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Spanien

Mario Draghi hat der südeuropäischen Politik Zeit gekauft. Die Zeit verstrich ungenutzt. Nun ist Deutschland gefangen im Schuldenturm einer Währungsunion, die nicht funktionieren kann. Bezahlen werden Sparer und Steuerzahler. (Foto: dpa)

Die heimliche Enteignung: Wie schützen wir unser Geld vor Banken und Politikern?

Die Sparer bekommen keine Rendite mehr. Die Zentralbanken strafen die Sparer und subventionieren die Schuldner. In der Euro-Zone ist kein Problem gelöst: Die Krise kann jederzeit wieder losbrechen. Der renommierte Finanzjournalist Michael Rasch von der Neuen Zürcher Zeitung rät den Sparern zu einem sehr realistischen Blick, um ihre Ersparnisse zu schützen.

Donald Tusk folgt auf Herman Van Rompuy, Federica Mogherini auf Lady Ashton. (Foto: dpa)

Signal gegen Putin: Polnischer Premier Tusk wird EU-Ratspräsident

Die EU hat am Samstag den polnischen Premier zum neuen EU-Ratspräsidenten bestimmt. Mit dieser Entscheidung will die EU dokumentieren, dass sie es mit der Verankerung in Ost-Europa ernst meint. Tusk gilt als Hardliner gegen Russland. Die Italienerin Frederica Mogherini wird Außenbeauftragte.

Politische Entscheidungen sind oft undurchsichtig. Meist bleiben Fehler ohne Folgen für die Verantwortlichen. Der Bürger hat den Schaden. (Foto: dpa)

Enteignung: Beim Crash werden nicht die Schuldigen bestraft

Das Finanzsystem wird von den verantwortlichen Playern zu einem Feudalsystem umgewandelt. Die einzige Chance der Bürger, eine globale Ausbreitung dieses Systems zu verhindern: Sie müssen ihren Regierungen beim hemmungslosen Schuldenmachen in die Parade fahren.

Bankkredite sind für spanische und italienische Unternehmen heute genauso teuer wie auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. (Grafik: IWF)

Trotz Draghis Geldschwemme: Unternehmen in Süd-Europa zahlen Rekord-Zinsen

Die Zinssätze für kleine und mittlere Unternehmen in Südeuropa sind massiv angestiegen. Ihre Kredite sind heute teilweise teurer als vor der Einführung des Euro. Von der Niedrigzins-Politik der EZB profitieren in den Krisenländern nur noch die Banken und Regierungen, die sich so billig verschulden können wie niemals zuvor.

In Granada haben die Bauern ihre Kartoffeln aus Protest verschenkt, in Lleida wurden die Pfirsiche verbrannt. (Foto: dpa)

Protest gegen Russland-Sanktionen: Spanische Bauern verbrennen Ernte

Katalonische Bauern haben aus Protest gegen die Politik aus Brüssel ihre Ernte öffentlich verbrannt. Sie halten die EU-Strategie gegen das russische Import-Verbot für EU-Gemüse für unzureichend und verfehlt. Brüssel will Bauern finanziell entschädigen, wenn diese ihre Ernte verschenken oder vernichten.

So sehen die Strände bei Barcelona aus, wenn die Touristen ihre Partys beendet haben. (Foto: dpa)

Aufruhr in Barcelona: Bürger protestieren gegen hemmungslose Touristen

In Barcelona protestieren jede Nacht hunderte Einwohner gegen die Exzesse von Party-Touristen, die alle Hemmungen fallen lassen. Sie verwüsten die Strände, pinkeln die Straßen voll und kommen sich besonders cool vor, wenn sie nackt einen Supermarkt stürmen, um die Fotos dann im Internet zu posten.

In Deutschland haben Bad Banks dazu beigetragen, dass die Schulden der öffentlichen Hand sogar sinken. (Foto: dpa)

Bad Banks: Schäubles Taktik zur Verschleierung der Staats-Schulden

Der Schuldenstand Deutschlands liegt mit rund zwei Billionen Euro noch immer bei 76 Prozent des BIP. Dennoch werden die Schulden nicht abgebaut, sondern lediglich die Neuverschuldung begrenzt. Ein Mittel zur Verschleierung der tatsächlichen Schuldenlast ist der Einsatz von Bad Banks: Mit ihrer Hilfe verteilt Wolfgang Schäuble die Lasten auf kommende Generationen.

Die Politiker in der EU haben im Grunde keine genaue Vorstellung, wie dieser Koloss zu führen ist. Daher verlassen sich auf die Einflüsterungen von Bankern und Zentralbankern. Der dauerhafte Euro-Crash ist solcherart nicht zu abzuwenden. (Foto: dpa)

„Gier, Unfähigkeit, Propaganda“: Ein zorniger Ökonom rechnet mit der EU ab

Der Ökonom Richard Crusius glaubt, dass Europa nur zu ändern ist, wenn die EU radikal umgebaut wird: Nur ein soziales und freies Europa kann ein wirklich liberales Europa sein. Bisher hat sich eine weitgehend ahnungslose Politik von den Playern aus der Finanzwirtschaft gängeln lassen. Große, zentralistische Organisationen haben in der Folge die Macht übernommen. Zu retten sei Europa nur, wenn der giftige Cocktail aus Gier, Dummheit und Propaganda endlich in den Ausguss gekippt wird. Ein zorniges Plädoyer für ein radikal anderes Leben in Europa.

Internationale Organisationen bestimmen das Tempo der Globalisierung. Die klassischen europäischen Werte - Vielfalt, Fairness und Solidarität - sind nur noch historische Reminiszenzen. (Foto: dpa)

Die rücksichtlose Globalisierung wird zum Verhängnis für Europa

Die Globalisierung ist zu einem Wettbewerb um die niedrigsten Löhne und die schlechtesten sozialen Standards verkommen. Es geht nicht mehr um fairen Wettbewerb, sondern die Ausbeutung der Arbeiter. Die traditionellen Werte Europas wurden von einem internationalen Einheitsbrei abgelöst. Nun droht die Globalisierung, Europa selbst in den Abgrund zu reißen.

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos und Wolfgang Schäuble: Die Enteignung der Sparer in Spanien durch eine Steuer auf Sparbücher könnte ein Testlauf für die ganze Euro-Zone sein. (Foto: dpa)

Max Otte: Steuer auf Sparguthaben ist auch in Deutschland denkbar

Mit der Steuer auf Sparguthaben hat in Spanien die direkte Enteignung der Sparer begonnen. Auch in Deutschland ist so eine Zwangsabgabe denkbar, so der Ökonom Max Otte. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble habe längst vor den Lobbygruppen kapituliert. Die Bundesregierung setze offenbar darauf, dass sich die Sparer alles gefallen lassen.