Reallöhne in Deutschland niedriger als im Jahr 2000

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
12.02.2013 17:24
Die Reallöhne in Deutschland haben zu Beginn des Jahrtausends stark nachgelassen, und den Rückstand noch nicht wieder aufgeholt, so eine Studie. Gegen diesen Trend sind hingegen die Tariflöhne deutlich real um fast 7 Prozent gestiegen.
Reallöhne in Deutschland niedriger als im Jahr 2000

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell:

Pferdefleisch-Skandal weitet sich aus: Fertiggerichte in Griechenland vom Markt genommen

Die realen Bruttolöhne liegen heute um 1,8 Prozent niedriger als im Jahr 2000, so eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts. Zwar seien die Löhne zuletzt stärker gestiegen, doch real lägen sie noch immer unter dem Niveau der Jahrtausendwende.

Die Löhne seien in den vergangenen drei Jahren real um 1,2, um 1 und um 0,6 Prozent gestiegen, so die Studie. Doch dies habe die erheblichen Verluste der Jahre davor noch nicht ausgeglichen. Denn in den 2000-er Jahren seien die Gehälter nur schwach gestiegen. Als Grund werden die Hartz-Reformen genannt, die den Niedriglohnsektor wachsen ließen.

Im Jahr 2009 lagen die realen Bruttolöhne sogar um 4,6 Prozent niedriger als noch 2000. Doch seitdem haben die Reallöhne aufgeholt, so die Studie.

Gegen den fallenden Trend bei den durchschnittlichen Bruttolöhnen haben die Tariflöhne stetig zugelegt. Sie lagen 2012 real um 6,9 Prozent höher als noch im Jahr 2000. Wer also nach Tariflohn bezahlt wurde, dessen Reallohn ist deutlich gewachsen - etwa im öffentlichen Dienst.

Die Nicht-Tariflöhne hingegen sind dramatisch gefallen sind. Es ist eine Schere aufgegangen zwischen Tarifangestellten auf der einen Seite und einem Niedriglohn-Sektor auf der anderen Seite, dessen Löhne sich von der Tarifentwicklung abgekoppelt haben.

Weitere Themen

Jürgen Stark: Es gibt keine unabhängigen Zentralbanken mehr

Eurozone: Ökonomen erwarten Wachstumseinbruch

Wirtschaftskrimi im Vatikan: Papst Benedikt XVI. hat offenbar Machtkampf verloren

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektromobilität: In jedem Wandel stecken Chancen

Emissionen verringern, Kosten sparen und Imagegewinne erzielen – die Gründe für Unternehmen, in der Flotte auf Fahrzeuge mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Bäckereikette Kamps: Mehrwertsteuer-Senkung bekommt nur, wer bargeldlos zahlt

Die von der Bundesregierung zur Stimulierung der Wirtschaft eingeführte Mehrwertsteuersenkung wird von der Bäckereikette Kamps zum Kampf...

DWN
Politik
Politik Israel ernennt erstmals Moslem zum Elite-Kommandanten

In Israel wurde erstmals ein muslimischer Druse zum Kommandanten einer Spezialeinheit ernannt.

DWN
Deutschland
Deutschland Die dunkle Seite des Kurzarbeitergelds: Die Autobauer nutzen es, um die Produktion zu verschlanken - und Massen-Entlassungen vorzunehmen

Das Kurzarbeiter-Geld sollte Entlassungen verhindern - doch im Endeffekt hat es den gegenteiligen Effekt.

DWN
Finanzen
Finanzen Private-Equity-Firmen nutzen Schulden-Boom, um sich selbst hohe Dividenden zu zahlen

Private-Equity-Firmen gehören zu den Profiteuren der aktuell starken Nachfrage nach Unternehmensschulden. Sie decken ihre Unternehmen im...

DWN
Politik
Politik Tier-Experimente: Etwa 2.000 Affen werden irre gemacht, missbraucht und gequält

In den USA werden in einem Versuchslabor etwa 2.000 Affen seit Jahrzehnten in den Wahnsinn getrieben und gequält. „In der Einrichtung...

DWN
Deutschland
Deutschland Datenschutz: Bundesregierung will Steuer-ID auch für Rentenübersicht nutzen

Einem Gesetzesentwurf zufolge soll ein Bürger, wenn er über das Internet seine Rentenansprüche abfragen will, seine...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona-Panikmache: Es gab keine Superspreaderin in Garmisch-Partenkirchen

In Garmisch-Partenkirchen gab es keine Corona-Superspreaderin, die nachts von Kneipe zu Kneipe gezogen ist, um die Menschen zu infizieren....

DWN
Politik
Politik US-Geopolitiker Friedman: Eine russisch-deutsche Entente würde Europa dominieren

Im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten sagt der umstrittene US-Geopolitiker George Friedman, dass eine deutsch-russische...

DWN
Finanzen
Finanzen Hexensabbat: Dax schließt am Freitag letztlich klar im Minus

Der Dax ist am Freitag im Zuge des Verfalls an den Terminbörsen wieder unter die 13.200 Punkte gefallen. Letztlich war es eine schwache...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Aller politischen Querelen zum Trotz: Wie die Wirtschaft Deutschland und Polen zusammenhält

Polen hat nach der politischen Wende eine erstaunliche Entwicklung genommen. Das Land ist mittlerweile nicht mehr aus der Wirtschaft...

DWN
Politik
Politik Reine Planwirtschaft: EU-Bürokraten zwingen Autobauer zur Produktion von mehr E-Autos

Die europäischen Autobauer müssen in den nächsten zehn Jahren strengere Kohlendioxid-Emissionsvorschriften erfüllen. Für die Branche...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona-Gesetze: Bundesregierung investiert in die Digitalisierung, nicht in mehr Ärzte

Die Bundesregierung wird angesichts der Corona-Krise Milliarden in Krankenhäuser und Gesundheitsämter investieren. Doch das Geld fließt...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundestag beschließt Erhöhung der Kfz-Steuer bei Autos mit hohem Spritverbrauch

Ab 2021 steigt für neue Autos mit hohem Spritverbrauch die Kfz-Steuer.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Massenentlassungen und Werksaufgaben: In Deutschlands Zuliefer-Industrie herrscht der Ausnahmezustand

Die Serie an Massenentlassungen und Werksschließungen in Deutschlands Zulieferindustrie setzt sich ungebremst fort. Die Lage ist...

celtra_fin_Interscroller