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Griechenland

Der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, und der neue griechische Finanzminister Yanis Varoufakis: Griechenland will die Zusammenarbeit mit der Troika beenden. Für einen solchen Schritt gibt es (noch) keine Lösung im Krisen-Handbuch der EU. (Foto: dpa)

Harte Fronten: Griechenland lehnt Zusammenarbeit mit Troika ab

Der Besuch von Eurogruppen-Chef Dijsselbloem in Athen hat offenbar eine Verhärtung der Fronten zwischen der EU und Griechenland zur Folge: Griechenland lehnt eine weitere Zusammenarbeit mit der Troika ab, die EU warnt die Griechen vor einseitigen Schritten.

Griechenland sagt Privatisierung von Gasversorger ab

Erneut stoppt die neue Regierung in Griechenland zwei Privatisierungen. Die Verkäufe sind eine der Auflagen der internationalen Geldgeber für ihre Finanzhilfen an das hoch verschuldete Land.

Österreich, Tschechien und die Slowakei haben gegen neue Russland-Sanktionen in der EU Druck gemacht und sich durchgesetzt. Zuvor trafen sich Werner Faymann (r.), der slowakische Premier Robert Fico (m.) und der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (l.) zum Dreiländertreffen in Austerlitz. (Foto: BKA/Andy Wenzel)

EU verhängt keine neuen Sanktionen gegen Russland

Die EU hat in der Frage der Russland-Sanktionen einen Kompromiss gefunden, der nicht der Linie der Hardliner folgt: Griechenland, Österreich, Italien, die Slowakei und vermutlich auch Deutschland haben im Hinblick auf die gravierenden Folgen für die eigene Wirtschaft eine Ausweitung der Sanktionen verhindert. Auch die Verlängerung der bestehenden Sanktionen um sechs Monate ist weniger, als etwa Polen und die baltischen Staaten gefordert hatten.

Griechenland: Zinsen für Staatsanleihen steigen rasant

Nervosität auf dem Bondmarkt: Die Zinsen für fünfjährige griechische Bonds stiegen am Donnerstag auf 17.68 Prozent. Die zehnjährigen Papiere stiegen auf 11 Prozent.

Griechenland: Kreditausfalls-Wahrscheinlichkeit steigt auf 76 Prozent

Das Ausfallsrisiko für Griechenland ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Die fünfjährigen Kreditausfall-Swaps beinhalten mittlerweile eine 76-prozentige Ausfallswahrscheinlichkeit. Der griechische Aktienindex stürzte am Mittwoch auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief ab.

Schon beim letzten Treffen konnte sich Außenminister Steinmeier nicht mit seinen Amtskollegen aus den Niederlanden und Schweden einigen. (Foto: dpa)

Druck aus den USA: EU gespalten über neue Sanktionen gegen Russland

Die EU-Staaten sind in der Frage nach neuen Sanktionen gegen Russland zerrissen: Die Amerikaner haben den Druck erhöht, doch immer mehr Staaten bekommen die Folgen für die eigene Wirtschaft zu spüren. Die EU-Gremien versuchen daher, auf Zeit zu spielen. Doch die Amerikaner setzen nach und erwarten vom EU-Steuerzahler neue Kriegs-Kredite für die insolvente Ukraine.

Griechenland: Zinsen für Staatsanleihen steigen rapide

Die ersten politischen Signale des neuen griechischen Premiers Alexis Tsipras haben sich negativ auf die Entwicklung der Staatsanleihen ausgewirkt. Auch die Börse in Athen brach erneut ein. Tsipras versprach in seiner Antrittsrede einen radikalen Wandel in Griechenland.

Der neue griechische Finanzminister Yanis Varoufakis will die Schulden Griechenlands ohne Ausverkauf des Landes abbauen. (Foto: dpa)

Griechenland: Tsipras stoppt Privatisierung des Hafens von Piräus

Die neue griechische Regierung hat die Privatisierung des Hafens von Piräus offiziell gestoppt. Die Maßnahme ist eine symbolische Handlung ohne große wirtschaftliche Auswirkungen. Der wichtigste Interessent, ein chinesisches Konsortium, schlägt sich seit Jahren mit einer unwilligen Bürokratie herum und muss überdies der Regierung nachlaufen, damit sie ihre Schulden bei dem Konzern bezahlt.

Der neue griechische Außenminister Nikos Kotzias: Gleich zu Beginn seiner Amtszeit macht die Syriza-Regierung der EU Ärger und blockiert weitere Sanktionen gegen Russland. (Foto: dpa)

Griechenland erwägt offizielles Veto gegen Russland-Sanktionen

Die neue griechische Regierung sorgt für Nervosität in Brüssel: Ein Sprecher wies eine Erklärung der EU zurück, mit der die Außenminister beauftragt worden seien, schärfere Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Offenbar prüft die Syriza-Regierung sogar ein Veto gegen die Sanktionen. Die EU fürchtet, dass Griechenland in Richtung Russland abdriften könnte.

Es ist vielleicht kein historisches Telegramm, welches Angela Merkel an Alexis Tsipras geschickt hat. Aber die Kanzlerin hat sich jedes Wort genau überlegt, vor allem diejenigen, die sie nicht verwendet hat. (Foto: dpa)

Merkel gratuliert Tsipras: Das Telegramm im Wortlaut

Die Glückwünsche von Angela Merkel an Alexis Tsipras klingen etwas süß-sauer. Zwischen den Zeilen kann man lesen, dass Merkel mit dem Links-Politiker ihre Probleme hat. Auffällig: Das große europäische Projekt wird in dem Telegramm mit keinem Wort erwähnt.

Tausende Läden sind geschlossen. Die griechische Wirtschaft leidet nicht unter der Zinslast des Landes, sondern an fehlender Wettbewerbsfähigkeit und der Korruption im Land. (Foto: dpa)

Schulden-Erlass hilft der griechischen Wirtschaft nicht aus der Krise

Alexis Tsipras hat vor seinem Wahlsieg angekündigt, einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland zu fordern. Dieser allein wird das Land jedoch nicht aus der Krise bringen. Schon jetzt haben die Griechen günstigere Kredit-Bedingungen als andere Euro-Krisenstaaten.

Alexis Tsipras bei seiner Angelobung mit Staatspräsident Karolos Papoulias. Der Syriza-Chef kommt mit einem neuen Team, das entschlossen ist, mit den Euro-Traditionen zu brechen. (Foto: dpa)

Syriza-Ökonom: „Gerechtigkeit oder Ende des Euro mit einem großen Knall“

Der Ökonom Yanis Varoufakis soll neuer griechischer Finanzminister werden. Er dürfte, wenn er Kurs hält, den Finanzministern der Euro-Zone einiges Kopfzerbrechen bereiten. Denn Varoufakis hat die Probleme der griechischen Volkswirtschaft unverblümt beim Namen genannt. Eine Fortsetzung des bisherigen Kurses im Euro-Raum scheint mit ihm nicht denkbar.

Börse: Dax mit siebtem Schlussrekord in Folge

Nach kurzer Verunsicherung entscheiden die Märkte, dass mit Griechenland schon alles gut gehen wird: Der Dax erreicht ein neues Allzeithoch über der 10800er-Marke, auch der Euro steigt stark. Aber die Verhandlungsposition der Gläubiger Griechenlands ist nicht gerade gut.

http://www.ariva.de/dax-index/chart?t=intraday&boerse_id=12

Syriza-Sieg: Börsen und Märkte ohne Veränderung

Nach der Griechenland-Wahl stieg der Dax auf ein neues Rekordhoch. Der Euro rutschte im frühen Handel zwar auf ein Elf-Jahres-Tief. Allerdings erholte sich der Euro am Nachmittag deutlich.

Alexis Tsipras bei der Vereidigung zum Premier durch den griechischen Präsidenten Karolos Papoulias am Montagnachmittag. (Foto: dpa)

Alexis Tsipras als neuer griechischer Premier vereidigt

Der Vorsitzende der griechischen Links-Partei Syriza, Alexis Tsipras, wurde am Montag zum Premier vereidigt. Griechenland wird nach dem Syriza-Wahlsieg künftig von einer Links-Rechts-Koalition regiert. Tsipras hatte sich mit den Euroskeptikern der Anel-Partei auf ein Regierungsbündnis geeinigt,

Eine Rechts-Links-Koalition zwischen Anel (Parteichef Panos Kammenos) und Alexis Tsipras' Syriza wäre ein Novum in Europa. (Foto: dpa)

Athen: Tsipras bildet Koalition mit Euro-Skeptikern

Nur einen Tag nach der Abstimmung ist die Suche nach einem Koalitionspartner für den Wahlsieger Syriza bereits beendet: Tsipras wird die neue Regierung gemeinsam mit der Anel-Partei bilden. Die eher dem rechten Lager zugehörende Partei erreichte bei der Wahl 13 Mandate. Die Vereidigung von Tsipras wird für den Montagabend erwartet.

Mit Antonis Samaras hat die EU einen treuen Verbündeten verloren. (Foto: dpa)

Griechenland-Wahl: Betretenes Schweigen in Brüssel

Kein EU-Spitzenpolitiker hat bisher dem Wahlsieger Alexis Tsipras gratuliert. Nur Francois Hollande meldete sich bei den Griechen. Für Deutschland schickte Jens Weidmann eine Warnung nach Athen. Den EU-Spitzen hat es die Sprache verschlagen.

EZB will sich nicht an Schulden-Erlass für Griechen beteiligen

Die EZB ist der Auffassung, dass die bei ihr lagernden griechischen Staatsanleihen aus rechtlichen Gründen nicht in einen Schulden-Schnitt einbezogen werden können. Über die EZB trägt der europäische Steuerzahler das größte Risiko für Kreditausfälle in der Euro-Zone.

Mit dem klaren Votum für Syriza haben die Griechen die EU in eine Sinnkrise gestürzt. Es geht um den Konflikt zwischen der Demokratie und zentralen, nicht legitimierten Institutionen. (Foto: dpa)

Syriza-Sieg: Die politische Union in Europa ist gescheitert

Der überraschend klare Wahlsieg des Links-Bündnisses Syriza in Griechenland ist der Anfang vom Ende einer echten politischen Union in Europa. Ein Volk hat seine Elite abgewählt, weil es nicht fremdbestimmt sein will. Andere Staaten werden dem griechischen Beispiel folgen. Doch erst wenn es Alexis Tsipras gelingt, die mächtigen Institutionen EZB und IWF herauszufordern, wird man tatsächlich von einem Sieg der Demokratie für Europa sprechen können.

Auch die Wahlkampf-Hilfe von Angela Merkel hat ihm nicht geholfen: Wahlverlierer Antonis Samaras nach der Niederlage. (Foto: dpa)

Wirtschafts-Forscher erwartet Verwerfungen in Europa

Der Wirtschaftsforscher Marcel Fratscher bezeichnet das Wahlergebnis von Griechenland als schlechte Nachricht für Europa und für Griechenland. Er hält Verwerfungen in ganz Europa für denkbar.