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Griechenland

Russland hatte im vergangenen Jahr den Import von griechischen Erdbeeren, Orangen, Kiwis und Pfirsichen gestoppt. (Foto: dpa)

Griechenland bittet Russland um Lockerung der Sanktionen

Russland und Griechenland befinden sich in Gesprächen über eine mögliche Lockerung der Obst- und Gemüsesanktionen. Griechenland hatte in den vergangenen Jahren seinen Pfirsich-Sektor aufgebaut, um vor allem Russland zu beliefern. Die griechische Landwirtschaft ist von den als Reaktion auf die EU-Sanktionen verhängten Importsperren besonders betroffen.

Griechenlands Varoufakis will die Schulden bei der EZB nicht bedienen, Wolfgang Schäuble droht in diesem Fall mit der Staatspleite. Die Milliarden-Kredite aus europäischen Steuergeldern wären dann verloren. (Foto: dpa)

Schäuble droht Griechenland mit der Staats-Pleite

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Griechenland mit der Staats-Pleite gedroht, wenn Athen seine Schulden bei der EZB und dem IWF nicht bedient. Der griechische Finanzminister Varoufakis sagte, man würde gerne zahlen, hätte aber das Geld nicht. Er will daher mit der EZB über einen Schuldenschnitt verhandeln. In diesem Fall wären Milliarden an europäischen Steuergeldern verloren.

Premier Alexis Tsipras und Finanzminister Yanis Varoufakis sind in der Realpolitik angekommen. Intern regt sich Widerstand gegen den Kurs der Parteispitze. (Foto: dpa)

Griechenland: Tsipras könnte bei Kredit-Verlängerung Parlament umgehen

Der griechische Premier Alexis Tsipras steht vor der Entscheidung, ob er das Parlament über die Ausweitung des Kreditprogramms abstimmen lässt. Bei einer parteiinternen Abstimmung haben zuvor 30 Syriza-Abgeordnete gegen die Verlängerung votiert.

Der Euro hat bei etlichen Staaten erhöhten Kredit-Bedarf ausgelöst. (Foto: dpa)

EU-Staaten brauchen Kredite wie früher die Sowjet-Satelliten

Zentralistische Wirtschafts-Systeme funktionieren nicht: Die Europäische Entwicklungs-Bank (ERBD), einst gegründet für die ehemaligen Sowjet-Staaten, muss nun den kriselnden EU-Staaten helfen: Zypern, Polen und Griechenland stellen sich um Kredite an. Russland dagegen wird seit Juli 2014 von der EBRD nicht mehr unterstützt.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis erklärte am Freitag, er habe sich auf eine „bewusst unscharfe Formulierung“ der Reformzusagen geeinigt. (Foto: dpa)

Varoufakis: Deal mit EU ist nur ein „Feigenblatt“, die „Kassen sind leer“

Der griechische Finanzminister Varoufakis hat den Kompromiss mit der EU als ein „Feigenblatt“ bezeichnet, damit Parlamente wie der Deutsche Bundestag der Kredit-Verlängerung zustimmen. Die „Kassen sind leer“, Athen könne den IWF-Kredit nicht bedienen. Allerdings hat die Syriza-Regierung beschlossen, das staatliche Fernsehen wieder zu eröffnen.

Bundestag stimmt für Verlängerung der Griechenland-Kredite

Der Bundestag hat am Freitag mit großer Mehrheit der Verlängerung des Kreditprogramms für Griechenland zugestimmt. 32 Parlamentarier lehnten den Antrag ab. Davon kamen 29 Nein-Stimmen aus der Union.

Die EZB ist offenbar entschlossen, die Euro-Schuldenstaaten zu stützen. Wenn das kunstvolle Gebäude jedoch einstürzt, fällt es den europäischen Sparern und Steuerzahlern auf den Kopf. (Foto: dpa)

Pleite-Gefahr: Griechenland kann IWF-Kredit nicht bedienen

Griechenland muss im März milliardenschweren finanziellen Verpflichtungen an die Geldgeber nachkommen. Finanzminister Varoufakis findet in seinem Haushalt allerdings große Löcher. Es gebe zwar keine Liquiditätsprobleme im öffentlichen Sektor, aber auf jeden Fall Probleme bei der Schuldenrückzahlung an den IWF und an die EZB. Sollte der IWF-Kredit tatsächlich nicht bedient werden, besteht die akute Gefahr einer Staatspleite.

Erstmals gab es am Donnerstag Demonstrationen gegen die Syriza-Regierung. In Athen flogen Molotow-Cocktails gegen die Polizei. (Foto: dpa)

Griechenland: Schwere Ausschreitungen bei Demo gegen Syriza

In Athen ist es am Donnerstagabend zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Proteste richteten sich gegen die Syriza-Regierung. Der neue Premier Tsipras hat in einem Kompromiss zugestimmt, dass die Wirtschaftspolitik des Landes weiter von der Troika aus EU, EZB und IWF kontrolliert wird.

Finanzminister Wolfgang Schäuble und Fraktionsvorsitzende Volker Kauder äußerten in ihrer Fraktion scharfe Kritik am griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis. Bei einer Probeabstimmung votierten am Donnerstag 22 Abgeordnete mit Nein, 5 enthielten sich. (Foto: dpa)

Folgen Merkel nicht: 22 Abweichler gegen Griechenland

Bei der Abstimmung im Bundestag werden vermutlich 22 Abgeordnete aus der Union gegen Angela Merkel stimmen. Das sind doppelt so viele als bei der vorigen Griechen-„Rettung“. Trotzdem hat der Widerstand eher symbolischen Wert.

Am 22. Februar 2015 kam es beim Liga-Spiel zwischen Olympiakos und Panathinaikos zu schweren Ausschreitungen. (Foto: dpa)

Griechenland: Fußballspiele in Profi-Liga unbefristet ausgesetzt

Der griechische Fußballverband hat alle Spiele der Profi-Liga wegen anhaltender Gewalt bis auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen Hooligans. Es fanden auch tätliche Angriffe auf Schiedsrichter und Fußball-Funktionäre statt.

Alles was der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis mit dem vorgeschriebenen Entwurf tun musste, war, mit dem Schreiben einverstanden zu sein – und es der Kommission zurückzusenden. (Foto: dpa)

Spekulation: Griechisches Reform-Papier wurde von der EU-Kommission selbst verfasst

Der eigentliche Autor des „griechischen“ Reformpakets ist offenbar ein Ökonom der EU-Kommission. Demnach hat die EU-Kommission einem Papier zugestimmt, das sie zuvor selbst verfasst hatte. Der IWF und die EZB halten die griechischen Vorschläge für unzureichend.

Die EZB muss wohl künftig noch mehr Geld drucken. Passenderweise präsentierte sie am Dienstag fast zeitgleich mit der Einigung der Eurogruppe die neuen 20-Euro-Scheine. (Foto: dpa)

Euro gerettet, Bundestag soll diese Woche zustimmen

Die Finanzminister der Eurogruppe haben die Reformvorschläge der griechischen Regierung abgesegnet. Gleichzeitig wurde die Verlängerung des Kreditprogramms genehmigt. Die Vereinbarung muss noch in einigen Mitgliedstaaten von den Parlamenten verabschiedet werden. In Deutschland wird das voraussichtlich am Freitag geschehen.

Troika stimmt griechischem Programm offenbar zu

Die Eurogruppe berät zur Stunde, ob das Kreditprogramm für Griechenland verlängert wird. Die EU-Kommission empfiehlt den Euro-Finanzministern, den griechischen Reformplänen zuzustimmen.

Der ehemalige Lehman-Banker und jetzige Wirtschaftsminister Spaniens, Luis de Guindos, entpuppte sich als der schärfste Widersacher von Yanis Varoufakis. Die spanischen Konservativen fürchten einen Erfolg der linken Podemos, wenn die Euro-Zone Griechenland Zugeständnisse macht. (Foto: dpa)

Austerität: Etablierte Parteien und USA fürchten Vormarsch der Euro-Skeptiker

Die spanische Regierung hat bei den Euro-Verhandlungen mit Griechenland offenbar den stärksten Druck auf Athen ausgeübt: Die Regierung fürchtet, dass ein Nachgeben gegenüber Griechenland die Protest-Partei Podemos im eigenen Land stärken würde. Auch in den anderen Euro-Staaten legen die Euro-Skeptiker zu - sehr zum Verdruss der USA, die Europa als geschlossenen Nato-Partner in ihrer geopolitischen Strategie sehen wollen. Die Einigung ist daher Pflicht.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Militärmanöver vor Griechenland im Oktober 2014. In der aktuellen geopolitischen Lage wäre ein Euro-Austritt des Nato-Landes nicht möglich gewesen. (Foto: dpa)

Griechenland muss wegen Nato-Mitgliedschaft im Euro bleiben

Der Kompromiss zwischen Griechenland und der Euro-Zone wurde auch unter militärischen Gesichtspunkten geschlossen. Unmittelbar vor der Einigung hatten die USA beide Seiten gedrängt, den Streit beizulegen. Wegen der Fokussierung auf Russland als Bedrohung für Europa wäre ein Euro-Austritt Griechenlands unvorstellbar. Griechenland muss eine der teuersten Armeen finanzieren, um der Nato die Südflanke in Europa zu sichern.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und IWF-Chefin Christine Lagarde beim Treffen der Finanzminister der Euro-Gruppe. (Foto: dpa)

Einigung mit Griechenland: Alte Kredite werden verlängert, bis es neue gibt

Griechenland und die Euro-Staaten haben sich erwartungsgemäß auf eine Verlängerung des EFSF-Kredits geeinigt. Die Griechen können damit die Zinsen für die laufenden Kredite beim IWF bedienen. In vier Monaten wird darüber befunden, wie die nächsten Kredit-Programme aussehen könnten. Die Finanzminister reisten ohne Verzögerung zu ihren Familien ins Wochenende.

Angela Merkel und Francois Hollande wollen Griechenland eine Brücke bauen, um im Euro zu bleiben. (Foto: dpa)

Merkel und Hollande: Griechenland muss im Euro bleiben

Deutschland und Frankreich wollen Griechenland im Euro halten. Angela Merkel deutete in Paris an, dass ein neuer Deal mit Griechenland bereits kommende Woche im Bundestag beschlossen werden könne, wenn der vorliegende Antrag noch verbessert werde. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel hat sich für einen Verbleib Griechenlands im Euro ausgesprochen. Die Euro-Gruppe spricht von Fortschritten in den Verhandlungen.

Bundesbank spricht über Erleichterungen für griechische Banken

Im Schuldenstreit mit Griechenland signalisiert die Bundesbank ein Entgegenkommen für die griechischen Banken. Es könne wieder Sonderreglungen geben, sobald ein Deal unter Dach und Fach ist. Die Euro-Finanzminister unternehmen am Freitag den nächsten Anlauf zu einer Einigung.

Euro-Rettung: Deutschland bezeichnet Brief aus Griechenland als unzureichend

Das Bundesfinanzministerium lehnt angeblich den griechischen Kreditantrag bei der Euro-Zone ab. Der Brief sei noch kein substantieller Lösungsvorschlag. Die Reaktion aus Berlin könnte es der Syriza-Regierung erleichtern, die Fortsetzung des Troika-Programms als Erfolg zu verkaufen. Die EU-Kommission hält den Brief für ausreichend.

Sie haben hoch gepokert und die erste Runde verloren: Der griechische Premier Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis müssen die Troika in Griechenland weiter als Kontrolleure für das Kredit-Programm akzeptieren. (Foto: dpa)

Griechenland: Tsipras verliert Poker mit der EU und muss Troika akzeptieren

Die griechische Regierung gibt eines ihrer wichtigsten Wahlversprechen auf und akzeptiert, dass die Wirtschaftspolitik Griechenlands auch weiter von der Troika kontrolliert wird. Der nun in Brüssel eingelangte Kredit-Antrag entspricht der von der EU verlangten Unterwerfung unter das Memorandum. Offenbar haben die internationalen Investmentbanken dem griechischen Finanzminister Varoufakis keine Hoffnung gemacht, aus dem Programm aussteigen zu können.