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Spanien

Die Podemos-Bewegung um Pablo Igelsias (mi.) ist nur acht Monate nach Gründung bereits die stärkste politische Kraft in Spanien. (Foto: dpa)

Madrid wankt: Protest-Partei Podemos weiter auf dem Vormarsch

Die spanische Protestpartei Podemos hat ihren Vorsprung vor den etablierten Parteien weiter ausgebaut. Aktuelle Umfragen ergeben, dass die Bewegung mit rund 28,3 Prozent der Stimmen zwei Prozentpunkte vor der Regierungspartei von Ministerpräsident Rajoy liegt. Spanische Medien sprechen von einem „Wirbelsturm“, der über die Parteienlandschaft fege.

Von 2014 bis 2020 will die EU aus drei Fonds bis zu 351 Milliarden Euro an Fördergeldern in die Regionen Europas fließen lassen. (Foto: dpa)

Die große Umverteilung: EU fördert Regionen mit 351 Milliarden Euro

Die stellvertretende Leiterin des Think Tanks Open Europe Berlin, Nora Hesse, beäugt die Strukturförderungen die EU mit Argwohn. Die Beziehung zwischen Förderung und Ergebnissen sei mangelhaft. Die Gelder werden nicht effizient genug eingesetzt. Zwischen 2014 und 2020 will die EU erneut bis zu 351 Milliarden Euro an Fördergeldern in die Regionen pumpen.

Die spanische Staatsanwaltschaft hat den katalanischen Regierungschef Artur Mas angeklagt. Sie wirft ihm wegen des Test-Referendums zur Unabhängigkeit unter anderem Unterschlagung öffentlicher Gelder vor. (Foto: dpa)

Unabhängigkeit für Katalonien: Spanien klagt Artur Mas an

Die spanische Staatsanwaltschaft hat den Regierungschef von Katalonien, Artur Mas, angeklagt. Auch weitere Minister wurden wegen des von einem Gericht in Madrid verbotenen Test-Laufs zur Unabhängigkeit angeklagt. Die Vorwürfe: Unterschlagung öffentlicher Gelder, Ungehorsam, Rechtsbeugung sowie Amtsanmaßung.

In Griechenland wollten linke Studenten die juristische Fakultät von Athen besetzen. (Foto: dpa)

Griechenland: Ausschreitungen zwischen Studenten und der Polizei

Am Donnerstag ist es in Athen zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Studenen gekommen. Die Studenten wollten in Andacht an die Opfer des ehemaligen Militär-Regimes demonstrieren. Gleichzeitig meldet Eurostat das offizielle Ende der Rezession in Griechenland.

Zur Test-Abstimmung über die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien waren fast so viele Wähler erschienen wir zur Wahl zum EU-Parlament. (Foto: dpa)

Spanien: 80 Prozent der Wähler stimmen für Unabhängigkeit Kataloniens

Das Referendum in Katalonien hat einen klaren Erfolg der Befürworter der Unabhängigkeit von Spanien gebracht. Die spanische Regierung, die zunächst noch auf ein Verbot der Abstimmung durch das spanische Höchstgericht gesetzt hatte, signalisierte am Montag erstmals die Bereitschaft zu einer Verfassungsreform. Der katalanische Premier Artur Mas sagte, seine Regierung wolle darüber nur verhandeln, wenn sein Volk das Recht erhalte, eine verbindliche Volksabstimmung abzuhalten.

Auch der Trainer des FC Bayern München, Pep Guardiola, nahm in Barcelona an der Abstimmung teil: Er sagte, die Katalanen seien kein Volk, das solch einen Schritt fordert, weil ihnen die Sonne zu stark auf das Hirn gebrannt habe. Der Wunsch von Millionen Bürgern könne nicht einfach ignoriert werden. (Foto: dpa)

Spanien: Katalanen stimmen für Unabhängigkeit

Trotz eines Verbots gab bei der Volksbefragung etwa die Hälfte der stimmberechtigten Katalanen ihre Stimme ab. Die Mehrheit votiert für eine Abspaltung ihrer Region von Spanien. Die Madrider Regierung stuft die unverbindliche Befragung als wertlos ein.

Kataloniens Präsident Artur Mas will am Sonntag eine Test-Abstimmung über die Unabhängigkeit von Spanien durchführen. (Foto: dpa)

Spanien: Militär-Polizei trainiert Armee für den Einsatz gegen Zivilisten

Die spanische Armee bereitet sich offenbar auf Unruhen in der Bevölkerung vor. In den vergangenen Wochen haben Truppen den Einsatz gegen Demonstranten geübt. Ob die Übungen in Zusammenhang mit der Test-Abstimmung über die Unabhängigkeit in Katalonien am Sonntag stehen, ist unbekannt.

Kataloniens regierender Präsident, Artur Mas, will die Bürger abstimmen lassen - wenn auch zunächst nur symbolisch. Es sei ihr Menschenrecht (Foto: dpa)

Gegen Madrid: Katalonien plant Test-Abstimmung zur Unabhängigkeit

Nach dem Verbot eines Referendums über die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien hat das Verfassungsgericht auch die symbolische Befragung untersagt. Die katalanische Regierung schlägt jedoch zurück: Das informelle Referendum soll trotzdem stattfinden. Eine Klage gegen Madrid aufgrund der Verletzung der Meinungsfreiheit wird ebenfalls geplant.

Bei den Europawahlen war die Podemos-Partei mit ihrem Anführer Pablo Iglesias schon erfolgreich. Nun geht es um die nationale Einflussnahme (Foto: dpa)

Spanien: Neue Protest-Partei schafft auf Anhieb den Sprung an die Spitze

Die spanische Podemos-Partei hat das erste Mal in Umfragen die beiden großen etablierten Parteien geschlagen. Der Unmut vieler Spanier über das Sparprogramm und die massive Korruption kommt der neuen Partei zugute. Im kommenden Jahr wird ein neues Parlament gewählt.

Der CEO von Publicis, Maurice Levy (mi.), steht beim G8-Gipfel zwischen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Google-Vorstand Eric-Schmidt (re.). (Foto: dpa)

Publicis will Digital-Agentur Sapient übernehmen

Die weltweit drittgrößte Werbeagentur Publicis will den US-Rivalen Sapient für 3,7 Milliarden Dollar in bar kaufen. Sapient ist auf digitale Werbung spezialisiert. Die Übernahme soll das Digitalgeschäft des französischen Konzerns stärken.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs - hier CEO Lloyd Blankfein - spekuliert wieder mit spanischen Immobilien. (Foto: dpa)

Goldman Sachs: Hartes Vorgehen gegen Mieter in Sozialwohnungen

Die Stadtverwaltung von Madrid verkaufte rund 5.000 Sozialwohnungen an Investmentfirmen wie Goldman Sachs und Blackstone. Diese vertreiben die sozial-schwachen Bewohner mit drastischen Mieterhöhungen. Wer nicht zahlen kann, dem droht die Zwangsräumung.

130 Banken aus der Eurozone mussten sich dem Stesstest der Europäischen Zentralbank unterwerfen. (Foto: dpa)

EZB-Stresstest: 879 Milliarden Euro faule Kredite entdeckt

Die EZB gibt bekannt, dass 25 Großbanken den Stresstest nicht bestanden haben. Unter ihnen befindet sich auch die Münchener Hypothekenbank. Aus Italien sind insgesamt neun Banken durch den Stresstest gefallen. Die Summe der entdeckten faulen Kredite ist bemerkenswert, weil die EZB bei der Prüfung wesentliche Risiken aus der Betrachtung genommen hatte.

Mit dem ESM sei eine Situation entstanden, in der das Parlament erst hinterher über konkrete Handlungsweisen informiert wird, so Gesine Lötzsch. (Foto: dpa)

Gesine Lötzsch: „Über deutsche Steuergelder wird in Luxemburg entschieden“

Mit einer Gesetzesänderung zum ESM sollen künftig marode Banken direkt mit Steuergeldern rekapitalisiert werden. So soll die Verschuldung der öffentlichen Haushalte nicht mit Krisenbanken noch weiter erhöht werden. Das führe zu einer Auslagerung der Verantwortung aus dem Parlament, warnt die Vorsitzende im Haushaltsausschuss des Bundestags, Gesine Lötzsch.

Nach Angaben des Vorsitzenden der spanischen Notenbank, Miguel Angel Fernandez, beträgt das Volumen der faulen Kredite inzwischen 184,3 Milliarden Euro. (Foto: dpa)

Marode spanische Banken hoffen auf Schonung durch die EZB

Beim Stresstest der EZB dürfte vor allem Banken kleinere Länder durchfallen. Für größere Staaten gilt: Die Banken müssen überleben, um das Finanzsystem nicht zu gefährden. Darauf hoffen vor allem die spanischen Banken, die ja erst vor zwei Jahren aus dem ESM gerettet wurden.

Trotz Absage des Referendums demonstrierte die Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien am Sonntag erneut ihre Stärke: Mehr als hunderttausend Menschen versammelten sich auf der Plaza de Cataluna in Barcelona. (Foto: dpa)

Hunderttausend Katalanen demonstrieren für einen unabhängigen Staat

In Barcelona demonstrierten erneut mehr als hunderttausend Katalanen für die Unabhängigkeit ihrer Region. Regionalpräsident Mas will nach einem Verbot des offiziellen Referendums am 9. November eine symbolische „Volksbefragung“ durchführen. Die Bürgerbewegung fordert Neuwahlen.

Angela Merkel am Donnerstag im Bundestag: Zuversicht sieht anders aus. (Foto: dpa)

Neue Krise in Athen: Merkel warnt vor neuer Euro-Krise

In Griechenland sind die Zinssätze für Staatsanleihen auf 9 Prozent gestiegen. Auch Spanien muss plötzlich höhere Zinssätze für seine Schulden bezahlen.Die Investoren fürchten Neuwahlen und glauben offenbar der EZB nicht mehr, dass sie alle Euro-Staaten retten kann. Die EU kündigt an, dass sie den griechischen Banken weitere Steuergelder aus Europa zur Verfügung stellen könnte. Angela Merkel klingt indes ungewöhnlich düster.

Die Architekten der Währungsreform namens Euro, Angela Merkel und Helmut Kohl: Durch das politische Projekt werden die deutschen Sparer um Milliarden geprellt. (Foto: dpa)

Enteignung der Sparer: Der Euro ist längst eine heimliche Währungsreform

Mit der Einführung des Euro sind die Deutschen hinters Licht geführt worden: Sie mussten auf eine Steigerung ihrer Ersparnisse von 36 Prozent verzichten. Nun müssen sie die fortgesetzten Staatsschulden im Euro-Raum aus ihren Ersparnissen und eisernen Reserven finanzieren, ohne sich wehren zu können. Das ist nichts anderes als eine heimliche Währungsreform, deren verheerende Auswirkungen niemand so gut kennt wie die Deutschen.

Söldner und Freiwillige aus Westeuropa schließen sich der ukrainischen Bataillon Asow an, um gegen die Rebellen zu kämpfen. (Foto: dpa)

Ukraine: Söldner aus Europa kämpfen gegen Rebellen

In der Ukraine befinden sich eine Reihe von Söldnern aus Europa und anderen Staaten. Sie kämpfen auf Seiten Kiews gegen die Rebellen im Osten. Sie sind oft Tschetschenen, sind jedoch Staatsbürger von Frankreich, Polen, Spanien, Italien, Dänemark oder der baltischen Staaten. Wer ihren Einsatz finanziert, ist unklar.

Am Samstag hatte Kataloniens Premier Artur Mas in Barcelona noch den Kampf für ein Referendum angekündigt - nun muss er seinen Anhängern die Kehrtwende verkaufen. (Foto: dpa)

Spanien: Katalonien sagt Referendum zu Unabhängigkeit ab

Der katalanische Premier Artur Mas macht einen Rückzieher und sagt das von Madrid bekämpfte Referendum zur Unabhängigkeit ab. Mas will am 9. November dafür sorgen, dass die Katalanen ihren Willen auf andere Art artikulieren.

Isolierstation im Klinikum St. Georg : Vorbereitet auf den Ernstfall. (Foto: dpa)

Mediziner: Es wird keine Ebola-Epidemie in Europa geben

Mit jedem neuen Fall in Europa und den USA wächst die Angst vor einer Ebola-Epidemie in Europa. Panikmache und die Einsicht der hochzivilisierten Gesellschaft, dass man sich nicht jede Sicherheit kaufen kann, sind die Triebfeder dieser Angst. In Europa ist „eine Verbreitung quasi ausgeschlossen“, so Martin Sprenger von der Uni Graz. Selbst, wenn eine Epidemie Europa bedrohen würde, wäre es wohl nicht Ebola.