Deutschland

Migranten: Deutschland ist nicht mehr Zielland Nummer 1

Lesezeit: 1 min
07.02.2013 13:08
Allein zwischen 2008 und 2010 sank die Zahl der Migranten in Deutschland um fast 280.000. Zusätzlich dazu verließen sogar über 250.000 Menschen das Land. Die meisten Einwanderer zieht es mittlerweile nach Großbritannien.
Migranten: Deutschland ist nicht mehr Zielland Nummer 1

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell:

Draghi aalglatt zum Banken-Skandal: „Der übliche Lärm einer Wahl in Italien“

Großbritannien hat Deutschland als Top-Ziel für Einwanderer bei weitem überholt, wie die neuesten Daten von Eurostat zeigen. Seit Jahrzehnten hatte Deutschland höhere Zuwanderungsströme als Großbritannien. Schärfere Kontrollen in Deutschland haben die Zahl der Migranten in den vergangenen Jahren drastisch reduziert. So sank die Zahl der Einwanderer 2010 auf 404.100 von 682.000 im Jahr 2008. Großbritannien verzeichnete hingegen 2010 von allen europäischen Ländern die höchste Zuwanderung: 591.000 Immigranten.

Die größte Zahl der neuen Migranten, die 2010 in die EU strömten, waren Menschen aus Marokko (67.000) und der Türkei (49.900). Wenngleich die Zahl der Türken, die in die EU kamen gegenüber 2009 um 3,7 Prozent gefallen war. Der größte Anteil aller türkischen EU-Migranten beantragte in Deutschland seine neue Staatsbürgerschaft (52,5%).

Mit Blick auf die Zahl der Emigranten verzeichnete Spanien die höchste Zahl (403.000) im Jahr 2010, gefolgt von Großbritannien (339.400) und Deutschland mit 252.500. Insgesamt zählte die Mehrzahl der EU-Länder eine höhere Zahl an Einwanderern als an Auswanderern. Lediglich in Irland, Griechenland, Tschechien, Slowenien und den drei baltischen Mitgliedsstaaten war die Situation genau umgekehrt.

Bei den Menschen ohne Staatsbürgerschaft des Landes, in dem sie gerade leben, ist Deutschland jedoch ein Jahr später, 2011, noch immer Nummer eins. Im Januar 2011 lag die Zahl dieser in der gesamten EU bei 33 Millionen. Deutschland war hier mit insgesamt 7,2 Millionen absoluter Spitzenreiter. Gefolgt von Spanien (5,6 Millionen) und Italien (4,6 Millionen). Allerdings war Eurostat zufolge mehr als ein Drittel dieser Menschen ohne Staatsbürgerschaft des Landes, in dem sie leben, Staatsbürger anderer EU-Mitgliedsländer.

Weitere Themen

Juncker: Scheitern des EU-Gipfels wäre desaströs

Rundfunkgebühr: Bund der Steuerzahler warnt vor Firmenpleiten

Soros: Der Euro wird die Europäische Union zerstören

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Marktbericht
Marktbericht Mit digitalem Gold auf Erfolgskurs

Die Vervielfachung der Geldmenge hat enorme Auswirkungen. Die Inflation ist nicht mehr aufzuhalten. Auf der anderen Seite zeichnet sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Bankenverband-Studie: Kreditnachfrage der Unternehmen rückläufig

Die Banken in Deutschland rechnen mit einer weiterhin schwachen Kreditnachfrage.

DWN
Deutschland
Deutschland Hamburger Hafen lässt die Krise hinter sich

Im Hamburger Hafen kommt der Seegüterumschlag nach dem Corona-bedingen Einbruch wieder in Fahrt. Denn sein größter Handelspartner China...

DWN
Politik
Politik EU-Gipfel berät über Impfstoffproduktion und digitalen Impfpass

Die 27 Staaten der Europäischen Union wollen auf ihrem Gipfeltreffen das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie absprechen. Unter anderem...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank warnt vor überhöhten Immobilienpreisen

Im vergangenen Jahr haben die „markanten Preisübertreibungen“ auf dem Wohnungsmarkt zugenommen, so die Bundesbank. Teilweise liegen...

DWN
Politik
Politik Armenien: Premier wirft Militär Putschversuch vor

Das armenische Militär forderte am Donnerstag laut lokalen Medien den Rücktritt von Premierminister Nikol Pashinyan.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Ausverkauf geht weiter: Nächster deutscher Hightech-Konzern wird vom Ausland übernommen

Trotz ständigen Bekundungen der Bundesregierung, strategisch wichtige Unternehmen vor Übernahmen aus dem Ausland zu schützen, geht der...

DWN
Finanzen
Finanzen Dax: Das lange Warten auf die US-Konjunkturdaten am Nachmittag

Die deutschen Börsen haben sich heute Morgen kaum bewegt. Später werden wichtige Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zwischen Russland und Saudi-Arabien bahnt sich ein neuer Ölpreis-Krieg an

Im März findet das nächste Treffen der OPEC + statt. Während Saudi-Arabien die Öl-Produktion weiter drosseln will, plädiert Russland...

DWN
Politik
Politik Jetzt bahnt sich auch ein digitaler EU-Impfpass an

Am 25. und 26. Februar werden die Mitglieder des Europäischen Rates zusammenkommen, um über die Einführung von digitalen Impfpässen zu...

DWN
Deutschland
Deutschland Plötzlich üben die Medien Kritik an Spahn, doch es ist zu spät

Die Medienlandschaft hat sich dazu durchgerungen, Jens Spahn zu kritisieren. Doch es ist zu spät, obwohl die Deutschen...

DWN
Finanzen
Finanzen Digitale Zentralbankwährungen für den Großhandel und Einzelhandel bahnen sich an

In einem aktuellen Bericht plädiert die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich für die Einführung von digitalen...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Nutzung in den USA ist während der Pandemie gestiegen

In den USA ist nach Angaben eines Unternehmens für Sicherheitsdienste und Werttransporte die Bargeldnutzung gestiegen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Schwab hatte es „vermutet“: Großunternehmen werden größer, während Kleinunternehmen ganz verschwinden

Der Gründer des Weltwirtschaftsforums Klaus Schwab schreibt in seinem Buch „Covid-19: Der Grosse Umbruch“, das im Juli 2020 erschienen...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundeskabinett beschließt Einführung des digitalen Impfpasses

Das Bundeskabinett hat am Montag die Einführung eines digitalen Impfpasses beschlossen, damit Geimpfte Restaurants und Konzerte besuchen...