Alle Artikel zu:

EZB

Die EZB wird Anfang November die Aufsicht über etwa 120 große Institute in der Eurozone übernehmen. Zudem erhält sie die Ermächtigung, die Aufsicht auch über jede andere Bank im Euroraum zu übernehme. Dies sei von den EU-Verträgen nicht gedeckt, so Finanzwissenschaftler Kerber. (Foto: dpa)

Draghi bricht Recht: Deutsche Professoren klagen gegen Banken-Union

Eine Gruppe deutscher Professoren zieht vor das Bundesverfassungsgericht. Grund: Die Bankenunion habe keine Rechtsgrundlage in den europäischen Verträgen und stelle somit einen Grundrechtsverstoß dar. Ziel der Bankenunion sei, den bisher nur für Krisenstaaten gedachten ESM zur Sanierung von Pleite-Banken zu nutzen.

EZB merkte erst nach Erpresser-Email, dass ihre Server gehackt wurden

Hacker haben versucht, die Europäische Zentralbank zu erpressen. Nachdem tausende Email-Adressen und Datensätze gestohlen waren, meldeten sich die Diebe bei der EZB und forderten eine Geldzahlung. Kurios: Der EZB ist der Diebstahl erst durch die Erpresser-Email aufgefallen.

Bei der Espirito Santo besteht akute Ansteckungsgefahr. Die Schweiz hat es bereits getroffen. Die EU sieht dennoch keine Gefahr und beruhigt. Europas Banken sind hingegen nervös. (Foto: dpa)

Portugal-Schock erreicht die Schweiz: Notverkauf der Espírito Santo

Die Banken-Krise in Portugal erreicht nun auch die Schweiz. Die Finanzmarktaufsicht leitete den Notverkauf der Schweizer Tochter der Espirito Santo ein. Die Folgen eines möglichen Konkurses der Espirito-Mutter seien nicht absehbar. Kunden, Vermögen und Berater gehen an ein anderes Geldhaus, die Bank selber bleibt bei den Portugiesen.

Der Euro ist in den letzten fünf Tagen im Vergleich zum Dollar stark gefallen. (Quelle: Ariva)

Euro-Kurs sinkt auf 1,345 US-Dollar

Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar auf den tiefsten Stand seit acht Monaten. Die Anleger spekulieren auf eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik. In den USA und Großbritannien rechnen die Investoren hingegen mit steigenden Leitzinsen. Die Aussicht auf eine wachsende Zinsdifferenz zwischen den Währungen setzt den Euro weiter unter Druck.

Portugals Präsident Anibal Cavaco Silva weiß, was sein Landsmann an der Spitze der EU, Barroso, nicht wahrhaben will: In Portugal droht ein veritabler Finanz-Crash - mit Folgen auch für die Euro-Zone. (Foto: dpa)

Nächste Pleite in Portugal: Goldman Sachs muss Espírito Santo retten

Die Banken-Krise in Portugal sendet schneller als erwartet Schockwellen durch das Land. Nach der Holding der Banco Espírito Santo (BES) hat am Dienstag mit RioForte das nächste Unternehmen aus der Gruppe Insolvenz anmelden. Die Investment-Bank Goldman Sachs versucht, durch einen Einstieg die Bank zu retten. Der portugiesischen Telekom droht ein Milliarden-Verlust.

LOHN IV

Deutschland: Die Gewerkschaften spielen bei den Löhnen keine Rolle mehr

Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer beziehen Löhne, die nicht mehr von den Gewerkschaften mitverhandelt wurden. Das Ergebnis: Die deutsche Löhne liegen weit unter dem internationalen Durchschnitt. Die Produktivität ist dagegen dramatisch gestiegen. Nun fordert sogar die Bundesbank Lohnerhöhungen.

›Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert‹. Diesem Motto von Jean-Claude Juncker folgen auch der IWF, die Zentralbanken und die Schuldenpolitiker. Sie alle blicken nun nach Spanien und beobachten, ob es einen großen Aufschrei wegen der neuen Steuer auf Sparguthaben gibt. (Foto: dpa)

Die finanzielle Repression beginnt: Die Sparbuch-Steuer kommt nach Europa

Als erstes europäisches Land hat Spanien den IWF-Vorschlag einer Sparbuch-Steuer umgesetzt. Der Zweck der Zwangsabgabe: Die Staatsschulden sollen vom Sparer abgetragen werden. Damit werden jene bestraft, die ihr Geld auf die hohe Kante gelegt haben. Mit den niedrigen Zinsen der EZB war die erste Stufe der Enteignung gezündet worden. Jetzt geht es offenbar Schlag auf Schlag.

Notfall-Pläne: EZB fürchtet Unruhe nach Banken-Stresstest

Die Europäische Zentralbank fürchtet offenbar stärkere Verwerfungen nach dem Stress-Test für Banken im Herbst. Daher sollen Banken, die wanken, innerhalb 48 Stunden einen Notfall-Plan präsentieren, wie sie Kapitallücken decken. Diese Frist sei völlig realitätsfremd, kritisieren die Banken.

Bei den Amerikanern gibt es nichts mehr zu holen, daher will Fed-Chefin Janet Yellen die Zinsen irgendwann wieder erhöhen. Für Europa fordert IWF-Chefin Christine Lagarde dagegen die volle Geldschwemme, um die Sparer aus ihren Verstecken zu locken. (Foto: dpa)

Repression: IWF will den Deutschen das Sparen abgewöhnen

Die geplante Geldschwemme der EZB verfolgt den Zweck, den Deutschen ihre antiquierte Spar-Manie abzugewöhnen. Die deutschen Sparer werden ins Risiko getrieben, wenn sie ihrer Enteignung entgehen wollen. Die ganz Operation verfolgt nur einen Zweck: Die Schuldenstaaten wollen sich sanieren, ohne zu sparen. Das ist finanzielle Repression in Reinkultur.

Draghi warnt Investoren: EZB wird nichts gegen Crash unternehmen

EZB-Chef Mario Draghi sagte vor dem EU-Parlament, dass die EZB billiges Geld auch auf die Gefahr produzieren werde, dass Blasen entstehen. Selbst wenn die EZB eine Blase erkennen sollte, würde sie weiter Geld in den Markt pumpen - weil ihre Aufgabe nach Draghis Ansicht in der bedingungslosen Stabilisierung der Euro-Zone besteht und nicht im Schutz von Investoren vor einem möglichen Crash.