Politik

Datenklau möglich: Rechnungshof warnt vor Verwendung des Personalausweises

Lesezeit: 1 min
22.04.2013 14:01
Die Software des neuen Personalausweises weist schwere Sicherheitslücken auf. Der Bundesrechnungshof warnt vor ihrer Verwendung. Die Bürger werden dem Datenklau und Betrug ausgesetzt.
Datenklau möglich: Rechnungshof warnt vor Verwendung des Personalausweises

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Steuern  

Zweieinhalb Jahre gibt es den neuen Personalausweis schon. Offenbar haben die Entwickler der Software nicht mit den IT-Spezialisten unter den Datendieben mithalten können. Der Bundesrechnungshof warnte nach einer Prüfung davor, die Software in Zusammenhang mit dem Perso online zu verwenden. Es bestünden „schwere Sicherheitslücken“, berichtet die Saarbrücker Zeitung.

Eine Mitteilung des Gerichtshofes an den Deutschen Bundestag bemängelt, dass die Sicherheitslücke in der Online-Funktion des Ausweises selbst nach jahrelanger Kenntnis noch nicht geschlossen worden sei. Es bestehe nach Einschätzung der Prüfer daher ein Risiko bei der Verwendung der Funktion.

Durch eine „Ausweis-App“ und ein Kartenlesegerät können sich Besitzer des neuen Persos Behördengänge ersparen und mehrere Online-Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die ohne die digitale Identifizierung des Bürgers bislang nicht angeboten werden konnten. Der Nachteil: Die „Ausweis-App“ hat noch kein Sicherheitszertifikat. Das bedeutet, dass sich die Bürger nicht sicher sein können, ob die Anwendung ohne Risiken genutzt werden kann.

Missbrauch durch Datenklau sei daher nicht ausgeschlossen. Etwa vier Millionen Euro an Steuergeldern flossen in die Entwicklung der Software. Offenbar noch nicht genug. Der Nutzen für die Bürger lässt bislang auf sich warten. Nur eines ist sicher: die Risiken des Missbrauchs von Online-Daten werden von den Behörden immer noch unterschätzt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Die Stärke des Rubels ist nur eine Inszenierung: Verscherzt Putin es sich mit dem russischen Volk?

Russland macht die Welt glauben, dass niemand dem Rubel etwas anhaben kann. Doch in Wahrheit hält die russische Zentralbank den Kurs...

DWN
Finanzen
Finanzen Ackerland statt Aktien?

Auch Wein, Gemälde oder Devisen können Gewinne abwerfen. Im brandneuen DWN-Magazin "Alternative Investments: Ausweg aus dem Nullzins"...

DWN
Technologie
Technologie Schnelles Internet auf dem Mond geplant

Auf dem Mond soll es künftig ein Internet geben, das im Unterschied zum Netz auf der Erde flächendeckend sein soll.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Ukrainisches Militär räumt Rückschlag in wichtiger Stadt Lyman ein

Das ukrainische Militär hat einen Rückschlag im Kampf um die strategisch wichtige Stadt Lyman im Donbass eingeräumt.

DWN
Deutschland
Deutschland Katholikentag 2022 fordert mehr Waffen für den Ukraine-Krieg

Zum Katholikentag 2022 kam nur ein Bruchteil der Teilnehmer. Die staatliche Förderung floss dennoch in gleicher Höhe. Wichtigste...

DWN
Deutschland
Deutschland Der Fachkräftemangel wird sich auf Jahre weiter verschärfen

Schon jetzt fehlen der deutschen Wirtschaft Fachkräfte an allen Ecken und Enden. Und der Engpass wird sich in den kommenden Jahren noch...

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen hoher Inflation: Bürger verzichten auf teuren Spargel

Spargel gilt als Edelgemüse. Daher halten sich die Bürger vor dem Hintergrund hoher Inflation mit Käufen zurück. Dies bekommen die...