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EZB

Derzeit kauft die EZB Staatsanleihen, ABS-Papiere und Pfandbriefe im Umfang von monatlich 60 Milliarden Euro. (Foto: dpa)

EZB bettelt bei Privatanlegern um Verkauf von Wertpapieren

Die Auswirkungen des ABS-Kaufprogramms zeigen nach wie vor nicht die gewünschte Wirkung. Um ihr Ziel zu erreichen, greift die EZB zu aggressiven Methoden: Von der EZB extra angeheuerte Fondsmanager drängen Händlern dazu, privaten Anlegern ihre Angebote vorzulegen.

Das Wertpapier-Kaufprogramm der EZB soll bis September 2016 laufen und eine Größenordnung von insgesamt 1,14 Billionen Euro haben. „Bei Bedarf“ kann es jedoch auch noch hochgefahren werden. (Foto: dpa)

Inflation zu gering: Massive EZB-Anleihen-Käufe verpuffen wirkungslos

Die EZB hat angekündigt, ihr großangelegtes Anleihenkauf-Programm bei Bedarf zu erhöhen. Seit März werden jede Woche Milliarden in den Markt gepumpt, um die niedrige europäische Inflation nach oben zu treiben. Ziel war ein Niveau von zwei Prozent, das wird nach EZB-Angaben offenbar verfehlt.

Barack Obama hat zum unwiderruflichen Ende seiner Amtszeit die Chance, sich des Friedensnobelpreises als würdig zu erweisen. (Foto: dpa)

Finanz-Crash könnte Obama und Putin in Allianz zwingen

Der Börsen-Crash vom Montag hat allen vor Augen geführt, dass die Weltwirtschaft eine Einheit ist: Panik ist ein internationales Phänomen und sie verbreitet sich so schnell wie ein Computer-Virus. Gegen Panik hilft nur das eiskalte Kalkül: Barack Obama sollte sich mit dem Erz-Kapitalisten Putin verbünden, um ein Mindestmaß an Stabilität sicherzustellen. Es ist vermutlich seine letzte Chance, die finanzielle Kernschmelze zu verhindern.

Börsen in Europa machen Verluste vom Montag wett

Die Börsen in Europa haben sich am Dienstag einheitlich erholt. Deutsche Staatsanleihen wurden etwas teurer. Goldman Sachs hält den Bond-Markt für einen sicheren Hafen.

Von einer Tasche in die andere: Die Euro-Retter bezahlen sich mit der Überweisung nach Griechenland größtenteils selbst ihre Schulden zurück. (Foto: dpa)

Griechenland überweist erste Auszahlung direkt zurück an die Troika

Griechenland hat die erste Tranche aus dem umstrittenen dritten Kreditpaket erhalten - und den Großteil direkt zurücküberwiesen. Zwölf der dreizehn Milliarden Euro aus dem ESM-Darlehen wandern umgehend zurück an die Institutionen der Troika. Der ESM weigert sich zu erklären, wer genau sich an den Überweisungen in dem Kredit-Karussell beteiligt.

Nach Aussagen des Euro-Gruppen-Chefs Dijsselbloem brachen die Kurse griechischer Banken zwischenzeitlich ein. (Foto: dpa)

Bond-Holder griechischer Banken bringen sich unauffällig in Sicherheit

Besitzer griechischer Anleihen sollen künftig auch zur Bankensanierung beitragen, so Eurogruppenchef Dijsselbloem. Allerdings sind jene Bankanleihen, die zur Haftung herangezogen werden könnten, nur noch in einer Höhe von etwa 1,9 Milliarden Euro vorhanden: Die ELA-Finanzierung der Banken durch die EZB hatte es den Bankgläubigern leicht gemacht, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, bevor sie zu einer Finanzierung der Restrukturierung hätten herangezogen werden können. Die in den Banken angehäuften Risiken übernimmt demnach – momentan – der europäische Steuerzahler.

Einsam, aber nicht mehr allein: Rettungs-Gegner Klaus-Peter Willsch hat mit insgesamt 63 Nein-Stimmen schon eine veritable Opposition innerhalb der Union aufgebaut. (Foto: dpa)

Griechenland: Bundestag stimmt neuen Milliarden-Krediten zu

Der Bundestag hat weitere Milliardenkredite für Griechenland beschlossen. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmten in einer Sondersitzung für ein weiteres Darlehen des Euro-Rettungsfonds ESM von bis zu 86 Milliarden Euro. 63 Unions-Abgeordnete stimmten gegen die Bundeskanzlerin - ein neuer Rekord.

Sie hat ihre eigene Agenda: Angela Merkel am Mittwoch bei der Sondersitzung des Deutschen Bundestags, der Milliarden-Verluste für die Steuerzahler auf den Weg bringt. (Foto: dpa)

Rettungs-Wahnsinn: Bundestag beschließt gigantische Geld-Vernichtung

Der Deutsche Bundestag beschließt heute einen Verlust von 41 Milliarden Euro, der für die europäischen Steuerzahler unausweichlich ist. Ein glatter Schuldenschnitt für Griechenland wäre wesentlich billiger. Er wird jedoch verweigert, weil Angela Merkel will, dass die Wahrheit erst nach ihrer Amtszeit ans Licht kommt.

Die CDU-Fraktion - hier Angela Merkel und Volker Kauder am Dienstag - zählte vor der Abstimmung die Abweichler - für die Folgen des neuen „Rettungprogramms“ für Griechenland interessiert sich niemand. (Foto: dpa)

Aus der Geschichte nichts gelernt: Der völlig falsche Kurs für Griechenland

Am Mittwoch stimmt der Deutsche Bundestag über das dritte sogenannte „Rettungspaket“ für Griechenland ab. Die im Juli der griechischen Regierung diktierten Sofortmaßnahmen und das vergangene Woche veröffentlichte Memorandum wiederholen die Fehler der früheren Memoranden: Sie treiben Griechenland weiter in die Depression. Die falsche Politik wiederholt die Fehler, die zum bitteren Ende der Regierung von Reichskanzler Brüning in den frühen 1930er Jahren geführt haben.

Spanien und Österreich winken neue Griechenland-Kredite durch

Österreich und Spanien haben am Dienstag die neuen Griechenland-Kredite genehmigt. Die Steuerzahler übernehmen damit unter anderem die Schulden der griechischen Regierung bei der EZB. Die Spanier kosten die neuen Kredite 10 Milliarden Euro.

Die Nachfrage nach Bargeld ist seit Ausbruch der Finanzkrise europaweit stark angestiegen. (Foto: dpa)

Bargeld: Kleiner Boom in der Krise

Die Nachfrage für Bargeld steigt europaweit stark an. Hersteller von Banknoten sehen die Gründe im Niedrigzins-Umfeld. Die Fälschungssicherheit von Bargeld und sein Status als legales Zahlungsmittel machen es in Krisenzeiten attraktiv für verunsicherte Sparer.

Es wird kommen, wie es kommen muss: Die europäischen Steuerzahler müssen für die Kredit-Orgie an Griechenland zahlen. (Foto: dpa)

Griechenland: Ein verschuldetes Jahrhundert

Die griechische Verschuldung ist untragbar für das Land geworden. Allein dieses Jahr sind rund 38 Milliarden Euro fällig. Gezahlt werden muss mindestens bis ins Jahr 2057. Bei diesen Berechnungen ist das dritte Kreditpaket noch nicht einmal eingerechnet.

Es braucht einen europäischen Marshall-Plan, um den Euro zu retten, so die spanische Partei Podemos. (Foto: dpa)

Protest-Partei Podemos: Der Euro ist gescheitert

Der Podemos-Ökonom Iván Ayala hält den Euro in seiner jetzigen Form für gescheitert. Um die gemeinsame Währung zu erhalten, brauche es einen europäischen Marshall-Plan. Dafür müssten die gesamten Schulden der Euro-Zone restrukturiert werden, sagt Ayala den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Deal mit den Geldgebern: Es seien nur noch ein, zwei kleine Details zu klären, so der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos am Dienstag beim Treffen in Brüssel. (Foto: dpa)

Griechenland meldet Einigung über drittes Kreditpaket

Athen hat sich nach eigener Aussage mit den Geldgebern auf ein drittes Kreditpaket geeinigt. Die Euro-Finanzminister müssen dem Deal noch zustimmen. Auch Deutschland scheint seine Bedenken aufgegeben zu haben.

Weil das bisherige Quantitative Easing der EZB nichts bewirkt, bereitet EU-Finanzkommissar Jonathan Hill neue Richtlinien zur Erhöhung der Kreditvergabe für die Infrastruktur vor. (Foto: dpa)

EZB-Programm wirkungslos: Investitionen in der Eurozone sinken

Trotz der monatlichen Ankäufe von 60 Milliarden Euro an Staatsanleihen schafft es die EZB nicht, die Investitionen in Eurozone anzukurbeln. Statt zu investieren horten die Unternehmen Bargeld oder veranlassen Aktien-Rückkäufe. Im Ergebnis finanziert die EZB sogar US-Unternehmen, weil die sich in der Eurozone billiger verschulden können.

Ein Bild, das Wolfgang Schäuble nicht gefallen dürfte: Frankreichs Francois Hollande sprach mit Alexis Tsipras bei der Eröffnung des Suez-Kanals über die Griechenland-Krise. (Foto: dpa)

Frankreich gegen Deutschland: EU-Giganten auf Crash-Kurs

Zwischen Deutschland und Frankreich dürfte es schon bald zu einer Neuauflage des Konflikts um neue Kredite für Griechenland kommen. Frankreichs Präsident Hollande und EU-Präsident Juncker unterstützen die Syriza-Pläne. Wolfgang Schäuble glaubt nicht an eine schnelle Einigung. Griechenland ist der Katalysator eines grundsätzlichen Richtungsstreits zwischen den beiden EU-Giganten.

Was Angela Merkel und Mario Draghi besprechen, wollen die US-Geheimdienste am liebsten vorher wissen. (Foto: dpa)

US-Regierung sammelt Daten, um Euro-Politiker zu steuern

Das Sammeln von Daten durch die NSA ist nur ein kleiner Teil der Geheimdienst-Aufgaben: Der frühere Chef des österreichischen Verfassungsschutzes, Gerd Polli, sagt im Interview, das Kern-Geschäfte der US-Dienste bestehe darin, die Politiker und Manager in Europa zu steuern. So sollen US-Interessen durchgesetzt werden.

Die Aussicht auf eine baldige Zinswende in den USA hat am Donnerstag dem Euro etwas zu schaffen gemacht. (Grafik: ariva.de)

Euro fällt in Erwartung von US-Zinswende

Der Euro rutschte am Donnerstag in Erwartung einer Zinswende in den USA auf 1,0970 Dollar. Schon im US-Spätgeschäft am Mittwochabend hatte der Euro den EZB-Referenzwert von 1,1030 Dollar nicht behaupten können und war knapp unter die 1,10-Dollar-Marke gerutscht.

Insgesamt soll der Finanzbedarf Griechenlands laut Berechnungen der Eurogruppe zwischen 82 bis 86 Milliarden Euro liegen. (Foto: dpa)

Griechenland: Steuerzahler oder Sparer werden Banken retten müssen

Kapitalspritzen für die griechischen Banken sollen noch in diesem Sommer erfolgen. Da der ESM nach seinen Statuen die Banken nicht direkt rekapitalisieren darf, bevor die Bankenaufsicht den genauen Kapitalbedarf ermittelt, ist ein Umweg über den griechischen Stabilitätsfonds möglich. Bis zu 25 Milliarden Euro sind hierfür vorgesehen.

Die gemeinsame Währung hat die Ungleichgewichte in der Euro-Zone nicht behoben. (Foto: dpa)

EZB räumt ein: Euro-Zone funktioniert nicht wie geplant

Die EZB gesteht ein, dass die Unterschiede zwischen den Staaten der Währungsunion durch den Euro nicht geringer geworden sind. Der Grund liegt nicht in der Krise, sondern in den schwachen Institutionen. Der Fortschritt sei „enttäuschend“, schreibt die EZB. Interessant: Die gemeinsame Währung hat den Problem-Staaten nicht geholfen, ihre politischen und wirtschaftlichen Strukturen effizienter zu machen oder von der Korruption zu befreien.