Alle Artikel zu:

Spanien

Anders als bei vielen Blogs und unabhängigen Medien sind die Auftritte in staatlichen Sendern für die Politiker meist sehr angenehm: Hier Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit den Sports-Damen Witt und Mittermaier bei der ZDF-Show "Deutschlands Beste!" Kraft war vom ZDF nach oben manipuliert worden. (Foto: dpa)

EU-Staaten wollen Verlags-Häuser und Staats-Sender im Internet privilegieren

In mehreren EU-Staaten werden Gesetze vorbereitet, die unter dem Vorwand, Google einzudämmen, neue Privilegien für Staats-Sender und Verlags-Häuser schaffen. Spanien wird die Verlinkung künftig mit einer Steuer belegen. Die politische Idee dahinter: Die Bürger sollen unabhängige und alternative Medien wie Blogs oder Aggregatoren nicht mehr so leicht finden wie etablierten Medien-Marken. Das totalitär anmutende Konzept könnte allerdings nach hinten losgehen.

›Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert‹. Diesem Motto von Jean-Claude Juncker folgen auch der IWF, die Zentralbanken und die Schuldenpolitiker. Sie alle blicken nun nach Spanien und beobachten, ob es einen großen Aufschrei wegen der neuen Steuer auf Sparguthaben gibt. (Foto: dpa)

Die finanzielle Repression beginnt: Die Sparbuch-Steuer kommt nach Europa

Als erstes europäisches Land hat Spanien den IWF-Vorschlag einer Sparbuch-Steuer umgesetzt. Der Zweck der Zwangsabgabe: Die Staatsschulden sollen vom Sparer abgetragen werden. Damit werden jene bestraft, die ihr Geld auf die hohe Kante gelegt haben. Mit den niedrigen Zinsen der EZB war die erste Stufe der Enteignung gezündet worden. Jetzt geht es offenbar Schlag auf Schlag.

Spanien machen den Anfang in Europa: Die Regierung besteuert die Sparguthaben – und das sogar rückwirkend. (Foto: dpa)

EU macht ernst: Spanien erhebt Zwangsabgabe auf Spar-Guthaben

Spanien macht in Europa den Anfang und erhebt eine Steuer auf Bankguthaben. Ab sofort müssen alle Sparer eine Zwangsabgabe von 0,03 Prozent ihres Kontoguthabens entrichten. Bemerkenswert: Die Steuer wird rückwirkend eingeführt.

Der Themenpark Terra Mitica (hier die Eröffnung 2000) hängt nach einer Insolvenz am staatlichen Finanztropf. 100 km weiter entsteht jetzt noch ein Park. (Foto: dpa)

Spanien: Deutsche Steuerzahler müssen Vergnügungspark bauen

Die spanische Regierungspartei Partido Popular hat 17 Millionen Euro Fördergelder für den Bau eines Themenparks beantragt. Das Geld soll aus dem EU-Fond für Regionale Entwicklung kommen. Die Erfolgsaussichten sind getrübt: Der Projekt-Träger ist kürzlich 100 km weiter mit einem ähnlichen Park gescheitert, und der beauftragte Bau-Unternehmer ist in einen handfesten Korruptions-Skandal verwickelt.

Jeder zweite junge Spanier ist noch immer arbeitslos. Viele von ihnen wollen nicht länger auf Maßnahmen der Politik warten und suchen ihr Glück in anderen Teilen Europas - wie diese drei Spanier in Goslar. (Foto: dpa)

EU: Außer Versprechen gab es bisher nichts für arbeitslose Jugendliche

Im Dezember 2012 beschloss die EU-Kommission ein Beschäftigungspaket für junge Menschen. Doch von den 6 Milliarden Euro, mit denen groß die Schaffung neuer Arbeitsplätze angekündigt wurde, ist bis heute kein Cent geflossen. Die EU hatte sich Finnland als Vorbild genommen: Doch dort sieht man, dass eine staatliche Garantie nichts bewirkt.

Der spanische Finanzminister Luis de Guindos (rechts) blickt mit Interesse auf ESM-Chef Klaus Regling. Der Spanier möchte künftig die Euro-Gruppe leiten. (Foto: dpa)

Mehr Macht für Spanien: Ex-Lehman-Banker soll Chef der Euro-Gruppe werden

Der spanische Wirtschaftsminister de Guindos soll neuer Euro-Gruppen-Chef werden. Damit bekäme neben EZB-Chef Draghi ein weiterer ehemaliger Investment-Banker eine zentrale Position in der Euro-Zone. Der Wechsel wäre auch ein Signal in Richtung Schulden-Union in Europa.

Vor der spanischen Mittelmeerküste pumpt das Unternehmen Escal UGS Erdgas aus 1.800 Meter Tiefe. (Foto: dpa)

Spanien: Unterirdisches Erdgaslager könnte hunderte Erdbeben ausgelöst haben

Das Nationale Geografie-Institut vermutet einen direkten Zusammenhang zwischen der Erdbeben-Serie im Herbst 2013 und dem Einpumpen von Gas in einem unterirdische Erdgaslager am spanischen Mittelmeer. Bewohner fürchten weitere Beben, sollte das Erdgasreservoir wieder aktiviert werden.

Francois Hollande und Sigmar Gabriel bejubeln sich gegenseitig. Sie wiegen sich in der Illusion, dass nun die Zeit der neuen Schulden gekommen sein könnte. Das ist ein fataler Irrtum, wie die Zahlen der Euro-Staaten zeigen. (Foto: dpa)

Alle Probleme gelöst: Europas Politiker auf dem Morphium-Trip

Die Euro-Staaten haben die Zeit nicht genutzt, die ihnen die EZB gekauft hat. Im Gegenteil: Die meisten Regierungen befinden sich in einer Art Morphium-Rausch und glauben, dass die Probleme auf wundersame Weise verschwunden seien. Den Preis für den Trip der Illusionisten haben die Sparer in Europa gezahlt. Sie werden weiter zahlen müssen.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien liegt derzeit bei 55 Prozent. (Foto: dpa)

IWF: Spanier werden mit Arbeitslosigkeit leben müssen

Der IWF kann den Spaniern keine Hoffnungen auf Besserung machen: Die Arbeitslosigkeit werde weiter hoch bleiben, für junge Spanier sind die Aussichten besonders schlecht. Darüber hinaus wurde nun bekannt, dass in Spanien offenbar massive Manipulationen bei den Statistiken vorgenommen wurden. Das bedeutet: Die Realität ist noch deutlich schlechter als die Befürchtungen des IWF.

Der Gowex-Firmen-Chef Jenaro Garcia Martin ist am Sonntag mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Er hatte die Bilanzen über vier Jahre durchgehend gefälscht. (Foto: dpa)

Spanischer Internet-Anbieter steht wegen Bilanz-Betrug vor Konkurs

Der spanische WiFi-Anbieter Gowex steht vor der Pleite. Ex-Firmen-Chef Jenaro Garcia Martin räumte vor seinem Rücktritt am Sonntag ein, dass er die Bilanzen seit vier Jahren gefälscht habe. Gowex galt in Spanien noch bis vor wenigen Tagen als Erfolgs-Story.