array (
  'query' => 
  array (
    'bool' => 
    array (
      'must' => 
      array (
        0 => 
        array (
          'range' => 
          array (
            'time_open' => 
            array (
              'lte' => '2026-03-16T11:57:30Z',
            ),
          ),
        ),
        1 => 
        array (
          'terms' => 
          array (
            'author' => 
            array (
              0 => '707070',
            ),
          ),
        ),
        2 => 
        array (
          'terms' => 
          array (
            'edition' => 
            array (
              0 => 'dwn',
            ),
          ),
        ),
        3 => 
        array (
          'term' => 
          array (
            'status' => 1,
          ),
        ),
      ),
    ),
  ),
)(object) array(
   'took' => 3,
   'timed_out' => false,
   '_shards' => 
  (object) array(
     'total' => 5,
     'successful' => 5,
     'skipped' => 0,
     'failed' => 0,
  ),
   'hits' => 
  (object) array(
     'total' => 171,
     'max_score' => 4.0,
     'hits' => 
    array (
      0 => 
      (object) array(
         '_index' => 'articles',
         '_type' => 'doc',
         '_id' => '701790',
         '_score' => 4.0,
         '_source' => 
        (object) array(
           '@timestamp' => '2023-01-15T09:00:00.000Z',
           'content' => '

Alzheimer ist eine Volkskrankheit, die viele Menschen auf der Welt und auch in Deutschland trifft. Laut aktuellen Berechnungen der deutschen Alzheimergesellschaft (DAlzG) vom August 2022 leben rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland mit einer Demenzerkrankung und je nach Entwicklung der Altersstruktur in Deutschland wird sich die Zahl der erkrankten Menschen über 65 Jahren bis 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen steigern. Für die Erkrankten gibt es jetzt einen Grund mehr zur Hoffnung. Denn in den USA wurde ein neues Alzheimer-Medikament zugelassen.

Kognitiver Abbau bei Erkrankten wird gehemmt

Dem Schweizer Tagesanzeiger zufolge lies die US-Arzneimittelbehörde FDA das neue Medikament namens Leqembi zu. Das Mittel soll den bereits bestehenden Krankheitsprozess positiv beeinflussen. Die FDA gibt die Empfehlung, das Medikament bei Patienten einzusetzen, die im frühen Stadium von Alzheimer betroffen sind.

In ihrem Bericht über die Zulassung wies die Behörde auf im September 2022 publizierte vorläufige Daten einer Studie hin, nach denen Leqembi den kognitiven Abbau bei Alzheimer-Erkrankten über die Dauer von 18 Monaten um 27 Prozent senkte. Ende November war ein Todesfall im Zusammenhang mit der Therapie bekannt geworden. An der Studie hatten 1800 Patienten, die sich im frühen Stadium von Alzheimer befanden, teilgenommen. Die Studie hatte auch auf Nebenwirkungen wie Hirnschwellungen und Mikroblutungen im Gehirn hingewiesen. Aus diesem Grund führt die FDA die Warnung vor eventuellen Blutungen in der Arzneimittelinformation auf.

Das vom japanischen Konzern Eisai gemeinsam mit dem US-Unternehmen Biogen hergestellte Leqembi, dessen Wirkstoff Lecanemab genannt wird, ist auf die Ablagerung eines Proteins mit dem Namen Beta-Amyloid fokussiert. Warum es zu Alzheimer-Erkrankungen kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Erwiesen ist jedoch, dass sich in den Gehirnen der Patienten um die Neuronen herum Amyloid-Ablagerungen entwickeln, die diese schrittweise zerstören. Dieser Ablauf sorgt für den Alzheimer typischen Gedächtnisverlust. Die erfolgte Genehmigung durch die FDA lehnt sich an die Ergebnisse klinischer Studie an, die verdeutlichen, dass das Mittel die Amyloid-Ablagerungen behindert.

Genehmigung erfolgte durch beschleunigtes Verfahren

Leqembi ist seit 2021 das zweite Alzheimer-Medikament, das eine Genehmigung durch die FDA bekommt. Im Juni 2021 hatte die Behörde die Zulassung des Mittels Aduhelm bekannt gegeben. Das Medikament gründet auf einem Wirkstoff namens Aducanumab. Nach der Genehmigung von Aduhelm gab es Streitigkeiten über den Beleg der Wirksamkeit. Aufgrund der Zulassung erklärten drei FDA-Vertreter ihren Rücktritt, außerdem begrenzte die Behörde nachfolgend die Nutzung. Ein Untersuchungsbericht des US-Kongresses kritisierte weiterhin den extrem hohen Preis von 56.000 US-Dollar pro Jahr für das Mittel.

Leqembi soll zu einem stolzen jährlichen Preis von vorerst 26.500 US-Dollar erhältlich sein, wie der Entwickler Eisai verkündete. Ähnlich wie bei Adulhem wurde das Mittel von der FDA in einem raschen Verfahren genehmigt. Dieser Vorgang macht es der Arzneimittelbehörde möglich, Arzneimittel für schwerwiegende Krankheiten ohne bereits genehmigte Behandlungen zuzulassen.

Bei Alzheimer handelt es sich um die am meisten auftretende Art von Demenz. Die Erkrankung des Gehirns verursacht den Verlust geistiger Fähigkeiten wie Denken, Sprache, Urteilsfähigkeit und Orientierung und führt zu einer massiven Schädigung von Gehirnzellen, insbesondere in der Hirnrinde. Auch die Befähigung zum sozialen Austausch schwindet dadurch.

', 'time_open' => '2023-01-15T10:00:00.000Z', 'type' => 'dwn_articles', 'status' => 1, 'edition' => 'DWN', 'cat' => 0, 'print_ed' => 0, 'id' => 701790, 'tip' => 1, 'author' => '707070', 'flash' => 'Fast zwei Millionen Menschen leiden in Deutschland an Alzheimer. Die USA bringen nun ein neues Medikament auf den Markt, welches den Verlauf der Krankheit verlangsamen soll.', 'section' => 986, 'title' => 'Alzheimer: USA lassen neues Medikament zu', '@version' => '1', ), ), 1 => (object) array( '_index' => 'articles', '_type' => 'doc', '_id' => '701739', '_score' => 4.0, '_source' => (object) array( '@timestamp' => '2023-01-07T08:11:00.000Z', 'content' => '

Wachstumsaktien wurden 2022 gründlich unter Beschuss genommen, da die hohe Inflation und die steigenden Zinssätze Wachstumsaktien aller Art unter Druck setzen. Aber nur wenige Aktien sind der Investors Business Daily ein Beispiel für die dramatische Umwälzung an der Spitze, wie der führende Elektroauto-Hersteller Tesla. Die Tesla-Aktie ist im Jahresverlauf 2022 um 69,5 Prozent eingebrochen und hat damit eine Marktkapitalisierung von 877 Milliarden US-Dollar verloren. Im Vergleich dazu ist der S&P 500 im gleichen Zeitraum um bescheidenere 19,7 Prozent gesunken.

Reihenweise Kunden stornieren Tesla-Bestellungen

Tesla ist vom fünftwertvollsten börsennotierten Unternehmen auf den dreizehnten Platz mit einer Marktkapitalisierung von 385 Milliarden. US-Dollar abgerutscht. Die Probleme von Tesla sind hinreichend dokumentiert, darunter Musks Twitter-Übernahme und die damit verbundenen Ablenkungen, die Sorge, dass die hohe Inflation und die steigenden Zinsen die Begeisterung der Verbraucher für Elektroautos dämpfen werden, sowie die Nervosität der Anleger in Bezug auf Wachstumswerte. Wie das Wall Street Journal berichtet, sind die Tesla-Aktionäre wütend auf CEO Elon Musk wegen seiner Twitter-Debatten, die zu mehreren Herabstufungen der Aktie geführt haben.

In der Zwischenzeit stornieren laut der Webseite Futurism reihenweise Kunden ihre Tesla-Bestellungen: „Seine Persönlichkeit ruiniert die Marke Tesla völlig. Ich freue mich auf ein Leben ohne Elon“, so ein Biotech-Manager, der ein Model S geleast hat. „Es gibt heute keinen Tesla-CEO“, twitterte Gary Black, ein Hedgefonds-Manager mit Tesla-Aktien im Wert von 50 Millionen US-Dollar, gegenüber Futurism. Aber Tesla ist hier kaum allein: Die Elektroauto-Branche befindet sich in einer Krise und die meisten Elektroauto-Aktien haben ein Jahr zum Vergessen hinter sich, in dem steigende Kosten, Probleme in der Lieferkette, zunehmender Wettbewerb und die Gefahr einer möglichen Rezession viele zu starken Verkäufen veranlassten.

Einige Wall-Street-Experten haben Tesla Aktie noch nicht aufgegeben

Überraschenderweise haben einige Wall-Street-Experten die Tesla-Aktie noch nicht aufgegeben und fordern die Anleger auf, den Ausverkauf als Kaufgelegenheit zu nutzen. So hat Citi laut dem Crowdsourcing-Content-Service Seeking Alpha Tesla als eine bullische Contrarian-Aktie für 2023 eingestuft, während Baird-Analyst Ben Kallo Tesla immer noch als „Best Idea“-Aktie für 2023 sieht.

Morgan Stanley ist der Meinung, dass Tesla seinen Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten im Bereich der Elektrofahrzeuge im kommenden Jahr ausbauen könnte, und nennt „Bewertung, Cashflow, Innovation und Kostenführerschaft“ als Hauptgründe für die Beibehaltung der Einstufung mit „Kaufen“. Die berühmte Contrarian-Investorin Cathie Wood, die dafür bekannt ist, in großem Stil auf ehemalige Wachstumsaktien zu setzen, wenn diese fallen, hat sich vor kurzem mit mehr als 25.000 Aktien des Elektroauto-Riesen eingedeckt.

Exxon Mobil mit höchstem Anstieg im S&P 500

Im krassen Gegensatz dazu hätten die Dinge für Teslas größten Konkurrenten im Bereich der fossilen Brennstoffe, Exxon Mobil, nicht anders laufen können. Exxon Mobil hat in diesem Jahr den größten Anstieg im S&P 500 verzeichnet, wobei der Energieriese dank der hohen Öl- und Gaspreise, die durch die Energiekrise ausgelöst wurden, fast so stark gestiegen ist wie die Technologiewerte während des Tech-Booms. Die XOM-Aktien sind in diesem Jahr um 72 % gestiegen und haben den Marktwert des Unternehmens um 190 Milliarden Dollar erhöht. Der Anstieg des Marktwerts von Exxon übertrifft den jedes anderen Unternehmens im S&P 500 und macht Exxon Mobil zur achtwertvollsten Aktie im S&P 500. Das ist ein bemerkenswerter Sprung, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen vor einem Jahr noch auf Platz 27 der wertvollsten Aktien im S&P 500 lag. Exxon war im Jahr 2011 das wertvollste Unternehmen im S&P 500, bis man 2012 von Apple überholt wurde.

Erträge für den US-Energiesektor werden sich stabilisieren

Während Citi XOM als eine der bearishen Contrarian-Aktien für 2023 ausgewählt hat, wird die Aktie von den meisten Wall-Street-Analysten positiv gesehen, wie ihr durchschnittliches Kursziel von 118,89 US-Dollar beweist, was einem Aufwärtspotenzial von 10 Prozent entspricht. Es wird erwartet, dass der Energiesektor im Jahr 2023 wieder besser abschneidet als der Markt, und XOM sollte das gut gelingen, da die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (Fwd) von 7,9 immer noch günstig ist. Im Oktober 2022 erhöhte Exxon seine vierteljährliche Dividende um 0,03 US-Dollar pro Aktie auf 0,91 US-Dollar pro Aktie, womit das Unternehmen seine Dividende das 40. Jahr in Folge erhöht hat und weiterhin zur Elite der Dividenden-Aristokraten gehört. Die XOM-Aktie rentiert jetzt 3,3 Prozent.

Die Aussichten für den US-Energiesektor sind weiterhin gut. Einem kürzlich erschienenen Forschungsbericht von Moody\'s zufolge werden sich die Erträge der Branche im Jahr 2023 insgesamt stabilisieren, wenngleich sie leicht unter dem Niveau der letzten Spitzenwerte liegen werden. Die Analysten stellen fest, dass die Rohstoffpreise von einem sehr hohen Niveau zu Beginn des Jahres 2022 zurückgegangen sind, prognostizieren aber, dass die Preise bis 2023 zyklisch stark bleiben dürften. In Verbindung mit einem bescheidenen Wachstum der Fördermengen wird dies den Öl- und Gasproduzenten einen starken Cashflow bescheren. Moody\'s schätzt, dass das EBITDA des US-Energiesektors im Jahr 2022 bei 623 Milliarden US-Dollar liegen wird, 2023 aber leicht auf 585 US-Dollar zurückgeht.

Starke Exportnachfrage wird hohe Erdgaspreise weiter stützen

Nach Ansicht der Analysten werden die niedrigen Investitionsausgaben, die zunehmende Unsicherheit über die Ausweitung des künftigen Angebots und die hohe geopolitische Risikoprämie die zyklisch hohen Ölpreise jedoch weiterhin stützen. In der Zwischenzeit wird laut der Webseite Oilprice die starke Exportnachfrage nach US-amerikanischem Flüssiggas die hohen Erdgaspreise weiter befeuern.

Die kombinierte Dividenden- und Rückkaufsrendite für den Energiesektor nähert sich jetzt acht Prozent, was im historischen Vergleich hoch ist. Ähnlich hohe Niveaus gab es in den Jahren 2020 und 2009, die Phasen der Stärke vorausgingen. Im Vergleich dazu liegt die kombinierte Dividenden- und Rückkaufsrendite für den S&P 500 bei knapp fünf Prozent, was eine der größten Lücken zugunsten des Energiesektors in der Geschichte darstellt. Mit anderen Worten: Es gibt für Anleger, die auf dem US-Aktienmarkt investieren, einfach keine besseren Plätze, um ihr Geld zu parken, wenn sie auf der Suche nach ernsthaftem Ertragswachstum sind.

', 'time_open' => '2023-01-07T09:11:00.000Z', 'type' => 'dwn_articles', 'status' => 1, 'edition' => 'DWN', 'cat' => 0, 'print_ed' => 0, 'id' => 701739, 'tip' => 1, 'author' => '707070', 'flash' => 'Die hohe Inflation und die steigenden Zinssätze haben sich 2022 auf alle Arten von Wachstumsaktien ausgewirkt. Bestes Beispiel hierfür sind die unterschiedlichen Aktienverläufe von Tesla und Exxon Mobil. ', 'section' => 27243, 'title' => 'Der Fall von Tesla und der Aufstieg von Exxon inmitten der Energiekrise', '@version' => '1', ), ), 2 => (object) array( '_index' => 'articles', '_type' => 'doc', '_id' => '700796', '_score' => 4.0, '_source' => (object) array( 'time_open' => '2022-10-23T08:30:00.000Z', 'section' => 27242, '@version' => '1', 'content' => '

Der Streit in der Bundesregierung über den Einstieg des chinesischen Terminalbetreibers COSCO zeigt: China setzt alles daran, seine wirtschaftliche Macht in Europa weiter auszubauen. So gefährlich die Abhängigkeit zu China auch sein mag, für den Hamburger Hafen ist das Projekt zu wichtig. Bundeskanzler Scholz setzt WDR und NDR zufolge auf das Projekt der Stadt, in welcher er bis März 2018 Erster Bürgermeister war. Wenn das Bundeskabinett sich nicht zu einem Beschluss einigt und es nicht zu einer Fristverlängerung kommt, dann wird der Einstieg Ende Oktober folgen.

Rolf Langhammer vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel sieht im Einstieg den Drang Chinas nach Macht in Europa: „Die langfristige Strategie der Chinesen könnte darin bestehen, die Kontrolle über die gesamte Lieferkette, digital wie maritim, in Europa an sich zu reißen.“ Langhammer sieht dabei „einen Wettbewerbsvorteil und Missbrauch wirtschaftlicher Macht.“

Beteiligung an vielen Häfen in Eurasien

Einen Teil dieser maritimen Kontrolle hat China in Europa schon aufgebaut. Die beiden großen chinesischen Betreiber COSCO und CMPort sind bereits an zwölf europäischen Häfen beteiligt und an vier weiteren Häfen in Grenznähe zu Europa. Mit Piräus, Valencia, Le Havre und Rotterdam gehören vier dieser Häfen zu den zehn wichtigsten in Europa. Schafft COSCO den Einstieg in den Hamburger Hafen, wäre man an der Hälfte der wichtigsten europäischen Häfen mitbeteiligt. In Piräus hat COSCO 100 Prozent Anteile, in Valencia liegen sie bei 51 Prozent, in Rotterdam bei 35 Prozent und in Le Havre liegt die Minderheitsbeteiligung von CMPort bei 25 Prozent. Sollte es zu einem Einstieg COSCO’s in den Hamburger Hafen kommen, hätte COSCO auch eine Minderheitsbeteiligung von 35 Prozent.

Auf einer Karte des amerikanischen National Public Radio (npr) ist gut ersichtlich, wie sich die beiden chinesischen Betreiber eine Route von Istanbul über Piräus, Marsaxlokk (Malta), Genua, Marseille, Valencia, Tangier (Nord Marokko an der Grenze zu Spanien), Bilbao, Nantes, Le Havre, Dunkerque, Brügge, Antwerpen bis nach Rotterdam gebastelt haben. An jedem dieser Häfen haben beide Firmen eine Beteiligung.

Initiative „Belt and Road“

Die Beteiligung der beiden Betreiber an europäischen Häfen gehört zu einer Initiative, die von Chinas Präsident Xi Jinping 2013 ins Leben gerufen wurde. Die Initiative „Belt and Road“ beinhaltet hunderte Projekte in der eurasischen Region, um die chinesische Expansion weiterzuführen. Ein Großteil der Häfen an denen COSCO und CMPort beteiligt sind, befindet sich auf Nato-Gebiet. China kann so sowohl wirtschaftlich als auch militärisch ein Druckpotential auf die USA aufbauen.

Die Route ist auch Teil von Chinas maritimer Seidenstraße des 21. Jahrhunderts, die das Land besser mit den Handelszentren in Afrika, Asien, Europa und Ozeanien verbinden soll. China ist die größte Importquelle der Europäischen Union und ihr zweitgrößter Exportmarkt, was einem Handelsvolumen von mehr als einer Milliarde Dollar pro Tag entspricht, gleichzeitig überwiegt der Seeverkehr den Schienen- und Luftverkehr.

China, das seine bilateralen Beziehungen durch Kredite, Zuschüsse und Spenden zu stärken versucht, schafft durch die Einstiege in europäische Häfen eine Alternative zur politischen und wirtschaftlichen Dominanz der USA und der EU. Die übernommenen Häfen wie Piräus, Rotterdam oder Le Havre verbessern den Außenhandel, schwächen aber gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit anderer Nationen gegenüber China.

Häfen erleichtern Zugange zum EU-Markt

Diese Häfen erleichtern China in wirtschaftlicher Hinsicht den Zugang zum EU-Markt. Wie man an der Diskussion um den Hamburger Hafen gut erkennen kann, entwickeln die Häfen mit ihren Projekten eine Debatte um die nationale Sicherheit einzelner EU-Staaten in diesem Fall von Deutschland. Klar wird durch Projekte wie „Belt and Road“ auch, dass das transatlantische Zeitalter des letzten Jahrhunderts, welches stark von den USA geprägt wurde Stück für Stück durch ein von China dominiertes pazifisches Zeitalter abgelöst wird.

Die Macht Chinas wird in verschiedensten Branchen immer größer und löst den Einfluss der USA immer mehr ab. Schlussendlich bleibt zu abzuwarten, ob es am Ende beim möglichen Projekt zwischen dem Hamburger Hafen und COSCO zu einer Einigung kommt, oder sich die Koalitionspartner von Olaf Scholz und die Kritiker des Einstiegs des Terminalbetreibers am Ende doch noch durchsetzen.

', 'cat' => 0, 'edition' => 'DWN', 'flash' => 'Der mögliche Deal zwischen dem Hamburger Hafen und dem chinesischen Terminalbetreiber COSCO ist ein klares Signal. China will seine maritime Macht in Europa weiter ausbauen. An zahlreichen Häfen ist China bereits beteiligt.', 'author' => '707070', 'tip' => 1, 'type' => 'dwn_articles', 'title' => 'Europas Häfen sind längst in chinesischer Hand', 'status' => 1, 'id' => 700796, '@timestamp' => '2022-10-23T06:30:00.000Z', 'print_ed' => 0, ), ), 3 => (object) array( '_index' => 'articles', '_type' => 'doc', '_id' => '701589', '_score' => 4.0, '_source' => (object) array( 'time_open' => '2022-12-27T16:38:00.000Z', 'section' => 27243, '@version' => '1', 'content' => '

Der Umsatz von Metro in der asiatischen Region schrumpft weiter. Am 22. Dezember wurde bekannt, dass sich Metro und der indische Konzern sich auf das Geschäft geeinigt haben. Die Metro AG verkauft das operative Geschäft in Indien mit den 31 Märkten und sechs Märkten befassenden Immobilienportfolio an die Reliance Retail Ventures.

Metro rechnet mit Gewinn von circa 150 Millionen Euro

Die Transaktion beträgt laut Metro Indien nach Abzug von Verbindlichkeiten umgerechnet 300 Millionen Euro. Eine entsprechende Einigung sei laut Metro zwischen beiden Konzernen unterschrieben worden. Analysten hatten im Vorfeld der Unterzeichnung mit dem zugrunde liegenden Unternehmenswert von 0,5 Milliarden gerechnet.

Metro rechnet der Lebensmittelzeitung zufolge durch den Verkauf des Indien-Geschäfts mit einem Gewinn von circa 150 Millionen Euro. Unabhängig vom Verkauf bleibt der Großhändler bei seiner Prognose für Umsatz und EBITDA für das Geschäftsjahr 2022/2023. Die Transaktion zwischen beiden Unternehmen soll nach Einwilligung durch die Aufsichtsbehörden bis März 2023 vollzogen sein.

Region Asien hat für Metro immer weniger Bedeutung

Das Indien-Geschäft des Großhändlers betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 926 Millionen Euro und erreichte nach Konzerninformationen ein EBITDA im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Trotz der positiven Zahlen verlor die Region Asien, die 2016/2017 noch ein Umsatzvolumen von 4,3 Milliarden Euro erzielte, für den Düsseldorfer Konzern immer mehr an Wichtigkeit. Die Geschäfte in Indien mit einberechnet betrug der Umsatz in der asiatischen Region zuletzt noch 1,3 Milliarden Euro Umsatz.

Der schleichende Rückzug aus dem asiatischen Bereich begann unter EX-CEO Olaf Koch und dem Rückzug Metros aus China und Vietnam. Dieser Kurs wurde von seinem Nachfolger Steffen Geubel mit dem Aus in den Ländergesellschaften Japan und Myanmar weitergeführt. Nachdem Verkauf in Indien ist, die Metro AG damit auf dem asiatischen Raum nur noch in Kasachstan und Pakistan präsent.

', 'cat' => 0, 'edition' => 'DWN', 'flash' => 'Metro stößt sein Indien-Geschäft ab und verkauft an die indische Firma Reliance. Der Verkauf zeigt den Rückzug des Handelskonzerns aus dem asiatischen Markt. ', 'author' => '707070', 'tip' => 1, 'type' => 'dwn_articles', 'title' => 'Indien-Geschäft: Metro zieht sich weiter aus Asien zurück', 'status' => 1, 'id' => 701589, '@timestamp' => '2022-12-27T15:38:00.000Z', 'print_ed' => 0, ), ), 4 => (object) array( '_index' => 'articles', '_type' => 'doc', '_id' => '702015', '_score' => 4.0, '_source' => (object) array( '@version' => '1', 'time_open' => '2023-01-29T00:45:00.000Z', 'title' => 'Schuldenfalle: US-Bürger kämpfen mit der Zahlung ihrer Autokredite', 'status' => 1, 'edition' => 'DWN', 'content' => '

Die Folgen der Inflation sind in den USA weiter ein Problem und setzen US-Präsident Joe Biden mächtig unter Druck. Während Präsident Biden den Zustand der US-Wirtschaft unter seiner Führung anpreist, kämpft eine auffallend hohe Zahl von Amerikanern mit Autokrediten damit, ihre monatlichen Raten zu bezahlen. Die Gegenüberstellung von Bidens Rhetorik und der harten wirtschaftlichen Realität vieler Menschen verdeutlicht, was dem Präsidenten ein ständiger Dorn im Auge ist: die immer noch hohe Inflation, die weiterhin das Einkommen der Haushalte auffrisst und die öffentliche Meinung, die seine Wirtschaftspolitik missbilligt.

Zahl der überfälligen Kredite steigt an

Autokredite sind das jüngste Anzeichen für solche wirtschaftlichen Probleme. Laut den kürzlich veröffentlichten Daten von Cox Automotive stieg die Zahl der Kredite, die seit mehr als zwei Monaten überfällig sind, im Dezember um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 26,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von allen Krediten im Dezember waren 1,84 Prozent stark überfällig (allgemein definiert als mehr als 90 Tage im Rückstand), was einen Anstieg von 1,74 Prozent im November und den höchsten Wert seit Februar 2009 bedeutet, als die Finanzkrise die US-Wirtschaft lahmlegte.

Vor allem Menschen mit niedriger Bonität und schlechter Kredithistorie, also diejenigen, die Subprime-Autokredite erhalten haben, waren laut Cox Automotive mit ihren Zahlungen im Rückstand: „Im Dezember waren 7,11 Prozent der Subprime-Kredite stark überfällig, ein Anstieg von 6,75 Prozent im Vormonat. Die Rate der stark überfälligen Subprime-Kredite war 163 Basispunkte höher als vor einem Jahr und die Dezember-Rate war die höchste in der Datenreihe seit 2006.“

74 Prozent der US-Bürger sparen nicht für die Zukunft

Obwohl immer mehr Menschen ihre Raten nicht bezahlen können, ist die Zahl der Kreditausfälle noch nicht so stark angestiegen. Autokreditgeber betrachten einen Kreditnehmer im Allgemeinen erst dann als säumig, wenn er 90 bis 120 Tage mit seinen Zahlungen im Rückstand ist, was auf einen möglichen Anstieg der Zahlungsausfälle in den kommenden Monaten hindeutet. Die neuen Zahlen, die zeigen, dass die Menschen ihre Raten für das Auto nicht bezahlen können, kommen in einer Zeit, in der die Amerikaner von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben und sich viele Grundbedürfnisse nicht mehr leisten können.

Etwa 72 Prozent der Familien mit mittlerem Einkommen geben einer vierteljährlichen Umfrage vom amerikanischen Versicherungs-, Anlage- und Finanzdienstleistungsunternehmen Primerica an, dass ihr Einkommen hinter den Lebenshaltungskosten liegt. Ähnlich viele, nämlich 74 Prozent, erklärten, dass sie nicht in der Lage sind, für ihre Zukunft zu sparen. Beide Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Preise bleiben aufgrund der Inflation, die im letzten Sommer ein Vier-Jahres-Hoch erreichte, in den letzten sechs Monaten jedoch nachgelassen hat, weiterhin hoch.

Lebenshaltungskosten schnellen in die Höhe

Dem US-Fernsehsender CNBC zufolge stieg die Verbraucherinflation in den USA im Dezember um 6,5 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr, der geringste 12-Monats-Anstieg seit Oktober 2021. Die Inflationsrate für Hersteller stieg im Dezember um 6,2 Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen zwölf Monaten und erreichte damit den niedrigsten Stand seit März 2021.

Anfang Januar sagte Biden in seiner Ausführung zur Wirtschaft: „Während die Inflation sinkt, steigt der Nettolohn der Arbeitnehmer. Die Löhne der Arbeitnehmer sind heute höher als vor sieben Monaten, bereinigt um die Inflation. Die Löhne von Arbeitnehmern mit geringem und mittlerem Einkommen sind sogar noch stärker gestiegen. Das alles bedeutet eine echte Erleichterung für die Verbraucher, einen echten Spielraum für Familien und einen weiteren Beweis dafür, dass mein Wirtschaftsplan funktioniert.“

Doch während sich die Inflation verlangsamt, sind die grundlegendsten Lebenshaltungskosten wie Lebensmittel und Wohnraum, in die Höhe geschnellt. Die US-Lebensmittelpreise sind dem Arbeitsministerium zufolge im Jahresvergleich um 11,8 Prozent gestiegen, während die Kosten für die Unterkunft um 7,5 Prozent höher sind als vor einem Jahr.

Trotz Bidens Äußerungen hat die Inflation die Löhne der Roharbeiter, die in den letzten zwei Jahren unter Biden kontinuierlich gestiegen sind, überholt. Unter Berücksichtigung der Inflation ist der reale durchschnittliche Wochenverdienst nach Angaben des US-Arbeitsministeriums von Dezember 2021 bis zum letzten Monat um 3,1 Prozent gesunken. Während der gesamten Präsidentschaft Bidens sind die Löhne insgesamt um zehn Prozent gestiegen, während die Inflation um 14 Prozent zugenommen hat.

Fast jeder fünfte Amerikaner verzichtet auf Mahlzeiten

Experten, darunter Rachel Greszler, Senior Research Fellow bei der konservativen Organisation Heritage Foundation, rechnen vor, dass dieses Missverhältnis den Durchschnittshaushalt Tausende von Dollar gekostet hat. So schreibt Greszler auf der Webseite der Organisation:

„Die Biden-Regierung preist während ihrer gesamten Amtszeit hohe Arbeitsplatzgewinne an, verschweigt aber den starken Rückgang der inflationsbereinigten Löhne der Arbeitnehmer und die Millionen von Amerikanern, die nicht mehr arbeiten. Seit Januar 2021 haben die Arbeitnehmer 3.300 US-Dollar an Löhnen verloren, weil die Inflationssteuer von 7.200 Dollar die nominalen Lohnzuwächse der Arbeitnehmer von 3.900 US-Dollar übertroffen hat.“

Da die Kosten für das Nötigste steigen und die Haushalte weniger Kaufkraft haben, sind viele Amerikaner gezwungen, harte Entscheidungen zu treffen. Laut einer Umfrage des Nationwide Retirement Institut vom Oktober 2022 gab fast jeder fünfte Amerikaner (18 Prozent) an, dass er aufgrund der hohen Inflation im vergangenen Jahr auf Mahlzeiten verzichtet oder keine Lebensmittel gekauft hat.

Biden: „US-Wirtschaft hat eine Glückssträhne“

Die Daten zeigen auch, dass viele Menschen aufgrund der Inflation in den letzten 12 Monaten ihre Gesundheitspläne storniert oder verschoben haben, um einen Facharzt aufzusuchen (14 Prozent), ein verschriebenes Medikament einzunehmen (10 Prozent) oder eine jährliche Untersuchung durchführen zu lassen (11 Prozent). Die Daten ergaben, dass 10 Prozent der Erwachsenen Gelder aus dem Rentensparen abgezogen haben, um die Gesundheitskosten zu bezahlen, und weitere 14 Prozent erwägen, dies in diesem Jahr zu tun. Bei der Generation Z und den Millennials liegt diese Zahl bei 21 Prozent bzw. 20 Prozent.

Dennoch hat Biden die Leistung der Wirtschaft auf der Wintertagung der Konferenz der Bürgermeister, die vom 17. bis zum 20. Januar stattfand, gelobt. Er würdigte die Politik seiner Regierung dafür, dass sie den arbeitenden Amerikanern und der Mittelschicht angeblich helfe:

„Jetzt, nach zwei Jahren, ist es klarer denn je, dass unser Plan funktioniert. Wir bauen die Wirtschaft von unten nach oben und von der Mitte nach außen auf, nicht nur von oben nach unten. Wenn wir das weiter tun, geht es den Wohlhabenden sehr, sehr gut. Gleichzeitig haben alle Armen wieder eine Chance und die Mittelschicht kann ein wenig Luft holen. Eine Wirtschaft, die sowohl bei Menschen im Landesinneren als auch in unseren Städten Wirkung zeigt und ganz Amerika zugutekommt."

Biden sagte der Nachrichtenagentur Reuters zufolge Anfang Januar, dass die US-Wirtschaft auf ein „neues Plateau“ zusteuere und sich auf einer „Glückssträhne“ befindet. Dies steht der Prognose von US-Ökonomen gegenüber, die vor einer drohenden Rezession warnen.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, schloss sich diesen Worten an und erklärte im Press-Briefing vom 17. Januar 2023, Bidens Politik habe in den vergangenen zwei Jahren zu einer „historischen Erholung“ nach der COVID-19-Pandemie und zu einem „stabilen und stetigen Wirtschaftswachstum“ geführt, wie Biden es bezeichnete.

US-Bürger kritisieren Umgang mit der Inflation

Dies gilt auch für Finanzministerin Janet Yellen, die im vergangenen Monat in einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal ähnlich argumentierte. „Die Politik der Biden-Administration hat die amerikanische Wirtschaft zu einem der schnellsten Aufschwünge in der modernen Geschichte geführt. Dank des Plans von Präsident Biden haben wir das wirtschaftliche Wohlergehen amerikanischer Familien und Arbeitnehmer verbessert und die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft angesichts des starken globalen Gegenwinds gestärkt.“

Die amerikanische Bevölkerung scheint solche Argumente jedoch nicht zu glauben. Seit mehreren Monaten zeigen Umfragen, dass eine Mehrheit der Amerikaner Bidens Umgang mit der Inflation und der Gesamtwirtschaft im Allgemeinen missbilligt.

Eine neue ABC News/Ipsos-Umfrage zeigt zum Beispiel, dass nur 31 Prozent der Amerikaner seinen Umgang mit der Inflation gutheißen, und nur 38 Prozent finden es gut, wie er die Wirtschaft angegangen ist. Diese Ablehnung passt zu dem allgemeinen Pessimismus hinsichtlich der wirtschaftlichen Mobilität, der in jüngsten Umfragen festgestellt wurde.

Das Meinungsforschungsinstitut Gallup , das die Ansichten der Amerikaner über die Chancen der nächsten Generation, den Lebensstandard ihrer Eltern zu übertreffen, verfolgt, stellte in einer Umfrage fest, dass die Hoffnung auf den „amerikanischen Traum“ auf einem historischen Tiefstand ist.

Demnach gaben 59 Prozent der Amerikaner mit mittlerem Einkommen – definiert als Einkommen zwischen 40.000 und 100.000 US-Dollar – an, dass es sehr oder eher unwahrscheinlich ist, dass die jungen Erwachsenen von heute ein besseres Leben haben werden als ihre Eltern. Von denjenigen mit einem jährlichen Haushaltseinkommen von weniger als 40.000 US-Dollar halten es 48 Prozent ebenfalls für unwahrscheinlich, dass die Kinder von heute ein besseres Leben haben werden als ihre Eltern.

', 'flash' => 'Die Nachwehen der Inflation setzen den Bürgern in Amerika weiter zu. Immer mehr von ihnen können ihre Autokredite nicht mehr zahlen. Joe Biden wirbt derweil weiter mit dem Zustand der Wirtschaft und versucht von den Problemen der Bürger abzulenken. ', 'author' => '707070', 'type' => 'dwn_articles', 'tip' => 1, 'cat' => 0, 'section' => 27242, 'id' => 702015, 'print_ed' => 0, '@timestamp' => '2023-01-28T23:45:00.000Z', ), ), 5 => (object) array( '_index' => 'articles', '_type' => 'doc', '_id' => '700927', '_score' => 4.0, '_source' => (object) array( 'type' => 'dwn_articles', '@version' => '1', 'print_ed' => 0, 'id' => 700927, 'content' => '

Die Energiekrise führt für viele Unternehmen in Deutschland zu massiven Problemen. Um die Ausgabenkosten in einem erträglichen Maß zu halten, werden nun überall Einsparmöglichkeiten gesucht und umgesetzt. Die Unternehmen überlegen sich branchenübergreifend neue Ideen und gehen dabei unterschiedliche Wege.

Hornbach-Vorstand zieht in neues Büro um

Am Freitag wurde laut der Lebensmittelzeitung bekannt, dass die Vorstandsbüros des Baumarkts Hornbach in der Zentrale in Bornheim, seit Mitte Oktober leer sind. Konzernchef Albrecht Hornbach und der Chef der Baumarktsparte, Eric Harsch, zogen in einen der drei verbleibenden Gebäudetrakte beim drittgrößten Baumarktkonzern Deutschlands um.

Hornbach wählt damit einen ähnlichen Schritt wie zuvor der Handelskonzern Otto. Das Hamburger Unternehmen hatte Anfang Oktober verkündet, man wolle mehrere Bürogebäude schließen, um im Winter Energiekosten und Gas einzusparen. Der Schritt macht für die Unternehmen Sinn. Seit der Corona-Pandemie sind viele Angestellte zumindest an verschiedenen Tagen im Home-Office, viele Büros werden wenig genutzt. In diesem Jahr sind an Tagen mit hoher Büroauslastung bei Hornbach nur 350 der 1800 Mitarbeiter im Haus gewesen, so das Unternehmen gegenüber der Lebensmittelzeitung.

Coop verzichtet auf Weihnachtsbeleuchtung

Bei Metro sollen alle Gebäudeteile der Düsseldorfer Zentrale geöffnet bleiben. Man möchte aber Erdgas als Wärmequelle ersetzen. So bemüht sich das Unternehmen den gesamten Campus an das Düsseldorfer Fernwärmenetz herzustellen. Pro Jahr will der Konzern in den nächsten Jahren etwa 100 Millionen Euro für Energieeffizienzmaßnahmen und den Klimaschutz ausgeben.

Auch in der Schweiz setzten die Unternehmen auf Einsparpotentiale. Die Handelsgruppe Coop will trotz einer im Vergleich zu Deutschland deutlich geringeren Inflation im Land von 3,3 Prozent und weniger Abhängigkeit zu Gas als Heizquelle auf die Energiekrise reagieren. So greift das Unternehmen in diesem Winter unter anderem nicht auf die Weihnachtsbeleuchtung zurück. Überall wo es nicht zwingend notwendig ist, stellt man beim Großhandelsunternehmen die Beleuchtung der Logos komplett, oder eine halbe Stunde nach Ladenschließung ein. Zudem wird die Temperatur jeden Tag auf 19 Grad runtergestellt. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung erklärt gegenüber der Lebensmittelzeitung, dass man bei Coop so fünf bis zehn Prozent Energie einsparen kann.

Galeria plant Energieverbraucht zu senken

Die stark unter Druck stehende Warenhauskette Galeria, ist wegen großer finanzieller Probleme dazu gezwungen alle Ausgaben genau zu kontrollieren und Einsparungen vorzunehmen. So plant das Unternehmen nach Informationen der Lebensmittelzeitung, den Energieverbrauch, um circa 20 Prozent zu senken. In den Warenhäusern werden mehrsträngige Rolltreppen schon seit längerer Zeit zum Teil ausgeschaltet. Die Arbeitszeiten für die Angestellten auf der Fläche hat der Warenhauskonzern schon reduziert. Galeria soll auch dabei sein, die Öffnungszeiten in einzelnen Filialen zu beschränken.

Insidern zufolge machen die Energiekosten bei Galeria noch unter drei Prozent vom Umsatz aus. Der Warenhauskonzern spürt jedoch die aktuellen Marktverwerfungen ziemlich stark. Einen Großteil der Energie bezieht die Warenhauskette mittlerweile über den Spotmarkt. In einem Mitarbeiterbrief kalkulierte CEO Miguel Müllenbach laut Lebensmittelzeitung, dass die Energiekosten bei Galeria in den nächsten zwei Jahren etwa 150 Millionen höher sein dürften als ursprünglich geplant.

', 'status' => 1, 'tip' => 1, 'cat' => 0, 'edition' => 'DWN', 'author' => '707070', 'title' => 'Energie-Krise: Unternehmen setzen auf Einsparungen', '@timestamp' => '2022-11-02T09:26:00.000Z', 'time_open' => '2022-11-02T10:26:00.000Z', 'section' => 27243, 'flash' => 'Die Energiekrise ist für die Unternehmen in Deutschland eine starke Belastung. Um Kosten einzusparen, greift man jetzt zu unterschiedlichen Lösungen', ), ), 6 => (object) array( '_index' => 'articles', '_type' => 'doc', '_id' => '701429', '_score' => 4.0, '_source' => (object) array( 'type' => 'dwn_articles', '@version' => '1', 'print_ed' => 0, 'id' => 701429, 'content' => '

Künstliche Intelligenz wird für die Zukunft des Handels und der Wirtschaft immer bedeutender. Es gibt aber Situationen, die auch dieser Technologie ihre Grenzen aufzeigen. Mit unwahrscheinlichen Ereignissen kann künstliche Intelligenz nicht gut umgehen. Diese Ereignisse funktionieren nicht nach Regeln und werfen kalkulierbare und prognostizierbare Szenarien deshalb über den Haufen.

„Mit etwas Unvorhersehbaren ist das System überfordert“

Ein gutes Beispiel für die Grenzen der künstlichen Intelligenz war die Covid-19-Pandemie und ist der noch immer andauernde Krieg in der Ukraine. Beides sorgte bei den Bürgern für nicht kalkulierbare Kaufentscheidungen. Einige Produkte waren und sind unglaublich gefragt, andere Produkte werden gemieden. Selbst der Onlineriese Amazon war vor beiden Extremsituationen nicht geschützt, wurde von den Verhaltensänderungen unvorbereitet getroffen und spürt die Folgen.

Bei Covid-19 und dem Krieg in der Ukraine handelt es sich um sogenannte „Black Swans“, einen sogenannten schwarzen Schwan. Ein solches Ereignis ist von Beobachtern nicht vorhersehbar und schwerwiegende Folgen. In den letzten drei Jahren wurde die Welt mit diesen beiden aufeinanderfolgenden Ereignissen gleich mit zwei Schwarzen Schwänen konfrontiert. Kunden kamen von ihrem sonst üblichen Kaufverhalten ab und durch Algorithmen erstellte Prognosen hatte so keinen Wert mehr.

Geritt Heinemann, Handelsprofessor von der Hochschule Niederrhein, beschreibt gegenüber der Lebensmittelzeitung die Situation für die künstliche Intelligenz mit einer Überforderung: „Künstliche Intelligenz kann den Schwarzen Schwan nicht greifen. Mit etwas völlig Unvorhersehbarem ist das System überfordert, da es nicht an bekannte Ereignisse andocken und daraus Rückschlüsse ziehen kann. Ihr Wissen ziehen die Systeme aus Daten, mit denen sie jahrelang gefüttert werden.“

Helge-Christian Eilers, Logistikchef beim ostfriesischen Unternehmen Bünting, hat mit der Situation in der Praxis immer wieder zu tun. Er erinnert sich auf Nachfrage der Lebensmittelzeitung, dass sowohl bei Corona als auch beim Krieg hysterische Kaufverhalten ausgelöst wurden. Die Nachfrage nach Artikeln, die normalerweise nicht so im Fokus stehen, war auf einmal extrem hoch. Auf solche Situationen können sich Prognosesysteme nicht gut einstellen.

Erfahrungen aus den Krisen sind hilfreich

Trotz der komplizierten Situation ist Eilers im Nachhinein zufrieden. Das von Bünting benutzte integrierte Auto-Dispo-System des Anbieters Relax reagiert schon direkt an der Kasse auf die aktuelle Nachfrage. Wenn der Kunde einen Einkauf tätigt, wird eine Lieferkette in Gang gesetzt. Sie verläuft von den Zentrallagern zu den Herstellern. In 95 Prozent der Fälle geschieht dieser Ablauf laut Eilers automatisch. Bei den restlichen fünf Prozent ist ein menschliches Eingreifen notwendig.

Die von der Pandemie und dem Krieg erteilten Erfahrungen sind laut Eilers kein Verlust. Sie würden nun zusätzlich in Handlungen mit einfließen: „Die Systeme und unsere Mitarbeiter haben dazugelernt und wissen jetzt, welche Artikel in Pandemie und Krieg nachgefragt werden, welche ersetzt und welche im Zusammenhang mit anderen Artikeln gekauft werden, also komplementär sind.“

Für die Zukunft sind laut Eilers die neuen Belieferungsprofile „Politische Unruhen“ und „Pandemie“ eingespeichert. Wenn es zu einer der beiden Szenarien kommt, dann muss der Mitarbeiter nur noch einen Knopf drücken. So hofft man, dass die Systeme besser auf solche Situationen vorbereitet sind.

Roman Melcher, IT-Geschäftsführer beim dm-Drogeriemarkt, baut auf die Prognosesoftware SAP Forecasting & Replenishment. Er sieht die Software positiv: „Mit Absatzprognosen haben wir bei dm in den außergewöhnlichen Situationen der vergangenen Jahre gute Erfahrungen gemacht. Künstliche Intelligenz kann uns sehr gut bei der Optimierung unserer Prozesse unterstützen, daher werden wir auch weiter investieren.“ Melcher hebt hervor, dass die Systeme einen Unterschied zwischen dem Normalmodus und Auffälligkeiten im Verkauf erkennen könnten. Die Technik entwickle sich rasend schnell und gleichzeitig werden Prozesse noch komplexer und tiefgreifender.

', 'status' => 1, 'tip' => 1, 'cat' => 0, 'edition' => 'DWN', 'author' => '707070', 'title' => 'Künstliche Intelligenz: Falsche Zahlen durch Covid und Krieg ', '@timestamp' => '2022-12-21T09:00:00.000Z', 'time_open' => '2022-12-21T10:00:00.000Z', 'section' => 27243, 'flash' => 'Der Handel greift zunehmend auf künstliche Intelligenz zurück, beispielsweise für Absatzprognosen. Doch diese birgt auch Nachteile.', ), ), 7 => (object) array( '_index' => 'articles', '_type' => 'doc', '_id' => '700974', '_score' => 4.0, '_source' => (object) array( 'type' => 'dwn_articles', '@version' => '1', 'print_ed' => 0, 'id' => 700974, 'content' => '

Infolge der Debatte über den Einsatz iranischer Drohnen im Krieg in der Ukraine ist die Entwicklung der iranischen Drohnenindustrie zuletzt verstärkt in den medialen Fokus gerückt. Moskau und Teheran haben abgestritten, dass der Iran mit gelieferten Drohnen im Krieg mitinvolviert ist. Gleichzeitig soll Russland laut der Nachrichtenagentur Middle East Eye Berichten zufolge mehrere hundert iranische Drohnen gekauft und weitere 1000 bestellt haben. Auch hier bestritten Moskau und Teheran die Existenz solcher Transaktionen.

Russischer Militärexperte verplapperte sich

Befeuert wurde die Debatte um iranische Drohnen im Ukrainekrieg durch den kremlnahen russischen Militärexperten, Ruslan Puchow , der, ohne zu merken, dass das Mikrofon bereits eingeschaltet war, mit dem Plaudern anfing und pikante Aussagen über die Drohnen tätigte: „Wir alle wissen, dass sie iranisch sind, aber die Regierung will es nicht zugeben.“

Das britische Verteidigungsministerium erklärte am 17. Oktober, man habe Informationen, dass Russland in der Ukraine mit iranischen Waffensystemen operiert. Das Büro von Israels Präsident Jitzchak Herzog, sagte, dass er mit US-Präsident Joe Biden beim Besuch in Washington am 30. Oktober über die Informationen sprechen werde, die Israel über die Einsätze iranischer Drohnen in der Ukraine habe. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums wurden in den vergangenen zwei Wochen mindestens 300 iranische Kamikaze-Drohnen des Typs Shahed 136 eingesetzt, um einen Großteil des Netzes von Kraftwerken des Landes zu zerstören.

Sollte der Fall zutreffen und iranische Drohnen in der Ukraine zum Einsatz kommen, würden diese Einsätze dem Iran die Möglichkeit geben, sie in einem dynamischen Konflikt zu testen und seinen Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, zu lernen, und seinen Politikern die Möglichkeit zu geben, iranische Hardware zu präsentieren. Ein ehemaliger Kommandeur des Korps der Islamischen Revolutionsgarden und hochrangiger militärischer Berater des Obersten Führers des Iran, Generalmajor Yahia Rahim Safavi, erklärte laut dem Middle East Eye kürzlich, dass mindestens 22 Länder an der Beschaffung von Militärdrohnen aus iranischer Produktion interessiert seien.

Parallel zu den Anschuldigungen an den Iran seitens der westlichen Welt prahlte Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei laut der Londoner Nachrichtenagentur in Anspielung auf einen möglichen Einsatz in der Ukraine mit dem Drohnenprogramm des Landes: „In der Vergangenheit hat man an der iranischen Technologie gezweifelt und sie als Fälschung bezeichnet und jetzt sagen sie, iranische Drohnen seien gefährlich und werfen uns vor: „Warum verkauft ihr sie an diesen und jenen?“

Drohnen als nationale Priorität

Die Frage, welche sich viele Beobachter stellen ist: Wie konnte Iran seine Drohnentechnologie in den vergangenen Jahren so weit entwickelt? Um eine Antwort zu bekommen, muss man in die Geschichte des Irans der letzten 30 Jahre zurückgehen. Laut dem Middle East Eye genießt die Beherrschung von Drohnen für den Iran seit Jahrzehnten Priorität, die von den Behörden trotz der von den USA und ihren Verbündeten erlassenen Sanktionen gepflegt und verwaltet wird.

Seit der islamischen Revolution im Jahr 1979 und der daraus resultierenden Feindseligkeit zwischen dem Iran und dem Westen haben die internationalen Sanktionen Teheran dazu veranlasst, sich bei allen möglichen Gütern selbst zu versorgen, insbesondere bei militärischen Gütern.

Ein langjähriges westliches Waffenembargo hat dazu geführt, dass der Iran nicht in der Lage war, sein Militär aufzurüsten, während die regionalen Konkurrenten mit Unterstützung des Westens quantitativ und qualitativ aufgerüstet haben, so Hamidreza Azizi, Iran-Experte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) gegenüber der Nachrichtenagentur: „Eine ganz besondere Schwäche, die der Iran zu spüren bekam, war seine Unfähigkeit, seine Luftwaffe sinnvoll aufzurüsten. Die Islamische Republik hat die Luftwaffe vom Schah geerbt, aber sie ist im Grunde nicht mehr für einen militärischen Konflikt mit regionalen oder globalen Gegnern geeignet.“

Die vier Säulen der Militärstrategie Irans

Während des iranisch-irakischen Krieges Mitte der 1980er Jahre begann das Interesse Teherans an Drohnen. Die erste Drohne trug den Namen Ababil, was so viel wie Vogelschwarm bedeutet, ein Name, der den strategischen Einsatz von Drohnen auf dem Schlachtfeld vorwegnimmt. Irans Einsatz von Ababil entweder als Waffensystem oder zur Überwachung und Aufklärung unterstrich die militärische Notwendigkeit, die begrenzten Ressourcen zu schonen, und zwar sowohl das Humankapital als auch seine Luftwaffe, die von US-Firmen abhängig war, deren Wartung nicht mehr verfügbar war. In den folgenden Jahrzehnten wurde das iranische Drohnenprogramm als integraler Bestandteil des iranischen Militärs entwickelt, so Azizi.

Die Entwicklung leistungsfähiger Drohnen stellt eine der vier Säulen der iranischen Militärstrategie dar. Bei den anderen handelt es sich um das Raketenprogramm, das Netzwerk nichtstaatlicher Verbündeter und Stellvertreter sowie die wachsenden Fähigkeiten im Bereich der Cyber-Kriegsführung. Zusammengenommen, so Azizi, bilden sie die Säulen der „asymmetrischen Abschreckung“, die der Iran angesichts der lähmenden Sanktionen entwickelt hat.

„Der Iran hat sein Raketen- und Drohnenprogramm entwickelt, um das Fehlen einer effektiven Luftwaffe zu kompensieren“, sagt Azizi und fügt hinzu, dass „die einheimische Entwicklung in Irans militärischem Denken allmählich Vorrang hat“. Die zunehmende Bedeutung von Drohnen im strategischen Denken des Irans hat in den letzten Jahren stark zugenommen, so Professor Anoush Ehteshami von der Durham University und Autor des Buches Defending Iran: „From Revolutionary Guards to Ballistic Missiles“, gegenüber der Nachrichtenagentur.

Abschreckung gegenüber Israel

„Das iranische Raketenprogramm stand schon immer im Mittelpunkt des Interesses, weil es vor allem gegenüber Israel abschreckend wirkt“, so Ehteshami. „Erst in den letzten 10 Jahren hat die Entwicklung von Drohnen im Iran richtig Fahrt aufgenommen. Das ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass der Iran eine amerikanische Drohne erworben hat, die über dem Land abgeschossen wurde.“ Die Fähigkeit des Irans, einige amerikanische Drohnen vom Himmel zu holen, ist seinem Know-how im Bereich der Drohnentechnologie zugute gekommen. Außerdem haben die Wissenschaftler des Landes fleißig von ihren Gegnern gelernt.

Im Jahr 2011 schossen die iranischen Streitkräfte eine intakte US-Drohne vom Typ RQ-170 Sentinel ab, die sie innerhalb eines Jahres nachbauten und schließlich ihre eigene Version herstellten - eine Fähigkeit, die sie seit den 1980er Jahren verfeinert haben. „Der Iran hat in den letzten Jahrzehnten sein Know-how im Bereich der Reverse-Technologie ausgebaut“, so Ehteshami. „Man kann ihnen mehr oder weniger alles geben, und ihre Ingenieure und Wissenschaftler, insbesondere im militärisch-industriellen Komplex, können es dann auseinandernehmen und Wege finden, es wieder zusammenzusetzen.“ Heute verfügt der Iran über eine Flotte von Drohnen, die in der Lage sind, präzisionsgelenkte Raketen mit einer Reichweite von 2.000 km abzuschießen sowie über eine Reihe von Überwachungsdrohnen.

Teil 2 der Analyse finden Sie hier.

', 'status' => 1, 'tip' => 1, 'cat' => 0, 'edition' => 'DWN', 'author' => '707070', 'title' => 'Die große DWN-Analyse, Teil Eins: Wie der Iran zu einer Drohnen-Macht aufstieg', '@timestamp' => '2022-11-06T08:00:00.000Z', 'time_open' => '2022-11-06T09:00:00.000Z', 'section' => 27241, 'flash' => 'Jahrzehntelange Entwicklungsarbeit hat den Iran zu einem bedeutsamen Player in der Drohnentechnologie gemacht.', ), ), 8 => (object) array( '_index' => 'articles', '_type' => 'doc', '_id' => '701567', '_score' => 4.0, '_source' => (object) array( 'time_open' => '2022-12-27T09:39:00.000Z', 'edition' => 'DWN', 'print_ed' => 0, 'flash' => 'Die Bio-Handelskette Basic ist in schwere wirtschaftliche Probleme geraten. Nun hat man ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung beantragt.', 'status' => 1, 'section' => 27243, 'tip' => 1, 'id' => 701567, '@version' => '1', 'content' => '

Nachdem die zugekaufte Tochter Biomammut, die sechs Märkte in Baden-Württemberg besitzt, ein Insolvenzverfahren Ende November beantragt hat, trifft es nun vier Wochen später die Basic AG selbst. Das Unternimmt leidet unter Umsatzrückgängen und beginnt mit einem Schutzschirmverfahren. Das Gericht ist diesem Verfahren bereits gefolgt.

Weniger Umsatz durch Desinvestitionen

Die Hauptversammlung der Bio-Handelskette hatte sich zuvor für den Beginn eines solchen Verfahrens entschieden. Laut Lebensmittelzeitung gilt das Unternehmen mit Sitz in München seit längerer Zeit als verlustbehaftet. Der Händler gab zwar bei der letzten Angabe rund 150 Millionen Euro Nettoumsatz an, dürfte aber mittlerweile durch Desinvestitionen weit weniger Umsatz erzielen. Zum Konzern gehören 22 Basic-Märkte sechs Biomammut-Märkte. Ende November hatte die Basic AG noch eine neue Filiale beim Hauptsitz in München eröffnet.

Eine Belastung sind für die Basic AG nicht nur Probleme wegen der Insolvenz der Biomammut-Märkte, sondern auch der Kostenanstieg infolge erhöhter Indexmieten für die Zentrale in München, in die die Bio-Handelskette vor einiger Zeit umgezogen war. Der Biopionier entschied sich 2021 für einen harten Kurswechsel. Das Unternehmen verzichtete auf die Investitionen im Norden, Westen und Osten Deutschlands.

Rückläufiger Umsatz im Biofachhandel durch den Krieg

Diese Entscheidung war der Lebensmittelzeitung zufolge nicht unumstritten. Man gab zehn Märkte an Superbiomarkt und Bio-Company ab und büßte somit auch Ertrag ein. Seit dieser Entscheidung hat der Händler den Fokus auf Bayern und Frankfurt und führt noch zwei Filialen in Österreich. Die Insolvenz kam nicht komplett unerwartet. Der Händler ist der Lebensmittelzeitung zufolge seit Jahren von Machtkämpfen im Gesellschafterkreis betroffen und galt seit Jahren in der Branche als Übernahmekandidat.

Der gesamte Biofachhandel leidet seit Beginn des Krieges in der Ukraine unter rückläufigem Umsatz und mangelnder Frequenz. Kunden schauen in Zeiten der Hochinflation stark auf den Preis und tätigen ihre Einkäufe verstärkt in Discountern und Drogerien. Diese Tendenz hat in diesem Jahr zu mehreren Insolvenzen bei Biofachhändlern und Unverpacktläden gesorgt. Unter anderem hat es den Reformhaushändler Bacher und den fünftgrößten Fachhändler Superbiomarkt getroffen. Auch sie müssen saniert werden. Noch härter traf es Großhändler BiUno Bio, der sogar abgewickelt werden musste.

', 'type' => 'dwn_articles', '@timestamp' => '2022-12-27T08:39:00.000Z', 'author' => '707070', 'title' => 'Schieflage: Biohändler Basic ist insolvent', 'cat' => 0, ), ), 9 => (object) array( '_index' => 'articles', '_type' => 'doc', '_id' => '700626', '_score' => 4.0, '_source' => (object) array( 'type' => 'dwn_articles', 'id' => 700626, 'time_open' => '2022-10-10T13:00:00.000Z', 'cat' => 0, '@timestamp' => '2022-10-10T11:00:00.000Z', 'content' => '

Galeria steht vor harten Zeiten. Der Lebensmittelzeitung zufolge, diskutiert die Chefetage des Konzerns derzeit wieder verstärkt über eine erneute staatliche Kapitalspritze. Grund sind die stark steigenden Energiekosten und eine schlechte Konsumstimmung. Durch diese Einflüsse sollen die bisherigen Finanzplanungen hinfällig geworden sein. Offenbar laufen bereits Gespräche mit allen Involvierten, um die Lage auszuwerten und eine Lösung zu erörtern.

Summe der möglichen Finanzspritze unklar

Um wie viel Geld es geht, ist nicht bekannt. Unternehmenskenner halten laut der Lebensmittelzeitung eine Kapitalspritze im dreistelligen Millionenbereich für notwendig, damit dem Konzern nicht nur kurzfristig geholfen ist. Das Unternehmen hat zu den Informationen noch nicht Stellung bezogen. Klar ist: Es wäre bereits das dritte Mal innerhalb von gerade einmal zwei Jahren, dass der Staat dem Konzern finanziell helfen muss. Im Zuge der Corona-Pandemie hatte Galeria in Summe bereits 680 Millionen Euro aus dem staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erhalten.

Zu einer ersten staatlichen Finanzhilfe kam es Anfang 2021. Die zweite Kapitalspritze erfolge circa ein Jahr darauf. Eine Zurückzahlung der Gelder hat bisher noch nicht stattgefunden. Die René Benkos Signa-Gruppe hatte Galeria Zuschüsse ermöglicht. Sich über den klassischen Kapitalmarkt neue Finanzierungen zu ermöglichen, bleibt Galeria scheinbar verwehrt. Das Unternehmen soll sämtliche Sicherheiten für mögliche Kreditgeber bereits dem WSF gegeben haben, wie die Lebensmittelzeitung berichtet.

Konzern will an Strategie Galeria 2.0 festhalten

Ein weiteres Dilemma ist, dass sich das seit Jahren Verlust schreibende Unternehmen im Geschäftsjahr 2021/2022 kein Polster aufbauen konnte. Man dürfte zwar, wie Wettbewerber im stationären Nonfood-Handel, den Umsatz deutlich gesteigert haben. Auf ein positives Ergebnis, kommt man aber offenbar trotz dieser Gewinne nicht.

Unabhängig von der problematischen Situation soll der Konzern den Willen haben, an der Realisierung der Strategie Galeria 2.0 festzuhalten. Noch in diesem Jahr will Galeria ein neues Center-Konzept vorstellen und in Berlin Tegel ein neues Warenhaus eröffnen. Gleichzeitig will man neue Dienstleistungsangebote umsetzen.

Insidern zufolge kam es zuletzt aber auch zu einigen Verzögerungen bei der Modernisierung des Filialnetzes. Es ist daher nicht auszuschließen, dass auch 2023 der geplante Investitionsfahrplan nicht eingehalten werden kann. Galeria hatte im vergangenen Jahr angekündigt, über sechs Jahre insgesamt rund 600 Mio. Euro in die Neuausrichtung des Geschäfts zu investieren. 400 Mio. Euro davon sollten in das Filialnetz gehen und je 100 Millionen Euro in die Logistik und den E-Commerce fließen.

Sanierungstarifvertrag gekündigt

Wie angespannt die wirtschaftliche Situation bei Galeria ist, zeigt auch die Kündigung des Integrationstarifvertrags mit der Gewerkschaft Verdi. Am Freitag gab die Handelskette bekannt, dass sie den Vertrag einseitig gekündigt habe. Grund sei die wirtschaftlich angespannte Situation gewesen. Man betonte jedoch, dass das Unternehmen weiterhin tarifgebunden sei.

Folgen dieser Kündigung sind das Einfrieren der Vergütung auf aktuellem Lohnniveau und die Verpflichtung mit Verdi zu verhandeln, um den Tarifweg an die aktuelle Situation anzupassen. Der Tarifvertrag war nach der Fusion von Karstadt und Kaufhof unterschrieben worden und sicherte sowohl den Erhalt von Standorten, als auch Entgeltleistungen für die Angestellten analog zum Flächentarifvertrag zu.

', 'flash' => 'Beim Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof ist die wirtschaftliche Lage dramatisch. Die Chefetage schließt aus diesem Grund eine erneute staatliche Finanzspritze nicht aus.', '@version' => '1', 'tip' => 1, 'status' => 1, 'author' => '707070', 'section' => 27243, 'print_ed' => 0, 'title' => 'Galeria: Chefetage denkt über Staatshilfen nach', 'edition' => 'DWN', ), ), ), ), )