Brexit

Die Folgen für die EU sind mit dem Referendum der Briten für den Brexit noch nicht absehbar. (Foto: dpa/Patrick Seeger)

Die Folgen für die EU sind mit dem Referendum der Briten für den Brexit noch nicht absehbar. (Foto: dpa/Patrick Seeger)

Die Mehrheit der Briten hat am 23. Juni für den Austritt des Landes aus der Europäischen Union gestimmt. Möglich wurde dies, weil Premierminister David Cameron im Wahlkampf zu den Parlamentswahlen 2015 ein Referendum über die Unabhängigkeit versprochen hatte. Er versuchte damit, der EU-skeptischen UKIP-Partei den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Schon Monate vor dem Wahltermin schlug die Aussicht auf einen Austritt Großbritanniens aus der EU hohe Wellen in den Medien, welche bald vom sogenannten „Brexit“ sprachen. Das britische Establishment – allen voran die Eliten aus Wirtschaft und Finanzbranche – setzten sich für einen Verbleib ein, weil sie schwerwiegende wirtschaftliche Nachteile im Fall eines Brexit befürchteten. Die Unterstützer eines Austritts hingegen verfügten über weniger mediale Durchschlagskraft, konnten sich aber auf eine weit verbreitete Unzufriedenheit über die „Bevormundung aus Brüssel“ stützen, die in Großbritannien traditionelle stark vertreten war.

Der Ausgang des Referendums führte kurzfristig zu Verwerfungen an den Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkten. Das Pfund fiel auf den tiefsten Stand seit über 30 Jahren. Die langfristigen Auswirkungen des Entscheids sind hingegen unklar, weil sich die Verhandlungen mit der EU über zwei Jahre hinziehen werden. Einige Beobachter gehen sogar davon aus, dass es nie zu einem vollwertigen Austritt kommen werde.

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