Alle Artikel zu:

Griechenland

Der CSU-Politiker will die Europa-Politik seiner Partei und der Bundesregierung nicht mittragen. Er legt all seine Ämter nieder. (Foto: dpa)

Protest gegen Euro-Rettung: Gauweiler legt Bundestagsmandat und CSU-Amt nieder

Der CSU-Politiker Peter Gauweiler legt sein Bundestags-Mandat nieder und tritt als Partei-Vize zurück. Auslöser dieser Entscheidung sind innerparteiliche Streitigkeiten um die Euro-Rettung. Die CSU-Spitze wirft ihm Verstoß gegen die CSU-Parteidisziplin vor. Entgegen der Forderung von CSU-Chef Horst Seehofer hatte Gauweiler zuvor im Bundestag gegen die Verlängerung des griechischen Kredit-Pakets gestimmt.

Aufstockung um jeden Preis: Die Geldpolitik von EZB-Chef Mario Draghi geht der Bankenaufsicht zu weit. (Foto: dpa)

Aufstand gegen Draghi: Wilder Streit in der EZB wegen Griechenland-Krediten

Wegen der Kredite an griechische Banken ist ein heftiger Streit zwischen der EZB-Bankenaufsicht und der Geldpolitischen Abteilung ausgebrochen. Mario Draghi will die griechischen Banken mit Not-Krediten über Wasser halten. Die EZB-Bankenaufsicht sieht die Gefahr einer unerlaubten Staats-Finanzierung. Es geht also um einen Grundsatz-Konflikt, der sich aus der unkontrollierten Machtfülle der EZB ergibt.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis mit der IWF-Chefin Christine Lagarde beim Brüsseler EU-Gipfel im Februar 2015. Die Regierung in Athen muss in den kommenden Monaten ihren Verpflichtungen aus dem IWF-Schuldendienst nachkommen. (Foto: dpa)

Griechenland kann Pleite nur mit weiteren EU-Krediten vermeiden

Im Sommer 2015 wird sich entscheiden, ob Griechenland in der Eurozone verbleibt. Dann benötigt das Land Milliardensummen, um Zinsen zu zahlen und den Schuldendienst an den IWF zu gewährleisten. Sollte das Land im Euroraum bleiben, müsste es auf den Krisenfonds ESM zurückgreifen. Doch im ESM-Vertrag gibt es Klauseln, die einer weiteren Schuldenaufnahme widersprechen.

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras sprach am 24.03.2015 in Berlin mit den Grünen-Politikern Simone Peter (mi.) und Cem Özdemir. Özdemir fordert seit Jahren die Privatisierung griechischen Staatseigentums. Doch er plädiert auch für einen Schuldenschnitt. (Foto: dpa)

Griechenland will Hafen von Piräus an Chinesen verkaufen

Nach einem Medienbericht will die griechische Regierung den Hafen von Piräus nun doch privatisieren. Anwärter für den Kauf ist die chinesische Cosco Group. Zuvor hatte Regierungs-Chef Alexis Tsipras das Vorhaben gestoppt. Die Troika verlangt die Privatisierung.

Auf dem Gelände des Bahnhofs, von dem die Juden 1943 deportiert wurden, soll die Gedenkstätte entstehen. (Foto: dpa)

Griechenland: Jüdische Gemeinde hofft auf Entschädigung aus Deutschland

Fast alle Juden der griechischen Gemeinde Thessaloniki sind nach Auschwitz deportiert wurden. Nun soll für sie eine Gedenkstätte errichtet werden. Die jüdische Gemeinde hofft, dass ein Großteil der Kosten von Deutschland übernommen werden.

In Berlin schmiedete Alexis Tripras mit den Links-Politikern Gysi und Kipping Pläne für Europa, zu Hause plündern seine Mitarbeiter alle Kassen, derer sie habhaft werden können. (Foto: dpa)

Griechische Regierung plündert Gesundheits-Kasse, um Beamte zu bezahlen

Die Regierung in Athen hat drastische Maßnahmen ergriffen, um an Geld zu kommen: Dei Gesundheitskasse wurde ebenso geplündert wie die Metro-Rücklagen. Den Bauern wurden die EU-Förderungen gestrichen, damit die Staatsbediensteten ihre Gehälter bekommen können.

Angela Merkel und Alexis Tsipras: Die EU bleibt eine kostspielige Angelegenheit. (Foto: dpa)

Merkel: Die EU ist eine „kostbare Sache“

Bundeskanzlerin Merkel und der griechische Premier Tsipras haben in Berlin das gemeinsame Interesse am Fortbestand der Euro-Zone betont. Die Spannungen zwischen Griechenland und Deutschland sollen überwunden werden. Tsipras nutzte seinen Berlin-Besuch auch, um eine linke Allianz in Europa zu schmieden. Die EZB zeigt sich in der Zwischenzeit wieder offen für Not-Kredite an griechische Banken.

Die Euro-Zone ist nur noch ein Schatten ihrer selbst: Die Bundesbank sieht ambitionierte Pläne für die Vereinigten Staaten von Europa in weite Ferne gerückt. (Foto: dpa)

Bundesbank mit einem Abgesang: Der Euro-Zone geht die Luft aus

Die Deutsche Bundesbank hat in ihrem aktuellen März-Bericht einen veritablen Abgesang auf hochfahrende EU-Pläne angestimmt: Die Bundesbank sieht derzeit keine Chance auf mehr Integration oder gar eine politischen Union. Statt sich in Träumen von einem Bundesstaat Europa zu verlieren, sollte die Euro-Zone lieber ein Insolvenzrecht für Staaten vorlegen. Bisher haben die Euro-Retter diese wichtige Vorkehrung sträflich vernachlässigt.

Der griechische Premier Alexis Tsipras kommt nach Berlin, um mit Angela Merkel eine Lösung des Schuldenstreits voranzutreiben. (Foto: dpa)

Griechenland will Steuer-Eintreibung beschleunigen

Das griechische Parlament hat säumigen Steuerzahlern Bußgelder und Verzugszinsen erlassen, um Geld in die Staatskassen zu bekommen. In der Frage von deutschen Reparations-Zahlungen nimmt die Regierung Abstand von juristischen Schritten und will eine gemeinsame Expertenkommission einsetzen. Die Bundesregierung lehnt eine solche Aufarbeitung erwartungsgemäß ab, weshalb das Thema vermutlich bald wieder in den Schubladen verschwinden dürfte.

Angela Merkel und Francois Hollande ratlos: Die EU zeigt bei den Sanktionen mehr Wirkung. (Foto: dpa)

Falsche Strategie: Sanktionen treffen EU härter als Russland

Die gegenseitigen Sanktionen treffen die EU offenbar stärker als Russland. Die Russen kaufen wegen des Import-Stopps vermehrt heimische Produkte. Die EU-Staaten dagegen spüren die Folgen eines signifikanten Einbruchs bei den Exporten, können die Verluste aber wegen der Euro-Krise nicht wettmachen.

Auf dem EU-Gipfel haben Angela Merkel, Mario Draghi, François Hollande und Jean-Claude Juncker einen bisher unbekannter Fonds entdeckt, der Griechenland nun als Entwicklungshilfe zugute kommen soll. (Foto: dpa)

EU findet überraschend zwei Milliarden Euro und kann jetzt Griechenland retten

Die EU hat zwei Milliarden Euro in einem Entwicklungshilfe-Topf entdeckt und will mit diesem Geld Griechenland retten. Präsident Juncker spricht deshalb nun auch von einer humanitären Katastrophe in Griechenland.

Ratlos in Brüssel: Die EU fürchtet ein Veto Griechenlands und verzichtet vorerst auf eine offizielle Verlängerung der Russland-Sanktionen. (Foto: dpa)

EU verschiebt Entscheidung über Russland-Sanktionen

Niederlage für die Hardliner in der EU: Ein endgültiger Beschluss über die Verlängerungen der Sanktionen gegen Russland soll erst im Juni gefasst werden. Die EU will offenbar zuerst das Griechenland-Problem lösen, um ein Veto aus Athen zu verhindern.

Unter den Spannungen zwischen Athen und den Gläubigern leiden die griechischen Banken. Premier Alexis Tsipras wird von den Griechen weiter unterstützt, allerdings sinkt die Zustimmung seit seinem Amtsantritt. (Foto: dpa)

Kapitalflucht: Griechen holen ihr Geld von der Bank

Griechischen Banken leiden unter den Spannungen zwischen Athen und seinen Gläubigern. Bank-Aktien verloren am Mittwoch mehr als acht Prozent ihres Wertes. Zudem ziehen Kunden aus Furcht vor Kapitalverkehrskontrollen mehr Geld von ihren Konten ab als zuvor.

Noch ist unklar, in welche Richtung die Russland-Sanktionen der EU gehen werden. (Foto: dpa)

Russland-Sanktionen: Kleine Staaten mucken gegen EU auf

Die EU ist wegen der Sanktionen gegen Russland gespalten. Nun hat Brüssel angeregt, die Entscheidung über das weitere Vorgehen an Angela Merkel und Francois Hollande zu delegieren. Die Kritiker der Sanktionen hoffen, dass Frankreich wegen der bevorstehenden Wahlen gegen eine harte Linie stimmen könnte. Die Position Deutschlands ist unklar, die Amerikaner behaupten, Merkel stehe hinter dem von Washington geforderten Kurs.

Syriza-Chef Alexis Tsipras will mit einem Anti-Armuts-Gesetz 300.000 griechische Haushalte mit Gratis-Strom versorgen. (Foto: dpa)

EU stoppt Armuts-Gesetz in Griechenland

Die EU-Kommission soll ein Anti-Armuts-Gesetz des griechischen Parlaments blockiert haben. Das Gesetz sah kostenlosen Strom und Lebensmittelmarken für 300.000 Haushalte in Griechenland vor. Die Kosten für das Gesetz sollten sich auf 200 Millionen Euro belaufen.

Nach und nach versuchen die nationalen Politiker verschiedener EU-Länder sich Russland wieder zu nähern. Auch Tschechiens Präsident Milos Zeman (Mi.) und sein Berater wollen auf Russland zugehen. (Foto: dpa)

EU-Front gegen Russland bröckelt: Tschechien gegen Eskalation

Nach Spanien, Zypern und Griechenland hat sich nun auch Tschechien für ein Ende der fortlaufenden Konfrontation mit Russland ausgesprochen. Hinsichtlich der Sanktionen müsse man sich fragen, ob man den Preis dafür zahlen wolle, sagt der Berater des tschechischen Präsidenten. Man stünde am Scheideweg und, „wenn wir falsch abbiegen, könnte das in einem Kalten Krieg“ enden.

Euro-Land wird zum Albtraum für seine politischen Verteidiger. (Foto: dpa)

Euro-Streit: Belgier attackieren Frankreich, Schäuble frontal gegen Griechenland

In der Euro-Zone werden immer neue Gräben sichtbar - und die bekannten werden immer tiefer: Der belgische Finanzminister kritisiert die Bevorzugung Frankreichs beim Defizit. Wolfgang Schäuble rechnet mit der griechischen Regierung ab. Alexis Tsipras garantiert den Griechen, dass die Sparguthaben sicher sind.

Der Dax sprang zum ersten Mal über 12.000 Punkte. Dafür wird von Experten die EZB-Geldschwemme verantwortlich gemacht. (Grafik: ariva.de)

EZB wird Kauf-Ziel von Staatsanleihen im März verfehlen

Nach EZB-Plänen sollten die Zentralbanken monatlich Staatsanleihen für 60 Milliarden Euro kaufen. Doch die Nachfrage ist offenbar geringer: In der ersten Woche waren es lediglich Anleihen für knapp zehn Milliarden Euro. Rechnet man diesen Wert hoch, verfehlt die EZB jeden Monat ihr Ziel um 20 Milliarden Euro.

Griechenland zahlt nächste Kredit-Rate an den IWF

Griechenland wird am Montag eine Kredittranche in Höhe von 580 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen. Das sagt zumindest ein anonymer Regierungsvertreter aus Athen. Im aktuellen Monat konnte Griechenland bisher 650 Millionen Euro an internationale Gläubiger zurückzahlen.

Sorge um Instabilität an der Südost-Flanke der NATO: Bundeskanzlerin Merkel ist darum bemüht, dass Griechenland in der Eurozone verbleibt. (Foto: dpa)

Merkel will Grexit vermeiden, um Nato-Südflanke nicht zu gefährden

Die Bundesregierung ist bereit, unkonventionelle Lösungen zu befürworten, um zu verhindern, dass Griechenland das Geld ausgeht und es zu einem „Grexit“ oder „Graccident“ kommt. Erstmals wird in Berlin offen eingeräumt, dass die Entwicklung in Griechenland vor allem unter militärischen Gesichtspunkten alternativlos ist: Das Nato-Mitglied soll keinesfalls aus der Militär-Allianz herausgebrochen werden.