Politik

Enttäuscht von der EU: Rumänien verzichtet auf Schengen-Beitritt

Lesezeit: 1 min
05.12.2013 16:53
Wegen des heftigen Widerstands aus den alten EU-Staaten stoppt Rumänien seine Bemühungen um einen Beitritt zum Schengen-Raum. Der rumänische Premier Victor Ponta sagte, er habe es satt, immer wieder vertröstet zu werden. Sein Land werde nicht betteln.
Enttäuscht von der EU: Rumänien verzichtet auf Schengen-Beitritt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Rumänien will sich vorerst nicht mehr um einen Beitritt zum Schengen-Raum bemühen. Zu groß war der Widerstand der alten EU-Staaten.

„Wir sind bereit, wenn ihr bereit seid“, zitiert EurActiv den rumänischen Premier Victor Ponta. Sein Land werde nicht um ein Beitrittsdatum betteln. Rumänien habe es satt, immer wieder auf „das nächste Mal“ vertröstet zu werden.

Premier Ponta sagte, Rumänien habe alles Nötige für einen Schengen-Beitritt getan. Die anderen EU-Staaten müssten nun handeln. „Wenn sie all ihre nationalen Wahlen hinter sich haben, wenn sie alle ihre Probleme gelöst haben, werden wir bereit sein.“

Bulgarien und Rumänien traten 2007 der EU bei. Schon vor mehr als drei Jahren sagte die EU-Kommission, dass die beiden Staaten bereit seien für einen Schengen-Beitritt. Doch eine Reihe von EU-Staaten, vor allem die Niederlande und Deutschland, sind gegen den Beitritt der Neulinge. Sie haben immer wieder ein Veto eingelegt.

Wenn Bulgarien und Rumänien dem Schengen-Raum beitreten, werden die Grenzkontrollen mit Griechenland und Ungarn abgebaut. Zudem würden Passkontrollen an Flughäfen wegfallen.

Griechenland ist seit 1992 Mitglied, hat jedoch bisher keine Landverbindung mit dem übrigen Schengen-Raum.

Es wird befürchtet, dass eine Erweiterung des Schengen-Raums um die beiden Länder einen Flüchtlingsstrom aus Griechenland auslösen könnte. Dort sind viele Flüchtlinge gestrandet, die gern weiter in Richtung Norden ziehen würden, wo sich bessere Chancen für sie bieten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Klaus Schwab hatte im November 2020 vor Cyber-Angriffen auf Stromversorgung und Gesundheitssystem gewarnt

Im November 2020 hatte der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, gesagt: „Wir alle wissen, dass das erschreckende Szenario...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Expansion in der Corona-Krise: BlackRock profitiert massiv von Öffnung des chinesischen Finanzsektors

China öffnet ausgerechnet in der Corona-Krise seinen Finanzsektor für ausländische Investoren. Der größte Profiteur der Öffnung ist...

DWN
Technologie
Technologie Seehofer warnt alle Bundestagsabgeordneten vor drohenden Hacker-Angriffen auf private Geräte

Ein massiver Hackerangriff Krimineller auf das irische Gesundheitssystem zeigt die Nachteile eines digitalisierten Verwaltungssystems auf....

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Technologie
Technologie 50 Gigawatt stehen zur Disposition: Geplante Stilllegung von Kraftwerken gefährdet Deutschlands Stromversorgung

Die Regierung plant die Stilllegung von Atom- und Kohlekraftwerken - woher der dann fehlende Strom kommen soll, weiß niemand.

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeldabschaffung nimmt immer konkretere Formen an: Nach neuem EU-Vorschlag drohen Verhältnisse wie in Schweden

DWN-Gastautor Hansjörg Stützle analysiert, wie die Abschaffung des Bargelds schrittweise voranschreitet. Zum Schluss zeigt er auf, wie...

DWN
Politik
Politik Impfung für Kinder? Sturm der Entrüstung gegen Spahn und Wieler, Portal sammelt innerhalb weniger Stunden hunderttausende Unterschriften

Gegen die Pläne von Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler, auch Kinder zu impfen, mobilisiert sich massiver Widerstand.

DWN
Politik
Politik Zahl der Toten in Nahost steigt, Spekulationen um Bodenoffensive

Israel flog am Freitag erneut zahlreiche Luftangriffe, die Hamas feuerte weitere Raketen ab. Zudem zieht das israelische Militär Truppen...