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Spanien

Sowohl die Nato, Brüssel als auch England zeigen sich erleichtert über den Ausgang des Referendums. (Foto: dpa)

Entscheidung in Schottland: Barroso, Van Rompuy, Rasmussen sind zufrieden

In Brüssel ist die Erleichterung nach dem schottischen Nein groß. Die EU hatte „nicht einmal einen Plan A“, wie mit einem unabhängigen Schottland umzugehen sei, sagt Parlamentspräsident Martin Schulz. Die internationalen Reaktionen im Überblick:

Nach Ansicht von Ifo- Präsident Hans-Werner Sinn überschreitet die EZB mit den LTRO-Programmen ihr Mandat. Das Programm bekämpfe nicht die Deflation, sondern rette nur die Banken. (Foto: dpa)

EZB-Geldschwemme: Nur die Banken in Südeuropa holen sich Liquidität

Die EZB hat erstaunlich wenig billiges Geld unter die Banken gebracht: Der jüngste Tender wurde vor allem von den Banken in Südeuropa genutzt - allen voran Mario Draghis Heimatland Italien. Der Grund: Die Banken warten darauf, dass ihnen die EZB - und damit der europäische Steuerzahler - die faulen Kredite in Form von ABS abnimmt. Das ist wesentlich billiger für die Banken und sie sind unangenehme Risiken mit einem Schlag los.

Miguel Arias Cañete (re.) hat seinen Amtskoffer als spanischer Umwelt- und Landwirtschaftsminister bereits an Isabel Garcia Tejerina abgegeben. An seiner Eignung für den neuen Posten als EU-Kommissar für Energie und Klimawandel gibt es jedoch noch berechtigte Zweifel. (Foto: dpa)

Neuer EU-Kommissar für Energie ist ein Mann der Erdöl-Industrie

Noch vor Amtsantritt kommt der neue EU-Kommissar für Energie und Klimawandel Miguel Arias Cañete wegen Interessenkonflikten in die Kritik. Der ehemalige spanische Umweltminister hält Anteile an zwei Ölfirmen. In seiner Heimat wurde Cañete seit langem für seine Umwelt-Politik kritisiert: Er hat sich mit seiner Partei für Fracking, Ölförderung und Atomkraft eingesetzt.

Die EU-Politiker, wie hier Francois Hollande, vertrauen Mario Draghis Rettungs-Künsten. Weil jedoch die Staatsanleihen aus dem Stresstest ausgenommen sind, könnten sich bald schon wieder Banken mit Rettungs-Wünschen an die Steuerzahler wenden. (Foto: dpa)

Gefahr für Steuerzahler: EZB blendet 800 Milliarden Euro Risiko aus

Wegen der Nicht-Berücksichtigung von Staatsanleihen könnte die EZB bei ihrem Bilanz-Check Risiken in Höhe von 800 Milliarden Euro übersehen. Rund 64 europäische Großbanken sind betroffen, so eine Studie. Obwohl diese Banken den Bilanz-Check überstehen werden, haben sie dennoch zu wenig Kapital für den Krisenfall. Die schwachen Banken sind trotz bestandenen Tests weiterhin von Kapitalhilfen ihrer Regierungen abhängig.

Eine gewaltige Menschenmenge demonstrierte am Donnerstag für die Unabhängigkeit Kataloniens. Es wird eng für die Regierung von Mariano Rajoy. (Foto: dpa)

1,8 Millionen Katalanen auf der Straße: Größte Demonstration in der Geschichte Barcelonas

Mit 1,8 Millionen Teilnehmern hat Barcelona am Donnerstag die bisher größte Demo seiner Geschichte erlebt. Die Katalanen wollen weg von Spanien. „Stellt die Wahlurnen bereit!“, rief Artur Mas, der Präsident der Regionalregierung, den Demonstranten zu.

Für die Spanier gibt es zahlreiche Gründe, um auf die Straße zu gehen: die Abschaffung der Monarchie, die Sparpolitik der Regierung, die hohe Arbeitslosigkeit und die Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien. Die Polizei wird nun aufgerüstet. (Foto: dpa)

Heißer Herbst erwartet: Spaniens Polizei rüstet gegen eigene Bürger auf

Die spanische Polizei hat sich für eine Million Euro mit neuer Kampfausrüstung und Wasser-Werfern ausgestattet. Mitten in der Diskussion über exzessive Polizeigewalt bereitet die Regierung ihre Polizeibeamten darauf vor, schwerbewaffnet gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen.

Die Fincas sind für die Spanier unbezahlbar geworden, Investoren setzen daher auf Objekte mit moderaten Mieten - und Geduld. (Foto: dpa)

Niedrige Preise: In Spanien wird wieder mit Immobilien spekuliert

Der spanische Immobilienmarkt gewinnt wieder an Attraktivität. Die Verkaufszahlen steigen in den vergangenen Monaten erstmals nach der Immobilienkrise wieder an. Allerdings sind die Käufer reicher und die Objekte günstiger als damals.

Die spanische Arbeitsministerin Hidalgo verkündet die aktuell gestiegenen Arbeitslosenzahlen. Die Regierung hat Ökonomen zufolge noch kein wirksames Konzept dagegen. (Foto: dpa)

Spanien: „2 Millionen Arbeitslose schaffen nie mehr Rückkehr in Job“

Die Arbeitslosenquote ist in Spanien erneut gestiegen. Die Opposition fürchtet einen neuen Anstieg ins „Unerträgliche“. Ein Ökonom hat berechnet, dass zwei der fünf Millionen Arbeitslosen in Spanien „nie mehr einen Job finden werden“. Doch die spanische Regierung sieht sich als neuen Wachstumsführer in der Eurozone.

Günther Oettinger soll EU-Kommissar für Handel werden. Dadurch wird er auch Chefunterhändler bei den Verhandlungen um das Transatlantische Freihandelsabkommen. (Foto: dpa)

Juncker-Kommission: Top-Jobs für Ex-Politiker

Die Ressorts der neuen EU-Kommissare stehen fest. Günther Oettinger übernimmt das Handelsportfolio und wird als Chefunterhändler beim TTIP-Abkommen agieren. Der Posten des Erweiterungs-Kommissars wird abgeschafft. Zudem wurden einige neue Posten geschaffen.

Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon (CSU), äußert seine Zweifelam EZB-Stresstest. (Foto: dpa)

Sparkassen kritisieren Willkür bei EZB-Stresstest

Der EZB-Stresstest behandele gesunde Banken schlechter als kriselnde Institute, so Sparkassen-Chef Georg Fahrenschon. Bei den Tests gebe es eine Reihe von „Ungereimtheiten“, die „etwas willkürlich" wirkten. Die Annahmen der EZB zur Bewertung von Immobilien- und Schiffskrediten weichen stark voneinander ab und würden nicht immer den nationalen und internationalen Standards folgen.