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EZB

Die Geldschwemme der EZB könnte dafür sorgen, dass gegen Jahresende kaum noch Staatsanleihen am Markt verfügbar sein werden, so die Ratingagentur Moodys. (Foto: dpa)

EZB-Ankäufe treiben Banken in Liquiditäts-Falle

Europäische Banken fürchten, dass durch die EZB-Geldschwemme der Handel mit Anleihen stark zurückgeht. Das Ankauf-Programm wurde zu einem Zeitpunkt gestartet, als die Renditen für Bonds bereits sehr niedrig waren. Dadurch ist es für Händler schwierig Profite zu machen und Anleihen-Halter verzichten auf Verkäufe.

Am Wochenende besuchte Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman den griechischen Premier Alexis Tsipras. Am Montag zog die Regierung in Athen die Zügel im Kapitalverkehr deutlich an. (Foto: dpa)

Regierung in Athen verfügt Vorstufe zu Kapitalverkehrs-Kontrollen

Die griechische Regierung hat verfügt, dass die lokalen Behörden alle Cash-Bestände umgehend an die Zentralbank zu überweisen haben. Damit soll der nächste fällige Kredit an den IWF bezahlt werden. Beobachter sehen darin die Vorstufe zu Kapitalverkehrskontrollen.

Mario Draghi bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington. (Foto: dpa)

Weniger Kredite: Deutsche wollen Draghis geschenktes Geld nicht haben

Die Deutschen lassen sich von den niedrigen Zinsen nicht blenden und nehmen weniger Kredite auf. Die Anleger scheuen weiterhin Risiken bei der Geldanlage und halten sich daher auch von den Börsen fern.

Ein Polizeiwagen steht am 18.03.2015 in Frankfurt am Main vor der offiziellen Eröffnung des EZB-Towers in Flammen. Der Wagen wurde angeblich von Demonstranten angesteckt. Nun fordert Hessen drakonische Strafen für körperliche Attacken gegen die Polizisten. (Foto: dpa)

Deutschland: Drakonische Strafen für Attacken gegen die Polizei

Die deutsche Politik fürchtet offenbar eine Welle der Gewalt gegen staatliche Organe: Hessen hat eine Bundesratsinitiative zur Einführung eines „Schutzparagraphs 112“ eingebracht. Wer Polizisten körperlich attackiert, soll bis zu zehn Jahre in Haft bekommen können.

Die Börsen in China (hier ein Foto aus Hong Kong) erlebten am Freitag eine böse Überraschung. (Foto: dpa)

Warnung für europäische Anleger: China beendet die Börsen-Party

Die Future-Märkte in China brechen ein, weil die Behörden Maßnahmen zur Eindämmung der Spekulation von Privatinvestoren ergreifen. Der Fall zeigt: Das blinde Risiko im Vertrauen auf die Zentralbanken kann äußerst unangenehme Folgen haben. Die Freunde von QE sollten die Ereignisse in China ganz genau beobachten.

Es wird unwirtlich über Athen: Die Zentralbanken der Nachbarstaaten haben ihre Banken aufgefordert, sich für den perfekten Sturm zu rüsten. (Foto: dpa)

Zentralbanken in Südost-Europa verhängen Quarantäne über Griechenland

Die Zentralbanken der südosteuropäischen Staaten und der Türkei haben die griechischen Banken „unter Quarantäne“ gestellt. Die Notenbanken fordern die Töchter griechischer Banken auf, griechische Staatsanleihen, sonstige Wertpapiere sowie Kredite abzustoßen. Die Maßnahme deutet darauf hin, dass sich die Zentralbanken konkret auf den Crash in Griechenland vorbereiten. Die EU setzt Griechenland erneut ein Ultimatum.

Gruß von der Titanic: Die Teilnehmer des G7-Außenministertreffens in Lübeck (von links): Italiens Außenminister Paolo Gentiloni, EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Großbritanniens Außenminister Philip Hammond, Japans Außenminister Fumio Kishida, Frankreichs Außenminister Laurent Fabius und US-Außenminister John Kerry. (Foto: dpa)

EU bekommt kalte Füße: „Fällt Griechenland, drohen wir alle zu fallen“

Die Versuche der Euro-Retter, die Folgen einer Griechenland-Pleite kleinzureden, verfangen nicht mehr: Erstmals seit Monaten entwickeln sich die Zinssätze für Staatsanleihen zwischen Süd- und Nordeuropa wieder auseinander. Das bedeutet: Ein Crash in Griechenland hätte Folgen in ganz Europa. Bei den Euro-Rettern macht sich ein mulmiges Gefühl breit.

Die Wirtschaftswissenschaftler Roland Döhrn, Oliver Holtemöller, Ferdinand Fichtner und Nikolay Hristov (v. li.) stellen das Frühjahrsgutachten am Donnerstag vor. Die vier führenden Wirtschaftsinstitute rechnen mit einem deutlich höheren Wachstum als noch vor einem halben Jahr. (Foto: dpa)

Wirtschafts-Forscher heben Prognose für Deutschland überraschend stark an

Die Niedrigzins-Politik der EZB treibt den Konsum an und senkt gleichzeitig die Sparquote. Die Wirtschaftsforscher heben daher die Konjunktur-Prognose überraschend von 1,2 auf 2,1 Prozent an. Gleichzeitig warnen sie allerdings vor einer Blasenbildung.

Nächste Woche trifft Yanis Varoufakis seine Amtskollegen aus der Eurozone. Diese Woche steht ein Treffen mit einem der bekanntesten Insolvenz-Spezialisten für Staatsschulden an. (Foto: dpa)

Griechischer Finanzminister konsultiert amerikanische Insolvenz-Anwälte

Griechenland konsultiert eine auf Staatspleiten spezialisierte US-Anwaltskanzlei. Vor seinen Beratungen mit einem Partner von Cleary Gottlieb trifft der griechische Finanzminister Varoufakis US-Präsident Obama. Die Amerikaner bestehen wegen der Nato auf einem Verbleib Griechenlands im Euro.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble arbeitet an einem Plan, wie Griechenland auch nach einer Staatspleite im Euro bleiben kann. (Foto: dpa)

Schäuble-Plan: Griechenland soll auch nach Staats-Bankrott im Euro bleiben

Die Regierung arbeitet offenbar an einem Plan, Griechenland auch nach einer Staatspleite im Euro zu halten. Demnach soll die EZB nach dem Bankrott weiterhin die griechischen Banken finanzieren. Tatsächlich gibt es keinerlei Regeln, wie ein Euro-Austritt vonstatten gehen kann, ohne die Währungsunion ins Chaos zu stürzen.

Die EZB-Geldschwemme sorgt dafür, dass Kunden Zinsen auf Kredite erhalten, anstatt welche zu zahlen. (Foto: dpa)

Banken zahlen Kunden Prämien fürs Schulden-Machen

Wegen der Niedrigzins-Politik der EZB kommt es zu einer grotesken Situation: Die Banken zahlen ihren Kunden Geld für die Aufnahme von Krediten. Vor allem in Südeuropa haben viele Schuldner variable Zinssätze vereinbart. Sie verlangen nun, dass die Banken ihnen entsprechende Angebote unterbreiten. In Deutschland dominieren dagegen feste Zinssätze - weil die Deutschen Risiken vermeiden wollten. Das rächt sich nun.

Der niederländische Premier Mark Rutte und EU-Chef Jean-Claude Juncker haben viele Gegner in den Niederlanden. (Foto: dpa)

Von der eigenen Regierung getäuscht: Niederländer starten Petition gegen den Euro

Mehrere niederländische Akademiker haben eine Petition gegen den Euro gestartet. Das Ansuchen wurde bereits von über 40.000 Personen unterzeichnet und kann somit ins Parlament in Den Haag eingebracht werden. Die Initiatoren fordern die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungs-Kommission gegen die europäische Währung.

Angriff auf Draghi bei der EZB-Pressekonferenz. (Foto: dpa)

Zwischenfall bei EZB-Pressekonferenz: Demonstrantin stürmt auf Mario Draghi los

Bei der EZB-Pressekonferenz ist eine Demonstrantin auf Mario Draghi losgegangen. Die Frau sprang auf den Tisch von Draghi und schrie "ECB Dictatorship". Draghi setzte die Pressekonferenz nach einer kurzen Unterbrechung unbeeindruckt fort: Die Zinsen bleiben so niedrig wie nie zuvor.

Die Spekulation mit Papieren der Hypo Alpe Adria wird nach Auffassung der EZB zu erheblichen Verlusten für etliche Banken in Europa führen. (Foto: dpa)

Banken-Krach in Österreich: EZB stimmt Europas Banken auf hohe Verluste ein

Die EZB erwartet hohe Verluste für die europäischen Banken aus dem Debakel um die Hypo Alpe Adria. Nachrangige Gläubiger müssten sich sogar auf den Total-Verlust ihrer Investments einstellen.

Dank Mario Draghis QE-Programm lohnt es sich für US-Unternehmen mehr, Schulden in Euro aufzunehmen anstatt in US-Dollar. (Foto: dpa)

EZB-Politik treibt Anleger in höhere Risiken

Die EZB trägt mit ihrer Geldflut und den immer weiter sinkenden Zinsen zunehmend dazu bei, Junk-Bonds aufzuwerten. Die Anleger strömen in die risikoreichen Papiere, um noch etwas Gewinn herauszuschlagen. Auch US-amerikanische Unternehmen verschulden sich statt in den USA neuerdings in der Eurozone, da sie sich hier lukrativer refinanzieren können.

Sigmar Gabriel und Angela Merkel kämpfen für das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA - auch wenn Gabriel nun öffentlich einräumt, dass das Ankommen der Konjunktur in Europa nicht hilft. (Foto: dpa)

SPD-Chef Gabriel zweifelt am TTIP und will es trotzdem

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erwartet keine Effekte des Freihandelsabkommens TTIP für die Konjunktur. Eine unabhängige Studie zeigt, dass das TTIP Europa 600.000 Arbeitsplätze kosten und das Wachstum des Niedriglohn-Sektors beschleunigen wird. Gabriel will trotzdem für das TTIP kämpfen.

Der Dollar ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Euro enorm gestiegen. Das schadet der US-Export-Industrie. (Grafik: ariva.de)

Währungskrieg: BlackRock warnt vor Folgen des starken Dollars

Der starke Dollar riskiere das Vertrauen in die US-Wirtschaft, warnt der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock. Das gefährde Wachstum und Investitionen. Devisen-Experten erwarten, dass der Dollar noch weiter aufwerten wird.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble spart dank Mario Draghis Politik 160 Milliarden Euro. Bezahlt wird dieses Privileg von den deutschen Sparern. (Foto: dpa)

Die große Umverteilung: EZB erleichtert deutsche Sparer um 190 Milliarden Euro

Die Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank hat die deutschen Sparer bisher 190 Milliarden Euro gekostet. Das ist der Preis, damit Bundesfinanzminister Schäuble verhindern kann, dass der Schulden-Haushalt aus dem Ruder läuft. Die DZ Bank erwartet, dass den Sparern in den kommenden Jahren noch höhere Verluste bevorstehen.

Mario Draghi imitiert mit dem QE der EZB die Geldpolitik der Fed. (Foto: dpa)

EZB hat im März Anleihen für 52,5 Milliarden Euro gekauft

Die EZB hat in den ersten vier Wochen ihres Staatsanleihen-Kaufprogramms für 52,5 Milliarden Euro Schuldtitel gekauft. Pro Monat sieht die Geldschwemme Käufe von rund 60 Milliarden Euro vor. Zentralbank-Chef Mario Draghi will mit dem Schritt nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed die Kreditvergabe der Banken beflügeln. Investoren bezweifeln, dass dieser Plan aufgeht.

Weil die EZB-Eröffnung in Frankfurt am 18. März von Ausschreitungen begleitet war, verzichtet der DGB auf eine Kundgebung am G7-Treffen. (Foto: dpa)

Gewerkschaftsbund sagt Demo zu G7-Treffen ab

Aufgrund von Sicherheitsbedenken sagt der Deutsche Gewerkschaftsbund die geplante Kundgebung zum G7-Treffen ab. Als Begründung werden die Ausschreitungen bei der EZB-Eröffnung in Frankfurt genannt. Geplant war ein Protest gegen das Freihandelsabkommen TTIP. Ob die Absage auf Druck der Regierung zurückzuführen ist, ist unklar.