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Insgesamt soll der Finanzbedarf Griechenlands laut Berechnungen der Eurogruppe zwischen 82 bis 86 Milliarden Euro liegen. (Foto: dpa)

Griechenland: Steuerzahler oder Sparer werden Banken retten müssen

Kapitalspritzen für die griechischen Banken sollen noch in diesem Sommer erfolgen. Da der ESM nach seinen Statuen die Banken nicht direkt rekapitalisieren darf, bevor die Bankenaufsicht den genauen Kapitalbedarf ermittelt, ist ein Umweg über den griechischen Stabilitätsfonds möglich. Bis zu 25 Milliarden Euro sind hierfür vorgesehen.

Die gemeinsame Währung hat die Ungleichgewichte in der Euro-Zone nicht behoben. (Foto: dpa)

EZB räumt ein: Euro-Zone funktioniert nicht wie geplant

Die EZB gesteht ein, dass die Unterschiede zwischen den Staaten der Währungsunion durch den Euro nicht geringer geworden sind. Der Grund liegt nicht in der Krise, sondern in den schwachen Institutionen. Der Fortschritt sei „enttäuschend“, schreibt die EZB. Interessant: Die gemeinsame Währung hat den Problem-Staaten nicht geholfen, ihre politischen und wirtschaftlichen Strukturen effizienter zu machen oder von der Korruption zu befreien.

Die Börse in Athen wird am 29. Oder 30. Juli wiedereröffnen. (Foto: dpa)

Börse in Athen steht vor Wiedereröffnung

Die Börse in Athen wird voraussichtlich am Mittwoch oder am Donnerstag wieder öffnen. Doch genaue Angaben zur Wiedereröffnung wird die Börsenaufsicht am Mittwochmorgen machen. Die Börse ist seit Ende Juni geschlossen.

Immer mit der Ruhe: Draghi will die kritische Staatsanleihen-Situation nur mittelfristig angehen. (Foto: dpa)

EZB muss handeln: Staatsanleihen sind keine risikolosen Papiere

Griechenland hat die Gefahren der Abhängigkeit von Staat und Banken nur zu deutlich gemacht. Die EZB gerät unter Handlungsdruck: Die Erklärung von Staatsanleihen als risikolose Investments ist spätestens seit der Griechenland-Krise nicht mehr tragbar.

Die Wirtschaftsweisen sind ein wichtiges Beratungsgremium für Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. (Foto: dpa)

Wirtschaftsweise lehnen Euro-Finanzminister ab, fordern Regeln für Euro-Austritt

Die Wirtschaftsweisen der Bundesregierung erteilen der Idee eines eigenen Finanzministers für die Euro-Zone eine Absage: Sie sprechen von „übereilten Integrationsschritten“ und fordern eine Insolvenz-Ordnung für Euro-Staaten und die Möglichkeit des Austritts aus dem Euro.

Die EZB führt sei dem 9. März 2015 ein Anleihen-Kaufprogramm durch. (Foto: dpa)

Kreditvergabe im Euro-Raum nimmt leicht zu

Aufgrund der Geldflut der EZB wurde im im Juni im Vorjahresvergleich an Firmen und Haushalte insgesamt 0,6 Prozent mehr Darlehen ausgegeben. Die EZB schießt seit Anfang März durch den Kauf von Staatsbonds Woche für Woche Milliarden in den Finanzkreislauf.

In Griechenland ist eine gewisse Müdigkeit bei der Umsetzung der geforderten Austeritäts-Programme zu erkennen. (Foto: dpa)

Griechenland braucht neuen Kredit, um EZB und IWF zu bezahlen

Griechenland braucht vermutlich in den kommenden Wochen einen weiteren Brücken-Kredit von den europäischen Steuerzahlern, um fällige Zahlungen an die EZB und den IWF zu leisten. Die griechische Regierung will keine weiteren Vorleistungen erbringen, die Euro-Retter sind verstört.

Noch ist völlig unklar, was auf die Sparer bei der Sanierung der griechischen Banken zukommt. (Foto: dpa)

Griechenland: Sparer und Unternehmen bangen um ihre Einlagen

Die Franzosen in der EZB sind gegen eine Beteiligung der Bankkunden an der Sanierung der griechischen Banken. Deutschland will zwar einen Teil der neuen Kredite für die Banken-Rettung verwenden. Doch es ist äußert fraglich, ob die Summe reichen wird. Bundesbank-Mann Dombret lehnt es jedoch ab, dass andere Euro-Länder für Verluste der griechischen Sparer einspringen.

Der griechische Premier Alexis Tsipras hatte sich zuvor vehement für das neue Kreditpaket der Troika eingesetzt. (Foto: dpa)

Griechenland: Parlament billigt drittes Reformprogramm

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat das griechische Parlament ein weiteres Reformprogramm gebilligt. Für das Programm stimmten insgesamt 200 von 300 Abgeordneten. Die Regierung kann nun mit der Troika in Verhandlungen treten, um ein Kreditpaket von 86 Milliarden Euro auszuhandeln.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Premier Li Keqiang: Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) räumt ein, dass die Zentralbanken die globale Wirtschaft nicht retten können und verlangt politische Führung. (Foto: dpa)

Mächtigste Bank der Welt legt Mandat zur Rettung der Weltwirtschaft zurück

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) räumt in ihrem Jahresbericht ein, dass die Politik des billigen Geldes gescheitert ist. All die Billionen hätten kein Wachstum in der Realwirtschaft erzeugt. Die Zentralbanken können die Wirtschaft nicht retten. Die Regierungen der Welt müssen nun die Krise lösen.

Investoren kritisieren Euro-Retter wegen Banken-Umbau in Griechenland

Investoren kritisieren die EZB, den ESM und die Euro-Gruppe wegen der unklaren Verhältnisse beim Umbau der griechischen Banken. Das ist ein ernste Warnung: Die Euro-Retter laufen Gefahr, den europäischen Banken-Sektor in seinen Finanzierungs-Möglichkeiten zu beschneiden.

EZB erhöht Not-Kredite für griechische Banken

Die EZB erhöht angeblich die ELA-Kredite für die griechischen Banken. Diese Kredite sind entscheidend für das Überleben der griechischen Wirtschaft.

Die griechische Wirtschaft steht vor neuen Schocks. Spätestens nach dem Sommer könnten teure Banken-Rettungen folgen. (Foto: dpa)

Griechische Sparer und Unternehmen zittern um ihre Bank-Einlagen

Am Mittwoch muss das griechische Parlament die Richtlinie zur Banken-Stabilisierung beschließen. Die meisten Abgeordneten dürften kaum verstehen, worum es dabei geht. Den Sparern und Unternehmen drohen Verluste - und das, obwohl die EZB erst im Stresstest im Herbst 2014 den griechischen Banken bescheinigt hatte, solvent zu sein.

Vom Steuerzahler gerettet und sichtlich erleichtert: Mario Draghi bei der Pressekonferenz der EZB in Frankfurt am Donnerstag. (Screenshot ECB)

Griechenland rettet die EZB und den IWF mit deutschen Steuergeldern

Rettung andersrum: Die griechische Regierung hat 6,25 Milliarden Euro an die EZB und den IWF überwiesen. Athen hatte die nötigen Mittel zuvor von den europäischen Steuerzahlern erhalten. 1,9 Milliarden stammen vom deutschen Steuerzahler. Immerhin: 0,5 Milliarden bleiben als zusätzliche Liquidität für die griechischen Banken.

Die D-Mark beflügelt wegen der Euro-Krise die Fantasie von Ökonomen. (Foto: DWN)

US-Ökonomen fordern den Austritt Deutschlands aus dem Euro

Prominente US-Ökonomen sehen im Austritt Deutschlands die einzige Chance für die nachhaltige Lösung der Euro-Krise. Sie glauben, dass die Rückkehr zu D-Mark Deutschland und der Rest-Eurozone nützen würde. Mit Ben Bernanke hat sich auch der frühere Chef der US-Notenbank in diese Richtung geäußert. Die letzten Tabus in der Euro-Debatte fallen.

Die Europäische Zentralbank hat geheime Kreditlinien für Bulgarien und Rumänien eingerichtet. Der rumänische Präsident Klaus-Werner Johannis gilt als vehementer Pro-Europäer. (Foto: dpa)

EZB kämpft gegen Ansteckung in Bulgarien und Rumänien

Um zu verhindern, dass die Vermögenswerte der Tochtergesellschaften der vier großen Banken Griechenlands in Bulgarien und Rumänien beschlagnahmt werden, genehmigt die EZB geheime Kreditlinien. So soll vermieden werden, dass ein drastischer Kapitalverlust der Mutterhäuser in Griechenland eintritt.

Ein Ende der griechischen Banken-Krise ist nicht in Sicht. (Foto: dpa)

Reine Kosmetik: Griechische Banken sollen am Montag öffnen

Die griechischen Banken sollen am Montag wieder öffnen. Doch dies ist reine Symbol-Politik. Die Griechen sollen das Gefühl bekommen, dass sich Wohlverhalten lohnt.

In Karea, einer Vorstadt von Athen, kämpfen Feuerwehrleute am Freitag gegen einen Waldbrand. Das Feuer droht wegen starker Winde auf bewohnte Gebiete überzugreifen. (Foto: dpa)

Griechenland erhält 7,1 Milliarden Euro und sieht davon keinen Cent

Die erste Tranche des Brücken-Kredits der europäischen Steuerzahler geht an die EZB, den IWF und auf ein Sperrkonto für Großbritannien. Die europäischen Steuerzahler vollziehen damit die Rettung der EZB und des IWF. Die griechische Bevölkerung sieht von dem Geld keinen Cent.

Wolfgang Schäuble bei der Debatte über Griechenland am 1. Juli 2015. Er wusste schon vor zwanzig Jahren, dass die Euro-Zone in ihrer aktuellen Form nicht funktionieren würde. (Foto: dpa)

Schäubles Vision von Europa: Mehr Russland, weniger Italien

Vor genau 20 Jahren hat Wolfgang Schäuble in bemerkenswerter Klarsicht vorhergesehen, dass eine ungeordnete Euro-Zone zum Scheitern verurteilt ist. Sein Konzept damals ist die Erklärung für sein Verhalten heute: Er wandte sich gegen nationalistische Tendenzen, wollte eine Annäherung an Russland und sah die EU als gleichberechtigten Partner in der Nato. Er sieht heute seine letzte Chance, Deutschland auf diesen Kurs zu bringen.

Kein Schuldenschnitt, aber eine Umschuldung. (Foto: dpa)

Griechenland: Umschuldung durch die Hintertür

Angela Merkel lehnt einen Schuldenschnitt für Griechenland vehement ab. Daher soll die Schuldenlast in den kommenden Jahren größtenteils auf den ESM umgelagert werden. Damit entsteht eine Umschuldung, bei der die Risiken auf die europäischen Steuerzahler verteilt werden.