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EZB

Die europäischen Politiker (hier aus Frankreich, den Niederlanden und Finnland) bringen ihre Anliegen Mario Draghi vor, der dann, je nach Bedarf, die Druckerpresse der EZB anwirft. (Foto: dpa)

Die Über-Regierung in Europa: Draghi baut EZB um

Mario Draghi ist ein Medien-Fuchs: Er kündigt die Veröffentlichung von Sitzungs-Protokollen an. Im Gegenzug soll es weniger Ratssitzungen geben. Tatsächlich müssen die Aufgaben der EZB wieder auf das notwendige Minimum reduziert werden. Die Zentralbank ist keine Über-Regierung für Europa in der Krise.

Italiens Matteo Renzi und Griechenlands Antonis Samaras kommt das Gelddrucken der EZB zugute: Sie können weiter Schulden machen. (Foto: consilium)

Ökonom Bagus: „Massive Umverteilung von Sparern zu Schuldnern in Europa“

Der Ökonom Philipp Bagus glaubt, dass das Deflations-Gespenst in Europa vor allem im Interesse der Schulden-Staaten geschürt wird: In einer echten Deflation verlieren nämlich die Schuldner - sie wünschen sich daher eine Inflation. Nun soll in der Euro-Zone mehr Geld gedruckt werden, um die Umverteilung zu beschleunigen. Bagus glaubt, dass die Euro-Staaten den nächsten Schub der Krise nutzen werden, um die Schulden-Union durchzusetzen.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat ab 2015 alle fünf Monate kein Stimmrecht im EZB-Rat. (Foto: dpa)

Groteske Rotation: Deutschland alle fünf Monate ohne Stimme in der EZB

Ab 2015 ändert sich das Abstimmungsverfahren im EZB-Rat. Deutschland wird dann alle fünf Monate bei Abstimmungen kein Stimmrecht besitzen. Bundesbank-Chef Weidmann muss dann zusehen, wie seine Kollegen ohne ihn über Währungsfragen in Europa entscheiden.

Frankreich will EZB-Chef Draghi die Kontrolle über den Euro-Wechselkurs entziehen. (Foto: dpa)

Frankreich will EZB entmachten: EU-Politiker sollen Euro abwerten

Die Franzosen fordern eine umfassende Entmachtung der EZB: Nicht mehr das Direktorium der EZB, sondern die EU-Regierungschefs sollen für den Euro-Kurs zuständig sein. Die EZB solle die politischen Vorgaben umsetzen. Das Ziel ist eine Abwertung des Euro, um die französischen Schulden-Probleme mit deutscher Hilfe zu lösen.

Griechenlands „Weg ist noch nicht zu Ende gegangen“ so Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Athen-Besuch in der vergangenen Woche. (Foto: dpa)

Athen verschenkt von Steuerzahlern gerettete Bank an Spekulanten

Die griechische Zentralbank hat für die Eurobank neue Anleihen genehmigt: Diese sind ein Schnäppchen für Spekulanten. Die europäischen Steuerzahler mussten die Bank retten, nun bekommen die internationalen Vermögensverwalter 25 Prozent Rabatt für das Investment.

EZB-Chef Draghi ist bereit, mit unkonventionellen Maßnahmen gegen niedrige Preise einzuschreiten. (Foto: dpa)

EZB nervös: Im Süden Europas fallen die Preise

Die Konsumenten-Preise in der Eurozone sind innerhalb eines Jahres um 0,5 Prozent angestiegen – so wenig wie seit 2009 nicht mehr. In fünf Euro-Ländern fallen die Preise. Dies könnte von der EZB als Vorwand genutzt werden, das Geld-Drucken auszuweiten.

Die älteste Bank der Welt braucht mehr Kapital, um den kommenden EZB-Stresstest zu bestehen. (Foto: dpa)

Skandalbank Monte Paschi kann Staatshilfen nicht zurückzahlen

Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi muss die geplante Kapitalerhöhung aufstocken. Trotz Staatshilfen im Umfang von 4,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, droht die Bank beim EZB-Stresstest durchzufallen. Der italienische Steuerzahler könnte erneut zur Kasse gebeten werden.

Zentralbanken planen großangelegte Banken-Rettung in Europa

Die Zentralbanken wollen die Banken Europas mit hochgiftigen Papieren retten. Nachdem die Geldspritzen der „dicken Bertha“ der EZB von einer Billion Euro nicht zum Wirtschaftswachstum beitrugen, soll es jetzt der Verbriefungs-Markt richten. Das ist das bisher riskanteste Rettungs-Programm der EZB. In den USA hat der Einsatz dieser giftigen Papiere zum Crash geführt. Die Steuerzahler sollten jetzt sehr wachsam sein.

Der Technokrat als Schattenmann: Für die EU-Politiker und die nationalen Regierungen ist bedeutet das Spielen mit dem Krieg potentiellen Machtgewinn. Für die Schäden werden in jedem Fall andere aufkommen. (Foto: dpa)

Ratlos in der Schulden-Krise: Politiker in Ost und West lechzen nach Krieg

Die USA und die EU wollen die russischen Banken, den Energiesektor und den Bergbau mit Sanktionen belegen. Die Politiker lechzen nach Krieg, weil sie von dem träumen, was Putin schon hat: Eine Staatswirtschaft, die springt, wenn im Betonklotz von Brüssel einer pfeift. Einen heißen Krieg können sich die Pleite-Staaten nicht mehr leisten. Daher nehmen sie die Wirtschaft als Geisel.

EZB treibt Ankauf riskanter Schuld-Papiere voran

EZB und Bank of England fordern gemeinsam einen Abbau der Regulierungen für Asset Backed Securities. Die beiden größten Zentralbanken Europas wollen den maroden Banken Europas helfen, indem sie ihnen die riskanten Papiere abkaufen. Dies ist Bankenrettung mit der Notenpresse.