Politik

Kommunal-Wahlen Großbritannien: Anti-EU-Partei auf Erfolgskurs

Lesezeit: 1 min
03.05.2013 12:30
In mehr als 30 britischen Städten und Kreisen wurde gewählt. Die ersten Hochrechnungen zeigen, die Partei um Farage ist auf dem Vormarsch. Sie konnte viele Stamm-Wähler der regierenden Tories abwerben. Ein Referendum über den Verbleib des Landes in der EU rückt näher.
Kommunal-Wahlen Großbritannien: Anti-EU-Partei auf Erfolgskurs

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Farages Anti-EU-Partei hat bei den Kommunalwahlen in Großbritannien am Donnerstag schon jetzt große Erfolge erzielt. Nach der Auszählung von sieben der insgesamt 35 Wahlen in Städten und Kreisen, musste Camerons Partei entsprechend herbe Verluste ertragen. Bei zwei der bereits ausgezählten Wahlen haben sie schon jetzt keine regierungsfähige Mehrheit erreicht. Aber auch die Liberal Democrats haben Wähler und somit Sitze an die Anti-EU-Partei verloren.

Insgesamt geht es bei den Kommunalwahlen um 2.362 Sitze in den 35 Kreisen und Städten. Fast zwei Drittel der Sitze (1.477) sind in den Händen der Tories, so der Guardian. Experten erwarten bei der Auszählung der noch verbliebenen 28 Kommunal-Wahlen starke Verluste für die Camerons Partei.

Farage und seine Ukip profitieren bei den Kommunalwahlen massiv von dem steigenden Missmut der Briten über den Kontrollwahn der EU. Wie in Island, Italien und Griechenland werden die Protestparteien zum Nutznießer der Sparpolitik (mehr hier). Wie erfolgreich die Alternative für Deutschland bei der Bundestagswahl sein wird, bleibt abzuwarten. Derzeit liegt sie bei potentiellen drei Prozent und würde an der 5-Prozent-Hürde scheitern (hier).

Das Erstarken der Ukip setzt Cameron unter Druck. Das könnte das gekündigte Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU schneller Wirklichkeit werden lassen, als geplant. Am Donnerstag sagte der britische Premier, dass noch in dieser Legislaturperiode ein entsprechender Gesetzesentwurf fertiggestellt werde. Bisher hatte Cameron dieses Gesetz für das Referendum für die kommende Legislaturperiode in Aussicht gestellt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik G7-Gipfel verhängt weitere Sanktionen gegen Russland - keine Einigung bei Öl und Gold

Unter der Leitung der US-Regierung wird das Sanktionsregime gegen Russland ausgeweitet. Auf wichtigen Feldern besteht aber weiterhin...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiekrise: Deutschland muss zittern - aber Russland mindestens genauso

Während Russland den Europäern schrittweise den Gashahn zudreht, ist der Kreml gezwungen, sich neue Absatzmärkte zu eröffnen. Aber das...

DWN
Deutschland
Deutschland Experte: Steigende Corona-Inzidenzen sind irrelevant

Die derzeit steigenden Infektionszahlen sieht ein Gesundheitsexperte gelassen. Minister Lauterbach warnt vor einer „Sommerwelle“.

DWN
Finanzen
Finanzen Sanktionen hindern Russland, Anleihezinsen zu bezahlen - erste Gläubiger betroffen

Den Ausschluss Russlands aus westlichen Finanztransaktionssystemen bekommen die ersten Investoren zu spüren.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt eine neue Weltordnung – und wie können Anleger reagieren?

Mit China und Russland bildet sich ein neuer Gegenpol zu den USA. Anleger können sich gegen die geopolitischen Risiken nicht bloß durch...

DWN
Deutschland
Deutschland Südwest-CDU fordert längeren Betrieb von Atomkraftwerken

Die CDU Baden-Württemberg fordert angesichts der Energie-Krise längere Laufzeiten für die letzten verbliebenen Kernkraftwerk in...

DWN
Technologie
DWN
Finanzen
Finanzen Zum ersten Mal seit 1918: Russland im Verzug mit Staatsschulden

Zuletzt sah sich Russland noch unter Lenin mit so einer Situation konfrontiert. Ein düsteres Zeichen für die weitere Entwicklung des...