Alle Artikel zu:

Spanien

CEO César Alierta (rechts) hat Grund zur Freude: die Restrukturierung und Investitionen in neue Projekte haben sich bezahlt gemacht. (Foto: dpa)

Telefonica erwartet nach Zukäufen mehr Umsatz

Die Übernahmen in Brasilien und Spanien sollen dem Telekomkonzern Telefonica in diesem Jahr größere Umsätze bringen. Doch die Gewinnprognose muss wegen der Zukäufe nach unten angeglichen werden.

Die gemeinsame Währung hat die Ungleichgewichte in der Euro-Zone nicht behoben. (Foto: dpa)

EZB räumt ein: Euro-Zone funktioniert nicht wie geplant

Die EZB gesteht ein, dass die Unterschiede zwischen den Staaten der Währungsunion durch den Euro nicht geringer geworden sind. Der Grund liegt nicht in der Krise, sondern in den schwachen Institutionen. Der Fortschritt sei „enttäuschend“, schreibt die EZB. Interessant: Die gemeinsame Währung hat den Problem-Staaten nicht geholfen, ihre politischen und wirtschaftlichen Strukturen effizienter zu machen oder von der Korruption zu befreien.

Französische Bauern blockieren am Montag die Rheinbrücke zwischen Kehl (Baden-Württemberg) und Straßburg (Elsass) mit Traktoren. Sie kontrollieren dabei die Ladung von Lastwagen nach Agrarprodukten die nach Frankreich fahren wollen. (Foto: dpa)

EU-Spaltung: Frankreichs Bauern stoppen Einfuhren aus Deutschland und Spanien

In der EU zeichnet sich ein ernsthafter Konflikt zwischen den Bauern ab: Am Montag haben französische Bauern mit der Blockade von Grenzübergängen zu Deutschland und Spanien begonnen. Sie protestieren gegen den Preis-Verfall, der unter anderem wegen der osteuropäischen Arbeiter in Deutschland eine Bedrohung darstelle.

Keine gemeinsame Sprache: Italiens Premier Matteo Renzi und Angela Merkel. (Foto: dpa)

Die Zeichen auf Sturm: Italien attackiert die EU und Deutschland

Der italienische Premier Renzi verlangt von Europa Taten bei der Unterstützung der Schulden-Staaten. Die italienische Wirtschaft meldet dramatische Export-Einbrüche wegen der Russland-Sanktionen. Beppe Grillo fordert, dass Italien seine hohen Schulden als „Drohung“ gegen die EU einsetzen solle und spricht von „Adolf Schäuble“. Der nächste Euro-Konflikt zeichnet sich ab. Er wird härter als jener mit Griechenland.

Das Lungenmedikament Opsumit sieht sich einer großen Nachfrage gegenüber. (Foto: dpa)

Biotechfirma Actelion schraubt Gewinnprognose nach oben

Pharmahersteller Actelion kann nach Gewinnbereinigung einen Umsatzzuwachs erwarten. Vor allem die Nachfrage nach dem Lungenmedikaments Opsumit, das nun auch international verkauft wird, wird als positive Entwicklung vermerkt.

Nach dem Scheitern der Syriza in Griechenland hat auch die spanische Schwester-Partei Podemos an Wählergunst verloren, hier die beiden Parteichefs Alexis Tsipras und Pablo Iglesias im November 2014 in Madrid. (Foto: dpa)

Spanier fürchten griechische Verhältnisse: Podemos verliert an Boden

Die spanische Protestpartei Podemos hat durch die Ereignisse in Griechenland die Hälfte ihrer Wähler verloren. Viele Spanier befürchten, mit Podemos an der Macht drohe ihnen ein ähnliches Schicksal wie Griechenland unter Syriza. Die Konservativen von Mariano Rajoy haben sich mit Steuersenkungen zurückgekämpft und sind wieder die stärkste politische Kraft.

Flüchtlinge auf dem Flugdeck des deutschen Schiffs Werra. Das Schiff hatte in Seenot geratene Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. (Foto: dpa)

Keine Solidarität: EU scheitert erneut mit der Aufteilung von Flüchtlingen

Beim Treffen der Innenminister in Brüssel haben sich EU-Staaten erneut nicht auf die geplante Aufteilung von 40.000 Flüchtlingen einigen können. Lediglich 32.000 werden auf die Staaten verteilt. Italien und Griechenland müssen weiter die Hauptlast tragen. Täglich erreichen allein 1.000 Menschen Griechenland.

Bayern-Trainer Pep Guardiola hat nicht nur im Fußball, sondern auch in der Politik eine Vision. (Foto: dpa)

Bayern-Trainer Pep Guardiola kandidiert für Separatisten in Katalonien

Der Trainer des FC Bayern München, Pep Guardiola, engagiert sich für die Loslösung seiner Heimat Katalonien von Spanien nun auch politisch: Er kandidiert bei den Regionalwahlen auf der Liste der Separatisten. Es ist allerdings eher eine symbolische Geste.

Podemos-Generalsekretär Pablo Iglesias. (Foto: dpa)

Spanien: Protest-Partei Podemos stürzt in Umfrage ab

Die spanische Protest-Partei ist in einer aktuellen Umfrage abgestürzt: Offenbar hat der Partei der ostentative Schulterschluss mit der Syriza in Griechenland geschadet.

Tsipras bei der historischen Sitzung: Die Selbstausschaltung des Parlaments abgesegnet. (Foto: dpa)

Ein tödliches Virus: Die Demokratie in Europa wird zur Farce

Das griechische Parlament hat Gesetze beschlossen, die ihm von außen aufgezwungen wurden. Über den Inhalt der Gesetze wurde nicht einmal im Ansatz diskutiert. Der Inhalt der Gesetze wurde von der Troika bestimmt. Die Banken bleiben noch mindestens drei Monate geschlossen. Auch darüber wurde nicht diskutiert. Wir erleben die Abschaffung der Demokratie. Dieses Virus wird sich über ganz Europa ausbreiten.

Alexis Tsipras während der Syriza-Fraktionssitzung im griechischen Parlament. (Foto: dpa)

Chaos in Griechenland: Stellvertretende Finanzministerin tritt zurück

Mittwochnacht wird im Parlament über das Sparpaket abgestimmt. Das sorgt für Unruhe innerhalb der Regierungspartei. Nachfolgend ein Ticker mit wichtigen Ereignissen vom Mittwoch:

Alexis Tsipras will das Spar- und Reformprogramm heute durch das Parlament in Athen bringen, obwohl er davon nicht überzeugt ist. (Foto: dpa)

Briten fordern Garantien für Ja zu Brückenkrediten

In Griechenland stimmt das Parlament heute über ein erstes großes Spar- und Reformpaket ab. Das ist Voraussetzung für Verhandlungen über weitere internationale Finanzhilfen. Aus Protest streiken die Angestellten im Öffentlichen Dienst. Nachfolgend ein Ticker mit wichtigen Ereignissen vom Mittwoch:

Die monatliche Entwicklung der öffentlichen Verschuldung Italiens zwischen 2013 und 2015 – Angaben in Milliarden Euro. (Grafik: Banca d’Italia)

Ansteckungs-Gefahr: Italiens Schulden auf Rekordstand

Im Mai haben die öffentlichen Schulden Italiens einen neuen Rekordstand von etwa 2.218 Milliarden Euro erreicht. Die Lage in Italien ist sehr dramatisch. Den Südländern droht eine Ansteckungsgefahr aufgrund der Griechenland-Krise.

Wolfgang Schäuble mit seinem Kollegen Michel Sapin: Ob Frankreich mit Deutschland in einer Union bleibt, ist höchst fraglich. (Foto: dpa)

Schäubles Plan: Deutschland muss raus aus dieser Euro-Zone

Die Demütigung Griechenlands beim Gipfel war kein Unfall. Sie ist Teil einer Agenda, die Wolfgang Schäuble seit langem verfolgt: Er hält die EU in ihrer derzeitigen Form für nicht funktionsfähig. Er strebt eine enge politische Union an. Diese ist nur mit ausgewählten Staaten möglich. Am Ende soll sich zeigen, wer zu Deutschland passt und wer nicht. Der Grexit ist fix eingeplant. Andere Staaten werden folgen. Das Tischtuch ist zerschnitten. Unwiderruflich.

Europa nimmt Kurs auf den Eisberg. Die Besatzung diskutiert über Fehler in den Bauplänen. (Foto: dpa)

Eisberg voraus: In der Krise versagt die EU als Egoisten-Union

Der EU droht der Zerfall wegen moralischer Insuffizienz. Sowohl bei Griechenland als auch in der Flüchtlingsfrage versagen alle ethischen Sicherungssysteme. Das politische Establishment in Europa erweist sich als Ansammlung von Schreibtischtätern, ohne moralischen Kompass und ohne Sachverstand. Die Titanic hat am Eisberg angeschlagen. Die Besatzung diskutiert über die mangelhaften Baupläne des Schiffs. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

Bloomberg sieht in Angela Merkel die Zuchtmeisterin, die mit dem Beharren auf eine Austeritätspolitik den Euro destabilisiert. (Foto: dpa)

Abgesang auf die Veto-Kanzlerin: Bloomberg knöpft sich Angela Merkel vor

Die Top-Geschichte von Bloomberg am Vorabend des ultimativen Euro-Showdowns trägt die Überschrift: „Der Beweis, dass Merkel Europa wirtschaftlich drangsaliert“. Merkel behandle die anderen Euro-Staaten wie ungezogene Kinder und habe die Zone mit ihrem sturen Bestehen auf Austerität ins Unglück gestürzt. In der Kultur würde man dies eine „vernichtende Kritik“ nennen. Es könnte die erste Strophe eines Abgesangs werden.

Das Griechenland-Desaster ist völlig unbeherrschbar. Und es wird immer teurer. (Foto: dpa)

Griechenland: Die dritte „Rettung“ wird astronomisch teuer

Das dritte Kredit-Programm wird mindestens 70 Milliarden Euro teuer. Premier Tsipras scheint den Troika-Forderungen nach Austerität nachzugeben. Damit ist Griechenland langfristig geliefert. Mit einem versteckten Schuldenschnitt kann die Fiktion aufrechterhalten blieben, dass das Geld „nur“ ein Kredit ist. Insgesamt könnte die ganze Aktion allerdings locker weitere 300 Milliarden Euro kosten.

Strafzettel statt Gerichtsverfahren: Protest gegen die in Spanien so häufigen Zwangsräumungen (hier im April in Madrid) ist ab sofort ebenso verboten wie friedliche Demonstrationen vor dem Parlament oder in Banken. (Foto: dpa)

Spanien: Protestieren steht ab sofort unter Strafe

Spaniens rigides Anti-Demonstrationsgesetz ist trotz massiver Proteste aus Bevölkerung, Politik und Justiz in Kraft getreten. Ab sofort können Behörden für Teilnahme oder den Aufruf zu Demonstrationen Geldbußen bis zu 600.000 Euro verhängen. Die Polizei kann Bürger für die Ausübung ihrer Grundrechte ohne jede richterliche Entscheidung finanziell bestrafen.

Bankia-Chef Jose Sevilla will faule Kredite in Milliardenhöhe an den US-Investor Oaktree und an den britischen Fonds Chenavari verkaufen. (Foto: dpa)

Kriselnde Bankia vor Verkauf von faulen Milliarden-Krediten

Nach Informationen von Insidern soll die spanische Krisenbank Bankia kurz vor dem Abstoß fauler Kredite im Umfang von 1,3 Milliarden Euro stehen. Käufer seien der US-Investor Oaktree und der britische Fonds Chenavari.

Der Sieg von Alexis Tsipras, hier am Sonntagabend bei seiner Rede an die Nation, leitet den Anfang vom Ende der Euro-Zone ein. (Foto: dpa)

Die Lawine rollt: Die Euro-Zone steht vor dem Zerfall

Das Referendum in Griechenland ist der erste Akt in der ungeordneten Abwicklung der Euro-Zone. Die gewählten Regierungen kämpfen ab sofort nur noch um ihr eigenes Überleben. Sie sehen nicht, dass die Spaltung quer durch die Nationen verläuft – und werden dafür einen hohen Preis bezahlen.