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EZB

Die Ansteckungsgefahr aus Griechenland für weitere Staaten der Eurozone ist groß. (Foto: dpa)

Euro-Dämmerung: Ein System zerbricht ab seinem schwächsten Glied

Egal wie das Referendum endet: Die Euro-Zone wird nicht gerettet. Ein sich abzeichnender Banken-Crash in Griechenland treibt den Preis für das Scheitern in die Höhe. Eine politische Agenda kann den wirtschaftlichen Sachverstand nicht ersetzen. Das System zerbricht an seinem schwächsten Glied.

Zehn Prozent der Griechen haben sich laut Umfragen noch nicht entschieden, ob sie mit Ja oder Nein stimmen. (Foto: dpa)

Griechenland-Referendum: Die Kontrahenten liegen Kopf an Kopf

Beim griechischen Referendum zeichnet sich ein äußerst knapper Ausgang ab. Die Gegner und Befürworter liegen gleich auf. Doch etwa zehn Prozent haben sich noch nicht entschieden.

Das Referendum am Sonntag wird über die Zukunft Griechenlands entscheiden. (Foto: dpa)

Referendum: Juncker warnt Griechenland vor Nein-Votum

Für das für Sonntag geplante Referendum geben EZB, Eurogruppe und die deutsche Politik Empfehlungen an die Griechen ab. Die wichtigsten Entwicklungen am Freitag:

Christine Lagarde und Mario Draghi: Die Suche nach dem Schuldigen wird bald auch innerhalb der Troika losgehen. Das nun ans Licht gekommene Milliarden-Fiasko wirft die Frage auf, warum alle Kontrollmechanismen bei der Euro-Rettung versagt haben. (Foto: dpa)

Euro-Krise: IWF-Analyse zeigt Desaster von historischem Ausmaß

Nun ist klar, warum der IWF in den Panik-Modus verfallen ist: Selbst ohne Referendum hätte Griechenland weitere 50 Milliarden Euro gebraucht - nur um auf einen tragfähigen Schuldenstand zu kommen. Tatsächlich geht der Bedarf eher in Richtung 100 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind ein Fiasko für die Reputation der Troika. Sämtliche griechischen Regierungsmitglieder der vergangenen Jahre müssten sich nun eigentlich vor Gericht verantworten.

Hoher Andrang vor den Banken am Donnerstag. (Foto: dpa)

Erneute Tumulte vor griechischen Banken

In Griechenland ist es vor den Banken erneut zu tumultartigen Szenen gekommen. Rund 1000 Filialen haben geöffnet, damit die Rentner ihre Pensionen abholen können. Sie bekommen bis zu 120 Euro ausgezahlt.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble am Mittwoch im Bundestag: Ein Clique will sich Europa krallen. (Foto: dpa)

Alle Macht der Clique: Merkels eiskalte Vision für Europa

Angela Merkel hat eine eiskalte Vision von Europa: Die herrschende Clique muss an der Macht bleiben. Daher will sie die Syriza-Regierung in Griechenland stürzen – koste es, was es wolle. Das Referendum wird zum Fanal für die Griechen: Sie sollen zu ihrer eigenen Knechtschaft „Ja!“ sagen. Solch ein zynisches System ist dem Untergang geweiht.

EZB versorgt griechische Banken weiter mit Not-Krediten

Die EZB hat beschlossen, die griechischen Banken weiter mit Notkrediten zu versorgen. Ob allerdings die bisherige Höhe reicht ist unklar. In Griechenland droht eine Banken-Panik mit unabsehbaren Folgen. Die Euro-Retter haben entschieden, die Lage für das griechische Volk weiter zu eskalieren - und gießen weiter Öl ins Feuer.

Dem Verkauf der Osteuropatöchter der österreichischen Krisenbank Heta muss Mario Draghi noch seine Zustimmung geben. (Foto: dpa)

Hypo Bad Bank: Verkauf der Osteuropatöchter fast abgeschlossen

Der Verkauf der Heta-Osteuropatöchter steht vor dem Abschluss. Die Verkaufssumme soll 200 Millionen Euro betragen. Die EZB und die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA müssen dem Verkauf noch zustimmen. Käufer sind der US-Finanzinvestor Advent und die Entwicklungsbank EBRD.

Griechische Rentner am Mittwoch vor einer Bank im Athener Vorort Peristeri. (Foto: dpa)

Rentner wollen ihr Geld: Tumulte vor griechischen Banken

In Griechenland ist es vor den Banken zu tumultartigen Szenen gekommen. Einige Filialen haben geöffnet, damit die Rentner ihre Pensionen abholen können. Die Griechen haben keine Gewissheit, wie lange sie Geld bekommen können.

Am Dienstag gab es in Athen eine Pro-EU-Demo. Die wird den Sparern nicht helfen. Sie müssen jetzt um ihre Einlagen zittern. (Foto: dpa)

Griechenland zahlungsunfähig: Nun sind die Sparguthaben in Gefahr

In Griechenland folgt das Schulden-Drama einem unerbittlichen Drehbuch: Am Dienstag schlitterte das Land in die ungeordnete Pleite. Nun besteht die akute Gefahr eines Banken-Crashs. Die Sparguthaben sind gefährdet. Die EZB kann den Druck auf die Syriza nun erhöhen. Für die Sparer beginnt das große Zittern.

EZB-Geldschwemme: Experten rechnen nicht mit großem Wachstum

Die Europäische Zentralbank wird bis Ende September 2016 monatlich für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen und andere Wertpapiere kaufen. Experten gehen nicht davon aus, dass dieser Schritt das Wachstum ankurbeln wird.

Es gibt erstaunliche Parallelen zwischen Irland und Griechenland in Bezug auf die Kreditkrise. (Foto: dpa)

Griechenland kann von Irland lernen: Nicht nur die Troika ist schuld

Die Krisen in Irland und Griechenland sind durchaus vergleichbar. Der entscheidende Unterschied ist jedoch: In Irland hat die Regierung ihre eigene Verantwortung akzeptiert, während in Griechenland die Schuld nur auf die Troika geschoben wird. Mit dieser Haltung wird Athene trotz Referendums keine Lösung finden.

Die EZB führt sei dem 9. März 2015 ein Anleihen-Kaufprogramm durch. (Foto: dpa)

EZB kauft wieder in großem Stil Staatsanleihen

Die EZB hat in der vergangenen Woche ihr Kaufprogramm von Staatsanleihen ausgeweitet. Seit Beginn des OMT-Programms am 9. März wurden Staatsanleihen im Wert von insgesamt fast 200 Milliarden Euro gekauft. Doch intern wächst die Kritik an diesem Vorgehen.

Gewitter über der Akropolis: Der Anfang vom Ende der EU, wie wir sie kennen. (Foto: dpa)

Die EU auf der Kippe: Chronik einer angekündigten Katastrophe

Der Streit um Griechenland wird wohl durch einen per Unfall ausgelösten Austritt Griechenlands aus dem Euro gelöst. Die monatelange Blockade weicht einer immensen Beschleunigung der Ereignisse. Alle Akteure sind überfordert und taumeln in eine nicht mehr steuerbare Sequenz, mit Risiken und Nebeneffekten. Jetzt genügt der kleinste Fehler der Euro-Retter und die Auflösung der EU wird tatsächlich denkbar.

Zufall oder nicht? Als erster Regierungschef besuchte nach der OMT-Entscheidung der Franzose Manuel Valls EZB-Chef Mario Draghi im neuen Tower der EZB in Frankfurt/Main. (Foto: dpa)

EZB gewährt griechischen Banken weiter Notfall-Kredite

Die EZB wird die griechischen Banken weiter mit Notfallkrediten (ELA) versorgen. In Griechenland prüfen Zentralbank und Regierung, ob sie die Banken am Montag wirklich wie geplant öffnen können.

Frankreich: EZB lässt griechische Banken nicht fallen

Die französische Regierung geht davon aus, dass die EZB die griechischen Banken weiter mit Notfallkrediten (ELA) versorgt. In Griechenland prüfen Zentralbank und Regierung, ob sie die Banken am Montag wirklich wie geplant öffnen können.

Der Europäische Kommissar für Wirtschaft und Finanzen, Pierre Moscovici, schüttelt dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis die Hand. (Foto: dpa)

Euro-Retter rudern zurück: Tür für Griechenland wieder offen

Die Finanzminister der Eurozone haben offenbar Angst vor der eigenen Courage bekommen. Hatten sie am Nachmittag noch erklärt, dass die Tür für Griechenland geschlossen sei, so erklärten sie am Abend feierlich: Die Tür für Griechenland ist weit offen.

Der griechische Finanzminister Varoufakis sprach von einem "historischen Moment". Das Ansehen der Eurogruppe als demokratische Institution sei dauerhaft beschädigt. (Foto: dpa)

Euro-Gruppe schließt Griechenland von Beratungen aus

Die Finanzminister der Eurogruppe haben Griechenland aus ihrem Kreis ausgeschlossen. Sie berieten ohne den griechischen Finanzminister, wie sie die Eurozone retten können. Das ist ein glatter Rechtsbruch.

Die letzte Verhandlungsrunde zwischen Francois Hollande, Angela Merkel und Alexis Tsipras am Freitag in Brüssel. (Foto: dpa)

Unannehmbar: Troika-Vorschlag wäre der Todesstoß für Griechenland

Die Troika hat ihren Vorschlag für Griechenland vorgelegt: Das Angebot an Griechenland würde die ökonomische Zerstörung des Tourismus Griechenlands bedeuten. Offenbar will man Griechenland um jeden Preis aus der Eurozone werfen. Weil man in der EU die linke Regierung nicht ausstehen kann, riskiert man eine wirtschaftliche Katastrophe für ein ganzes Volk. Zugleich werden mit einem Schlag 240 Milliarden Euro vernichtet.

Die kommunistische Partei-Jugend demonstriert am Freitag in Athen gegen einen Deal mit der EU. (Foto: dpa)

Tsipras verkündet Referendum über Zukunft Griechenlands

Der griechische Premier Tsipras hat ein Referendum über den Verbleib Griechenlands im Euro angekündigt. Das Referendum wird bereits am 5. Juli stattfinden. Auch die Idee einer Einheitsregierung ist wieder im Gespräch. Die Banken sollen am Montag normal öffnen.