Politik

Chaos bei der AfD: Landesverband Berlin außer Kontrolle

Lesezeit: 1 min
15.05.2013 09:08
In der Berliner AfD ist ein Kampf um Macht entbrannt. Innerhalb von zwei Wochen traten drei Mitglieder aus der Presse-Abteilung zurück. Wenige Tage nach Ernennung wurde der Geschäftsführer der Landespartei bereits das Vertrauen entzogen.
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Der Landesverband der AfD Berlin steht vor einem Chaos – er hat sich und das Bild in der Öffentlichkeit innerhalb von nur wenigen Wochen selbst demontiert. Am Montag trat der stellvertretende Sprecher Markus Egg zurück. Doch im Berliner Landesverband ist das kein Einzelfall. Zuvor waren bereits die Sprecher Anette Goldstein und Matthias Lefarth zurückgetreten. Und sechs Tage nach seiner Ernennung zum Geschäftsführer der AfD Berlin wurde Mathias Goldstein bereits abgesetzt.

In Bezug auf Anette und Mathias Goldstein soll es um interne Verflechtungen gegangen sein, so die SZ. Anette Goldstein wollte der Geschäftsstelle der Partei nur Räume in ihrer Firma Goldstein Consulting anbieten, wenn ihr Mann zum Geschäftsführer ernannt würde. Zwar wurde Goldstein zunächst zum Geschäftsführer ernannt, doch kurze Zeit später wurde das dem Vorstand dann wohl doch zu heiß, wie die Mitteilung der Verbands nahelegt:

Der Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) in Berlin hat am Dienstagabend den bisherigen Leiter der Geschäftsstelle, Matthias Goldstein, von seinen Funktionen entbunden. Darüber hinaus ist der Landesverband Berlin auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für seine Geschäftsstelle. Vorübergehend war diese in den Räumen der Firma Goldstein Consulting in Charlottenburg untergebracht.

„Eine eventuelle Verquickung von Partei und Familie muss zwingend vermieden werden, so Günther Brinker, Sprecher des Landesverbandes. „Die Alternative für Deutschland soll auch und gerade in Berlin für einen neuen, sauberen Politikstil stehen.“

Der Landesverband bewegt sich nach diesen Ereignissen immer weiter auseinander. Während ein Teil einen komplett neuen Landesvorstand wählen will, lehnen Brinker und der Vorstand dies ab. Auf der Facebook-Seite „Alternative für Deutschland/Berlin“ heißt es beispielsweise:

Damit ist das Vertrauen in den Vorstand erschüttert. Neuwahlen sind die einzig vernünftige Konsequenz. Es ist völlig unverständlich, dass eine Partei der Vernunft so unvernünftige Mitglieder in den Vorstand wählt. Damit habt ihr das Vertrauen in die AfD nachhaltig geschädigt, verehrte Parteifreunde!!!

„Da stecken alte Seilschaften aus den Blockparteien dahinter, denen es nicht um Deutschland, sondern um vordere Plätze auf der Landesliste geht. Kenne ich alles nur zu gut von den Freien Wählern“, heißt es auf der Facebook-Seite Facebook-Seite „AfD-Berlin/Parteibasis“.

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