Politik

Stellwerk-Probleme: Deutscher Bahn droht Geldstrafe

Lesezeit: 1 min
20.08.2013 12:07
Wegen Problemen auch im Stellwerk Bebra hat die Bundesnetzagentur der Deutschen Bahn mit einem Zwangsgeld in Höhe von 100.000 Euro gedroht. Bundesweit werden weitere Beeinträchtigungen des Verkehrsbetriebes erwartet. Die Situation in Mainz sei nur die „Spitze des Eisberges“.
Stellwerk-Probleme: Deutscher Bahn droht Geldstrafe

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Bundesnetzagentur hat die Deutsche Bahn dazu aufgefordert, ihr Personalmanagement zu verbessern und den Verkehrsbetrieb für das Stellwerk Bebra sicherzustellen. Sollte die Bahn den Forderungen nicht nachkommen, droht die Netzagentur mit der Verhängung einer Zwangszahlung von 100.000 Euro. Schon für den Betriebsausfall in Mainz musste die Bahn 250.000 Euro zahlen.

René Henn von der Bundesnetzagentur sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, die Deutsche Bahn müsse für einen „diskriminierungsfreien Netzzugang“ sorgen. Im Verkehrsknotenpunkt im hessischen Bebra ist es wiederholt zu massiven Beeinträchtigungen des Zugverkehrs gekommen. Auslöser für die Warnung waren Beschwerden anderer Eisenbahnunternehmen. Die Benutzung von verbindlich zugewiesenen Zugtrassen sei verwehrt worden.

In Mainz ist das erwartete Chaos zu Beginn des Schulanfanges ausgeblieben. Bis Ende des Monats gilt jedoch nur ein eingeschränkter Fahrplan. Die Deutsche Bahn steht dennoch vor einer großen Herausforderungen. Zuerst hat das Eisenbahn-Bundesamt ein Verfahren eingeleitet, wegen des möglichen Verstoßes der DB Netz AG gegen ihre Betriebspflicht (mer dazu – hier).

Desweiteren sind die Vorfälle in Mainz und Bebra keine Einzelfälle. „Die Bundesnetzagentur hat frühzeitig darauf hingewiesen, dass die Stellwerkprobleme in Mainz nur die weithin sichtbare Spitze eines Eisbergs sind", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die Netzagentur geht davon aus, dass es außer in Mainz und in Bebra noch in vielen anderen Stellwerken zu Beeinträchtigungen kommen könne. Im Fokus stehen die Stellwerke Brandis-Beucha, Berlin-Halensee, Berlin-Tempelhof, Lahnstein-Friedrichssegen, Niederarnbach und Zwickau. Der Personalmangel bei der Bahn erstreckt sich über das gesamte Bundesgebiet (mehr hier).


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Kommission unterstützt Lausitz: Auf dem Weg zum "Netto-Null-Valley"
19.05.2024

Wie kann man ohne die Freisetzung von Treibhausgasen produzieren? Das Kohlerevier in der Lausitz strebt danach, als Modellregion in Europa...

DWN
Politik
Politik 75 Jahre Europarat: Ein Jubiläum in turbulenten Zeiten
19.05.2024

Der einst stolze Europarat feiert sein 75-jähriges Bestehen, doch das Jubiläum findet inmitten von Krisen und Unsicherheit statt,...

DWN
Finanzen
Finanzen P2P-Kredite als alternative Geldanlage: Chancen und Risiken
19.05.2024

P2P-Kredite sind eine aufstrebende Anlageklasse, die Privatpersonen ermöglicht, direkt in den Kreditbedarf anderer Privatpersonen zu...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Vom Erfolg zur Krise: Wie Adidas seine Dominanz im Sportmarkt verlor
19.05.2024

Adidas, einst ein Riese im Sportmarkt, kämpft nach katastrophalen Kooperationen und einem Börsenabsturz gegen den Aufstieg von Nike. Mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditanstalt für Wiederaufbau in der Kritik, nutzt Potenzial unzureichend
19.05.2024

Eine neue Studie der Stiftung Klimaneutralität zieht eine kritische Bilanz zur Rolle der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Demnach...

DWN
Politik
Politik Scholz verspricht Hilfe - Überschwemmungen im Saarland zeigen Naturgewalt
19.05.2024

Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte Kleinblittersdorf im Saarland, um nach den heftigen Regenfällen und Überschwemmungen Hilfe zu...

DWN
Politik
Politik Putin fördert intensivere Geschäftspartnerschaften mit China
18.05.2024

Putin hat während seines Staatsbesuchs in China eine Stärkung der wirtschaftlichen Kooperation betont und die Sanktionen des Westens...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Überraschende Wende: China nicht mehr Deutschlands Top-Handelspartner
18.05.2024

Für eine beträchtliche Zeit war die Volksrepublik Deutschland der primäre Handelspartner. Jetzt besteht die Möglichkeit, dass China...