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EZB

Schon Anfang kommenden Jahres könnte Draghi Italiens Staatspräsident Napolitano ablösen. Die beiden kennen sich nicht zuletzt von regelmäßigen Treffen zwischen Napolitano und der EZB (Bild: dpa)

Spekulation: Wird Draghi neuer Staatspräsident Italiens?

Gegen Ende des Jahres wird Italiens Staatspräsident höchstwahrscheinlich seinen Rücktritt ankündigen. Napolitano würde frühzeitig sein Amt niederlegen. Nach Romano Prodi und Guiliano Amato als mögliche Nachfolger kommt nun auch EZB-Chef Draghi ins Gespräch. Seine Unterstützung in der EZB nimmt ab und er soll langsam genug von den Grabenkämpfen mit der Bundesbank haben. Die Position als Staatspräsident könnte ihm den Weg in die Politik ebnen.

Draghis virtuelles Geld hilft nicht einmal dem Banknoten-Drucker Giesecke & Devrient

Die Notenbanken drucken Geld wie verrückt, doch es kommt nicht in der Realwirtschaft an - nicht einmal beim großen Banknoten-Drucker Giesecke & Devrient. Das Münchener Unternehmen will nun 1.000 Mitarbeiter entlassen, um der Krise zu entkommen.

EZB-Präsident Mario Draghi will Kredit-Verbriefungen und Pfandbriefe kaufen. Dadurch sollen die Banken die Möglichkeit erhalten, mehr Kredite an Privatleute und Unternehmen zu vergeben. (Foto: dpa)

Giftige Papiere: BIZ warnt vor erheblichen Risiken für das Finanz-System

Im aktuellen Jahr wurde ein erhöhter Verkauf von Mezzanine-Tranchen beobachtet. Sie bilden die größten Verkaufszahlen seit 2007, weil Investoren auf der Jagd nach Anlagen mit hohen Renditen sind. Doch die BIZ traut dem Geschehen nicht. Der Finanzmarkt sei instabil und auf eine richtige Bewertung von Kreditverbriefungen könne sich keiner verlassen.

Die EU-Kommission will mit der europäischen Investitions-Initiative den Ausbau von Atom-Reaktoren fördern. (Foto: dpa)

Juncker-Paket: Steuerzahler haften für Autobahnen und Atomkraftwerke

Der europäische Grünen-Politiker Sven Giegold hat eine geleakte Projekt-Liste der europäischen Investitions-Initiative veröffentlicht. Giegold kritisiert, dass Junckers Initiative auch Atomkraftwerke in Großbritannien finanzieren soll. Der versprochene Schwerpunkt der erneuerbaren Energien falle aus. Der Investitions-Liste fehle der „ökologische Kompass“.

Er ist immer noch in Athen am Ruder: Der Sozialist Evangelos Venizelos, der Griechenland in die Krise und danach die Pasok-Partei in die Bedeutungslosigkeit führte. Diese Woche wird er in Berlin über jene Reformen sprechen, die die griechische Regierung immer nur in der Zukunft durchzuführen gedenkt. (Foto: dpa)

Griechenland: Politisches Chaos droht, Börse stürzt ab

Kaum haben sich die EU und Griechenland auf weitere Milliarden-Kredite geeinigt, ist in Athen der Wahlkampf ausgebrochen: Die Börse stürzte ab, weil allgemein erwartet wird, dass die Linkspartei Syriza in den kommenden Wochen die Agenda dominieren wird. Der Bundestag soll in der kommenden Woche erneut in aller Eile über eine Ausweitung des Kredit-Programms entscheiden, obwohl die Rahmenbedingungen völlig unklar sind.

Mario Draghi druckt, weiß jedoch nicht, wie er das Geld in den Kreislauf bringen kann. EU-Präsident Jean-Claude Juncker hat einen Weg gefunden: Die EU wird zur Investment-Bank und alles wird gut. (Foto: dpa)

Die EU als Investment-Bank: Erhebliche Risiken für die Steuerzahler

Für die europäische Investitions-Initiative sind bei der EU-Kommission bisher 2.000 Projekt-Vorschläge im Wert von 1,3 Billionen Euro eingegangen. Mit dem Ansinnen, die Steuergelder zu „hebeln“, wird die EU zur staatlichen Investment-Bank. Die EU hofft, dass der private Sektor das billige Geld der EZB nutzen wird, um sich an den Projekten zu beteiligen. Die unvermeidliche Blase wird zu einem erheblichen neuen Risiko für die europäischen Steuerzahler.

Der Turmbau von Babel - hier als Gemälde von Luca van Valckenborch d. Ä. (vermutlich 1596) - steht symbolisch für die Grenzen der Machbarkeit. Aus dem Turm zu Basel, wo mit der BIZ die mächtigste Bank der Welt regiert, kommt eine neue Crash-Warnung. (Foto: dpa)

Dollar zu stark: Mächtigste Bank sieht Welt-Wirtschaft in Gefahr

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat erneut vor einem Crash gewarnt: Die Stärke des Dollar, die hohe Verschuldung von Unternehmen und ein viel zu hoher Bestand an giftigen Papieren könnten äußerst negative Folgen für die Weltwirtschaft haben.

Die soziale Lage in Italien ist angespannt: Vergangene Woche kam es zu Zusammenstößen in Rom - und das, obwohl die Regierung Renzi bisher weitgehend auf Reformen verzichtet hat. (Foto: dpa)

Regierung in Rom untätig: Draghi muss Italien auf Kosten Nord-Europas retten

Italien befindet sich in einem kritischen Zustand. Die Regierung von Matteo Renzi hat bisher - ähnlich wie jene von Francois Hollande - keinerlei Reform-Absichten erkennen lassen. Eine Diskussion in der EZB zeigt: Die Italiener verlassen sich auf den einsamen Retter Mario Draghi. Die Banken Italiens werden die Haupt-Begünstigten der nächsten Geldschwemme. Das Risiko wandert in Richtung Norden.

In Athen ist es am Samstag zu Straßenschlachten zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. (Foto: dpa)

Griechenland: Schwere Ausschreitungen bei Demonstration

In Griechenland haben tausende Jugendliche gegen die Polizei und die Regierung demonstriert. Es kam zu schweren Ausschreitungen. Die Polizei setzte Wasserwerfen und Tränengas ein.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann und Finanzminister Wolfgang Schäuble wollen nicht, dass die EZB die US-Geldpolitik kopiert. (Foto: dpa)

Weidmann und Schäuble mit symbolischem Protest gegen Draghi

Wolfgang Schäuble und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnen die EZB vor einer Kopie der ultralockeren Geldpolitik der USA. Das Prinzip sei nicht die Lösung des Problems, sondern dessen Ursache, so der Finanzminister. Draghi hat deutlich gemacht, dass er notfalls ohne Zustimmung der Deutschen neue Schritte gehen will.

Börse: Dax schließt auf Allzeit-Hoch

Neue Hoffnungen auf Anleihekäufe durch die EZB und starke US-Arbeitsmarktdaten lassen den Dax nach oben springen. Sehr viel Optimismus derzeit - ist das begründet?

Was will Mario Draghi? Journalisten bei der Weihnachts-PK der EZB in Frankfurt. (Screenshot: EZB)

Geldschwemme: Draghi zeigt Deutschland die kalte Schulter

Mario Draghi will bei der Entscheidung über den umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen keine Rücksicht auf deutsche Bedenken nehmen. Auch eine Ablehnung durch die Bundesbank kann die neue Geldschwemme nicht verhindern. Draghi will alle Asstets kaufen, die verfügbar sind - außer Gold.

Griechenland hat seit 2010 insgesamt 240 Milliarden Euro von den EU-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) erhalten. (Foto: dpa)

Alternativlos: Griechenland braucht neue Kredite

Griechenland braucht trotz der 240 Milliarden Euro an Krediten auch im kommenden Jahr weitere Kredite, um die offizielle Insolvenz zu vermeiden. Die Troika spricht von einem Übergangsprozess. Trotzdem müssen alle Parlamente der Euro-Zone zustimmen. Es zu erwarten, dass das Programm wegen der bekannten Alternativlosigkeit unmittelbar vor der Weihnachtspause ohne größere Debatten verabschiedet wird.

Börse: Dax schließt 0,4 Prozent im Plus

Es gibt viel Hoffnung vor allem von US-Investoren, dass die EZB Staatsanleihen kaufen wird. Der Dow Jones daher mit neuem Allzeithoch, der Dax bleibt in Wartestellung - und der Euro fällt auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren.

Entwicklung von verfügbarem Einkommen, Konsum und Sparen. (Grafik: Union Investment)

Das Sparbuch wird zum Auslauf-Modell in Deutschland

Das Geldvermögen der Deutschen entwickelt sich im Vergleich zu anderer großer Volkswirtschaften wie den USA nur unterdurchschnittlich. Und das, obwohl Einkommen und Sparquote im internationalen Vergleich hoch sind. Die Anleger haben jedoch wegen der niedrigen Zinsen das Vertrauen verloren. Vor allem die Generation der Hedonisten lässt sich offenbar leichtgläubig ins Risiko treiben und könnte in Zukunft verstärkt auf Aktien setzen.

Die Oligarchen in der Ukraine werden beeindruckt sein: Die US-Investment-Bankerin Natalia A. Jaresko, hier am Dienstag bei Amtsantritt in der Rada, ist plötzlich Finanzministerin der Ukraine. Zuvor war sie noch eilig eingebürgert worden. Früher war solches nur im Fußball üblich. (Foto: dpa)

Ukraine: US-Investment-Bankerin ist neue Finanzministerin

Die amerikanische Investment-Bankerin Natalia Jaresko bekam im Eilverfahren die ukrainische Staatsbürgerschaft, damit sie Finanzministerin von „Jaz“ Jazenjuk werden kann. Sie ist CEO bei einem staatlichen amerikanischen Finanzinvestor. Vor ihrer Tätigkeit in der Finanzbranche war sie Angestellte beim US-Außenministerium. Auch der neue Wirtschaftsminister - ein blitzeingebürgerter Litauer - ist Investment-Banker. Die Oligarchen in der Ukraine dürften sich die Augen reiben.

Börse: Dax schließt im Minus

Der Dax steigt über die Zehntausender-Marke, fällt dann aber deutlich zurück. Öl und Rubel fallen wieder im Tandem, während eine Analyse der Deutschen Bank zeigt, dass die EZB einen fundamentalen Denkfehler begeht.

„Schwarze Null“: Für einen nachhaltig ausgeglichenen Haushalt sieht der Bundesrechnungshof Gefahren und Belastungen. (Foto: dpa)

Rechnungshof warnt: „Schwarze Null“ birgt erhebliche Risiken

Die Regierung ziehe konjunkturell bedingte Entlastungen dafür heran, um neue Belastungen zu finanzieren, so der Rechnungshof. Daher berge die „Schwarze Null“ erhebliche Risiken. Mängel entdeckten die Prüfer auch in der Steuerverwaltung

Mario Draghi erklärt seit Jahren, dass die Preisstabilität unter der Euro-Währung in Deutschland besser sei als während der letzten DM-Jahre. Die These wird nicht belegt, aber schweigend als richtig benutzt. (Foto: dpa)

Deutschland: Draghi befeuert die schleichende Inflation

Die EZB warnt beständig vor einer Deflation. Doch tatsächlich liegt die schleichende Inflation bereits über dem von der EZB ausgegebenen Ziel von 2 Prozent. Eine Zins-Erhöhung wäre also dringend nötig. Tatsächlich sollen die niedrigen Zinsen jedoch die Lage in den Süd-Ländern stabilisieren. Die europäischen Sparer zahlen mit ihrer Enteignung den Preis für eine aberwitzige politische Vision.

Die Blockupy-Demonstration am Samstag vor dem EZB-Neubau. (Foto: dpa)

Blockupy in Frankfurt: Verletzte bei Demonstration vor EZB-Neubau

Bei einer Demo gegen die Euro-Politik und die EZB ist es am Samstag in Frankfurt zu schweren Ausschreitungen gekommen. Demonstranten hatten die Bauzäune für das neue EZB-Hauptquartier überwunden, wurden von der Polizei jedoch wieder zurückgedrängt. Der Neubau kostet die Steuerzahler mehr als eine Milliarde Euro und wird damit wesentlich teurer als geplant.