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EZB

Um Proteste wie in Zypern zu verhindern, sollen Kleinsparer möglichst geschützt werden. Die Steuerzahler sollen hingegen weiter für die Banken Europas haften. (Foto: LionelWorrell)

Enteignung der Sparer: EU-Parlament stimmt Zwangs-Abgabe zu

Wie in Zypern sollen in der ganzen EU die Guthaben über 100.000 Euro für Banken-Rettungen rasiert werden, so ein Ausschuss des EU-Parlaments. Die Absicherung der Kleinsparer ist mitnichten gesichert.

Seit Merkels Kanzlerschaft ist die Staatsverschuldung um fast 600 Milliarden Euro angestiegen (Grafik: Statista).

Deutsche Schulden können nicht mehr durch Wachstum abgebaut werden

Deutschland wird die aufgelaufenen Staatsschulden nie wieder abtragen können, wie eine aktuelle Studie zeigt. Selbst großes Wirtschafts-Wachstum kann hierbei nicht helfen. Die verlorene Unabhängigkeit der Zentralbank trägt ebenfalls dazu bei.

Die Anteile der faulen Kredite an allen Krediten in Deutschland, anderen Kernländern und in der Peripherie. (Grafik: JPMorgan)

Zeitbombe für deutsche Sparer: 720 Milliarden Euro faule Kredite in Europa

Die EU versucht hektisch, Regeln für Banken-Pleiten in Europa aufzustellen. Der Grund: Durch das billige EZB-Geld haben zu viele Leute in Südeuropa billige Kredite bekommen. Nun können sie diese wegen der Rezession nicht mehr bedienen. Ein Wettlauf mit der Zeit hat begonnen. Wenn die Kredit-Blase platzt, müssen die deutschen Spareinlagen verfügbar sein. Anders geht es nicht mehr.

Bundesbank-Chef Jens Weidmann umreißt erstmals den Rahmen für das Euro-Aus. (Foto: Flickr/ChathamHouse)

Bundesbank-Weidmann zweifelt erstmals an der Zukunft des Euro

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagte, die Bundesbank wolle den Euro nur als stabile Währung erhalten. Die aktuelle Politik der EZB schwäche jedoch den Euro. Wird diese Politik fortgesetzt, ist es nach Einschätzung der Bundesbank auch mit dem Euro vorbei.

Mario Draghi, hier mit Wolfgnag Schäuble: Zeit gewinnen, bis Bankenunion Zugriff auf deutsche Sparkonten ermöglicht. (Foto: consilium)

EZB verliert den Überblick: Stress-Tests für Banken verschoben

Die EZB hat die für dieses Jahr geplanten Stresstests für die Banken abgesagt und auf 2014 verschoben. Damit will die EZB die Möglichkeit erhalten, den Banken vor dem Stresstest noch einmal unauffällig unter die Arme greifen zu können. Danach soll die Banken-Union stehen - und damit der Zugriff auf die deutschen Spareinlagen eine sanftere Rettung ermöglichen.

Herman Van Rompuy (hier mit dem irischen Finanzminister Michael Noonan) weiß, wo das Geld für die europäischen Banken-Rettungen ist: in Deutschland. (Foto: consilium)

EU setzt Masterplan um: Enteignung der Sparer kommt

Die EU folgt bei der geplanten Beteiligung der Sparer im Falle von Banken-Pleiten einem Masterplan aus dem Jahr 2012. Die vielgerühmte Bankenaufsicht dient nicht der Kontrolle der Banken. Sie soll den Zugriff auf die Steuergelder im ESM sichern, damit durch die Kosten der Banken-Rettung die Staatsverschuldung nicht weiter steigt.

Die Letten würden lieber ihre eigene Währung, den Lats, behalten. (Foto: Flickr/www.guigo.eu)

Letten wollen nicht in Euro-Zone gezwungen werden

Die große Mehrheit der Letten (62 Prozent) ist gegen die Einführung des Euro. Dennoch wird Lettland zum 1. Januar 2014 der Eurozone beitreten. So will es die Regierung des Landes. Ein Referendum ist nicht vorgesehen.

Deutsche Banken bedienen ihre Schulden mit EZB-Geld

Im März verringerten die deutschen Banken ihre Schulden um mehr als 19 Milliarden Euro. Die günstigen Kredite der EZB und die erwartete Senkung des Leitzins machten es den Geldinstituten leicht. Die EZB-Kredite sind deutlich billiger als andere, so lässt sich mit einer Umschichtung sogar Geld sparen.

Im vergangenen Jahr flossen immense Gelder aus Japan in Anleihen und Aktien der Eurozone. Seit Dezember 2012 nehmen diese Kapitalflüsse jedoch ab. Die gestiegene Rendite für japanische Bonds könnte diese Entwicklung noch beschleunigen (Grafik: zerohedge).

Gefahr für den Bond-Markt: Japan will aus Euro-Zone aussteigen

Japans Käufe europäischer Anleihen trugen in der nahen Vergangenheit erheblich zur Senkung der Zinssätze bei. Dies half, die Gefahr weiterer Bailouts zumindest vorübergehend abzuschwächen. Nun drohen die Zuflüsse aus Japan zu sinken. Das könnte schnell zu einem massiven Anstieg der Anleihe-Zinsen führen und die Krise am Finanzmarkt schnell wieder beleben.

Auch Israels Zentralbank will nun massiv den Markt mit Geld schwemmen (Foto: Flickr/RonAlmog).

Abwertung: Israel senkt überraschend Leitzins

Die israelische Zentralbank hat überraschend den Leitzins gesenkt. Damit reagiere man auf die Aufwertung des Schekels und die gelockerte Geldpolitik der anderen Zentralbanken. Außerdem sollen mehr Devisen gekauft werden.