Deutschland

Neuer FDP-Chef Lindner: AfD ist eine „Bauernfänger-Truppe“

Lesezeit: 1 min
07.12.2013 18:03
Mit 79 Prozent der Stimmen wurde Christian Lindner zum neuen Chef der Liberalen gewählt. Die AfD sei eine „Bauernfänger-Truppe“, so Lindner. Die FDP werde sich den „Euro-Hassern“ nicht annähern, da sie sonst ihre „ökonomische Kompetenz verlieren“ würde.
Neuer FDP-Chef Lindner: AfD ist eine „Bauernfänger-Truppe“

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Christian Lindner ist neuer Bundesvorsitzender der FDP. Der 34-jährige nordrhein-westfälische Landes- und Fraktionschef wurde beim Sonderparteitag am Samstag in Berlin mit 79,04 Prozent zum Nachfolger von Philipp Rösler gewählt, der wie die gesamte Führung nach der Wahlniederlage im September zurückgetreten war. Lindner setzte sich gegen zwei weitgehend unbekannte Gegenkandidaten durch.

Ziel sei es, die FDP 2017 in den Bundestag zurückzuführen und die anderen Wahlen bis dahin als wichtige Meilensteine anzusehen, erklärte Lindner in seiner Bewerbungsrede. Für diesen langen Weg werde jeder Einzelne in der Partei gebraucht. „Die Zeit der Trauerarbeit der FDP ist zu Ende, ab heute bauen wir vom Fundament aus neu auf“, sagte Lindner unter dem Applaus der Delegierten.

Lindner rief die FDP zudem zu mehr Zusammenhalt auf. Nicht immer seien die Liberalen in den vergangenen Jahren im Umgang miteinander ihren eigenen gesellschaftspolitischen Ansprüchen gerecht geworden. Künftig müsse gelten: „Greift der politische Gegner einen von uns an, dann bekommt er es mit der gesamten FDP zu tun.“

Lindner gab zudem aus, die FDP werde nicht der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) hinterherlaufen. Diese Partei sei eine „nationalökonomische Bauernfängertruppe“. „Würden wir auch nur einen Zentimeter in Richtung der Euro-Hasser gehen, wir würden unsere ökonomische Kompetenz verlieren, aber vor allem unsere Seele.“

Noch immer gibt es eurokritische Strömungen in der FDP. Ihr Wortführer Frank Schäffler scheiterte jedoch mit seiner Bewerbung als Bundesvize deutlich.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Japans Notenbank droht Crash der globalen Finanzmärkte auszulösen

Namhafte Spekulanten wetten massiv auf einen Zinsanstieg in Japan, da die Notenbank keine andere Wahl zu haben scheint. Doch die globalen...

DWN
Deutschland
Deutschland Ende der EEG-Umlage: Warum Sie noch heute Ihren Strom ablesen sollten

Es sollte einmal ein großer Entlastungsschritt werden. Doch die Abschaffung der Ökostrom-Umlage reicht aus Sicht von Experten nicht aus,...

DWN
Politik
Politik Russische Hacker nehmen Europa ins Fadenkreuz: EU wappnet sich für Cyberkrieg

Allein in dieser Woche wurden bereits Institutionen zweier europäischer Länder zur Zielscheibe russischer Hacker. Etwa zeitgleich einigt...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Politik
Politik Die EU: Große Zukunft oder baldiger Zerfall?

Die EU – beziehungsweise die Reihe von Organisationen, aus denen sie hervorgegangen ist – besteht seit nunmehr 71 Jahren. Für viele...

DWN
Panorama
Panorama Globale Lebensmittelkrise treibt Millionen Menschen in die Hungersnot

Die Welt steht vor einer globalen Lebensmittelkrise. Der Krieg in der Ukraine ist dabei nur der Auslöser einer ohnehin instabilen globalen...

DWN
Deutschland
Deutschland Studie: So abhängig ist Deutschland von Rohstoff-Importen

Deutschland ist in Bezug auf Rohstoffe nicht nur völlig abhängig, sondern auch sehr anfällig. Eine Studie des Münchner ifo-Instituts...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Papierindustrie schlägt wegen Gaskrise Alarm

Die energieintensive Papierindustrie in Deutschland warnt vor dem Hintergrund der Gaskrise vor einem Produktionsstopp. Dabei geht es um die...