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Griechenland

Die EU-Steuerzahler müssen mehr als 400 Millionen Euro hergeben, damit die baltischen Staaten ohne russisches Gas auskommen. (Foto: dpa)

Kein Gas aus Russland: EU entwickelt Notfall-Plan für den Winter

Die Energie-Politik der EU, die starkt von den USA betrieben wird, dürfte den Steuerzahler wegen der Verschärfung der Gangart gegen Russland Milliarden kosten. Eine Pipeline zwischen Polen und Litauen muss finanziert werden. Die Balkan-Staaten verlangen Hilfe mit Flüssiggas, falls diesen Winter kein russisches Gas mehr durch die Ukraine fließt. Wer das alles bezahlen soll, ist völlig unklar.

SPD-Superminister Sigmar Gabriel ließ sich von seinem Parteifreund Manuel Valls noch vor wenigen Wochen die Schönheiten von Paris zeigen. Nun ist der Premier in großen Schwierigkeiten, und die EU schlittert in eine neue Legitimations-Krise. (Foto: dpa)

Drama in Paris: Der Zerfall der EU beginnt in Frankreich

Die französische Regierung ist nur wenige Monate nach dem Sieg von Marine Le Pen bei der EU-Wahl zerbrochen. Möglicherweise kommt nun eine Regierung des Nationalen Notstands, um zu retten, was nicht mehr zu retten ist: Die EU soll sich, wenn es nach Paris geht, in neue Schulden stürzen. Doch selbst das wird am Ende nicht reichen.

Griechenlands Finanzminister Gikas Hardouvelis und Premier Antonis Samaras wehren sich gegen Forderungen des IWF, ausstehende Sozialbeiträge von einer privaten Inkasso-Firma eintreiben zu lassen. (Foto: dpa)

Griechische Unternehmen können sich Sozialbeiträge nicht mehr leisten

Griechenland widersetzt sich einer Forderung des IWF, wonach eine private Inkasso-Firma ausstehende Sozialbeiträge eintreiben soll. Die Schulden der Griechen gegenüber den Sozialkassen sind auf 18 Milliarden Euro angestiegen. Doch die Regierung will das Eintreiben der Gelder nicht aus der Hand geben.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso beim Staatsbesuch in Albanien: Von niemandem gewählt, und keinem verantwortlich - und alle nur erdenklichen Privilegien. Die EU muss zu einem Europa der Bürger werden, in dem die Politiker rechenschaftspflichtig sind. (Foto: dpa)

Ökonom Crusius: Europa gehört den Bürgern, nicht den Eliten

Der Ökonom Reinhard Crusius glaubt, dass Europa nur vor einer Katastrophe bewahrt werden kann, wenn die Bürger selbst das Heft in die Hand nehmen. Er plädiert dafür, das bequeme Wegducken und Lamentieren zu beenden und die Politiker zu zwingen, transparent und verantwortlich zu handeln. Europa sei, so Crusius, ein großartiger Kontinent - zu wertvoll, um ihn den Finanz-Eliten zu überlassen, die die Menschen auf "Lohnstückkosten" reduzieren.

Die Politiker in der EU haben im Grunde keine genaue Vorstellung, wie dieser Koloss zu führen ist. Daher verlassen sich auf die Einflüsterungen von Bankern und Zentralbankern. Der dauerhafte Euro-Crash ist solcherart nicht zu abzuwenden. (Foto: dpa)

„Gier, Unfähigkeit, Propaganda“: Ein zorniger Ökonom rechnet mit der EU ab

Der Ökonom Richard Crusius glaubt, dass Europa nur zu ändern ist, wenn die EU radikal umgebaut wird: Nur ein soziales und freies Europa kann ein wirklich liberales Europa sein. Bisher hat sich eine weitgehend ahnungslose Politik von den Playern aus der Finanzwirtschaft gängeln lassen. Große, zentralistische Organisationen haben in der Folge die Macht übernommen. Zu retten sei Europa nur, wenn der giftige Cocktail aus Gier, Dummheit und Propaganda endlich in den Ausguss gekippt wird. Ein zorniges Plädoyer für ein radikal anderes Leben in Europa.

Die Steuerzahler müssen die Rettung der Depfa stemmen. (Bild: Timo Würz)

Weiter wie bisher: Der Steuerzahler bleibt der unaufgeklärte Banken-Retter

Der hohe Schaden für den Steuerzahler aus der indirekten Verstaatlichung der irischen Depfa entstand vor allem durch den politischen Widerstand gegen Abwicklung und Gläubigerbeteiligung in Deutschland. Durch das starre Festhalten an der einmal beschlossenen Bankenrettungsstrategie wurden bei einer Privatbank die Rettungskosten für den Steuerzahler maximiert.

Im Mai 2014 entschied die Bundesregierung, das bislang höchste Angebot für die Bank von 320 Millionen Euro abzulehnen und die Bank in Eigenregie abzuwickeln. (Bild: Timo Würz)

Pokern auch nach dem Crash: Bundesregierung wickelt marode Depfa ab

Das Staatskreditmodell der Depfa ist faktisch tot. Im Mai 2014 entschied die Bundesregierung dennoch, das bislang höchste Angebot für die Depfa von 320 Millionen Euro abzulehnen. Sie hofft, dass eine Abwicklung in Eigenregie billiger kommt.

Das Klammern der Politik an die Lösung der Defpa-Krise über eine Bad Bank kostet den Steuerzahler Milliarden. (Bild: Timo Würz)

Regierung nimmt Steuerzahlern unnötig Milliarden für Bank-Rettung ab

Die Rettung der Depfa hat den deutschen Steuerzahler einen hohen einstelligen Milliarden-Betrag gekostet. Die genaue Summe ist geheim. Fest steht allerdings, dass Angela Merkel dem Steuerzahler 2 Milliarden Euro ersparen hätte können.

Die Banken suchten das Abenteuer: Depfa wird nach Irland ausgelagert. Die Finanzierungen werden zunehmend risikoreicher. (Bild: Timo Würz)

Finanzaufsicht hat geschlafen: Depfa-Bank stürzt nach Irland-Abenteuer ab

Das Unglück der Depfa nahm seinen Lauf in Irland: Die Bank wurde nach Irland ausgelagert, um am globalen Kasino teilnehmen zu können. Mit den geringsten Margen erzielt die Bank im Staatskreditgeschäft die höchste Eigenkapitalrendite. 2007 schließt sich Depfa mit dem Hypo Real Estate zusammen. Warum die deutsche Aufsicht dem Kauf durch die HRE-Gruppe zustimmte und selbst nach Ausbruch der Krise nicht unterband, bleibt rätselhaft.

Der Zusammenbruch: Angela Merkel beschließt in der Nacht zum 29. September 2008 die Rettung der Depfa durch Steuergelder. Der Bank Hypo Real Estate drohte die Pleite, weil ihre Tochter an den Finanzmärkten kein Geld mehr bekam. Die Kanzlerin und der damalige Finanzminister Peer Steinbrück standen am Beginn der Bankenkrise. (Bild: Timo Würz)

Bankenretter Merkel und Steinbrück: Völlig unnötig 2 Milliarden Euro verbrannt

Aus Angst vor einem Finanz-Crash haben Angela Merkel und der damalige Finanzminister Peer Steinbrück bei der Rettung der HRE 2 Milliarden Euro an Steuergeldern verbrannt - obwohl die Abwicklung auch anders möglich gewesen wäre. Kein Politiker wurde je zur Verantwortung gezogen. Die Steuerzahler müssen in den kommenden Jahren hart arbeiten, um für das politische Versagen zu bezahlen.