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EZB

Wolfgang Schäuble und sein österreichischer Amtskollege Hans Jörg Schelling sind bei der Hypo geteilter Meinung. Jetzt soll die EU-Kommission einbezogen werden. (Foto: dpa)

Schäuble kämpft für deutsche Banken gegen Österreich

Die Bundesregierung will Österreich am Bail-in der Hypo hindern und hat daher die EU eingeschaltet. Sie unterstützt damit die Forderungen deutscher Banken, die auf rund 40 Prozent der Hypo-Papiere sitzen. Zahlreiche öffentliche Banken sind mit hohen Investments im Risiko.

Die EU, die nationalen Politiker und die EZB versuchen, der Krise Herr zu werden. Dass die Geldschwemme der EZB keine neuen Jobs bringt, ist für Tsipras nicht ungewöhnlich. (Foto: dpa)

EZB räumt ein: Geldschwemme hilft nicht gegen Arbeitslosigkeit

Die EZB rechnet für die Euro-Zone mit einem Wachstum von bis zu 2,1 Prozent im Jahr 2017. Wo genau das Wachstum stattfinden wird, kann die EZB nicht sagen. Die Arbeitslosigkeit wird durch die Billionen künstlichen Geldes jedoch nicht gemildert, wie die aktuellen Prognosen der EZB zeigen.

Angela Merkel und Alexis Tsipras: Die EU bleibt eine kostspielige Angelegenheit. (Foto: dpa)

Merkel: Die EU ist eine „kostbare Sache“

Bundeskanzlerin Merkel und der griechische Premier Tsipras haben in Berlin das gemeinsame Interesse am Fortbestand der Euro-Zone betont. Die Spannungen zwischen Griechenland und Deutschland sollen überwunden werden. Tsipras nutzte seinen Berlin-Besuch auch, um eine linke Allianz in Europa zu schmieden. Die EZB zeigt sich in der Zwischenzeit wieder offen für Not-Kredite an griechische Banken.

Ratlos in Brüssel: Die EU fürchtet ein Veto Griechenlands und verzichtet vorerst auf eine offizielle Verlängerung der Russland-Sanktionen. (Foto: dpa)

EU verschiebt Entscheidung über Russland-Sanktionen

Niederlage für die Hardliner in der EU: Ein endgültiger Beschluss über die Verlängerungen der Sanktionen gegen Russland soll erst im Juni gefasst werden. Die EU will offenbar zuerst das Griechenland-Problem lösen, um ein Veto aus Athen zu verhindern.

Das Ende der laxen Geldpolitik ist aufgeschoben, aber eben nicht aufgehoben. Werden die Konjunkturdaten wieder besser, werden die Zinsen wieder angehoben, hat Fed-Chefin Janet Yellen signalisiert. Dieser Schritt hätte massive Auswirkungen auf die USA. (Foto: dpa)

Zins-Erhöhung der Fed: Anleger und Investoren müssen sich neu orientieren

Es war ein spätes Eingeständnis der Fed, dass sich die Konjunktur in den USA deutlich abgekühlt hat. Die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Zinsanhebung ist damit deutlich gesunken – aber vom Tisch ist sie damit noch lange nicht. Die Entwicklung hat weitreichende Folgen für Investoren und Anleger.

Die digitalen Währungen werden zunehmend auch für die Zentralbanken interessant, wie das Beispiel Großbritanniens zeigt. Der britische Schatzmeister Osborne setzt daher für sein Land auf eine Offensive in Sachen Währungen. (Foto: dpa)

Kampf der Geld-Systeme: Großbritannien will Bitcoin regulieren

Großbritannien plant die Regulierung von digitalen Währungen. Dadurch sollen die Nutzer eine größere Sicherheit erlangen und die digitalen Währungen öffentlich anerkannt werden. Mit diesem Schritt wird Großbritannien seine Bedeutung als Finanzzentrum Europas weiter ausbauen. Die Bank of England erwägt sogar, eine eigene digitale Währung auszugeben.

Börse: Dax schließt knapp unter 11.900 Punkten

Die Märkte schwanken heute zwischen Euphorie über den faktischen Rückzieher der Fed in Sachen Zinsanhebung und Panik vor der bedrohlich nahe rückenden Pleite Griechenlands: so explodieren heute die Risikoprämien für griechische Staatsanleihen, das Sondertreffen am Rande des EU-Gipfels zwischen Tsipras, Merkel, Hollande, Draghi und Juncker wird in manchen Ländern der Eurozone kritisch gesehen.

Der Römerberg in Frankfurt. Blockupy-Anhänger protestieren gegen die Geldpolitik der EZB. (Screenshot via Twitter)

Frankfurt: Blockupy-Kundgebung verläuft friedlich

Die offizielle Blockupy-Kundgebung in Frankfurt hat begonnen. Im Vorfeld der Veranstaltung ist es zu massiven Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Demonstranten gekommen.

Die Geldpolitik im Hochsicherheitstrakt: Mario Draghi auf dem Weg zur Eröffnung der neuen EZB-Zentrale. (Foto: dpa)

Draghi zeigt Verständnis für Blockupy, Linke sieht den Maidan in Frankfurt

EZB-Chef Mario Draghi hat die Blockupy-Proteste geschickt genutzt, um zwischen den Zeilen die weitere Integration der Euro-Zone voranzutreiben: „Noch“ sei die Euro-Zone allerdings keine „politische Union“, in der es dauerhafte Transferzahlungen zwischen den Staaten gäbe. Eine Rückkehr von geldpolitischen Kompetenzen in die Nationalstaaten schloss Draghi kategorisch aus. Die Linken sprachen, etwas hilflos, vom Maidan in Frankfurt.

Bei den Ausschreitungen am Mittwoch wurden mehrere Polizei-Autos in Brand gesetzt. (Foto: dpa)

EZB-Eröffnung: Schwere Ausschreitungen in Frankfurt

Verletzte Polizisten und Demonstranten, brennende Autos und Barrikaden: Gleich zu Beginn der Blockupy-Proteste gegen die EZB kommt es in Frankfurt zu Ausschreitungen. Für den Tag erwartet die Polizei mindestens 10.000 Demonstranten.

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), spricht am 11.03.2015 im Festsaal der Goethe-Universität in Frankfurt am Main anlässlich der Konferenz "Die EZB und ihre Beobachter" (Foto: dpa)

Die EZB feiert: Panzer, Stacheldraht, keine Presse

Die Europäische Zentralbank (EZB) eröffnet am Mittwoch ihr neues Bürogebäude in Frankfurt. Die Polizei schützt die intime Veranstaltung wegen der zu erwartenden Proteste von Blockupy mit einem gigantischen Polizeiaufgebot. Das martialische Gepränge sagt einiges über das Verhältnis der neuen, feudalen Institutionen zu der Gesellschaft, die sie finanzieren muss.

Österreich, hier Finanzminister Hans Jörg Schelling, will die Gläubiger für das Hypo-Desaster zahlen lassen. Das würde für die deutschen Banken Milliarden-Verluste bedeuten. (Foto: dpa)

Österreich will Staats-Garantien für Hypo-Gläubiger aushebeln

Um die Landesgarantien Kärntens für die Hypo-Papiere zu umgehen, sollen diese für erloschen erklärt werden. Denn wenn es keine Hypo-Anleihen mehr gebe, könne Kärnten auch nicht mehr dafür haften. Österreich folgt damit dem Beispiel von Victor Orban in Ungarn, der die Banken ebenfalls durch neue Gesetze rasiert hatte. Die EZB schlägt sich auf die Seite Österreichs und erklärt, dass auch Geschäfte mit Staaten eben nicht risikofrei seien.

Bei der Euro-Rettung spielte Barack Obama offenbar eine größere Rolle als bislang bekannt ist. (Foto: dpa)

Ehemaliger EZB-Direktor: Euro wurde auf Druck von Obama gerettet

Präsident Obama habe enormen Druck auf die EZB ausgeübt, als es um die Euro-Rettung ging, so der ehemalige EZB-Direktor Stark. Ziel der Amerikaner war demnach, dass die EZB so aggressiv wie die Fed in den Markt eingreift. Kurz danach wurden Pläne vorgestellt, ein Aufkaufprogramm für Staatsanleihen zu starten.

Die Polizei hat eine Zufahrtsstraße zur Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main mit Nato-Draht abgesperrt. Am Mittwoch rechnet die Polizei anlässlich der offiziellen Eröffnung der EZB mit 10.000 Demonstranten. (Foto: dpa)

Blockupy will neuen EZB-Tower in Frankfurt mit Massen-Demo blockieren

Angeführt von Ulrich Wilken, Abgeordneter der Linken und Vizepräsident des hessischen Landtags, will die Blockupy-Bewegung am Mittwoch den EZB-Angestellten den Zutritt zu ihrem Arbeitsplatz verwehren. Die EZB als Mitglied der Troika sei undemokratisch und treibe die Regierungen vor sich her. In Griechenland wird die geplante Aktion mit besonderem Interesse verfolgt.

Euro-Land wird zum Albtraum für seine politischen Verteidiger. (Foto: dpa)

Euro-Streit: Belgier attackieren Frankreich, Schäuble frontal gegen Griechenland

In der Euro-Zone werden immer neue Gräben sichtbar - und die bekannten werden immer tiefer: Der belgische Finanzminister kritisiert die Bevorzugung Frankreichs beim Defizit. Wolfgang Schäuble rechnet mit der griechischen Regierung ab. Alexis Tsipras garantiert den Griechen, dass die Sparguthaben sicher sind.

Der Dax sprang zum ersten Mal über 12.000 Punkte. Dafür wird von Experten die EZB-Geldschwemme verantwortlich gemacht. (Grafik: ariva.de)

EZB wird Kauf-Ziel von Staatsanleihen im März verfehlen

Nach EZB-Plänen sollten die Zentralbanken monatlich Staatsanleihen für 60 Milliarden Euro kaufen. Doch die Nachfrage ist offenbar geringer: In der ersten Woche waren es lediglich Anleihen für knapp zehn Milliarden Euro. Rechnet man diesen Wert hoch, verfehlt die EZB jeden Monat ihr Ziel um 20 Milliarden Euro.

Die Heta-Anleihe sank in den vergangenen Monaten bereits um mehr als 50 Prozent. Mit der Ankündigung des Schuldenmoratoriums Anfang März kam es noch einmal zu einem signifikanten Einbruch. (Grafik: ariva.de)

Banken-Krach in Österreich: Weitere Landesbanken vor Millionen-Verlusten

Die deutschen Banken besitzen rund 40 Prozent jener Hypo-Papiere, deren Rückzahlung Anfang des Monats durch Österreich gestoppt wurde. Das bedeutet für die Banken Milliarden-Verluste. Die neuesten Fälle sind die HSH Nordbank und die Frankfurter Helaba.

Sorge um Instabilität an der Südost-Flanke der NATO: Bundeskanzlerin Merkel ist darum bemüht, dass Griechenland in der Eurozone verbleibt. (Foto: dpa)

Merkel will Grexit vermeiden, um Nato-Südflanke nicht zu gefährden

Die Bundesregierung ist bereit, unkonventionelle Lösungen zu befürworten, um zu verhindern, dass Griechenland das Geld ausgeht und es zu einem „Grexit“ oder „Graccident“ kommt. Erstmals wird in Berlin offen eingeräumt, dass die Entwicklung in Griechenland vor allem unter militärischen Gesichtspunkten alternativlos ist: Das Nato-Mitglied soll keinesfalls aus der Militär-Allianz herausgebrochen werden.

El-Erian: Draghis QE-Programm wird scheitern

Institutionelle Investoren zweifeln an Mario Draghi - und können das gut begründen.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker (re.) und Jeroen Dijsselbloem suchen nach Wegen, die Schulden in der Eurozone zu vergemeinschaften. (Foto: dpa)

EU will Krise für mehr Integration nutzen

Die EU sieht in der aktuellen Euro-Krise die Chance, die Integration in der Währungsunion zu vertiefen. Brüssel hofft, aus der Krise gestärkt hervorzugehen.