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Spanien

Der Bund Euro Future, ein auf zehnjährige deutsche Staatsanleihen basierender Terminkontrakt, sprang am Dienstag um 70 Ticks auf 154,70 Punkte. (Grafik: ariva.de)

Sorge um Spanien: Investoren stoßen Bonds aus Südeuropa ab

Anleger haben als Reaktion auf den Wahlerfolg der Protestpartei Podemos in Spanien ihre Bonds aus Südeuropa abgestoßen. Die Renditen für zehnjährige Anleihen stiegen für Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Im Gegenzug investieren die Anleger in Bunds.

Umbruch in Spanien: In Barcelona stellt eine Koalition von Podemos und anderen linken Parteien künftig mit Ada Colau die Bürgermeisterin. Das Zwei-Parteien-System in Spanien geht zu Ende. (Foto: dpa)

Spanien: Etablierte Parteien verlieren Millionen Wähler

Bei den spanischen Regionalwahlen am Wochenende haben die beiden Volksparteien insgesamt über drei Millionen Wähler verloren. In zahlreichen Regionen und Stadträten dominieren die Protest-Parteien Podemos und Ciudadanos. Das traditionelle Zwei-Parteien-Schema in Spanien geht zu Ende.

Podemos-Generalsekretär Pablo Iglesias kann sich über das überraschend gute Abschneiden seiner neuen Partei bei den spanischen Regionalwahlen freuen. (Foto: dpa)

Regionalwahlen in Spanien: Protest-Partei Podemos auf dem Vormarsch

Die neue linke Protestpartei Podemos hat bei Wahlen in Madrid und Barcelona nach ersten Prognosen offenbar die Erwartungen übertroffen. Bei den Regional- und Kommunalwahlen in Spanien musste die konservative Volkspartei (PP) des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy Verluste hinnehmen.

Spanien, hier Premier Mariano Rajoy, will die EU-Quten zur Flüchltingsaufnahme nicht akzeptieren. (Foto: dpa)

Zu viele Arbeitslose: Spanien lehnt EU-Quote für Flüchtlinge ab

Die spanische Regierung hält den Anteil, den sie laut EU an Flüchtlinge aufnehmen soll, für zu hoch. Das von der Kommission vorgeschlagene Berechnungssystem müsse die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien stärker berücksichtigen. Migranten aufzunehmen, denen man keine Arbeit bieten könne, sei ein Bärendienst.

Die freiheitlichen Bürgerrechte werden beschnitten: David Cameron, hier mit Angela Merkel, beim EU-Gipfel in Brüssel im Februar. (Foto: dpa)

Ende der Freiheit: Polizei-Staat in Europa nimmt gespenstische Form an

Die englische Königin wird in Kürze die Einführung drakonischer Gesetze verkünden. In Großbritannien sollen Bürger nicht mehr danach beurteilt werden, ob sie sich an die Gesetze halten, sondern ob sie einem bestimmten Wertekanon entsprechen. Presseerzeugnisse sollen demnach künftig nur nach Genehmigung durch die Polizei erlaubt werden. Mit den neuen Gesetzen setzt sich eine gefährliche Entwicklung in der EU fort.

Die perfekte Doppelmoral: 2010 ließ sich Donald Tusk mit dem Karlspreis als vorbildlicher Europäer feiern. Nach seiner Bestellung zum EU-Präsidenten zeigt sich sein Heimatland besonders schäbig im Hinblick auf die Aufnahme von Flüchtlingen. (Foto: dpa)

Polen brüskiert EU: Mehr Flüchtlinge kategorisch abgelehnt

Das Land des EU-Präsidenten Tusk erweist sich in der Flüchtlingsfrage als besonders schäbig: Polen will keinerlei Zustimmung zu einer EU-Flüchtlingsquote geben. Polen hat im Dezember angekündigt, im Jahr 2016 einhundert (100) Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen zu wollen. Deutschland hat bereits 25.000 Menschen aus Syrien aufgenommen.

Die Banca Privada d’Andorra wurde von der US-Regierung im Handstreich in die Pleite getrieben. (Foto: dpa)

US-Regierung treibt kleine europäische Bank ohne Vorwarnung in die Pleite

Die andorranische BPA steht vor der Pleite. Das US-Finanzministerium hatte der Bank Geldwäsche vorgeworfen und Ermittlungen aufgenommen. Hochrangige Manager der Bank wurden bereits festgenommen. Dabei gab es in den vergangenen Jahren keinen einzigen Hinweis auf illegale Finanztransaktionen. Die Eigentümer klagen, dass es keine einzige Vorwarnung gegeben habe, um auf die Vorwürfe reagieren zu können.

Der Absturz ereignete sich in der Nähe des Flughafens von Sevilla in Südspanien. (Foto: dpa)

Militär-Flugzeug stürzt bei Sevilla ab

In Spanien ist ein Militärflugzeug des Typs Airbus A400M mit bis zu zehn Menschen an Bord abgestürzt. Der Unfall geschah bei einem Testflug. Unmittelbar nach dem Start stürzte die Maschine aus unbekannter Ursache ab und zerschellte auf dem Boden.

Die Finanzbehörden sollen in Zukunft wissen, was die Bürger auch mit ihren letzten Euros gemacht haben. Die Zuspitzung der Schulden-Krise bringt das Ende der Privatheit des Geldes. (Foto: dpa)

Europa: Steuer-Behörden erhalten Zugang zu den Bank-Konten der Bürger

In der EU zeichnet sich eine weitere Verschärfung der Kontrolle der privaten Finanzen durch die Steuerbehörden ab. Griechenland macht den Anfang und gewährt den Steuereintreibern direkten Zugriff auf die Bank-Konten der Bürger. Die Zuspitzung der Schulden-Krise ist für viele Regierungen der Anlass, den Schutz der Privatsphäre in Geld-Angelegenheiten flächendeckend über Bord zu werfen.

Das Schuldenmachen wird für die Eurozone immer teurer. (Foto: dpa)

Bonds-Crash: Die Zeiten des leichten Schulden-Machens in Europa sind vorbei

Die Crash-Gefahr am Anleihen-Markt hat Polen dazu bewogen, einen geplanten Bond-Verkauf kurzfristig abzusagen. Die Zeiten, in denen die Staaten fürs Schuldenmachen bezahlt wurden, sind vorerst vorbei. Die Renditen steigen in dem sonst so stabilen Markt überdurchschnittlich stark.

Der Dax verlor in den vergangenen Tagen wegen den Unruhen auf dem Anleihen-Markt. (Grafik: ariva.de) (Grafik: ariva.de)

Absturz bei Staatsanleihen zieht auch Börsen nach unten

Der Dax verlor am Donnerstag deutlich. Ein Grund dafür ist der Kurzsturz auf dem Bonds-Markt. Zudem sind Firmenbilanzen von Dax-Unternehmen weit unter den Erwartungen geblieben.

Das von der EZB betriebene Anleihen-Aufkaufprogramm sorgt für kein großes Interesse bei den Anlegern. Diese stoßen seit Tagen massiv Anleihen von Zentralbanken ab, die QE betreiben. (Foto: dpa)

Nervosität steigt: Anleger fliehen aus europäischen Staatsanleihen

Die Märkte verlieren das Vertrauen in Mario Draghis Künste und flüchten aus dem Bond-Markt. Die zehnjährigen Bunds steigen den achten Tag in Folge. Polen sagt wegen der allgemeinen Nervosität einen für heute angekündigten Anleihe-Verkauf ab.

Laut französischen Ermittlern wurde bereits am Hinflug ein Sinkflug eingeleitet. Dieser wurde aber nach wenigen Sekunden abgebrochen. (Foto: dpa)

Germanwings: Co-Pilot soll Absturz auf Hinflug geprobt haben

Die französische Untersuchungsbehörde Bea teilte am Mittwoch mit, dass der Co-Pilot der abgestürzten Germanwings Maschine bereits beim Hinflug nach Barcelona den Absturz geprobt haben soll. Dabei soll er einen zu tiefen Sinkflug ausprobiert haben.

Italien und Spanien, hier die Premiers Renzi und Rajoy, müssen fürs Schuldenmachen wieder mehr bezahlen. (Foto: dpa)

Ansteckung: Bond-Crash erfasst Italien und Spanien

Erstmals muss Spanien für alle Anleihen-Laufzeiten wieder Zinsen zahlen. Die Zeiten, in denen die Staaten fürs Schuldenmachen bezahlt wurden, sind vorerst vorbei.

Die Journalisten des staatlichen spanischen Fernsehens wollen nicht länger die Büttel der Parteien sein. (Foto: dpa)

Gegen Propaganda: Aufstand der Journalisten im spanischen Staats-TV

Journalisten des spanischen Staatskanals TVE haben in Brüssel Beschwerde gegen ihren eigenen Sender eingereicht. Sie bezeichneten TVE als „Propagandainstrument im Dienst der Regierung“. Kritische Berichte über Korruption in der Regierung werden unterdrückt, Oppositionsparteien wie Podemos oder Befürworter der katalanischer Unabhängigkeit würden bewusst schlecht dargestellt. Aus deutschen Anstalten ist eine derartige Initiative nicht bekannt.

Die EZB-Geldschwemme sorgt dafür, dass Kunden Zinsen auf Kredite erhalten, anstatt welche zu zahlen. (Foto: dpa)

Banken zahlen Kunden Prämien fürs Schulden-Machen

Wegen der Niedrigzins-Politik der EZB kommt es zu einer grotesken Situation: Die Banken zahlen ihren Kunden Geld für die Aufnahme von Krediten. Vor allem in Südeuropa haben viele Schuldner variable Zinssätze vereinbart. Sie verlangen nun, dass die Banken ihnen entsprechende Angebote unterbreiten. In Deutschland dominieren dagegen feste Zinssätze - weil die Deutschen Risiken vermeiden wollten. Das rächt sich nun.

Griechenland steht vor einer sozialen Zerreißprobe. Armut und soziale Ausgrenzung werden zu großen Unruhen führen. (Foto: dpa)

Armut in EU-Südstaaten erhöht Gefahr von sozialen Unruhen

In Griechenland liegt der Anteil der Armen und sozial Ausgegrenzten bei 38 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Arbeitslosigkeit bei den Menschen unter 25 Jahren liegt bei 52,3 Prozent. Doch auch in anderen EU-Staaten gibt es dramatische Armuts- und Arbeitslosenzahlen. Die Gefahr von sozialen Unruhen wächst.

Virtuell gegen die Regierung: Die erste Holgramm-Demo fand in Madrid statt.

Spanien: Erste Massen-Demo gegen Regierung als Hologramm

Eine spanische Protestbewegung hat erstmals eine Demonstration als Hologramme durchgeführt. Damit wollen die Veranstalter gegen ein neues Gesetz protestieren, dass de facto alle legitimen Demonstrationen kriminalisiert. Die Demonstranten wollen sich in der virtuellen Welt ihr Recht auf Meinungsfreiheit erhalten.

EZB-Chef Mario Draghi gemeinsam mit dem spanischen Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Brüssel. Die EZB hat bisher spanische Staatsanleihen im Volumen von 5,4 Milliarden Euro erworben. (Foto: dpa)

Spanien gibt Anleihen mit Negativ-Rendite aus

Spanien hat am Dienstag erstmals Staatsanleihen mit einer Laufzeit von sechs Jahren und einer negativen Rendite ausgegeben. Die Käufer dieser Anleihen würde somit weniger Geld zurückbekommen, als sie zuvor eingezahlt haben.

Luftfahrtbundesamt wurde von Lufthansa nicht über frühere Krankheit des Co-Piloten informiert

Das Luftfahrtbundesamt hat nach eigener Aussage von der Lufthansa keine Informationen über eine Vorerkrankung des Co-Piloten der abgestürzten Germanwings-Maschine erhalten. Ob sich daraus ein Versäumnis der Lufthansa ergibt, ist unklar. Die kausalen Ursachen für den Absturz sind bis heute unbekannt.