Deflation

Mit der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten könnte das Deflationsrisko gemindert werden. Der Grund sind die anvisierten, staatlichen Investitionsprogramme.

Das niedrige Niveau des Leitzins der letzten Jahre hatte das Ziel, eine Deflation zu verhindern. (Foto: dpa)

Unter Deflation versteht man im Allgemeinen einen Verfall der Preise für Waren und Dienstleistungen. Dadurch kommt es zu einer Kaufkraftaufwertung einer Währung, wohingegen die Kaufkraft einer Währung bei einer Inflation sinkt. Deflation begünstigt tendenziell die Gläubiger und benachteiligt die Schuldner, weil der Schuldner zur Begleichung seiner Schuld real mehr für Zinszahlungen und Tilgungsraten aufwenden muss.

In den vergangenen Jahren herrschte in Europa und auch anderen Teilen der Welt wie Japan und den USA eine Situation auffallend niedriger Inflationsraten vor, sodass nicht wenige Ökonomen den Ausbruch einer Deflation erwarteten und immer noch erwarten. Die Leitzinssenkungen vieler Zentralbanken in den vergangenen Jahren hatten nicht zuletzt auch das Ziel, eine Deflation zu verhindern. Seit der Wahl Donald Trumps zum neuen US-amerikanischen Präsidenten deutet sich allerdings eine Veränderung der Prognosen hin zu stärkeren Preissteigerungen als Folge der von Trump angekündigten staatlichen Investitionsprogramme an.

Inflation: EZB versucht das Risiko der Geldentwertung gering zu halten

Mit knapp unter 2 Prozent versucht die EZB die Inflation in Europa relativ gering zu halten. Zuletzt war sie aber trotz Niedrigzinsen nicht hoch genug.

Link

Eurokrise könnte durch Deflation zur Katastrophe werden

Die Eurokrise, bedingt durch die Banken-, Finanz- und Schuldenkrise verschiedener EU-Staaten könnte durch ein Deflation wie ein Pulverfass explodieren.

Link

Leitzins-Rekordtief schadet Finanzinstituten weltweit

Der durch die Fed niedrig gehaltene Leitzins soll eine mögliche Deflation verhindern und eine neue Staatsverschuldung minimieren.

Link