Alle Artikel zu:

Griechenland

Griechenland soll auf Nato- und Euro-Kurs bleiben, auch wenn das auf den ersten Blick nicht ganz zusammenpasst. Im Bild die Quantum of the Seas vor dem Hafen von Piräus. (Foto: dpa)

USA drängen EU auf rasches Ende der Griechenland-Krise

Die Amerikaner drängen die EU, die Griechenland-Krise zu beenden. Aus Deutschland kommen erstmals positive Signale über Fortschritte in Athen. Die europäischen Investoren erwarten keinen Grexit.

Der Bund Euro Future, ein auf zehnjährige deutsche Staatsanleihen basierender Terminkontrakt, sprang am Dienstag um 70 Ticks auf 154,70 Punkte. (Grafik: ariva.de)

Sorge um Spanien: Investoren stoßen Bonds aus Südeuropa ab

Anleger haben als Reaktion auf den Wahlerfolg der Protestpartei Podemos in Spanien ihre Bonds aus Südeuropa abgestoßen. Die Renditen für zehnjährige Anleihen stiegen für Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Im Gegenzug investieren die Anleger in Bunds.

Der rettende Engel für Griechenland kommt aus Rumänien: EU-Kommissarin Corina Cretu wird Athen zeigen, wie man Milliarden unters Volk bringt, die eigentlich schon bis 2013 hätten ausgegeben werden sollen. (Foto: dpa)

EU gründet Arbeitsgruppe, um Griechenland beim Geld-Ausgeben zu helfen

Die EU will Griechenland mit einer gemeinsamen Arbeitsgruppe helfen, das Geld der europäischen Steuerzahler besser in Umlauf zu bringen. Die Arbeitsgruppe soll rasch zwei Milliarden Euro ausgeben, die eigentlich nur bis 2013 zur Verfügung standen. Was mit dem Geld genau geschehen soll, weiß niemand.

Keine Regierung ohne Staatsfernsehen: Alexis Tsipras beendet den kleinen Sender EDT und hat den Großteil der Mitarbeiter des ehemaligen Staats-TV ERT wieder eingestellt. Die Syriza erhofft sich eine "objektive Berichterstattung". (Foto: dpa)

Trotz leerer Kassen: Griechenland führt Staatsfernsehen wieder ein

Regierungen können offenbar nicht ohne Staatsfernsehen auskommen: Griechenland, das im Grunde nicht weiß, wie es die staatlichen Gehälter zahlen soll, will den gesamten Apparat wieder einstellen - vorgeblich, um den Bürgern ein "pluralistisches Programm" zu bieten.

Nobelpreisträger John Nash. (Foto: dpa)

A Beautiful Mind: Mathematiker John Nash ist tot

Der Mathematiker John Nash ist gemeinsam mit seiner Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er hat mit seiner Spiel-Theorie ein mathematisches Votum für den Realismus vorgelegt.

Zu viele Meinungen an einem Tisch: EZB-Chef Mario Draghi ist in Sorge um die Euro-Zone. (Foto: dpa)

Draghi in Sorge um den Euro: Existenz der Währungsunion ist bedroht

EZB-Chef Mario Draghi sieht die Existenz des Euro-Raums durch strukturelle Unterschiede in den Mitgliedsstaaten bedroht. Diese könnten explosiv werden

Passend gemacht: Griechenland muss im Euro bleiben, obwohl der Beitritt und die Kredit-Orgie die Wirtschaft des Landes ruiniert haben. Foto: dpa)

Milliarden-Kredite ohne Wirkung: Der Euro hat Griechenland ruiniert

Der Euro hat Griechenland nicht den erwarteten Aufschwung gebracht, im Gegenteil: Trotz 240 Milliarden Euro an neuen Krediten ist das Land Schlusslicht im OECD-Vergleich. Doch wegen seiner geopolitischen Bedeutung muss das Land im Euro bleiben - whatever it takes.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble am Donnerstag im Bundestag: Der Druck auf Griechenland wird erhöht, um am Ende den Steuerzahlern einen Erfolg verkaufen zu können. (Foto: dpa)

Poker: Schäuble denkt laut über neue Währung für Griechenland nach

Wolfgang Schäuble kann sich die Einführung einer Parallel-Währung in Griechenland vorstellen. Diese Drohung soll vermutlich den Druck auf die Regierung in Athen erhöhen. Sie könnte auch einen Bank-Run auslösen, wodurch eine Einigung vermutlich sehr beschleunigt wurde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der französische Präsident Francois Hollande trafen sich am Rande des EU-Gipfels in Riga (Lettland). (Foto: dpa)

Merkel bietet Griechenland Hilfe an

Griechenland und die EU bewegen sich zügig auf eine Einigung zu. Angela Merkel bietet Griechenland Hilfe an. Dabei handelt es sich vermutlich um neue Kredite.

Der griechische Finanzminister Yanis Vaoufakis, hier mit dem Belgier Johan Van Overtveldt, hat seine Minister-Kollegen heimlich auf Tonband aufgenommen. (Foto: dpa)

Finanz-Eliten werden ruppig: Jetzt kämpft jeder gegen jeden

Ein französischer EZB-Direktor plaudert bei einem vertraulichen Dinner mit Spekulanten über die nächsten Schritte der EZB-Politik. Der griechische Finanzminister macht bei den Treffen mit seinen Kollegen heimliche Tonband-Aufnahmen. Wenn man die Verrohung der Sitten zum Maßstab nimmt, erscheint der schöne Elfenbeinturm der globalen Finanz-Eliten als morsches Gemäuer – mit akuter Einsturzgefahr.

Moody's stuft den Ausblick für das griechische Bankensystem von „stabil“ auf „negativ“ herab. (Foto: dpa)

Moody’s: Griechenland vor Einführung von Kapital-Kontrollen

Griechenlands Banken werden mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ Kapitalverkehrskontrollen einführen und die Vermögen ihrer Kunden einfrieren, so Moody’s. Die Ratingagentur stuft gleichzeitig den Ausblick für den Bankensektor auf „negativ“.

Applaus von der EU für Ukraines Präsident Poroschenko: Zu diesem Zeitpunkt wussten die Präsidenten Martin Schulz und Joachim Gauck allerdings noch nicht, dass die Ukraine ein akutes Schulden-Problem hat. (Foto: dpa)

Ukraine beschließt: Schulden an „gewissenlose“ Gläubiger werden nicht mehr bedient

Die Ukraine hat ein Gesetz verabschiedet, wonach Schulden an „gewissenlose“ Gläubiger nicht mehr bezahlt werden. Russland, das damit gemeint ist, spricht vom ersten Schritt in die Staatspleite. Die Milliarden der deutschen Steuerzahler, die in die Ukraine geflossen sind, sind akut gefährdet.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras besuchte im März EU-Chef Jean-Claude Juncker in Brüssel. Im selben Monat entmachtete Tsipras die schärfsten Euro-Kritiker seiner Partei. (Foto: dpa)

Revolte gegen Tsipras: Syriza-Flügel verlangt Abbruch der Verhandlungen

Eine Gruppe von Syriza-Politikern fordert vom griechischen Regierungs-Chef Alexis Tsipras, den sofortigen Abbruch der Verhandlungen mit den Gläubigern. Die Gruppe wird angeführt von Yanis Milios, der zuvor Chefökonom der Partei war und von Tsipras entmachtet wurde.

Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann und Italiens Premier Matteo Renzi bei einem Treffen in Wien. Österreich nimmt sich Italien steuerpolitisch als Vorbild. (Foto: dpa)

Kaffehaus und Supermarkt: Österreicher müssen künftig alle Belege aufbewahren

Österreich führt eine steuerliche Belegpflicht ein. Alle Österreicher müssen künftig ihre Bareinkäufe mit Kassenbelegen nachweisen können. Einzelhändler und Betriebe müssen all ihre Transaktionen detailliert nachweisen. Die Regierung in Wien verspricht sich dadurch jährliche Mehreinnahmen von 900 Millionen Euro.

Francois Hollande besuchte am Dienstag Angela Merkel in Berlin, um mit ihr darüber nachzudenken, wo die Finanzmittel gefunden werden könnten, die zur Rettung Griechenlands nötig sind. (Foto: dpa)

Merkel folgt den USA: Griechenland muss wegen Nato im Euro bleiben

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat offenbar damit begonnen, CDU-Abweichler ins Kanzleramt zu bitten – um sie auf die nächsten Milliarden-Kredite für Griechenland vorzubereiten. Merkel argumentiert wie die Amerikaner mit der geostrategischen Bedeutung Griechenlands als Nato-Land. Die deutschen Steuerzahler werden sich mit dem Gedanken an ein drittes „Hilfspaket“ gewöhnen - es wird nicht das letzte sein.

Die Risiken steigen, dennoch geht die Geldschwemme der EZB weiter. (Foto: dpa)

Nervöse Märkte: Zinssätze für Staatsanleihen steigen

Die Zinssätze für die Euro-Staatsanleihen sind in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Die starken Kursausschläge sorgen für Unruhe. Der Ausverkauf auf dem Anleihen-Markt setzt sich offenbar fort.

US-Sonderbeauftragte Victoria Nuland reist von Kiew nach Moskau. Die EU ist auf dem eigenen Kontinent zum Zusehen verurteilt, Russland nimmt die Vorlage dankbar an. (Foto: dpa)

USA gegen Russland: Europäer verlieren die Kontrolle über ihren Kontinent

Europa gerät zwischen die Fronten. Die USA und Russland dehnen ihre Einfluss-Sphären auf dem Kontinent aus. Das Prinzip: Zuerst lässt man kämpfen, dann teilt man auf. Nach der Ukraine versinkt Mazedonien im Chaos. Die EU ist machtlos, weil ihr die Nato die Außenpolitik diktiert. „Fuck the EU“ wird zum gemeinsamen Motto der Großmächte.

Für die syrischen Flüchtlingskinder in der Türkei ist Präsident Recep Tayyip Erdoğan ein Wohltäter und Beschützer. (Foto: dpa)

Mittelmeer: Flüchtlinge weichen in die Türkei aus

Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex meldet, dass sich die Flüchtlingsströme vom zentralen Mittelmeer in Libyen in das östliche Mittelmeer in Griechenland und der Türkei verlagern. Doch die Regierung in Ankara hat sich offenbar darauf eingestellt, dass die meisten Syrer die Türkei nicht mehr verlassen werden. Deshalb erhalten die Flüchtlinge Sprachkurse, Aufenthalts- und Niederlassungsgenehmigungen und dürfen von allen öffentlichen Gütern profitieren.

Der künftige Kurs Griechenlands ist keine rein europäische Frage: Die US-Regierung hat konkrete Vorstellungen, die Euro-Chefs müssen sich abstimmen. (Foto: dpa)

Vorposten der Nato: USA bestehen auf Verbleib Griechenlands im Euro

Die USA bestehen auf den Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Der mehrheitlich von den USA beherrschte Internationale Währungsfonds (IWF) versucht daher, seine Kreditrisiken an die EU abzuwälzen. Der IWF schielt auf den Rettungs-Mechanismus ESM, der zu diesem Zweck geschaffen wurde. Die europäischen Steuerzahler scheinen schlechte Karten zu haben.

EZB erhöht Not-Kredite für das griechische Banken-System

Die EZB leistet ihren Beitrag zur Lösung der Griechenland-Krise und erhöht die Not-Kredite für die Banken des Landes auf 80 Milliarden Euro.