Belgrad im Juli 2015. (Foto: dpa)

Serbien rät Deutschland, Flüchtlingen weniger Geld zu zahlen

Nach Ansicht des serbischen Premiers Aleksandar Vucic würde eine Kürzung der Zahlungen an Flüchtlinge den Zuzug von Flüchtlingen vom Balkan um 80 Prozent senken. Derzeit erhalten Migranten vom Balkan mehr Geld vom deutschen Staat als der serbische Durchschnittsverdiener in seinem regulären Job.

Ende von Schengen: Bayern prüft Einführung von Grenzkontrollen

Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann droht mit der Einführung von Grenzkontrollen, wenn die EU das Flüchtlings-Problem nicht in den Griff bekommt. Er kritisiert Griechenland und Italien.

Bernd Kölmel jubelt nach seiner Wahl zum Vorsitzenden von Alfa Baden-Württemberg. (Foto: dpa)

Neue Partei Alfa gründet ersten Landesverband

In Baden-Württemberg hat die aus dem Machtkampf der AfD hervorgegangene Alfa-Partei ihren ersten Landesverband gegründet. Vorsitzender ist Bernd Kölmel. Kölmel war früher AfD-Landeschef.

Immer mehr Flüchtlinge kommen an der mazedonischen Grenze an. (Foto: dpa)

Flüchtlingswelle: Mazedonien öffnet Grenze

Die mazedonische Regierung will offenbar eine weitere Eskalation verhindern und hat die Grenze geöffnet. Hunderte Menschen konnten bereits ungehindert nach Mazedonien einwandern und dort Extra-Züge und Busse Richtung Ungarn nehmen. Indes geht auch die Flüchtlingsdebatte in Deutschland weiter. Auf politischer Ebene wird dabei erneut über Personalmangel in den zuständigen Behörden und Geldmangel in den Kommunen diskutiert wird.

Tausende Flüchtlinge wollen Griechenland an der Grenze zu Mezedonien verlassen. (Foto: dpa)

Tausende Flüchtlinge durchbrechen griechisch-mazedonische Grenze

Tausende Flüchtlinge haben am Samstag die griechisch-mazedonische Grenze durchbrochen und sind in die frühere jugoslawische Teilrepublik eingedrungen. Gleichzeitig gerieten bis zu 3.000 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer in Seenot.

Alle Sparmaßnahmen kamen zu spät: Die Griechische Regierung hat das Haushaltsdefizit nicht rechtzeitig bekämpft. (Foto: dpa)

Unsinn einer Studie: Das Märchen von Deutschland als Zins-Profiteur

Eine aktuelle Studie will belegen, dass Deutschland aufgrund von Zinseinsparungen auch bei einem kompletten griechischen Zahlungsausfall von der Krise profitieren wird. Auslöser der Zinssenkung für Bundesanleihen war aber die Politik der EZB, die Euro-Wirtschaft mit niedrigen Zinsen anzukurbeln. Griechenland spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Vorsitzender der neuen Partei soll der frühere Energieminister Panagiotis Lafazanis (Bildmitte) werden. (Foto: dpa)

Problem für Tsipras: Linker Syriza-Flügel gründet neue Partei

25 Syriza-Abgeordnete werden nach dem Rücktritt von Premier Tsipras eine neue Partei mit dem Namen Volkseinheit gründen. Sie wollen eine Front gegen die von der Troika auferlegte Sparpolitik bilden und bisherige Sparmaßnahmen rückgängig machen. Ihr neuer Vorsitzender Lafazanis fordert auch einen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro.

Neben den bekannten Häfen stehen auch essentielle Versorgungsbetriebe wie Wasserversorger, Strom- und Gasnetz sowie Straßen und die Post in Greichenland zum Verkauf. Im Bild die Quantum of the Seas vor dem Hafen von Piräus. (Foto: dpa)

Ausverkauf: Griechenland muss Wasser, Energie und Straßen privatisieren

Für die Überweisung neuer Milliardenkredite zwingen die Gläubiger Griechenland, einen Großteil seiner staatlichen Betriebe zu verkaufen. Tatsächlich sieht die nun veröffentlichte Verkaufs-Liste für das dritte „Hilfspaket“ auch die Privatisierung von Wasserversorgung, Energieunternehmen und nahezu der kompletten staatlichen Infrastruktur vor.

Griechische Medien berichten, der Premier Alexis Tsipras wolle mit den Neuwahlen auch seinen Rücktritt ankündigen. (Foto: dpa)

Griechenland: Tsipras tritt zurück, Neuwahl am 20. September

Griechenlands Premier Alexis Tsipras ist zurückgetreten. Er will in Neuwahlen die Zustimmung der Griechen zu seiner Politik erhalten. Es ist unklar, wie der nun folgende Wahlkampf die Umsetzung der Troika-Maßnahmen beeinflussen wird.

Griechische Medien berichten, der Premier Alexis Tsipras wolle mit den Neuwahlen auch seinen Rücktritt ankündigen. (Foto: dpa)

Tsipras will heute mit Rücktritt Neuwahlen erzwingen

Das griechische Staatsfernsehen berichtet, Premierminister Alexis Tsipras wolle am späten Abend in einer Fernsehansprache seinen Rücktritt ankündigen und Neuwahlen für den 13. September oder 20. September vorschlagen. Tsipras hat seine Regierung am Donnerstag überraschend zu einem Sondertreffen geladen.

Von einer Tasche in die andere: Die Euro-Retter bezahlen sich mit der Überweisung nach Griechenland größtenteils selbst ihre Schulden zurück. (Foto: dpa)

Griechenland überweist erste Auszahlung direkt zurück an die Troika

Griechenland hat die erste Tranche aus dem umstrittenen dritten Kreditpaket erhalten - und den Großteil direkt zurücküberwiesen. Zwölf der dreizehn Milliarden Euro aus dem ESM-Darlehen wandern umgehend zurück an die Institutionen der Troika. Der ESM weigert sich zu erklären, wer genau sich an den Überweisungen in dem Kredit-Karussell beteiligt.

Der niederländische Premier Mark Rutte am Mittwoch beim Eingeständnis, ein zentrales Wahlversprechen gebrochen zu haben. (Foto: dpa)

Niederlande: Regierung bricht wegen Griechenland Wahl-Versprechen

Die niederländische Regierung hat eingeräumt, dass sie das Wahlversprechen, keinen weiteren Cent für die Euro-Rettung in Griechenland auszugeben, gebrochen hat. Die lapidare Erklärung: Manchmal sei die Welt nach der Wahl eben anders als vorher.

Einsam, aber nicht mehr allein: Rettungs-Gegner Klaus-Peter Willsch hat mit insgesamt 63 Nein-Stimmen schon eine veritable Opposition innerhalb der Union aufgebaut. (Foto: dpa)

Griechenland: Bundestag stimmt neuen Milliarden-Krediten zu

Der Bundestag hat weitere Milliardenkredite für Griechenland beschlossen. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmten in einer Sondersitzung für ein weiteres Darlehen des Euro-Rettungsfonds ESM von bis zu 86 Milliarden Euro. 63 Unions-Abgeordnete stimmten gegen die Bundeskanzlerin - ein neuer Rekord.

Sie hat ihre eigene Agenda: Angela Merkel am Mittwoch bei der Sondersitzung des Deutschen Bundestags, der Milliarden-Verluste für die Steuerzahler auf den Weg bringt. (Foto: dpa)

Rettungs-Wahnsinn: Bundestag beschließt gigantische Geld-Vernichtung

Der Deutsche Bundestag beschließt heute einen Verlust von 41 Milliarden Euro, der für die europäischen Steuerzahler unausweichlich ist. Ein glatter Schuldenschnitt für Griechenland wäre wesentlich billiger. Er wird jedoch verweigert, weil Angela Merkel will, dass die Wahrheit erst nach ihrer Amtszeit ans Licht kommt.

Die CDU-Fraktion - hier Angela Merkel und Volker Kauder am Dienstag - zählte vor der Abstimmung die Abweichler - für die Folgen des neuen „Rettungprogramms“ für Griechenland interessiert sich niemand. (Foto: dpa)

Aus der Geschichte nichts gelernt: Der völlig falsche Kurs für Griechenland

Am Mittwoch stimmt der Deutsche Bundestag über das dritte sogenannte „Rettungspaket“ für Griechenland ab. Die im Juli der griechischen Regierung diktierten Sofortmaßnahmen und das vergangene Woche veröffentlichte Memorandum wiederholen die Fehler der früheren Memoranden: Sie treiben Griechenland weiter in die Depression. Die falsche Politik wiederholt die Fehler, die zum bitteren Ende der Regierung von Reichskanzler Brüning in den frühen 1930er Jahren geführt haben.

Es wird kommen, wie es kommen muss: Die europäischen Steuerzahler müssen für die Kredit-Orgie an Griechenland zahlen. (Foto: dpa)

Wirtschafts-Institut bereitet Steuerzahler auf Übernahme der Griechen-Schulden vor

Das einflussreiche Institut der Deutschen Wirtschaft bereitet die deutsche Öffentlichkeit behutsam auf eine radikale Umschuldung in Griechenland vor: Der ESM solle 300 Milliarden Euro der griechischen Staatsschulden übernehmen. Der arbeitgebernahe Think Tank hofft, dass das Austeritätsprogramm funktioniert. Sollte dieses jedoch wie bisher scheitern, müssten die europäischen Steuerzahler die Rechnung für die gigantischen Kredit-Programme endgültig übernehmen.