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Griechenland

Russlands Präsident Wladimir Putin, hier mit der Armee-Führung am Freitag in Moskau, hat eine Doppelstrategie im Umgang mit den USA gewählt. Er zeigt gleichzeitig militärische Stärke und signalisiert Gesprächsbereitschaft. (Foto: dpa)

Putin schickt versöhnliche Signale in Richtung Obama

Russlands Präsident Wladimir Putin will das Verhältnis mit den USA entspannen. Trotz bestehender Unterschiede - etwa in der Ukraine-Frage - seien die Länder zur Zusammenarbeit gezwungen. Der Kreml dementierte zeitgleich Spekulationen, Russland wolle Griechenland mit einem Milliarden-Kredit retten.

Tausende Minen-Arbeiter und ihre Angehörigen protestierten am 16. April 2015 in der griechischen Hauptstadt Athen gegen die Schließung einer Gold-Mine. (Foto: dpa)

Griechenland: Minen-Arbeiter protestieren gegen Regierung Tsipras

In Athen haben am Donnerstag tausende Arbeiter gegen die Schließung einer Gold-Mine protestiert. Dem kanadischen Betreiber Eldorado wurde zuvor von der Syriza-Regierung die Förderlizenz entzogen. Das Projekt hätte 5.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Es wird unwirtlich über Athen: Die Zentralbanken der Nachbarstaaten haben ihre Banken aufgefordert, sich für den perfekten Sturm zu rüsten. (Foto: dpa)

Zentralbanken in Südost-Europa verhängen Quarantäne über Griechenland

Die Zentralbanken der südosteuropäischen Staaten und der Türkei haben die griechischen Banken „unter Quarantäne“ gestellt. Die Notenbanken fordern die Töchter griechischer Banken auf, griechische Staatsanleihen, sonstige Wertpapiere sowie Kredite abzustoßen. Die Maßnahme deutet darauf hin, dass sich die Zentralbanken konkret auf den Crash in Griechenland vorbereiten. Die EU setzt Griechenland erneut ein Ultimatum.

Gruß von der Titanic: Die Teilnehmer des G7-Außenministertreffens in Lübeck (von links): Italiens Außenminister Paolo Gentiloni, EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Großbritanniens Außenminister Philip Hammond, Japans Außenminister Fumio Kishida, Frankreichs Außenminister Laurent Fabius und US-Außenminister John Kerry. (Foto: dpa)

EU bekommt kalte Füße: „Fällt Griechenland, drohen wir alle zu fallen“

Die Versuche der Euro-Retter, die Folgen einer Griechenland-Pleite kleinzureden, verfangen nicht mehr: Erstmals seit Monaten entwickeln sich die Zinssätze für Staatsanleihen zwischen Süd- und Nordeuropa wieder auseinander. Das bedeutet: Ein Crash in Griechenland hätte Folgen in ganz Europa. Bei den Euro-Rettern macht sich ein mulmiges Gefühl breit.

Weil Griechenland die Zeit davonläuft, wird der britische Buchmacher William Hill keine Grexit-Wetten mehr annehmen. (Foto: dpa)

Britische Wettbüros nehmen keine Wetten mehr für Grexit an

Der britische Buchmacher William Hill ist überzeugt, dass der Grexit kurz bevorsteht. Daher habe man alle Wetten auf einen Ausstieg Griechenlands aus dem Programm genommen.

Der griechische Regierungs-Chef Alexis Tsipras besuchte Anfang April den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau. (Foto: dpa)

Griechenland will neue Raketen-Abwehrsysteme von Russland kaufen

Die Regierung in Athen plant nach Angaben des griechischen Verteidigungsministers Panos Kammenos neue Luftabwehrraketen-Systeme von Russland zu kaufen. Das unmittelbar von einer Staatspleite bedrohte Land könnte die Waffen mit einem Kredit aus Moskau finanzieren.

Nächste Woche trifft Yanis Varoufakis seine Amtskollegen aus der Eurozone. Diese Woche steht ein Treffen mit einem der bekanntesten Insolvenz-Spezialisten für Staatsschulden an. (Foto: dpa)

Griechischer Finanzminister konsultiert amerikanische Insolvenz-Anwälte

Griechenland konsultiert eine auf Staatspleiten spezialisierte US-Anwaltskanzlei. Vor seinen Beratungen mit einem Partner von Cleary Gottlieb trifft der griechische Finanzminister Varoufakis US-Präsident Obama. Die Amerikaner bestehen wegen der Nato auf einem Verbleib Griechenlands im Euro.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble arbeitet an einem Plan, wie Griechenland auch nach einer Staatspleite im Euro bleiben kann. (Foto: dpa)

Schäuble-Plan: Griechenland soll auch nach Staats-Bankrott im Euro bleiben

Die Regierung arbeitet offenbar an einem Plan, Griechenland auch nach einer Staatspleite im Euro zu halten. Demnach soll die EZB nach dem Bankrott weiterhin die griechischen Banken finanzieren. Tatsächlich gibt es keinerlei Regeln, wie ein Euro-Austritt vonstatten gehen kann, ohne die Währungsunion ins Chaos zu stürzen.

Griechenland steht vor einer sozialen Zerreißprobe. Armut und soziale Ausgrenzung werden zu großen Unruhen führen. (Foto: dpa)

Armut in EU-Südstaaten erhöht Gefahr von sozialen Unruhen

In Griechenland liegt der Anteil der Armen und sozial Ausgegrenzten bei 38 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Arbeitslosigkeit bei den Menschen unter 25 Jahren liegt bei 52,3 Prozent. Doch auch in anderen EU-Staaten gibt es dramatische Armuts- und Arbeitslosenzahlen. Die Gefahr von sozialen Unruhen wächst.

Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos und Regierungs-Chef Alexis Tsipras setzen sich gegen die Russland-Sanktionen ein. (Foto: dpa)

Griechenland will für Aufhebung der Russland-Sanktionen kämpfen

Bei einem Treffen in Moskau hat der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos seinem russischen Amtskollegen Sergej Schoigu versichert, die Regierung in Athen tue alles Menschenmögliche, um eine Aufhebung der Russland-Sanktionen zu bewirken. Die Griechen leiden besonders unter den russischen Gegen-Sanktionen in Bezug auf die EU.

Die griechische Regierung ist am Dienstag aus den Osterferien zurückgekehrt und verhandelt wieder mit der Troika. Im Bild Premier Tsipras bei seinem Besuch beim russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill in Moskau. (Foto: dpa)

Griechenland erhöht Einsatz bei Schulden-Poker und droht EU mit Staatspleite

Die griechische Regierung soll angeblich die Staatspleite vorbereiten. Das meldet die FT, die in der Regel gut informiert ist. Allerdings dürfte die Information aus Athen Teil des Pokers um die Schulden mit der Eurozone sein.

Der Anti-Korruptionsindex von Transparency International umfasst 175 Länder und Territorien. (Grafik: TI)

Gegen Korruption: Bürger können per App ihre Regierung überwachen

Im Kampf gegen Korruption bieten neue Apps den Bürgern eigene Kontrollmöglichkeiten zur Überwachung der Politik. Die Anwendungen verschaffen Bürgern einfachen Zugang zu behördlichen Daten und sollen so mehr Transparenz in undurchsichtige öffentliche Finanzen bringen.

Während Alexis Tsipras noch in Moskau ist, meldet Athen, dass die IWF-Rate fristgerecht bezahlt wurde. (Foto: dpa)

Griechenland: Bonds auf Erholung nach Zahlung der IWF-Rate

Die griechische Regierung hat nach eigener Aussage die fällige IWF-Rate von 450 Millionen Euro überwiesen. Die griechischen Staatsanleihen erholten sich daraufhin. Die Eurogruppe stellt dem Land allerdings ein neues Ultimatum für Reformen.

Der griechische Außenminister Nikos Kotzias traf sich mit seinen Amtskollegen aus Serbien (Ivica Dacic), aus Ungarn (Peter Szijjarto), aus Mazedonien (Nikola Poposki) und dem türkischen EU-Minister Volkan Bozkır s (v. li. n. re.) in Budapest. Sie wollen den Bau der russischen Pipeline Turkish Stream unterstützen. (Foto: dpa)

Griechenland und Ungarn kooperieren mit Russland bei Turkish Stream

Griechenland und Ungarn haben gemeinsam mit Mazedonien, der Türkei und Serbien eine Absichtserklärung für die Unterstützung des russischen Pipeline-Projekts Turkish Stream unterzeichnet. Russland will seine Position als Energieversorger der EU ausbauen. Die EU will dagegen enger mit den USA kooperieren.

Harmonisches Treffen in Mosau: Griechenlands Alexis Tsipras und Russlands Präsident Wladimir Putin. (Foto: dpa)

Russland: Putin fordert Ende des „Sanktions-Krieges“ mit der EU

Russlands Präsident Wladimir Putin fordert ein Ende des Sanktions-Krieges mit der EU und kündigt umfassende Investitionen in Griechenland an. Der griechische Premier Tsipras pocht in Moskau auf das Recht eines souveränen Staates, Verträge ohne Bevormundung zu schließen. Die EU-Politiker schweigen vielsagend.

Alexis Tsipras ist zu einem zweitägigen Moskau-Besuch angereist. (Foto: dpa)

Putin deutet Lockerung der Sanktionen gegen Griechenland an

Russlands Präsident Wladimir Putin will den Handel mit Griechenland wiederbeleben und dem hoch verschuldeten Land damit aus der Krise helfen. Moskau erwägt offenbar, seine EU-Gegensanktionen gegenüber Griechenland zu lockern. Damit könnte der Agrarmarkt Griechenlands gestützt und zugleich die russische Bevölkerung mit billigeren Lebensmitteln versorgt werden.

Am Dienstagabend kam es in Athen zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. (Foto: dpa)

Griechenland: Schwere Ausschreitungen in Athen

In Athen ist es am Abend zu schweren Ausschreitungen gekommen. Anarchisten beschmierten die Mauern des Parlaments mit Sprüchen wie «Nieder mit der Demokratie».

Der griechische Premier Alexis Tsipras hat Deutschland am Montagabend im Parlament eine konkrete Rechnung für die Reparationen präsentiert - ein weiterer Schachzug im Poker um die Lösung der Schuldenkrise. (Foto: dpa)

Reparationen: Deutschland schuldet Griechenland 278,7 Milliarden Euro

Die griechische Regierung hat errechnet, dass Deutschland Griechenland 278,7 Milliarden Euro schuldet - wegen der Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Die Bundesregierung bestreitet, dass es noch einen Anspruch auf Entschädigung gibt. Der IWF bestätigt unterdessen, dass Griechenland seinen ausstehenden IWF-Kredit bedienen wird.

Zyperns Präsident Nikos Anastasiades hat die Kapitalverkehrskontrollen aufgehoben. (Foto: dpa)

Zypern hebt Kapitalverkehrskontrollen auf

Zypern hat die in der Finanzkrise eingeführten Kapitalverkehrskontrollen aufgehoben. Die Anleger in Zypern haben während der Krise 13 Milliarden Euro verloren. Mit der Maßnahme möchte Zypern wegen der neuen Griechenland-Krise zur Stabilität des Euro-Raums beitragen.

Griechenland und die Euro-Zone arbeiten hinter den Kulissen an einer Einigung, Athens Hinweis auf Moskau ist für Angela Merkel ein unangenehmer Nebenton. (Foto: dpa)

EU unter Druck: Tsipras will mit Putin über Russland-Sanktionen sprechen

Der griechische Premier Tsipras wird am Montag mit Russlands Präsident Wladimir Putin über die EU-Sanktionen sprechen. Im Poker um den Schuldenstreit stehen die Zeichen daher – wenig verwunderlich – auf Einigung. Die Eurozone bereitet bereits eine entsprechende Sprachregelung vor und spricht von „Fortschritten“ und einem „Einlenken“ Griechenlands.