Politik

Draghi macht Innenpolitik in Großbritannien: „Mehr Europa!“

Lesezeit: 1 min
24.05.2013 10:27
EZB-Chef Draghi lässt es sich nicht nehmen, sich in politische Prozesse einzumischen. Großbritannien muss in der EU bleiben, so Draghi. Die finanziellen und wirtschaftlichen Verflechtungen seien viel zu groß, als dass ein Austritt sinnvoll wäre.
Draghi macht Innenpolitik in Großbritannien: „Mehr Europa!“

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In Zeiten der Krise und auch später braucht es Draghi zufolge mehr Europa – und zwar ein britisches Europa. Die Überlegung, aus der EU auszutreten, hält Draghi für falsch. Zu abhängig sei das Land von der EU und die EU von Großbritannien.

In den vergangenen Jahren der Schuldenkrise in Europa hat die EZB ihre Befugnisse zunehmend ausgeweitet. In London nun bezog EZB-Chef Draghi ganz klar politisch Stellung und sprach sich gegen einen Austritt Großbritanniens aus der EU aus.

„Ich kann nicht sagen, welche Argumente stärker sind, die wirtschaftlichen oder die politischen“, so Draghi. Auch wolle er keine „innenpolitische Debatte“ lostreten. „Aber, was ich sagen kann, ist, dass Europa genauso wie Großbritannien ein britisches Europa“ brauchen“, zitiert die FT den EZB-Chef:

„Mit einer solchen tiefen Verbindungen, verfolgen Großbritannien und die Eurozone ein gemeinsames Interesse: die Stabilität im Funktionieren unseres Wirtschaftssystems und insbesondere unsere Finanzmärkte. Die Antwort auf die Krise ist nicht weniger Europa, sondern mehr Europa.“

40 Prozent der Einlagen in Banken der Eurozone, die außerhalb des gemeinsamen Währungsblocks kommen, seien aus Großbritannien, so Draghi. Und 40 Prozent, der von den Banken der Eurozone vergebenen Kredite, die nicht in die Eurozone fließen, gehen nach Großbritannien. Ganz abgesehen davon, dass die Eurozone der größte Exportmarkt für Großbritannien ist (hier).

 

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Bund und Länder verhängen massive neue Corona-Einschränkungen

Bund und Länder haben sich bei ihrem Corona-Krisengespräch am Mittwoch auf vorübergehende massive Beschränkungen des öffentlichen...

DWN
Deutschland
Deutschland Psychotherapeuten-Vereinigung: "Die Bundesregierung muss umfangreich und differenziert aufklären und die Menschen beteiligen"

Die ständig schlechten Nachrichten sind eine massive Bedrohung für die psychische Gesundheit. Der Bundesvorsitzende der Deutschen...

DWN
Deutschland
Deutschland Risiko einer zweiten Rezession in Deutschland steigt

Ökonomen schließen wegen der stark steigenden Corona-Positivtests und wegen der drohenden Gegenmaßnahmen einen Rückfall der deutschen...

DWN
Deutschland
Deutschland So verrückt sind manche Corona-Regelungen in Deutschland

Karneval ohne Schunkeln, Fußball ohne Fangesänge, Sex nur mit einem Partner: Eine Auswahl von interessanten Corona-Regelungen in den 16...

DWN
Finanzen
Finanzen Ende des Börsenbooms? Was der drohende Lockdown für Anleger bedeutet

Freitag letzter Woche veröffentlichten wir einen Artikel von Andreas Kubin. Angesichts der Ereignisse, die in den vergangenen drei Tagen...

DWN
Deutschland
Deutschland Ärzte-Verbände fordern Strategiewechsel in Corona-Politik

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und Dutzende weitere Mediziner-Fachverbände fordern von Bund und Ländern einen Strategiewechsel in...

DWN
Deutschland
Deutschland Labor liefert reihenweise falsch positive Corona-Ergebnisse

Täglich werden in den deutschen Laboratorien abertausende Corona-Tests ausgewertet. Mitunter wird den Patienten ein falsch positives...

DWN
Politik
Politik Will die italienische Regierung das Militär gegen Anti-Corona-Demonstranten einsetzen?

In Italien droht offenbar ein Einsatz des Militärs im Inland, um die Anti-Corona-Proteste einzudämmen. Ein renommierter...

DWN
Deutschland
Deutschland Einzelhandel fürchtet Einbruch bei wichtigem Weihnachtsgeschäft

Wegen des drohenden zweiten Lockdowns droht den deutschen Einzelhändlern nach einem schlechten Jahr nun auch ein schlechtes...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Londoner Airport Heathrow verliert europäischen Spitzenplatz

Die Corona-Pandemie kostet den Londoner Flughafen seinen europäischen Spitzenplatz. Das Management kürzte für das kommende Jahr seine...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Krisen-Profiteur Delivery Hero liefert jetzt mehr als nur Essen

Nachdem der Essenslieferdienst seinen Umsatz im dritten Quartal verdoppeln konnte, will er nun weitere Märkte erschließen. An der Börse...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin klettert auf höchsten Stand seit Anfang 2018

Die starken Kursgewinne des Bitcoin setzen sich fort. Erreicht die größte Kryptowährung noch vor Weihnachten ein neues Allzeithoch?

DWN
Marktbericht
Marktbericht Steigende Infektionszahlen drücken Dax unter psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten

Die deutschen Börsen werden weiter von der Pandemie belastet. Da konnten auch positive Nachrichten der Deutschen Bank nur wenig helfen,...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Exporteure fürchten verstärkte Corona-Maßnahmen

Die deutschen Exporteure blicken mit Sorge in die Zukunft, wie das Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Denn wichtige Handelspartner drohen...